Umweltschutz Hier nicht!
Ein Ort in Australien verbietet den Verkauf von Wasser in Flaschen
© Scott Olson/Getty Images

Besonders überflüssig. Pepsi verkaufte Leitungswasser (Aquafina) im Supermarkt
Wo es Wasser gibt, kostet es fast nichts. Aber im Spätkapitalismus gelingt es, das Allgegenwärtige teuer zu verkaufen. Davon lebt eine Industrie, die Wasser auf Flaschen zieht und mit einem Etikett versieht, das Wunderdinge verspricht oder jedenfalls ein »Markenerlebnis«. In vielen Ländern der Welt handelt man Wasser in Flaschen, auch in Deutschland, wo das Wasser aus der Leitung oft besser ist als das aus der Konserve.

Für weitere Artikel zum Thema Artenschutz klicken Sie auf das Bild
Nun hat ein kleiner Ort in Australien den Verkauf von Wasser in Flaschen verboten. In Bundanoon, südlich von Sydney, gibt es seit dem Wochenende Wasser nur noch aus der Leitung und an öffentlichen Zapfstellen. Flaschen müssen nicht mehr industriell hergestellt, befüllt, hergebracht, gekühlt, zurückgebracht, gespült werden. Man hält einfach sein Glas oder die eigene Flasche unter den Hahn. Mit jedem Schluck schon man die Umwelt. Das Wasser ist frisch, schmeckt – und es kostet nichts.
Wo im brunnenreichen Deutschland folgt eine zukunftsorientierte Gemeinde dieser Initiative? Wann nimmt, nur mal so als Beispiel, die Deutsche Bahn die Idee auf und beendet das Abkassieren durstiger Reisender auf den Bahnhöfen?
- Datum 30.09.2009 - 12:18 Uhr
- Serie Umwelt
- Quelle DIE ZEIT, 01.10.2009 Nr. 41
- Kommentare 3
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




... daß unser Leitungswasser am Quellort sauber und genießbar ist. Nur wenn ich die braune Brühe betrachte, die spätestens nach 4 Tagen der Nichtbenutzung aus dem Hahn läuft, glaube ich nicht mehr daran, daß die Leitungen wirklich sauber und in Ordnung sind. Rost? Bakterien? Auf jeden Fall nicht sehr appetitlich...
Es handelt sich um Kot von in den Leitungen lebenden Wasserasseln (siehe auch http://www.sueddeutsche.d...) ! Das Zeug ist diesem Artikel zufolge fast überall in Deutschland immer in mehr oder weniger starker Konzentration im Leitungswasser enthalten, offensichtlich aber nicht gesundheitsschädlich und beeinträchtigt normalerweise auch den Geschmack nicht!
Ich jedenfalls trinke seit vielen Jahren hauptsächlich Leitungswasser (pur oder in Form von Kaffee) und habe trotzdem nie irgendwelche Gesundheitsprobleme gehabt... Abgefülltes Kommerz-Wasser kaufe ich nur der praktischen 1,5-Liter-Plastikflaschen wegen, um bei Durst nicht jedesmal zum Wasserhahn rennen zu müssen, sondern bequem nachfüllen zu können!
Prost Asselkacke!
Yadgar
es dürfte ja wohl Null Probleme bereiten, entsprechende Filter einzubauen.
Das könnte jeder Haushalt nach eigenem Gusto machen. Das wäre dann preiswert, hygienisch "noch einwandfreier" und auch optisch und sensorisch keine Klage wert (wers denn unbedingt braucht!).
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren