Kriminalität Todfreunde
Vor 25 Jahren gestand ein junger Verdächtiger einem jungen Polizeibeamten in Mönchengladbach sechs schreckliche Morde – eine Beziehung zwischen Täter und Ermittler nahm ihren Anfang. Inzwischen ergraut, hängen die beiden Männer noch immer aneinander.
© Dawin Meckel/Ostkreuz für DIE ZEIT

Der Chef der Mordkommission Mönchengladbach, Hans-Josef Jörris (rechts) zu Besuch bei Otto Debisch im Gefängnis
An einem Spätsommertag des Jahres 2009 sitzen zwei ältere Herren an einem Tisch und sprechen über das Fernsehprogramm. In dem spärlich möblierten Zimmer, durch dessen Fenster die Sonne hell hereinfällt, ist niemand anders als die beiden Männer, die in ihren Kaffeetassen rühren und manchmal zum Gebäck auf dem Tisch greifen. Hennes Jöris und Otto Debisch* scheinen einander lange zu kennen. Sie könnten früher Nachbarskinder gewesen sein oder Schulfreunde. Denn dass der eine zehn Jahre jünger ist als der andere, müsste man wissen – sehen kann man es nicht. Sie reden, was man so redet, über Leute, die draußen am Fenster vorbeigehen, aber was sie wirklich verbindet, erwähnen sie nicht.
Als Hennes Jöris das erste Mal mit Otto Debisch zu tun bekam, war das an einem Herbsttag des Jahres 1978. Damals betrat Hans-Josef Jöris, den zu dieser Zeit schon alle Hennes nannten – frisch von der Polizeihochschule und jetzt Praktikant bei der Mordkommission Mönchengladbach – ein stillgelegtes Bahnhofsgebäude in der rheinischen Kleinstadt Willich. Hier ist die verstümmelte Leiche des kurz zuvor vermisst gemeldeten 12-jährigen Sohnes eines britischen Besatzungssoldaten entdeckt worden. Jöris, 28 Jahre, erster Mordfall, muss sich zusammenreißen, als die älteren Beamten den Tapetenfetzen anheben, mit dem der Mörder sein Opfer abgedeckt hat. Sein Blick fällt auf die geöffnete Bauchhöhle des Jungen. Jemand hat ihn mit Messerstichen durchbohrt und ihn danach erwürgt, dem Toten die Bauchdecke wie einen Deckel herausgeschnitten, die Beine aufgesäbelt, die Geschlechtsorgane abgetrennt und mitgenommen. Der ganze Raum steht unter Blut. So gewütet hat der Mörder, dass darüber sein Messer kaputtgegangen ist. Das verbogene Tatwerkzeug hat er zurückgelassen. »Dieses Schwein kriegen wir«, hört Jöris die Kollegen sagen. Da ahnen die Männer noch nicht, dass ihnen genau dieses nie gelingen wird. Und der Praktikant ahnt nicht, dass er es sein wird, der den Mörder fängt.
Erst fast sechs Jahre später, im Februar 1984, begegnen sich Hennes Jöris, nun schon KOK, Kriminaloberkommissar, und Otto Debisch das erste Mal. Ein Jäger hat kurz zuvor im Wald bei Mönchengladbach die vergrabenen Überreste eines Mannes entdeckt, der Willi F. hieß und im Sommer des Vorjahres aus einem psychiatrischen Krankenhaus – in dem Suizidanten und andere Problembeladene untergebracht sind – verschwunden war. In der Klinik hatte man Willi nicht weiter vermisst, er war ein unsteter Geselle, außerdem freiwillig da gewesen. So einer kann gehen, wenn er will. Einer Schwester fällt nun aber, da man ihn skelettiert aufgefunden hat, wieder ein, dass der Mitpatient Otto Debisch kurz nach Willis Abgang behauptet habe, der Willi sei »tot« – obwohl das doch zu jenem Zeitpunkt noch niemand hatte wissen können. Der Patient Otto Debisch ist inzwischen entlassen worden und lebt nun im Heim »Schöne Aussicht«, einer Unterkunft für gestrandete junge Leute, irgendwo in der Eifel.
Also reist Kommissar Jöris dorthin und nimmt Otto Debisch – Heimkind, Schulabbrecher, berufslos, arbeitslos – in dessen Zimmer fest. Die Polizei kommt zu dritt, einer stellt sich vors Fenster, einer vor die Tür, Jöris setzt sich dem Verdächtigen gegenüber und bringt ihm in sanften Worten bei, dass er sie nun begleiten müsse. Da tut Debisch etwas Seltsames: Er zieht seine Kamera heraus und macht ein Foto. Klick. Hennes Jöris, wie er Otto Debisch lächelnd verhaftet. Es ist das letzte Bild auf dem Film. Dann ist er voll.
Als Otto Debisch 25 Jahre später diese Fotografie vor Hennes Jöris auf den Kaffeetisch legt, ist der perplex: »Mensch, hast du mich damals fotografiert? Das hab ich ganz vergessen.« – »Da haste noch jung ausgesehen«, antwortet Debisch. Er hat noch mehr dabei: Aufnahmen vom Heim »Schöne Aussicht«, das abgeschieden an einem Abhang steht. Auch Debisch selbst ist irgendwo auf dem Film, ein athletischer, etwas gebeugter Mann, mit halblangem Haar und einem von Bitterkeit gezeichneten Gesicht.
Otto Debisch wundert sich, wie der Polizist Hennes die Bilder vergessen konnte. Er ruft: »Du hast sie doch damals selber zum Entwickeln gebracht – in den Supermarkt, in dem du mir auch die Zündhölzer gekauft hast!« Richtig, die Zündhölzer! Drei herrliche Segelschiffe hat Otto aus Tausenden Streichhölzern gebaut in jenen drei Monaten, die sie zusammen verbracht haben. Februar, März, April 1984. Über 90 Tage Aug in Auge, Hand in Hand, man könnte sagen: in enger Umschlingung. Otto Debisch hat keinen Tag vergessen, Otto Debisch vergisst nie etwas. Die Schiffe hat er seinem Freund Hennes im Mai 1984 als Andenken dagelassen, die Fotos mitgenommen. Seit 25 Jahren liegt der lächelnde Hennes in Ottos Nachttischschublade.
Debischs erste Vernehmung am 4. Februar 1984 läuft zäh. Jöris hat ihn mit aufs Polizeirevier nach Mönchengladbach gebracht. Man duzt sich, was in Verhören nicht ungewöhnlich ist, weil die Lage dann weniger brenzlig erscheint. Es geht um den skelettierten Willi. Das Protokoll hält fest, dass Debisch viel redet und nichts sagt. Schließlich fragt Jöris ihn: »Hattest du Streit mit dem Willi?«
»Mit dem hab ich noch nie Streit gehabt.«
»Otto, stimmt es, dass ihr beide zusammen rausgegangen seid, als der Willi verschwand?«
»Ja, aber wir sind getrennte Wege gegangen.«
»Wann ist dir dann aufgefallen, dass der Willi nicht mehr da ist?«
»Am nächsten Morgen.«
»Otto, hast du was mit dem Tod vom Willi zu tun?«
»Ich schwöre, dass ich damit nichts zu tun habe. Wenn ich von jemandem wüsste, der damit zu tun haben könnte, dann würd’ ich es sofort sagen.«
»Otto, du sollst am 11. Juli 1983 abends gegen 19 Uhr von einem Ausgang sturzbetrunken auf die Station zurückgekommen sein. Du sollst dich vier Mal übergeben und außerdem geweint haben. Der Pflegerin gegenüber sollst du dann gesagt haben: Maria, hilf mir, hilf mir! Der Willi ist tot, der Willi ist tot! Was sagst du dazu?«
»Ich weiß nur noch, dass ich an diesem Tag zwei Flaschen Whiskey getrunken hab’. Kann sein, dass ich was gesagt hab’, aber ich weiß von nichts!«
Viel haben sie nicht gegen Debisch in der Hand, als sie ihn schließlich in eine Gefängniszelle stecken. Wenn Debisch nicht auspackt, müssen sie ihn bald wieder laufen lassen. Es ist am selben Abend, als Kommissar Jöris, der schon auf dem Weg nach Hause ist, einem unbestimmten Gefühl gehorchend beschließt, noch einmal nach dem Verhafteten zu schauen. Er hatte es ihm am Nachmittag versprochen, und obwohl er jetzt eigentlich keine Lust mehr hat, fährt er doch noch aufs Polizeirevier, um seine Zusage einzuhalten. »Gut, dass de kommst«, sagt der wachhabende Beamte, als er die grün gestrichene Stahltür aufschließt, »der da drin is’ am Heulen.« In Zelle 4 ist es finster. Durch die Glasbausteine, die das Fenster ersetzen, fällt kein Licht mehr. Otto Debisch ist nicht zu sehen. Auf der Pritsche hockt ein schluchzender Haufen Mensch, der die Decke über sich gezogen hat. Vorsichtig streift Hennes Jöris die Umhüllung zurück und legt den Arm um den Nassgeweinten. »Was is’ los?«
»Ich will meine Sachen haben.«
»Die sind noch in der Eifel, die könn’ wir jetzt nich’ holen, es is’ Nacht.«
»Ich will sofort meine Sachen, sonst klaut mir die einer«, erwidert Debisch zitternd.
»Ich schwör dir, morgen früh fahren wir als Erstes los und holen deine Sachen«, verspricht Jöris sanft. Und weil ihm ein so gewaltiger Kummer wegen ein paar Klamotten und einem alten Kofferradio merkwürdig vorkommt, fragt er: »Haste was mit dem Willi zu tun?« Nicken. Und dann sagt der in seinem Arm noch etwas – es rieselt Jöris bis heute kalt über den Rücken, wenn er daran denkt: »Morgen erzähl ich dir noch mehr – auch das von dem englischen Jungen. Und dann wirste berühmt.«
Es wurde der Fall seines Lebens, und er hat Jöris bei der Polizei den Ruf eines Menschenflüsterers eingebracht: Denn der Mann, den Jöris an jenem Abend tröstend im Arm hielt, war – obwohl kaum älter als zwanzig Jahre – ein Serienmörder. Sechs Tötungsdelikte, die ihm niemand hätte nachweisen können, hat er dem Kriminalbeamten am nächsten Tag gestanden. Das erste – an einem alten Mann – hatte Debisch schon als 13-Jähriger begangen, das letzte im Sommer zuvor – an Willi. Manche waren zu regelrechten Blutbädern ausgeartet, wie das an dem kleinen Engländer, das Otto Debisch mit 17 beging. Drei der Taten waren ungeklärt geblieben, eine vierte war nicht einmal bekannt geworden und als Vermisstensache verstaubt. Für weitere zwei waren Unschuldige verurteilt worden. Und nun klärte Hennes Jöris sechs Morde auf einmal, weil Otto Debisch in jener Nacht endlich eine Seele gefunden hatte, die er für würdig hielt, sein entsetzliches Wissen mit ihm zu teilen.
- Datum 29.09.2009 - 09:47 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 24.09.2009 Nr. 40
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Es ist ja wirklich toll, was der Herr Kriminaloberkommissar für ein wahnsinnig großes Herz hat. Die Verklärung in einer Art deterministischen Extremismus ist jedoch eine Unverschämtheit ohne jegliche Betrachtung der Opfer. Kein Wunder, dass es Diskussion über unsere Gesetze und Polizei gibt. Schön, dass sich Täter und Staatsgewalt so gut verstehen. Ich glaube, wir brauchen eine viel größere Debatte über unsere Polizei und auch darüber, wie wir mit den Tätern umgehen.
München zeigt das ansatzweise, aber die armen Täter werden sicher einen guten Freund bei den Psychologen, Pädagogen oder Polizisten finden, die dann durch diverse Gutachten bei einem ebenso deterministischen Richter vielleicht drei Jahre auf Bewährung herausholen.
Verzeihen Sie meinen Zynismus und meine absichtliche Übertreibung, aber ich glaubte, ich spinne ...
Der Artikel ist aber reichlich pathetisch geschrieben - als ob es sich um einen Gutmenschroman handeln würde und nicht um das wirkliche Leben.
@tronco:
Sie übertreiben in der Tat, aber man kann es bei heutigen Urteilen durchaus verstehen. Das eigentliche Problem ist jedoch die Justiz, die von der Polizei strikt getrennt ist und die Fälle dann meist aus Akten und Vorträgen kennt und deshalb oft viel zu weich urteilt. Wie kann man sich sonst erklären, dass ein Intensivtäter in Berlin erst nach etlichen Raubüberfällen eine (kaum)nennenswerte Strafe bekommt? Die Polizei ist weder weich- noch kaltherzig (Einzelfälle gibts hier so wie überall auch), es sind schlicht Handwerker. Wobei ich sagen muss, dass die deutsche Polizei im Vergleich zu anderen sehr viel menschlicher ist, auch wenn das Einzige was wir in der Presse sehen, prügelnde Hundertschaften bei den Demos sind.
@m-lueck: wenn Sie an dem Menschen hinter der Tat interessiert sind, kann ich Ihnen "Mordspuren" von Mark Benecke empfehlen, es ist viel sachlicher und zeigt Standpunkte mehrerer Serientäter. Das Buch ist aber grenzwertig, was die Härte angeht und es ist ein Sachbuch und kein Thriller, was viele Kritiker wohl irgendwie verwechseln
Der Artikel ist aber reichlich pathetisch geschrieben - als ob es sich um einen Gutmenschroman handeln würde und nicht um das wirkliche Leben.
@tronco:
Sie übertreiben in der Tat, aber man kann es bei heutigen Urteilen durchaus verstehen. Das eigentliche Problem ist jedoch die Justiz, die von der Polizei strikt getrennt ist und die Fälle dann meist aus Akten und Vorträgen kennt und deshalb oft viel zu weich urteilt. Wie kann man sich sonst erklären, dass ein Intensivtäter in Berlin erst nach etlichen Raubüberfällen eine (kaum)nennenswerte Strafe bekommt? Die Polizei ist weder weich- noch kaltherzig (Einzelfälle gibts hier so wie überall auch), es sind schlicht Handwerker. Wobei ich sagen muss, dass die deutsche Polizei im Vergleich zu anderen sehr viel menschlicher ist, auch wenn das Einzige was wir in der Presse sehen, prügelnde Hundertschaften bei den Demos sind.
@m-lueck: wenn Sie an dem Menschen hinter der Tat interessiert sind, kann ich Ihnen "Mordspuren" von Mark Benecke empfehlen, es ist viel sachlicher und zeigt Standpunkte mehrerer Serientäter. Das Buch ist aber grenzwertig, was die Härte angeht und es ist ein Sachbuch und kein Thriller, was viele Kritiker wohl irgendwie verwechseln
ein scheinbar sehr gut recherchierter Artikel. Er gibt dem Massenmörder (ein "Monster unserer Gesellschaft") ein menschliches Gesicht, was ich für sehr wichtig halte. Selbstverständlich entfacht er auch wieder sofort die Idee dass es die Taten relativiert und die Opfer ignoriert, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass hinter all den Greultaten immer am Ende des Tages noch "Menschen" stecken. Die Rolle die der Komissar in der ganzen Geschichte einnimmt ist ein richtiger Ansatz um sich diesen Menschen zu nähern. Es ist der einzige Weg, die Wurzel des Problems zu finden.
Ein wirklich interessanter Artikel, mal ganz anders als Alles was man sonst so liest.
Und ziemlich mutig, denn den meisten Leuten wird sicher missfallen dass hier so weitgehend wertungsfrei, ja fast aus nächster Nähe über einen Serienmörder geschrieben wird.
Erinnert an den Roman von Hans Henny Jahnn "Fluß ohne Ufer", in dem der Verlobte des Mordopfers eine lebenslange Freundschaft mit dem Mörder beginnt. Beide gehen sogar noch einen Schritt weiter, indem sie die Schuld in einer "Ausschweifung" durch einen Bluttausch teilen. Leider ist der Roman in der Nachkriegszeit in Vergessenheit geraten. Sollte mehr gelesen werden!
Der Artikel ist aber reichlich pathetisch geschrieben - als ob es sich um einen Gutmenschroman handeln würde und nicht um das wirkliche Leben.
@tronco:
Sie übertreiben in der Tat, aber man kann es bei heutigen Urteilen durchaus verstehen. Das eigentliche Problem ist jedoch die Justiz, die von der Polizei strikt getrennt ist und die Fälle dann meist aus Akten und Vorträgen kennt und deshalb oft viel zu weich urteilt. Wie kann man sich sonst erklären, dass ein Intensivtäter in Berlin erst nach etlichen Raubüberfällen eine (kaum)nennenswerte Strafe bekommt? Die Polizei ist weder weich- noch kaltherzig (Einzelfälle gibts hier so wie überall auch), es sind schlicht Handwerker. Wobei ich sagen muss, dass die deutsche Polizei im Vergleich zu anderen sehr viel menschlicher ist, auch wenn das Einzige was wir in der Presse sehen, prügelnde Hundertschaften bei den Demos sind.
@m-lueck: wenn Sie an dem Menschen hinter der Tat interessiert sind, kann ich Ihnen "Mordspuren" von Mark Benecke empfehlen, es ist viel sachlicher und zeigt Standpunkte mehrerer Serientäter. Das Buch ist aber grenzwertig, was die Härte angeht und es ist ein Sachbuch und kein Thriller, was viele Kritiker wohl irgendwie verwechseln
Wenn ein Mensch sich einem anderen (nach gesellschaftlichem Urteil bösen) Menschen gegenüber als Mensch verhält, und das so berichtet wird, was ist daran pathetisch ?
Soll der Kommissar den knallharten Bullen geben, der seinen Gegenüber so lange mit allen Mitteln unter Druck setzt, bis der zusammenbricht und bedingungslos aufgibt - ist es dann gut ?
Aus Nordirland z.B. kennt man das "Phänomen", dass schwache Polizisten um Erfolg zu haben, auch jedes Recht vergessen, um einen vermutlichen Terroristen fassen zu können und zu überführen.
So nähern sich die Mittel und Methoden von Verbrechern und Verbrechensjäger an.
Eine konsequent pervers ausgeprägte Variante dazu sind Nazi-Schergen, die tagsüber munter folterten und am Feierabend der liebe Familienvater waren. Ausgestorben ist dieser Typus Mensch mit Freude am Quälen jedoch nicht.
So wie sich der Kommissar in diesem Bericht verhalten hat, hat mit "Gutmensch" nichts zu tun, sondern lediglich mit menschlich sein - also genau so wie es unser aller Grundgesetz vorsieht. Wer dem widersprechen möchte, soll die Menschenwürde und -rechte aus dem Grundgesetz streichen, dann darf der Kommissar einen Verdächtigen prügeln und foltern, bis der gesteht (oder auch alles gewünschte gesteht, nur damit die Schläge aufhören).
Ich kenne "knallharte" Menschen, die zum Jammerlappen werden, wenn ihnen persönlich etwas widerfährt. Dann klagen sie, wie unfair doch andere sind.
[ Anmerkung: Bitte versuchen Sie bei Ihrer Wortwahl sachlich zu bleiben und nicht zu polemisieren. Danke. Die Redaktion/m.e. ]
Wenn ein Mensch sich einem anderen (nach gesellschaftlichem Urteil bösen) Menschen gegenüber als Mensch verhält, und das so berichtet wird, was ist daran pathetisch ?
Soll der Kommissar den knallharten Bullen geben, der seinen Gegenüber so lange mit allen Mitteln unter Druck setzt, bis der zusammenbricht und bedingungslos aufgibt - ist es dann gut ?
Aus Nordirland z.B. kennt man das "Phänomen", dass schwache Polizisten um Erfolg zu haben, auch jedes Recht vergessen, um einen vermutlichen Terroristen fassen zu können und zu überführen.
So nähern sich die Mittel und Methoden von Verbrechern und Verbrechensjäger an.
Eine konsequent pervers ausgeprägte Variante dazu sind Nazi-Schergen, die tagsüber munter folterten und am Feierabend der liebe Familienvater waren. Ausgestorben ist dieser Typus Mensch mit Freude am Quälen jedoch nicht.
So wie sich der Kommissar in diesem Bericht verhalten hat, hat mit "Gutmensch" nichts zu tun, sondern lediglich mit menschlich sein - also genau so wie es unser aller Grundgesetz vorsieht. Wer dem widersprechen möchte, soll die Menschenwürde und -rechte aus dem Grundgesetz streichen, dann darf der Kommissar einen Verdächtigen prügeln und foltern, bis der gesteht (oder auch alles gewünschte gesteht, nur damit die Schläge aufhören).
Ich kenne "knallharte" Menschen, die zum Jammerlappen werden, wenn ihnen persönlich etwas widerfährt. Dann klagen sie, wie unfair doch andere sind.
[ Anmerkung: Bitte versuchen Sie bei Ihrer Wortwahl sachlich zu bleiben und nicht zu polemisieren. Danke. Die Redaktion/m.e. ]
Wenn ein Mensch sich einem anderen (nach gesellschaftlichem Urteil bösen) Menschen gegenüber als Mensch verhält, und das so berichtet wird, was ist daran pathetisch ?
Soll der Kommissar den knallharten Bullen geben, der seinen Gegenüber so lange mit allen Mitteln unter Druck setzt, bis der zusammenbricht und bedingungslos aufgibt - ist es dann gut ?
Aus Nordirland z.B. kennt man das "Phänomen", dass schwache Polizisten um Erfolg zu haben, auch jedes Recht vergessen, um einen vermutlichen Terroristen fassen zu können und zu überführen.
So nähern sich die Mittel und Methoden von Verbrechern und Verbrechensjäger an.
Eine konsequent pervers ausgeprägte Variante dazu sind Nazi-Schergen, die tagsüber munter folterten und am Feierabend der liebe Familienvater waren. Ausgestorben ist dieser Typus Mensch mit Freude am Quälen jedoch nicht.
So wie sich der Kommissar in diesem Bericht verhalten hat, hat mit "Gutmensch" nichts zu tun, sondern lediglich mit menschlich sein - also genau so wie es unser aller Grundgesetz vorsieht. Wer dem widersprechen möchte, soll die Menschenwürde und -rechte aus dem Grundgesetz streichen, dann darf der Kommissar einen Verdächtigen prügeln und foltern, bis der gesteht (oder auch alles gewünschte gesteht, nur damit die Schläge aufhören).
Ich kenne "knallharte" Menschen, die zum Jammerlappen werden, wenn ihnen persönlich etwas widerfährt. Dann klagen sie, wie unfair doch andere sind.
[ Anmerkung: Bitte versuchen Sie bei Ihrer Wortwahl sachlich zu bleiben und nicht zu polemisieren. Danke. Die Redaktion/m.e. ]
"So wie sich der Kommissar in diesem Bericht verhalten hat, hat mit "Gutmensch" nichts zu tun, sondern lediglich mit menschlich sein - also genau so wie es unser aller Grundgesetz vorsieht. Wer dem widersprechen möchte, soll die Menschenwürde und -rechte aus dem Grundgesetz streichen, dann darf der Kommissar einen Verdächtigen prügeln und foltern, bis der gesteht (oder auch alles gewünschte gesteht, nur damit die Schläge aufhören). "
Achso, natürlich in der Charta der Menschenrechte und in unserem Grundgesetz ist verankert, dass der Chefermittler mit dem Täter, der in diesem Falle ein Serienmörder ist und kein Kaugummidieb, sich befreunden sollte - oder sogar muss ? - und sich mit ihm zum Kaffeetrinken trifft. Ich bitte Sie, Ihre Argumentation fußt auf absolutem Non-Sense.
In der Justiz würde dies zu einem Skandal wegen Befangenheitsanträgen kommen und hier wird im Feuilleton ein deterministischer Kommissar als Held der Gutmenschen gefeiert.
Es gibt Dinge, die dürfen wir als Gesellschaft nicht tolerieren, und dazu gehört Mord und auch mehrfacher Mord. Als Staatsangestellter in der Exekutive hat man sich daran zu halten; es ist ja nicht so, als ob die beiden schon seit ihrer Kindheit eine Sandkasten-Freundschaft führen.
Es tut mir schrecklich leid, aber ich bin nicht in der Lage mit Kinderschändern, Mördern oder Serientätern Empathie zu empfinden, und ich weigere mich auch, die zu versuchen.
Lieber HKraemer,
als pathetisch habe ich keineswegs das Handeln des Polizisten bezeichnet, sondern die Erzählweise des Artikels. Sie werden feststellen, dass ich im vorigen Kommentar gerade die Menschlichkeit der deutschen Polizei gelobt habe. Der Artikel dagegen schreibt...wie soll ich es ausdrücken...platt...so als ob Pro7 versuchen würde (was die leider auch viel zu oft machen) einen deutschen Thriller zu produzieren - man packt das ganze Grundwerkzeug an Klischees und Plattitüden aus, die auch in Hollywood üblich sind und am Ende kommt etwas raus, das man höchstens mit einem "naja" würdigt. Der Sprachstil an sich ist völlig ok, aber die Kombination mit dem Thema ist, gerade für jemanden der beruflich oft mit der Polizei zu tun hat, ziemlich misslungen - als würde man eine Heldengeschichte herzaubern wollen, wo keine Helden sind, sondern nur gute (und schlechte) Menschen. Wäre das Ganze sachlicher erzählt worden, wäre die "Suppe" nicht "versalzen".
"So wie sich der Kommissar in diesem Bericht verhalten hat, hat mit "Gutmensch" nichts zu tun, sondern lediglich mit menschlich sein - also genau so wie es unser aller Grundgesetz vorsieht. Wer dem widersprechen möchte, soll die Menschenwürde und -rechte aus dem Grundgesetz streichen, dann darf der Kommissar einen Verdächtigen prügeln und foltern, bis der gesteht (oder auch alles gewünschte gesteht, nur damit die Schläge aufhören). "
Achso, natürlich in der Charta der Menschenrechte und in unserem Grundgesetz ist verankert, dass der Chefermittler mit dem Täter, der in diesem Falle ein Serienmörder ist und kein Kaugummidieb, sich befreunden sollte - oder sogar muss ? - und sich mit ihm zum Kaffeetrinken trifft. Ich bitte Sie, Ihre Argumentation fußt auf absolutem Non-Sense.
In der Justiz würde dies zu einem Skandal wegen Befangenheitsanträgen kommen und hier wird im Feuilleton ein deterministischer Kommissar als Held der Gutmenschen gefeiert.
Es gibt Dinge, die dürfen wir als Gesellschaft nicht tolerieren, und dazu gehört Mord und auch mehrfacher Mord. Als Staatsangestellter in der Exekutive hat man sich daran zu halten; es ist ja nicht so, als ob die beiden schon seit ihrer Kindheit eine Sandkasten-Freundschaft führen.
Es tut mir schrecklich leid, aber ich bin nicht in der Lage mit Kinderschändern, Mördern oder Serientätern Empathie zu empfinden, und ich weigere mich auch, die zu versuchen.
Lieber HKraemer,
als pathetisch habe ich keineswegs das Handeln des Polizisten bezeichnet, sondern die Erzählweise des Artikels. Sie werden feststellen, dass ich im vorigen Kommentar gerade die Menschlichkeit der deutschen Polizei gelobt habe. Der Artikel dagegen schreibt...wie soll ich es ausdrücken...platt...so als ob Pro7 versuchen würde (was die leider auch viel zu oft machen) einen deutschen Thriller zu produzieren - man packt das ganze Grundwerkzeug an Klischees und Plattitüden aus, die auch in Hollywood üblich sind und am Ende kommt etwas raus, das man höchstens mit einem "naja" würdigt. Der Sprachstil an sich ist völlig ok, aber die Kombination mit dem Thema ist, gerade für jemanden der beruflich oft mit der Polizei zu tun hat, ziemlich misslungen - als würde man eine Heldengeschichte herzaubern wollen, wo keine Helden sind, sondern nur gute (und schlechte) Menschen. Wäre das Ganze sachlicher erzählt worden, wäre die "Suppe" nicht "versalzen".
"So wie sich der Kommissar in diesem Bericht verhalten hat, hat mit "Gutmensch" nichts zu tun, sondern lediglich mit menschlich sein - also genau so wie es unser aller Grundgesetz vorsieht. Wer dem widersprechen möchte, soll die Menschenwürde und -rechte aus dem Grundgesetz streichen, dann darf der Kommissar einen Verdächtigen prügeln und foltern, bis der gesteht (oder auch alles gewünschte gesteht, nur damit die Schläge aufhören). "
Achso, natürlich in der Charta der Menschenrechte und in unserem Grundgesetz ist verankert, dass der Chefermittler mit dem Täter, der in diesem Falle ein Serienmörder ist und kein Kaugummidieb, sich befreunden sollte - oder sogar muss ? - und sich mit ihm zum Kaffeetrinken trifft. Ich bitte Sie, Ihre Argumentation fußt auf absolutem Non-Sense.
In der Justiz würde dies zu einem Skandal wegen Befangenheitsanträgen kommen und hier wird im Feuilleton ein deterministischer Kommissar als Held der Gutmenschen gefeiert.
Es gibt Dinge, die dürfen wir als Gesellschaft nicht tolerieren, und dazu gehört Mord und auch mehrfacher Mord. Als Staatsangestellter in der Exekutive hat man sich daran zu halten; es ist ja nicht so, als ob die beiden schon seit ihrer Kindheit eine Sandkasten-Freundschaft führen.
Es tut mir schrecklich leid, aber ich bin nicht in der Lage mit Kinderschändern, Mördern oder Serientätern Empathie zu empfinden, und ich weigere mich auch, die zu versuchen.
Sie haben den Bericht nicht verstanden. Hätte der Beamte sich dem Mörder nicht auf humane Art genähert, wären diese grausamen Morde vermutlich niemals aufgeklärt worden. Der Mörder hat sich der Welt verschlossen. Vor dieser Tatsachenaussage des Autors widersprechen Sie sich in Ihrem Kommentar selbst. Mit keinem Aspekt wurden die Taten befürwortet. Es wurden auf genau jenem Weg mehrere Schwerverbrechen gelöst, wie es die Gründungsväter unserer Justiz vorsahen und auf Papier festhielten. Wer das nicht zu erkennen vermag, sollte nicht darüber zu diskutieren versuchen.
Hinter dem Gesicht des Beamten steckt ein Mensch mit wachem Verstand. Ich zolle ihm meinen Respekt. Es benötigt mehr Menschen wie ihn.
Sie haben den Bericht nicht verstanden. Hätte der Beamte sich dem Mörder nicht auf humane Art genähert, wären diese grausamen Morde vermutlich niemals aufgeklärt worden. Der Mörder hat sich der Welt verschlossen. Vor dieser Tatsachenaussage des Autors widersprechen Sie sich in Ihrem Kommentar selbst. Mit keinem Aspekt wurden die Taten befürwortet. Es wurden auf genau jenem Weg mehrere Schwerverbrechen gelöst, wie es die Gründungsväter unserer Justiz vorsahen und auf Papier festhielten. Wer das nicht zu erkennen vermag, sollte nicht darüber zu diskutieren versuchen.
Hinter dem Gesicht des Beamten steckt ein Mensch mit wachem Verstand. Ich zolle ihm meinen Respekt. Es benötigt mehr Menschen wie ihn.
Sie haben den Bericht nicht verstanden. Hätte der Beamte sich dem Mörder nicht auf humane Art genähert, wären diese grausamen Morde vermutlich niemals aufgeklärt worden. Der Mörder hat sich der Welt verschlossen. Vor dieser Tatsachenaussage des Autors widersprechen Sie sich in Ihrem Kommentar selbst. Mit keinem Aspekt wurden die Taten befürwortet. Es wurden auf genau jenem Weg mehrere Schwerverbrechen gelöst, wie es die Gründungsväter unserer Justiz vorsahen und auf Papier festhielten. Wer das nicht zu erkennen vermag, sollte nicht darüber zu diskutieren versuchen.
Hinter dem Gesicht des Beamten steckt ein Mensch mit wachem Verstand. Ich zolle ihm meinen Respekt. Es benötigt mehr Menschen wie ihn.
...und die haben die Gründungsväter unserer Justiz bestimmt nicht vorgesehen. Auf welchem Weg solche Taten ermittelt werden, ist irrelevant, solange keine Gesetze gebrochen werden. Eine "Verbrüderung" mit dem Täter, wie sie in dem Artikel beschrieben wird, zeugt von einer blinden Ergriffenheit über das eigene Gutmenschentum. Das ist eine Beleidigung der Opfer.
Ferner sollten sie niemandem die Diskussion verbieten. Das ist anmaßend.
...und die haben die Gründungsväter unserer Justiz bestimmt nicht vorgesehen. Auf welchem Weg solche Taten ermittelt werden, ist irrelevant, solange keine Gesetze gebrochen werden. Eine "Verbrüderung" mit dem Täter, wie sie in dem Artikel beschrieben wird, zeugt von einer blinden Ergriffenheit über das eigene Gutmenschentum. Das ist eine Beleidigung der Opfer.
Ferner sollten sie niemandem die Diskussion verbieten. Das ist anmaßend.
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