Parteispenden Die Gönner aus der Wirtschaft

Im ersten Halbjahr 2009 konnte vor allem die CDU von Großspenden profitieren. Die Christdemokraten erhielten auf diesem Weg bislang knapp 1,5 Millionen Euro. FDP und CSU kamen jeweils auf knapp eine Million Euro; die Sozialdemokraten mussten sich mit 400.000 Euro begnügen. Die Grünen und die Linken gingen leer aus.

Das Spendenaufkommen ergibt sich aus den Berichten des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert. Einzelspenden über 50.000 Euro müssen ihm sofort gemeldet und möglichst zeitnah veröffentlicht werden. Kleinere Beträge sind nur mit zweijähriger Verspätung den Rechenschaftsberichten der Parteien zu entnehmen.

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Als Großspender tat sich vor allem der Verband der Bayerischen Metall-und Elektroindustrie hervor: Er verteilte 750.000 Euro. Auch der Münchner BMW-Konzern gab sich großzügig. Er überließ den Christ-, Sozial- und Freien Demokraten Autos im Wert von fast einer halben Million. Konkurrent Daimler spendete direkt an CDU und SPD, aber nur 300.000 Euro. Die FDP steht vor allem in der Gunst von Finanzinstituten. Allein von der Deutschen Bank erhielt sie 200.000 Euro.

Auf einen Geldgeber mussten die Parteien allerdings verzichten: die Commerzbank. Das Parteiengesetz verbietet Spenden von Unternehmen, an denen die öffentliche Hand einen Anteil von mehr als 25 Prozent hält. (LÜT)

 
Leser-Kommentare
  1. schon mitgezählt?

    Achne, die gehen ja nur indirekt an die Partei, wenn denn überhaupt.

    Und wer sich jetzt wundert, von wem das Geld so alles kommt, der hat Politik nicht verstanden.

  2. nein, ein narr, der das nicht tut.
    "Wess` Brot ich eß,dess` Lied ich sing" heißt es.
    was meinen sie, welches lied die singen sollen?

    schwarzgeld verhindern!

    • keox
    • 16.09.2009 um 12:55 Uhr

    na, das haut doch den stärksten Inuit vom Schlitten

  3. ... der erste Kommentar, das alles für absolut unbedenklich hält und keine Zusammenhänge zw. Spenden und politischen Inhalten sieht.

    Anders scheint es ja nicht mehr zu gehen. Würdelos ist es dennoch. Mich wundert, dass die Alternativ-Energie-Lobby den Grünen nichts Nennenswertes gespendet hat. Vielleicht ein Windrad für den Trittin-Garten oder einen Kompostverbrenner für den Künast-Hof.

  4. Mich wundert es nicht wenn von der Politik Gesetze gemacht werden, die es den Konzernen ermöglichen, ihre Kunden abzuzocken (Beispiel die 4 großen Strommonolisten die von der schwarz-gelben Privatisierung in den 90ern profitieren) oder auch sich alle Risiken und Kosten dem Steuerzahler aufbürgen (Beispiel die Atomindustrie, die dank scharz-gelb praktisch kostenlos ihren Müll entsorgen kann, der Steuerzahler bezahlt es ja). Schlechte Gesetze und Handlungen der Regierungen erweisen sich auf dem Hintergrund der hohen Spenden nicht als unabsichtlich dumm, sondern als vorsätzlich (schließlich hat die Industrie dafür bezahlt). Bin schon gespannt auf den nächsten Schwarzgeldskandal von schwarz-gelb. Nach der Flick-Affäre und Kohl/Kochs/Schäubles schwarzen Kassen ist wenig Besserung zu erwarten, sie werden es immer wieder versuchen, immerhin sind sie schon 2 mal damit locker durchgekommen...

  5. Gekaufte Parteien können nur dann gekaufte Politik haben, wenn Ihr sie wählt. Ich wähle Piraten.

  6. wir eben auch "ordentlich" von den Profiteuren dieser Leistungen honoriert, ist doch logo, oder etwa nicht?!

    "Wessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing'", so lautet das alte deutsche Sprichwort, nä!? ;-))

  7. Die FDP bedankt sich auch gleich artig bei den Finanzinstituten.
    Häufigstes Wort im Wahlprogramm der FDP bei Rente und Gesundheit ist:
    "kapitalgedeckt". Eine Hand wäscht .....
    Nur gut, daß die FDP vor der Finanzkrise nichts zu melden hatte, denn dann gäbe es sicher noch ein paar mehr, die ihr Geld verloren hätten.

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