Ausprobiert Sprung ins kalte Wasser

Das Smartphone Palm Pre kommt auf den Markt. Ob es so große Beliebtheit findet wie das iPhone, hängt vor allem von der Verbreitung von webOS ab.

Als das neue Smartphone von Palm im Sommer in den USA auf den Markt kam, standen ein paar Menschen Schlange vor den Geschäften

Als das neue Smartphone von Palm im Sommer in den USA auf den Markt kam, standen ein paar Menschen Schlange vor den Geschäften

Als ich diese Woche den neuen Palm Pre in die Hände bekam, fiel mir ein, was man sich über Pinguine erzählt: Sie sollen beim Fischefangen extrem vorsichtig sein, angeblich hüpft keiner freiwillig als Erster ins Wasser. Lieber drängeln sie so lange auf einer Eisscholle herum, bis ein anderer springt. Erst wenn der wieder auftaucht, ist klar, dass in der Tiefe nichts Böses lauert.

Was das mit einem Smartphone zu tun hat? Auf den ersten Blick ist der Pre ein fetter Fisch: Er ist das erste Handy mit dem Betriebssystem webOS, das Onlinedienste vorbildlich integriert, vom Exchange-Postfach über Twitter bis hin zu Terminkalendern im Internet. Zudem bietet es Vielschreibern eine ausziehbare Tastatur. Und auch der optional erhältliche »Touchstone«, der den Akku drahtlos per Induktion auflädt, ist wirklich praktisch.

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Ausprobiert – jede Woche eine technische Errungenschaft im Alltagstest

Ausprobiert – jede Woche eine technische Errungenschaft im Alltagstest

Trotzdem wäre es klug, sich diesen Fisch nicht sofort zu angeln. Nicht umsonst warnen Ökonomen die ersten Käufer neuer Produkte vor dem »Pinguin-Effekt« – den Nachteilen, die entstehen, solange es nicht viele andere Nutzer gibt. Beim Pre ist das Problem, dass der Katalog, aus dem man Zusatzprogramme (Apps) laden kann, bisher nur rund 80 Einträge enthält.

Gerade in der Extrasoftware besteht jedoch für viele der Reiz moderner Smartphones. Ob es für den Pre jemals eine ähnlich große Auswahl geben wird wie für iPhones (85.000) oder Android-Handys (10.000), hängt davon ab, ob sich webOS rasch verbreitet. Denn nur dann lohnt es sich für Programmierer, mehr Software zu schreiben. Wer nicht ins kalte Wasser springen will, sollte also lieber abwarten. Oder woanders fischen.

 
Leser-Kommentare
    • MS1234
    • 11.10.2009 um 12:33 Uhr

    Als langjähriger iPhone Benutzer muss ich sagen, dass die Anzahl der Applikationen im App Store in keinster Weise für eine Kaufentscheidung relevant ist. De fakto kommt man beim iPhone ohne Zusatzapplikationen aus. Am ehesten fehlt die Integration von Social Networking Apps wie Twitter und Facebook, wofür dann der App Store benötigt wird.

    Der Palm Pre hat diese Applikationen bereits im webOS integriert, wodurch der Bedarf an zusätzlichen Apps praktisch nicht mehr gegeben ist.

    Ein erstklassiges OS zeichnet sich dadurch aus, dass man im Normalfall OHNE zusätzliche Applikationen auskommen sollte.

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    Redaktion

    Das sehen die meisten Android- und iPhone-Benutzer aber anders wie diese Studie zeigt: http://metrics.admob.com/... Demnach laden sie im Durchschnitt 9 bzw. 10 Apps pro Monat auf ihre Telefone herunter!

    • neptox
    • 30.10.2009 um 11:28 Uhr

    @MS1234
    Ich glaube moderne Smartphones sind eigentlich nur noch eine Platform für Apps. Diese kleinen Programme machen das Gerät gerade aus. Das gute daran ist, dass jeder sein Gerät nach seinen Vorstellungen gestallten kann. Das ist echter Fortschritt. Selbst Benutzer, die nur telefonieren wollen, finden dafür die passenden Apps. (Telefonbuch etc...). Dieser Benutzertyp profitiert dann von einem sehr übersichtlichen Display mit wenigen Icons. Ich denke, diese Richtung setzt ich durch. Apps mach ein modernes Smartphone aus.

    Redaktion

    Das sehen die meisten Android- und iPhone-Benutzer aber anders wie diese Studie zeigt: http://metrics.admob.com/... Demnach laden sie im Durchschnitt 9 bzw. 10 Apps pro Monat auf ihre Telefone herunter!

    • neptox
    • 30.10.2009 um 11:28 Uhr

    @MS1234
    Ich glaube moderne Smartphones sind eigentlich nur noch eine Platform für Apps. Diese kleinen Programme machen das Gerät gerade aus. Das gute daran ist, dass jeder sein Gerät nach seinen Vorstellungen gestallten kann. Das ist echter Fortschritt. Selbst Benutzer, die nur telefonieren wollen, finden dafür die passenden Apps. (Telefonbuch etc...). Dieser Benutzertyp profitiert dann von einem sehr übersichtlichen Display mit wenigen Icons. Ich denke, diese Richtung setzt ich durch. Apps mach ein modernes Smartphone aus.

    • Klaue
    • 11.10.2009 um 12:53 Uhr

    Falls 'viel Linux' drinnen stecken sollte, dürfte es in absehbarer Zeit eine explosionsartigen Zuwachs von Miniprogrammen (App's) geben.

  1. Redaktion

    Das sehen die meisten Android- und iPhone-Benutzer aber anders wie diese Studie zeigt: http://metrics.admob.com/... Demnach laden sie im Durchschnitt 9 bzw. 10 Apps pro Monat auf ihre Telefone herunter!

    Antwort auf "Die Pinguinlogik hinkt"
  2. Auch ich interessiere mich schon seit vielen Monaten für das Palm Pre. Seit mehreren Jahren verwende ich wie viele andere User PDA von Palm und sitze seither gespannt vor dem Bildschirm und erwartete den Oktober, dem offiziellen Markttermin für Deutschland für dieses so vielversprechende Über-Handy.
    Um es kurz zu machen: Ich habe es heute noch immer nicht und erwäge sogar - sehr enttäuscht -, Modelle andere Anbieter zu erwerben.
    Das Pre ist, obgleich schon mehrere Monate in den USA erhältlich, eine peinliche Katastrophe für Palm, dem vormaligen genialen Vorreiter. Eine Akku-Laufzeit jenseits von Gut und Böse (1 Tag ), gefühltes Billigplastik mit Fertigungstoleranzen wie bei Kopienschrott aus China, minimalistische Businessanwendungen ab Werk.
    Wenn Palm hier nicht schleunigst (!) nachbessert sehe ich schwarz. Leider, leider, leider und das meine ich echt ernst: eine schlimme Blamage für Palm. Eigentlich unvorstellbar.

    Nach so vielen Monaten der Praxiserprobung in den USA so ein halbgares Produkt nach Deutschland zu schicken muss bedeuten, dass es Palm noch lange nicht schlecht genug ging.

    Mir sind die Augen im Forum geöffnet worden ( Gott sei Dank bevor ich es mir zugelegt habe ): http://www.nexave.de/foru...

    • neptox
    • 30.10.2009 um 11:28 Uhr

    @MS1234
    Ich glaube moderne Smartphones sind eigentlich nur noch eine Platform für Apps. Diese kleinen Programme machen das Gerät gerade aus. Das gute daran ist, dass jeder sein Gerät nach seinen Vorstellungen gestallten kann. Das ist echter Fortschritt. Selbst Benutzer, die nur telefonieren wollen, finden dafür die passenden Apps. (Telefonbuch etc...). Dieser Benutzertyp profitiert dann von einem sehr übersichtlichen Display mit wenigen Icons. Ich denke, diese Richtung setzt ich durch. Apps mach ein modernes Smartphone aus.

    Antwort auf "Die Pinguinlogik hinkt"

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