Stadtkultur in Hamburg Beton fließt ins Herz der StadtSeite 3/3
Ähnlich kritisch ist die Lage im zwischen Polizei und Autonomen umkämpften Schanzenviertel, in dem McDonald’s neuerdings Hamburger verkauft und der Fernsehkoch Tim Mälzer ein »Bullerei« genanntes Restaurant eröffnet hat.
Und dann – halten seit Ende August ja noch 200 Künstler die Reste des historischen Gängeviertels in der City besetzt. Sie fordern günstige Ateliers und ein Ende des Verfalls. Die Öffentlichkeit zeigt Sympathie.
Vergangene Woche blieb der holländische Käufer des Ensembles seine letzte Rate schuldig. Nun könnte die Stadt vom Verkauf zurücktreten. Man darf gespannt sein, was der klamme schwarz-grüne Senat aus dieser Chance macht.
Unterdessen vereinen sich die kleinen Proteste zu einer größeren Bewegung: Klubgänger, Künstler, Schanzenbewohner und Sankt Paulianer kämpfen gemeinsam um ihren Platz in der Stadt.
- Datum 25.09.2009 - 18:14 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 24.09.2009 Nr. 40
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Anstelle einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Ausverkauf der Kultur in dieser Stadt erfolgt nur eine nüchterne Beschreibung der Lage. Was für eine Aussagekraft das doch hat. Wollen Sie sich nicht kritisch mit der gegenwärtigen (Kultur-)Politik der freien Hanse- und Abrissstadt Hamburg auseinandersetzen oder favorisieren Sie gar die Yuppiesierung ganzer Stadtteile und der Kulturlandschaft?!?
Der derzeitige Weg der Hamburger Politik in Bezug auf Stadtplanung, Tourismus und Kultur ist ein Weg des Verderbens, bei dem es nur darum geht möglichst viel Geld aus den Leuten herauszupressen und Hamburg in eine Art hanseatisches Disneyland zu verwandeln.
Auf lange Sicht eine ganz "tolle" Idee...
Durch den bestehenden und aufkeimenden Protest in seinen unterschiedlichsten Formen ("Empire St.Pauli", Gängeviertel, NO BNQ, Centro Sociale etc.) wird deutlich was fehlt. Die Stadt sieht ihr Potential nicht sondern nur den Profit und verkommt zu einem hanseatischen Abziehbild bzw. einer Fassade. Hamburg braucht keine neuen Albträume aus GLas, Stahl und Beton. Hamburg braucht die Kreativen, die derzeit zeigen, dass es auch anders geht und Investoren keine Lösung sind!
Hamburg ist meine Heimat.
Obwohl ich mit 12 weggezogen bin und erst in diesem Jahr Hamburg als direkten Wohnort wieder entdeckt habe.
Es fühlt sich tatsächlich anders an dieses Hamburg...es sind nicht nur natürliche Veränderungen meiner Person oder eine ernüchterte romantische Kindheitserinnerung die dieses Gefühl in mir auslösen.
Ich bedauere zutiefst das Bestreben der hiesigen Kommunalpolitik einen am besten mit "glatten" oder "gesäuberten" Zustand herzustellen bzw. kein wirkliches Konzept für eine kulturell und allgemein interessante Stadt zu besitzen.
In meinen Augen lebt diese Stadt und auch unsere Gesellschaft von Polarisierungen, eben von Gegensätzen wie um bei Hamburg zu bleiben Jungfernstieg und Schanze.
Ich möchte hier nichts missen und jeder vorhandene Freiraum und Gegensatz birgt Spannung im positiven Sinne und bietet eine Vielfalt die diese Stadt erst ausmacht.
Auch Kreativität entsteht erst aus dieser strukturellen Entfaltungsmöglichkeit die diese Stadt noch bietet.
Mit dem gedankenlosen Beschneiden der Subkulturen verliert diese Stadt ihre Seele.
Hamburg ist meine Heimat.
Ich hoffe darauf auch zukünftig stolz auf sie sein zu können!
Hamburg ist meine Heimat.
Obwohl ich mit 12 weggezogen bin und erst in diesem Jahr Hamburg als direkten Wohnort wieder entdeckt habe.
Es fühlt sich tatsächlich anders an dieses Hamburg...es sind nicht nur natürliche Veränderungen meiner Person oder eine ernüchterte romantische Kindheitserinnerung die dieses Gefühl in mir auslösen.
Ich bedauere zutiefst das Bestreben der hiesigen Kommunalpolitik einen am besten mit "glatten" oder "gesäuberten" Zustand herzustellen bzw. kein wirkliches Konzept für eine kulturell und allgemein interessante Stadt zu besitzen.
In meinen Augen lebt diese Stadt und auch unsere Gesellschaft von Polarisierungen, eben von Gegensätzen wie um bei Hamburg zu bleiben Jungfernstieg und Schanze.
Ich möchte hier nichts missen und jeder vorhandene Freiraum und Gegensatz birgt Spannung im positiven Sinne und bietet eine Vielfalt die diese Stadt erst ausmacht.
Auch Kreativität entsteht erst aus dieser strukturellen Entfaltungsmöglichkeit die diese Stadt noch bietet.
Mit dem gedankenlosen Beschneiden der Subkulturen verliert diese Stadt ihre Seele.
Hamburg ist meine Heimat.
Ich hoffe darauf auch zukünftig stolz auf sie sein zu können!
Wie kann man nur zu der Forderung kommen, alles müsse bleiben, wie es ist ? Wie kann man ein teilweise gewaltsames Durchsetzen der eigenen Interessen als "Protest" bemänteln ? Oder eine Horde von Bekifften und Besoffenen, die Randale machen, als "Kreative" ? Sollen die Immobilienbesitzer enteignet werden, weil sie das Pech haben, daß ihre Objekte auch Leuten gefallen, die sich mit Lohn und Leistung schwertun ? Ist der Yuppie ein Kulturbanause, weil er seinen Lebensunterhalt selbst bestreitet ? Ist die "Kultur" von Leuten besser, nur weil sie aus Dummheit, Faulheit oder Verweigerung weniger leisten als andere ?
Wie sind denn Sie drauf?
Wie sind denn Sie drauf?
Dem Staat kann man natürlich keinen Vorwurf machen, er ist alt geworden und hat's nicht mehr so mit der Politik und beschränkt seine letzte Energie und Mittel auf die 24h-Kontrolle der Systemkonformität seiner Untertanen und die Umverteilung von diesen an die Banken. Dem ehemaligen Staatsunternehmen Deutsche Bahn kann man auch keinen Vorwurf machen, das wäre ja Kommunismus und macht sich auch nicht so schön in der Kundenakte. Was bleibt, ist ein bisschen gesellschaftlicher Diskurs zu spielen, bei einem französischem Roten von Manufaktum und unter der Schirmherrschaft der Grünen Partei. So gehts dann ganz relaxt vom Neo-Liberalismus zum Neo-Feudalismus.
Die Frage ist nicht, wie jemand zu Leistung steht, sondern z.B., was als Leistung definiert wird. Ist nur die Leistung etwas wert, die Geld bringt? Also auch riskantes Investment-Banking oder die Entwicklung neuer Waffen, um extreme Beispiele zu nennen. Oder ist auch andere Leistung etwas wert: Das schaffen von Kultur, eine Reflexion der Gesellschaft und der dort herrschenden Lebensverhältnisse?
Aber es kann in einer demokratischen, pluralistischen Gesellschaft nicht angehen, dass Städteplaung ausschließlich finanzielle Gesichtspunkte betrachtet. Die Stadt ist eben nicht nur Wirtschafts-, sondern auch LEbensraum. Das vergessen leider beide Vorredner. Dies ist schade, vor allem für sie selbst: Hier scheint nur ein Finanzgedanke vorzuherrschen, das LEben als Wert selbst ist aber völlig verloren gegangen (ich gebe zu, dies ist eine wüste, polemische Unterstellung, aber wer alle Künstler als Kiffer difamiert, hat's nicht besser verdient).
Der Artikel beschreibt nüchtern einige Probleme, die entstehen: Niemand wird als erfolgreicher Mensch geboren, sondern es gibt viele verschiedene Wege zu vielen verschiedenen Zuständen, die Menschen als Erfolg begreifen und die alle gesellschaftlich begrüßenswert sind. Diese Pluralität läuft in Hamburg - wie auch in vielen anderen Städten - Gefahr, verloren zu gehen.
Dass dies ein Verlust ist, allein schon an Vielfalt, Freiheit und damit an Grundlagen unserer Gesellschat, sollte auch demokratischen Kapitalisten einleuchten.
Wie sind denn Sie drauf?
schön gesagt, besser wäre schwer. Oder wie es früher hieß: hört, hört.
schön gesagt, besser wäre schwer. Oder wie es früher hieß: hört, hört.
schön gesagt, besser wäre schwer. Oder wie es früher hieß: hört, hört.
Hamburg ist meine Heimat.
Obwohl ich mit 12 weggezogen bin und erst in diesem Jahr Hamburg als direkten Wohnort wieder entdeckt habe.
Es fühlt sich tatsächlich anders an dieses Hamburg...es sind nicht nur natürliche Veränderungen meiner Person oder eine ernüchterte romantische Kindheitserinnerung die dieses Gefühl in mir auslösen.
Ich bedauere zutiefst das Bestreben der hiesigen Kommunalpolitik einen am besten mit "glatten" oder "gesäuberten" Zustand herzustellen bzw. kein wirkliches Konzept für eine kulturell und allgemein interessante Stadt zu besitzen.
In meinen Augen lebt diese Stadt und auch unsere Gesellschaft von Polarisierungen, eben von Gegensätzen wie um bei Hamburg zu bleiben Jungfernstieg und Schanze.
Ich möchte hier nichts missen und jeder vorhandene Freiraum und Gegensatz birgt Spannung im positiven Sinne und bietet eine Vielfalt die diese Stadt erst ausmacht.
Auch Kreativität entsteht erst aus dieser strukturellen Entfaltungsmöglichkeit die diese Stadt noch bietet.
Mit dem gedankenlosen Beschneiden der Subkulturen verliert diese Stadt ihre Seele.
Hamburg ist meine Heimat.
Ich hoffe darauf auch zukünftig stolz auf sie sein zu können!
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