Die Systembiologie könnte künftig den Einsatz von Tieren obsolet machen
Die Systembiologie könnte künftig den Einsatz von Tieren obsolet machen
Ausgerechnet diese aufwendigen Experimente sind es jedoch, für die am meisten Kaninchen, Ratten und Mäuse sterben müssen. Nach den Berechnungen von Thomas Hartung werden 90 Prozent der Tiere, die zur Umsetzung der Chemikalienverordnung Reach benötigt werden, in Fortpflanzungstests eingesetzt. Wie kommt man aus diesem Dilemma heraus?
Als Antwort darauf forciert das neue Förderprogramm von Colipa und EU-Kommission fünf genau definierte Forschungsbereiche. Erwünscht sind unter anderem »computergestützte Modellierungstechniken« und »Ansätze der Systembiologie«. In diesem relativ neuen Wissenschaftsfeld versuchen Forscher, mithilfe von Abertausenden Einzelreaktionen und Datensätzen biologische Systeme wie Zellen oder Organismen in ihrer Gesamtheit zu verstehen.
»Früher wussten wir nicht, was im Organismus der Tiere vorgeht«, erklärt Thomas Hartung. »Wir haben nur die Signale interpretiert: steigende Temperatur, Erblindung, Missbildungen bei den Nachkommen.« Inzwischen jedoch seien die meisten Reaktionswege bekannt, die im Körper der Versuchstiere für diese Anzeichen sorgten. »Wieso schauen wir uns nicht einfach nur diese Reaktionswege an?«, fragt Hartung. Das sei der entscheidende Schritt, Tiere brauche man dafür nicht mehr.
Hartungs große Vision ist ein »Human Toxicology Project«, ein Forschungsvorhaben, das in seinem Ehrgeiz der Entzifferung der menschlichen Erbinformation im Human Genome Project gleichkäme. Das Ergebnis wäre ein Katalog aller Störreaktionen, die jeder beliebige Wirkstoff in menschlichen Zellen hervorrufen kann – und der das Testen neuer Substanzen zum Kinderspiel machte.
Dann könnte man beispielsweise die Wirkweise der Chemikalien in kleinen Reaktoren untersuchen, die das Geschehen in Leber- oder Nierenzellen nachstellen. »Eine Substanz, die keinen der Stoffwechselwege beeinflusst, wäre negativ getestet und damit unbedenklich«, erklärt Hartung.
Dass es am Stichtag für die Kosmetikindustrie im Jahr 2013 schon so weit sein wird, ist allerdings unwahrscheinlich. »Ich glaube, dass weder die Europäische Kommission noch Colipa bis dahin ernsthaft mit einer Lösung rechnen«, sagt der Konstanzer Marcel Leist. »Wir versprechen uns aber eine erfolgreiche Sondierung der Lage: In vier Jahren wollen wir wissen, wo es mit den Alternativmethoden in Zukunft hingehen soll.«
Wie realistisch die Vision eines »Human Toxicology Project« ist, kann im Moment noch niemand sagen. Eines ist aber klar: Wenn sie verwirklicht werden soll, geht das nicht ohne Informatiker und Systembiologen, die es gewöhnt sind, riesige Mengen von Informationen zu verwerten und daraus Muster zu destillieren. Nur so könnte ein Katalog der toxikologisch relevanten Stoffwechselwege Wirklichkeit werden – und eine Welt, in der Tierversuche nicht nur verboten sind, sondern auch verzichtbar.
- Datum 01.10.2009 - 09:54 Uhr
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- Serie Nachhaltigkeit
- Quelle DIE ZEIT, 24.09.2009 Nr. 40
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Diebe, zum Beispiel. Einerseits zwingt die Gesellschaft sie, einem Broterwerb nachzugehen, andererseits stellt sie Diebstahl unter Strafe.
Die EU möge diesen Irrsinn bitteschön auflösen. Auch Diebe sind darauf angewiesen, dass sie bei der Ausübung ihres Berufs Planbarkeit und Rechtssicherheit vorfinden.
Nicht nur die immense Quälerei von Lebewesen, die fähig sind, Schmerzen zu empfinden, sondern auch die Tatsache, dass Tierversuche ohnehin kaum auf den Menschen übertragbar sind und damit äußerst unzuverlässige Ergebnisse für den Menschen liefern, sollte zu denken geben. So werden Nebenwirkungen zum allergrößten Teil nicht im Tierversuch, sondern erst später in der klinischen Phase am Menschen entdeckt. Tierversuche gaukeln eine Sicherheit vor, die es schlicht nicht gibt. Sie würden heute nie als neue Methode zugelassen werden - aber sie haben sich leider etabliert. Daher: Neue Wege zu gehen, ist auch im Interesse der Menschen wichtig!
In der Tat muss dringend alles getan werden, um Tierversuche zu reduzieren und die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen zu beschleunigen. Hier ist aber nicht nur die EU-Kommission gefragt. Oft sind es doch gerade die Firmen, die trotz ernstzunehmender Hinweise auf moegliche giftige Wirkungen diese nicht zum Anlass nehmen, auf einen anderen Stoff umzustellen. Stattdessen wird weitergetestet, oft an Tieren.
Trotzdem sollte man wissen, dass die erwaehnte Hartung-Studie mit falschen Annahmen und ueberzogenen Zahlen argumentiert, wie in zwei Analysen ausfuehrlich dargelegt wurde. Nachzulesen bei Nature:
http://www.nature.com/new...
Worum geht die Diskussion hier eigentlich? Um die blosse Anzahl der Tierversuche, die nötig sind um alle in der EU erlaubten Chemikalien zu testen? 54 Millionen Tiere müssen verbraucht werden. Das ist weniger als der Jahresverbrauch der EU an Brathähnchen. Da protestiert seltsamerweise niemand.
Doch! Auch gegen brathänchen wird protestiert! Glauben sie mir das ruhig. Insbesondere aber um die Haltung der Brathänchen. Genau darum geht es auch. Der Mensch tötet Tiere weil er denkt er mus sich von ihnen ernöähren. Darum ist es auch rechtens sich von ihnen zu ernähren. Es ist aber was anderes ob ich durch sie mein Leben erhalte oder ob ich an ihnen rumexperemenitere um meinen Wissensdurst zus tillen. Das ist doch verrückt! Die Tiere werden gequält! Das sind lebende, denkende und fühlende Bewusstseinswesen, keine Pflanzen! Sie haben Angst und Freude wie Menschen. Ihre Psyche ist so ausgereift, dass an ihnen sogar Psychopharmaka geteste werden. Und da genehmigen wir uns auch noch sie zu quälen? Ihnen ätzende Substanzen auf den Rücken zu schmieren?
Was den Tierschutz angeht befinden wir uns noch im Mittelalter. Die Leute essen Ihre wurst und nehmen ihr Aspirin und blenden dabei aus welche grausame AMschinerie sie damit unterstützen.
Nochdazu sind Tierversuche sehr zweifelhaft. Tiere unterscheiden sich physiologisch vom Menschen. Auch Menschen schlagen unetrscheidlich auf Medikamente an. Man wird den Menschen nie von seinen Krankheiten befreien sollange man sie an Möusen und Ratten testet.
Philosophisch und also Moralisch sind Tierversuche verabscheuungswürdig.
Doch! Auch gegen brathänchen wird protestiert! Glauben sie mir das ruhig. Insbesondere aber um die Haltung der Brathänchen. Genau darum geht es auch. Der Mensch tötet Tiere weil er denkt er mus sich von ihnen ernöähren. Darum ist es auch rechtens sich von ihnen zu ernähren. Es ist aber was anderes ob ich durch sie mein Leben erhalte oder ob ich an ihnen rumexperemenitere um meinen Wissensdurst zus tillen. Das ist doch verrückt! Die Tiere werden gequält! Das sind lebende, denkende und fühlende Bewusstseinswesen, keine Pflanzen! Sie haben Angst und Freude wie Menschen. Ihre Psyche ist so ausgereift, dass an ihnen sogar Psychopharmaka geteste werden. Und da genehmigen wir uns auch noch sie zu quälen? Ihnen ätzende Substanzen auf den Rücken zu schmieren?
Was den Tierschutz angeht befinden wir uns noch im Mittelalter. Die Leute essen Ihre wurst und nehmen ihr Aspirin und blenden dabei aus welche grausame AMschinerie sie damit unterstützen.
Nochdazu sind Tierversuche sehr zweifelhaft. Tiere unterscheiden sich physiologisch vom Menschen. Auch Menschen schlagen unetrscheidlich auf Medikamente an. Man wird den Menschen nie von seinen Krankheiten befreien sollange man sie an Möusen und Ratten testet.
Philosophisch und also Moralisch sind Tierversuche verabscheuungswürdig.
Doch! Auch gegen brathänchen wird protestiert! Glauben sie mir das ruhig. Insbesondere aber um die Haltung der Brathänchen. Genau darum geht es auch. Der Mensch tötet Tiere weil er denkt er mus sich von ihnen ernöähren. Darum ist es auch rechtens sich von ihnen zu ernähren. Es ist aber was anderes ob ich durch sie mein Leben erhalte oder ob ich an ihnen rumexperemenitere um meinen Wissensdurst zus tillen. Das ist doch verrückt! Die Tiere werden gequält! Das sind lebende, denkende und fühlende Bewusstseinswesen, keine Pflanzen! Sie haben Angst und Freude wie Menschen. Ihre Psyche ist so ausgereift, dass an ihnen sogar Psychopharmaka geteste werden. Und da genehmigen wir uns auch noch sie zu quälen? Ihnen ätzende Substanzen auf den Rücken zu schmieren?
Was den Tierschutz angeht befinden wir uns noch im Mittelalter. Die Leute essen Ihre wurst und nehmen ihr Aspirin und blenden dabei aus welche grausame AMschinerie sie damit unterstützen.
Nochdazu sind Tierversuche sehr zweifelhaft. Tiere unterscheiden sich physiologisch vom Menschen. Auch Menschen schlagen unetrscheidlich auf Medikamente an. Man wird den Menschen nie von seinen Krankheiten befreien sollange man sie an Möusen und Ratten testet.
Philosophisch und also Moralisch sind Tierversuche verabscheuungswürdig.
"6000 Versuchstiere werden täglich in Deutschland zu Tode gequält. Zwei Drittel unserer Krankheiten sind nach 150 Jahren Tierversuchsmedizin weder heil- noch ausreichend behandelbar. Herz- und Gefäßkrankheiten verursachen fast 50 %, Krebs 25 % aller Todesfälle. Unzählige Menschen leiden an Rheuma, Arthrose, Allergien. Viele Wissenschaftler behaupten: »ohne Tierversuche müssen wir an schrecklichen Krankheiten sterben«. Doch sterben wir nicht vielleicht wegen der Tierversuche an schrecklichen Krankheiten?"
-Ärzte gegen Tierversuche-
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