Philosophie

Fataler Tiefsinn aus Karlsruhe

Zum neuesten Schrifttum des Peter Sloterdijk

Der Philosoph, Schriftsteller und Autor Peter Sloterdijk, 62

Der Philosoph, Schriftsteller und Autor Peter Sloterdijk, 62

Was immer Peter Sloterdijk in den vergangenen beiden Jahrzehnten verfasst hat, schien weder mit dem herrschenden Zeitgeist noch mit dem von dessen Widersachern vereinbar. Von den forschen Befürwortern einer weiteren Ökonomisierung unserer Gesellschaft trennte ihn der Gestus eines grundsätzlichen Hinterfragens aller Errungenschaften der gesellschaftlichen Moderne, vom zögerlichen Einspruch der Kapitalismuskritiker unterschied ihn die stolze Zurückweisung jeder Parteinahme für die Schwachen und Benachteiligten. Ein kämpferischer Ton der Unangepasstheit sorgte gleichwohl dafür, dass ihm von vielen Seiten ehrfürchtige Bewunderung entgegenschlug: Endlich hatte hier, wie schon die Kritik der zynischen Vernunft (1983) zu signalisieren schien, erneut ein Freigeist die intellektuelle Bühne betreten, der es mit der einsamen Entschlossenheit und Radikalität eines Nietzsche mit all den Denkgewohnheiten aufnahm, die unserer Epoche schon lange eine kaum zu ertragene Fadheit verliehen hatten.

Wo dieses Kalkül einmal danebenging, weil Sloterdijk moralisch gut begründete Prinzipien verletzt hatte, da wurden von ihm schnell Nebelkerzen hinterhergeschossen, die das Ungeheuerliche nur noch weiter verdunkelten und ins grandios Ungedachte steigerten. Schwer war es im Verlauf der Jahre daher, dem moralisch-politischen Charakter des Sloterdijkschen Denkens auf die Schliche zu kommen. Diesem Katz-und-Maus-Spiel, in dem die Feuilletons unserer Zeitungen eine unrühmliche Rolle spielten, hat Peter Sloterdijk kürzlich selbst ein Ende gesetzt. In einem Artikel, den er für die FAZ verfasst hat, plauderte er aus, welcher historischen Entwicklung seine geschichtsphilosophische Sorge tatsächlich gilt. Dass dem nachgeahmten Nietzscheanismus der Ressentimentkritik seinerseits ein Ressentiment zugrunde liegt, mag man schon immer vermutet haben; aber dass dieses nun auf so kleingeistige Weise wie in diesem Beitrag daherkommt, muss einem schier die Sprache verschlagen.

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Die Beliebtheit der philosophischen Essayistik des Peter Sloterdijk hing von Anfang an mit dem Aufstieg eines sozialen Milieus zusammen, das den kulturellen Erscheinungen des kapitalistischen Wohlfahrtsstaats nur Verachtung entgegenbrachte, ohne aber für die politische Gestaltung der Zukunft irgendeine tragfähige Idee zu besitzen. In ihrer akademischen Jugend, die zumeist in die Jahre der Maueröffnung und des Zusammenbruchs der Sowjetunion fiel, hatten die Vertreter dieser neuen Elite die Schriften von Michel Foucault gelesen, waren aufgrund ihrer ungebundenen, elastischen und sprungbereiten Geisteshaltung schnell zu allen erdenklichen Machtpositionen gelangt, wo sie nun saßen, um auf einen Einfall oder ein klärendes Wort zur Signatur unserer Epoche zu warten. In diesem Milieu, den Redaktionsstuben der Feuilletons, den Kasinos der Banken, den Architekturbüros und Werbeagenturen, herrschte Einigkeit nur darüber, dass der Wohlfahrtsmentalität des sozialdemokratischen Zeitalters unbedingt ein Ende zu bereiten sei; zu abhängig schienen die Massen, zu sehr nur auf die gebende Hand des Staates erpicht, als dass aus dem Schoß einer derartigen Kultur noch irgendein kraftvoller Gedanke oder Lebensstil hervorgehen könnte.

Die Verachtung galt freilich weniger den bedürftigen Schichten selbst als vielmehr deren intellektuellen Repräsentanten, die sich in der »alten« Bundesrepublik angemaßt hatten, als allgemeine Fürsprecher einer Umverteilungspolitik aufzutreten. Mit Begeisterung las man jeden Artikel, der zur Verteufelung der 68er-Bewegung geschrieben wurde, mit tiefer Genugtuung nahm man zur Kenntnis, dass es mit der Soziologie und der Psychoanalyse nun endlich den Leitdisziplinen der untergehenden Epoche an den Kragen gehen sollte. Das erlösende Wort durfte nicht von derselben Art sein wie jene klagende Rede, die die alten Ideologen im Namen der sozial Schwachen und Entrechteten vorgetragen hatten; es musste wieder Mut zur geistigen Größe besitzen und Distanz zum Jargon der sozialen Verelendung bewahren.

Allzu lang mussten die Repräsentanten dieser neuen Schicht nicht ausharren, weil ihnen schon bald ein Autor entgegentrat, der für all ihr Hoffen und Bangen die richtige Rezeptur in den Händen hielt. Ganz am Anfang seiner intellektuellen Entwicklung mag Peter Sloterdijk noch unentschieden gewesen sein, ob er eher den Weg einer philosophisch inspirierten Gesellschaftskritik oder den einer mystisch-spekulativen Welt- und Geschichtsdeutung einschlagen sollte; erst der schnelle Erfolg, den ihm seine ersten Bücher in jenen erlösungshungrigen Milieus einbrachten, dürfte ihn schließlich dazu bewogen haben, sich deren Jüngern als Seher in dürftiger Zeit anzudienen. An der Kraft zur Schöpfung welterschließender Begriffe und Metaphern fehlte es ihm nicht, auch eine gewisse Fähigkeit zur diagnostischen Zusammenschau war ihm gegeben, sodass alle geistigen Voraussetzungen erfüllt waren, um die ins Auge gefasste Aufgabe tatkräftig in Angriff zu nehmen. Seither entspringen dem produktiven Geist Sloterdijks jährlich eine Reihe von Essays, Büchern und Reden, die von den Angehörigen der ihm ergebenen Schicht, wenn nicht gelesen, so doch durchblättert werden.

Axel Honneth

Er ist Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und seit 2001 Direktor des dortigen Instituts für Sozialforschung, der in den zwanziger Jahren gegründeten »Geburtsstätte« der Kritischen Theorie. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde Honneth mit seinem Buch »Kampf um Anerkennung« (Suhrkamp Verlag), das an den jungen Hegel und den amerikanischen Pragmatisten George Herbert Mead anknüpft. Honneths Philosophie zielt auf eine Kritik an den sozialen Verwerfungen moderner Gesellschaften; ihre Themen sind »Entfremdung«, »Verdinglichung« und »Anerkennungsvergessenheit«. Axel Honneth veröffentlichte zuletzt (zusammen mit Beate Rössler) die Studie »Von Person zu Person. Zur Moralität persönlicher Beziehungen«. Zu seinem 60. Geburtstag (ZEIT Nr. 30/09) erschien – ebenfalls bei Suhrkamp – eine 700 Seiten starke Festschrift mit Beiträgen unter anderem von Nancy Fraser, Eva Illouz, Luc Boltanski, Charles Taylor und Michael Walzer.

Gewiss, die dreibändigen Sphären waren des Umfangs zu viel, um sie sich Seite für Seite auch nur zur Ansicht zu bringen; hier reichte die Kenntnisnahme der schwermütigen These, dass wir alle schon im intrauterinen Zustand ein Gefühl der räumlichen Geborgenheit entwickeln, für welche wir, einmal zur Welt gebracht, dann keinen hinreichenden Ersatz mehr finden. Dieser poetische Philosoph war unzufrieden mit den Umständen in anderer Weise, als es die schnöde Gesellschaftskritik der Alten gewesen war; der kritische Einwand galt nicht der institutionellen Einrichtung unseres Gemeinwesens, nicht dem Mangel an sozialer Gerechtigkeit, sondern der Dürftigkeit einer ganzen Kultur, die den harten Gegebenheiten unseres Daseins nicht ins Angesicht zu schauen wagte. Der methodische Zugang, den sich Sloterdijk zu diesen Tatsachen des sozialen Lebens verschaffte, war allerdings alles andere als von philosophischer Raffinesse; so, als habe es Foucaults Einwand gegen den anthropologischen Essenzialismus nie gegeben, so, als seien alle Warnungen vor der Behauptung kultureller Universalien und menschlicher Invarianten in den Wind zu schlagen, ging Sloterdijk schlicht davon aus, dass es bei genauerem Hinsehen eine Reihe von unvermeidlichen Triebkräften im zivilisatorischen Geschehen zu entdecken gäbe. Auf seinem Weg ins Verheißung suchende Milieu schien der Autor alles vergessen zu haben, was er ursprünglich, etwa in einem frühen, glänzenden Aufsatz zu Foucault, selbst einmal geschrieben und gedacht hatte, sodass er nun frei war, eine Art von intuitiver Wesensschau zu betreiben. Um die Schriften des Autors hatte sich in nur wenigen Jahren ein Kokon aus Verehrung, Faszination und schelmischer Sympathie gelegt, an dem vom postmodernen Rundfunkredakteur bis zum alternden Goethe-Instituts-Direktor viele munter webten: Endlich war da jemand der argumentativ überpeniblen, in sich selbst kreisenden Sozialkritik entgegengetreten, hatte deren Fixierung auf die nur mediokren Werte der Gleichheit oder Gerechtigkeit bloßgestellt und uns einen ersten Eindruck von den viel tiefer liegenden, wahrhaften Kräften geschichtlicher Zusammenstöße vermittelt.

Allerdings waren auch nach dieser ersten Staffel von Schriften die erlösenden Worte, auf die das zum Meister hochblickende Milieu so begierig wartete, noch nicht gefallen. Sloterdijk hatte in seiner Wesensschau zwar inzwischen die unterschiedlichsten Sachverhalte zutage gefördert, war unerschrocken dem heimlichen Sinn all unseres gentechnischen Experimentierens auf die Schliche gekommen und der ehernen Triebökonomie des Politischen nachgegangen, aber der unter den Nägeln brennenden Frage nach dem sozialen Antagonismus unserer Tage hatte er seine Aufmerksamkeit noch nicht gewidmet. Wie als könne er sein Publikum nicht länger dürsten lassen, machte sich Sloterdijk daher bald nach der Jahrhundertwende daran, unter dem wuchtigen Titel Zorn und Zeit (Suhrkamp Verlag) eine »politisch-psychologische« Analyse der Kämpfe im gegenwärtigen Zeitalter zu verfassen. Wieder ist der methodologische Leichtsinn, mit dem dabei verfahren wird, atemberaubend, eine bloße Rückerinnerung an die angebliche Trieblehre der Antike soll ausreichen, um uns mit dem notwendigen Rüstzeug einer solchen Gegenwartsdiagnose auszustatten.

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Leser-Kommentare

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  1. Goethe meinte richtig: 'Das Falsche hat den Vorteil, dass man immer darüber schwätzen kann. Das Wahre muß gleich getan werden, sonst ist es nicht da.'

    Wer mit Goethe nach dem Projekt fragt, das das Geschwätz beendet, und dann noch nach den Ursachen des Fehlens dieses Projekts fragt, für den ist die Ursache des kultur- und systemkritischen Dauergeschwätzes und des Philosophenstreites das Fehlen einer menschheits-projektfähigen Evolutionsprozesstheorie. Die Crux der Philosophie ist die Tatsache, dass sie über kein hinreichendes, projektfähiges (Steuerungs-) Modell des Evolutionsprozesses verfügt.

    Tröstend ist, dass die deutsche 6%-Wachstumsabsturzkrise uns zu einem solchen Erkenntnissprung zwingen wird. Die Macht-Nr.1-Spitzen werden die öffentliche Diskusion irgendwann medial nicht mehr blockieren können. Die Menschheit stellt sich bekanntlich nur lösbare Aufgaben. Diesmal ist eine operationale, managementfähigen Steuerungssystemtheorie des Evolutionsprozesses nötig, die zwei Schritte ermöglicht:
    1. den Exodus aus dem 2%-Wahcstumszwang-Absolutismus der KAPITALSTOCKMAXIMERER und
    2. den Übergang in die evolutionsprozess-logisch folgende Weltordnung des KREATIVEN Akzeleratinsweges im Evolutionsprozess (= machtminimierende, KREATIVE Gesellschaft allseits sich entwickelnder Menschen).

    Wenn ich nicht irre, dann wird diese Weltkulturrevolution unter der Führung von Angela Merkel organisiert werden - unter dem Namen 'CHARTA für nachhaltiges Wirtschaften'.

    • 26.09.2009 um 13:13 Uhr
    • keox
    2. Danke

    Spätestens nach dem Faz-Artikel wird mehr als offensichtlich, warum dieser Flachsinn so hemmungslos goutiert wird.

    Philosophie in Zeiten des Geldes

  2. Axel Honneth ist ein neidischer zu kurz gekommener Salbader.

    • 26.09.2009 um 14:23 Uhr
    • revm
    4. Danke

    So ein Artikel ist der Grund, warum ich die Zeit noch lese. Der absolut einzige Grund.
    Ich habe in den letzten Jahren immer wieder versucht, Sloterdijk etwas abzugewinnen. Die Kritik der zynischen Vernunft ist noch erträglich, das aufs Gradewohl zielende Verwenden von Begrifflichkeiten erschien mir da noch als schelmische Lässigkeit, die aber im Laufe der Zeit, drastisch gesehen, zur Schnösseligkeit degenerierte.

  3. Anders als Herr Honneth Sloterdijk-Lesern unterstellt, habe ich aus dessen Munde nie Heilsbotschaften erwartet. Was ich an Sloterdijk schätze, sind die bisweilen überraschenden Beleuchtungen einzelner kulturhistorischer Phänomene - wie z.B. des Übens in seinem jüngsten Buch. Daß Sloterdijk auf jeder vierten Seite des Buches eine neue Wissenschaft erwähnt, die noch dringend zu erfinden sei, dann aber schon mal deren Ergebnisse vorwegnimmt, nehme ich dagegen eher als erheiternd wahr.

    Wenn Sloterdijk allerdings glaubt, er müsse nun konkrete politische Handlungsanweisung geben, sollte er sich für einen Moment an seinen Leib- und Magenphilosophen Heidegger erinnern, der bei diesem Versuch auch mächtig ins Schleudern geraten ist. Als Apologet eines Super-Neoliberalismus scheint er mir jedenfalls wenig tauglich.

    Meinem Vorredner kann ich nur zustimmen: Daß die ZEIT solchen Invektiven wie der von Herrn Honneth immer wieder Raum gibt, macht sie wirklich lesenswert. (Es war übrigens auch eine ZEIT-Rezension, die mich auf das jüngste Sloterdijk-Buch neugierig gemacht hat.)

  4. Ich kann mich da Kommentar Nr. 4 nur anschliessen.

    Es wurde höchste Zeit, dass diesem Philosophen der Talk-Shows von berufener Seite mal "die Leviten gelesen" wurden.

    Seinen mit sprachlichen Eskapaden und Wort-Neuschöpfungen vorgebrachten Deutungen unserer postdemokratischen Gesellschaft haftete einerseits inhaltlich immer etwas nebulöses an.
    Andererseits stellte er sich schon mit seiner Attitüde auf die Seite der Mächtigen, der "Gewinner" in unserer Gesellschaft, und es ging ihm darum, diesen die Aura höherer geistiger Weihen zu verleihen.
    In jüngerer Zeit offenbart er nun ein fatales Menschenbild des überlegenen Siegers, der sich von den Fesseln gesellschaftlicher Verpflichtungen und damit von seiner Verantwortung entledigen solle.
    Die Herren der Hochfinanz werden dies zu schätzen wissen.

    Das Bild von ihm in der Print-Ausgabe ist übrigens um einiges treffender.
    Dort seiht man ihn mit Zigarre - in einem Nebel aus Rauch.

  5. Ich finde Sloterdijks Vorschlag zur freiwilligen und damit rühmenswerten Abgabe von etwaigen finanziellen Überschüssen, die Einkommens- und Vermögensmillionäre und -milliardäre beunruhigen und ihnen ängstliche Nächte verschaffen könnten, außerordentlich bedenkenswert, denn ein schlechtes Gewissen wird man mit nichts so schnell los wie mit einem monetären Opfer.
    Sloterdijk könnte sich Anregungen holen bei der katholischen Kirche, die über eine mehrhundertjährige Erfahrung im Ablasshandel verfügt und sicher gegen eine angemessene Beteiligung in ein solches Geschäft mit einsteigen würde. Gegenwärtig ist das Kirchensteueraufkommen traurigerweise rückläufig und man braucht neue Ideen.
    Damit aber die gute Tat dieser "Reichen mit schlechtem Ruf" dann auch noch etwas manifester wird für das Prekariat, das trotz Gaben möglicherweise auf seinen unaufgeklärten Vorurteilen beharrt, sollte in jeder deutschen Stadt an einem zentralen Ort ein "Park der Guten" angelegt werden, in welchem bronzene oder steinerne Standbilder der Spender aufgestellt werden.
    Die Größe der Statuen (cm) könnte sich nach der Größe der Spende (Euro) richten und wer will schon als Liliputaner neben einem Großspender a la Brobdingnac sich dem Gespött der plebs preisgeben: ein interessanter Wettbewerb würde in Gang gesetzt werden zum Wohl aller!
    Herr Sloterdijk, Sie sind hiermit aufgerufen, dieses Werk auf die Beine zu stellen! Die Abschaffung der Reichensteuer können Sie ruhig der nächsten Regierung überlassen!

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      TinaKaren

    Zum ersten mal vermisse ich das Bewertungstool fuer die Kommentare. Ihr Vorschlag verdient ca 10 Millionen "Sternchen".

  6. 8.

    Zum ersten mal vermisse ich das Bewertungstool fuer die Kommentare. Ihr Vorschlag verdient ca 10 Millionen "Sternchen".

    Antwort auf "Spenden sammeln!"
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  • Von Axel Honneth
  • Datum 25.9.2009 - 15:38 Uhr
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  • Quelle DIE ZEIT, 24.09.2009 Nr. 40
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