Nahost Risse in der Abwehrmauer

Israel wehrt sich gegen internationale Kritik an seiner Kriegführung im Gaza-Streifen. Aber die Selbstzweifel wachsen.

UN-Ermittler Richard Goldstone beim Besuch in Palästina

UN-Ermittler Richard Goldstone beim Besuch in Palästina

Benjamin Netanjahu hat gewonnen. Vorerst macht sich die Staatengemeinschaft den Untersuchungsbericht des UN-Ermittlers Richard Goldstone über den Gaza-Krieg nicht zu eigen – der israelische Ministerpräsident hatte vor schlimmen Folgen für den Friedensprozess gewarnt. Trotzdem wird über die Goldstone-Kritik an der israelischen Kriegführung im Land intensiv debattiert. Reicht es, den Bericht pauschal als einseitig zurückzuweisen – oder muss man sich mit den Vorwürfen auseinandersetzen? Für die Israelis geht es um das Image ihres kleinen Landes, um die eigenen Söhne und um Normen für die Zukunft.

Man hatte aufmerksam zugehört, als Soldaten in den Medien von der permissiven Atmosphäre in Gaza erzählten; dass man ihnen vermittelt habe, zum Selbstschutz sei »alles erlaubt«. Den Israelis war auch die Strategie der Abschreckung klar gewesen: Die Wucht des Angriffs sollte dazu führen, dass es Hamas nicht so schnell wieder wagen würde, israelische Familien mit Raketen zu terrorisieren. Jeder wusste: Der Krieg gegen Hamas war mit härteren Bandagen als bisher geführt worden. Aber Kriegsverbrechen? Vor allem der Vorwurf, die Armee habe die palästinensische Zivilbevölkerung gezielt treffen und bestrafen wollen, hat die Israelis verunsichert.

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Jetzt fragt man sich, ob es nicht doch ein Fehler war, der Goldstone-Kommission die Kooperation zu verweigern – sodass vor allem die andere Seite mit ihren Zeugen zum Zug kam. Der Boykott hatte mit der Skepsis gegen den Auftraggeber zu tun. Der UN-Menschenrechtsrat, in dem Länder wie Saudi-Arabien, Libyen, Bangladesch, Pakistan und Kuba eine führende Rolle spielen, ist für seine Israel-Feindlichkeit bekannt. Von den 25 Resolutionen, die in den vergangenen drei Jahren verabschiedet wurden, hatten allein zwanzig Israel im Visier. Der Bericht über den Gazakrieg sei politisch motiviert, kontert deshalb die israelische Diplomatie.

Damit aber lässt sich der Vorwurf von Kriegsverbrechen nicht aus der Welt schaffen. Und der erreichte immerhin schon, dass propalästinensische Organisationen vorige Woche in Großbritannien ein Gericht anrufen konnten, um die Verhaftung von Verteidigungsminister Ehud Barak zu fordern, der sich gerade in London aufhielt. Es war klar, dass es nicht wirklich so weit kommen würde, aber das Thema beherrschte die Medien. Der Weg von hier zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ist noch weit. Aber der Gedanke an einen Haftbefehl auf Reisen und eine zunehmende Delegitimierung ihres Staates in den Augen der Weltöffentlichkeit beunruhigt die Israelis.

Nun ist man sich nicht mehr so sicher, ob Angriff tatsächlich die beste Verteidigung ist. »Auch wenn der Bericht ziemlich unfair ist, wirft er dennoch Fragen zu unseren Aktionen in Gaza auf«, meint Uriel Reichman, Jurist und Präsident des Interdisciplinary Center in Herzliya. Er rief zur Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission auf, der ein ehemaliger oder amtierender Richter des Obersten Gerichtshofs vorstehen sollte. Die Situation verlange eine »Balance zwischen der Selbstverteidigung und dem Schutz unseres humanistischen Erbes«.

Sogar der stellvertretende Außenminister Dany Ayalon schloss eine unabhängige Untersuchung auf einmal nicht mehr aus. Bisher war dagegen argumentiert worden, so werde die Glaubwürdigkeit der Armee untergraben, die ja bereits mit einer eigenen Untersuchung von zwei Dutzend Fällen beschäftigt sei. Aber auch der Grad der Mitverantwortung der israelischen Armee an den 1982 verübten Massakern in den palästinensischen Flüchtlingslagern von Sabra und Schatila ist seinerzeit von einer unabhängigen Kommission untersucht worden.

Leser-Kommentare
  1. Zitat: "Was darf eine zivilisierte Gesellschaft im Krieg gegen bewaffnete Milizen?"

    Richtiger wäre: Ist ein Land wie Israel, das fremdes Land okkupiert, das die ursprüngliche Bevölkerung unterdrückt und als Menschen zweiter Klasse behandelt, das Wasserrechte stielt, Atomwaffensperrverträge ignoriert etc. etc. - ist so ein Land ein zivilisiertes Land ?

    Nein.

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    • Chayal
    • 14.10.2009 um 19:58 Uhr

    einmal in Israel, bevor sie so etwas behaupten ?

    Wie sagt Broder so schön. Kultur ist wenn man aus deinem Kopf eine Blumenvase macht - Zivilisation dagegen, wenn man dafür bestraft wird, nach diesem Kriterium gehört Israel eindeutig zur zweiten Kategorie.

    • Chayal
    • 14.10.2009 um 19:58 Uhr

    einmal in Israel, bevor sie so etwas behaupten ?

    Wie sagt Broder so schön. Kultur ist wenn man aus deinem Kopf eine Blumenvase macht - Zivilisation dagegen, wenn man dafür bestraft wird, nach diesem Kriterium gehört Israel eindeutig zur zweiten Kategorie.

  2. Zwei Dinge sind mir wirklich schleierhaft:
    Erstens: Weshalb lässt sich die Staatengemeinschaft von Netanjahu erpressen?
    Zweitens: Weshalb meint die Mehrheit der Israelis, dass ihre Zukunft in den Händen von religiösen Fanatikern am besten aufgehoben ist?
    Ich kenn die Argumentationslinien bereits, dass ja die Palästinenser usw. usf., also muss sich jetzt keiner dazu bemüssigt fühlen Antworten zu geben. Diese sind nämlich bereits Teil der Fragen.
    Sprachlos,
    kleinempfaenger

  3. ... Appeasementpolitik von Israel hat noch nie was gebracht. Schon vor Zeiten Sharons nicht, als die Forderungen "der Palistinänser" mehr als erfüllt wurden. Das Existenzrecht Israels wird unabhängig von Israels Reaktionen immer wieder bestritten und in Frage gestellt. Nicht nur von Antisemiten in Nahost, sondern überall. Dazu muss man sich ja nur mal ein, zwei News hier auf ZEIT ONLINE blind auswählen und in die Kommentare gucken.

    Und Israel ist das zivilisierteste Land dort weit und breit.

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    Israel ist das zivilisierteste Land dort weit und breit?
    Wirklich? Israel ist Besatzungsmacht - und führt ein grausames
    Besatzungsregime durch. Täglich.
    Jede friedliche Demonstration gegen das Besatzungsregime wird aus
    Prinzip mit Gewalt unterdrückt. Mit Tränengas, Gummigeschossen - und wenn es sein muss, mit scharfer Munition.
    Das Prinzip des Zionismus, Menschen mit einer bestimmten ethnischen
    oder religiösen Herkunft mit mehr Rechten als andere Menschen auszustatten, hat sich überlebt. Menschen aus ethnischen oder religiösen Gründen rechtlos zu stellen, ist einfach nicht mehr akzeptabel.
    Mit zivilisierten, westlichen Werten hat das Besatzungsregime nichts
    mehr zu tun.
    .
    Wenn Juden diskriminiert werden, weil sie Juden sind, nennt man das
    Antisemitismus.
    Wie nennt man es, wenn Palästinenser diskriminiert werden, weil sie
    Palästinenser sind?

    Israel ist das zivilisierteste Land dort weit und breit?
    Wirklich? Israel ist Besatzungsmacht - und führt ein grausames
    Besatzungsregime durch. Täglich.
    Jede friedliche Demonstration gegen das Besatzungsregime wird aus
    Prinzip mit Gewalt unterdrückt. Mit Tränengas, Gummigeschossen - und wenn es sein muss, mit scharfer Munition.
    Das Prinzip des Zionismus, Menschen mit einer bestimmten ethnischen
    oder religiösen Herkunft mit mehr Rechten als andere Menschen auszustatten, hat sich überlebt. Menschen aus ethnischen oder religiösen Gründen rechtlos zu stellen, ist einfach nicht mehr akzeptabel.
    Mit zivilisierten, westlichen Werten hat das Besatzungsregime nichts
    mehr zu tun.
    .
    Wenn Juden diskriminiert werden, weil sie Juden sind, nennt man das
    Antisemitismus.
    Wie nennt man es, wenn Palästinenser diskriminiert werden, weil sie
    Palästinenser sind?

  4. Israel ist das zivilisierteste Land dort weit und breit?
    Wirklich? Israel ist Besatzungsmacht - und führt ein grausames
    Besatzungsregime durch. Täglich.
    Jede friedliche Demonstration gegen das Besatzungsregime wird aus
    Prinzip mit Gewalt unterdrückt. Mit Tränengas, Gummigeschossen - und wenn es sein muss, mit scharfer Munition.
    Das Prinzip des Zionismus, Menschen mit einer bestimmten ethnischen
    oder religiösen Herkunft mit mehr Rechten als andere Menschen auszustatten, hat sich überlebt. Menschen aus ethnischen oder religiösen Gründen rechtlos zu stellen, ist einfach nicht mehr akzeptabel.
    Mit zivilisierten, westlichen Werten hat das Besatzungsregime nichts
    mehr zu tun.
    .
    Wenn Juden diskriminiert werden, weil sie Juden sind, nennt man das
    Antisemitismus.
    Wie nennt man es, wenn Palästinenser diskriminiert werden, weil sie
    Palästinenser sind?

    Antwort auf "Eine..."
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    Machen Sie sich nicht lächerlich. Erstens wird nicht "jede" Demonstration mit Gewalt unterdrückt. Und wieso mokieren Sie sich ausgerechnet dann über israelische Sicherheitskräfte, die sich durch Demonstranten knüppeln? Das könnten Sie auch in jedem anderen Staat kritisieren.

    Aber davon mal ganz ab: eine Einbürgerung in Israel erfolgt keineswegs nach "ethnischen" Grundsätzen. Die Konfession spielt die wichtigste Rolle, das ist richtig. Aber wenn Sie das nicht akzeptieren wollen, verkennen Sie (gewollt?) die Gründe dafür, warum Israel überhaupt existiert: als Schutzraum für Menschen jüdischen Glaubens. Und wie bitter nötig dieser ist, ist ja offensichtlich. Natürlich MUSS da innerstaatlich eine Mehrheit jüdischen Glaubens sein. Alles andere wäre eine Farce und würde diesen Schutzstaat ad absurdum führen.

    Und trotzdem leben relativ viele Araber in Israel, die es nicht müde werden gegen den "jüdischen Abschaum" zu kämpfen. Trotzdem verhält sich Israel eines zivilisierten und demokratischen Staates würdig und geht mit den (aus Staatssicht) nötigen Repressalien gegen diese "Demonstranten" vor. Sie werden mir keine umgekehrte Situation in Syrien, Lybien, Iran, usw. zeigen können. Da herrschen ganz andere Umgänge mit Minderheiten und Juden insbesondere. So viel nur zum Vergleich und der Aussage, bei Israel handle es sich um keinen zivilisierten Staat.

    Und da muss man sich schon fragen, auf welchem ideologischen Nähboden solche Aussagen wachsen..

    • Chayal
    • 14.10.2009 um 19:51 Uhr

    und das ergibt sich allein daraus, weil es keinen anderen Staat besetzt hält, sondern daß es sich um Gebiete handelt, die im 6 Tage Krieg gewonnen wurden und somit ist es der einzigste Staat der Welt, von dem verlangt wird, die Gebiete abzugeben. Wenn Deutschland sich wie die PalAraber verhalten würde, was glaubt Ihr, würde Polen und Russland mit Deutschland machen ? Eine Parkplatz, garantiert und die UN würde nicht verlangen, daß Polen und Russland Gebiete herausrücken würde, weil Deutschland VERLOREN hat.......

    Machen Sie sich nicht lächerlich. Erstens wird nicht "jede" Demonstration mit Gewalt unterdrückt. Und wieso mokieren Sie sich ausgerechnet dann über israelische Sicherheitskräfte, die sich durch Demonstranten knüppeln? Das könnten Sie auch in jedem anderen Staat kritisieren.

    Aber davon mal ganz ab: eine Einbürgerung in Israel erfolgt keineswegs nach "ethnischen" Grundsätzen. Die Konfession spielt die wichtigste Rolle, das ist richtig. Aber wenn Sie das nicht akzeptieren wollen, verkennen Sie (gewollt?) die Gründe dafür, warum Israel überhaupt existiert: als Schutzraum für Menschen jüdischen Glaubens. Und wie bitter nötig dieser ist, ist ja offensichtlich. Natürlich MUSS da innerstaatlich eine Mehrheit jüdischen Glaubens sein. Alles andere wäre eine Farce und würde diesen Schutzstaat ad absurdum führen.

    Und trotzdem leben relativ viele Araber in Israel, die es nicht müde werden gegen den "jüdischen Abschaum" zu kämpfen. Trotzdem verhält sich Israel eines zivilisierten und demokratischen Staates würdig und geht mit den (aus Staatssicht) nötigen Repressalien gegen diese "Demonstranten" vor. Sie werden mir keine umgekehrte Situation in Syrien, Lybien, Iran, usw. zeigen können. Da herrschen ganz andere Umgänge mit Minderheiten und Juden insbesondere. So viel nur zum Vergleich und der Aussage, bei Israel handle es sich um keinen zivilisierten Staat.

    Und da muss man sich schon fragen, auf welchem ideologischen Nähboden solche Aussagen wachsen..

    • Chayal
    • 14.10.2009 um 19:51 Uhr

    und das ergibt sich allein daraus, weil es keinen anderen Staat besetzt hält, sondern daß es sich um Gebiete handelt, die im 6 Tage Krieg gewonnen wurden und somit ist es der einzigste Staat der Welt, von dem verlangt wird, die Gebiete abzugeben. Wenn Deutschland sich wie die PalAraber verhalten würde, was glaubt Ihr, würde Polen und Russland mit Deutschland machen ? Eine Parkplatz, garantiert und die UN würde nicht verlangen, daß Polen und Russland Gebiete herausrücken würde, weil Deutschland VERLOREN hat.......

    • zd
    • 12.10.2009 um 21:48 Uhr

    wenn zwei seiten zur keiner loesung kommen und die palaestinenser sich dazu entscheiden mit gewalt ihre forderungen durchzusetzen, wieso darf dann israel sich mit allen NOETIGEN mitteln verteidigen?

    die palaestinenser wollen einen staat. die israelis sind bereit ihnen einen staat zu geben. israel ist und war dazu bereit die gebiete mit den siedlungen entweder aufzuloesen oder andere landstriche als ausgleich zu geben. aber die palaestinenser wollen mehr...und das vergessen die meisten israelkritiker/hasser.

    sie wollen jerusalem als hauptstadt und sie wollen rueckkehr aller fluechtlinge. jerusalem als hauptstadt ist luxus fuer jemanden, der nur einen unabhaengigen staat will. rueckkehr der fluechtlinge in israelisches kernland waere ein selbstmord des juedischen staates. das sind aber die forderungen der palaestinenser - so sehen sie einen gerechten frieden - aufloesung israels und luxuswuensche.

    da sie die zwei letzten sachen entweder nicht oder nur teilweise bekommen, schreien sie herum, dass israel ihnen keinen staat gibt(was ueberhaupt nicht stimmt) und wenden gewalt an. muss man sich dann wundern, dass israel dementsprechend handelt?

    aber wenn man die sache von der seite betrachtet ohne viel ahnung zu haben, so sieht es wirklich so aus, als ob die juden die boesen waeren und die araber die guten, die nur einen gerechten frieden wollen. und dabei denkt sich natuerlich keiner, dass gerecht fuer die einen eine vernichtung fuer den anderen bedeutet.

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    "die palaestinenser wollen einen staat. die israelis sind bereit ihnen einen staat zu geben. israel ist und war dazu bereit die gebiete mit den siedlungen entweder aufzuloesen oder andere landstriche als ausgleich zu geben."

    Das entspricht schlicht und einfach nicht den Tatsachen. Was Sie da verbreiten ist falsch!

    "die palaestinenser wollen einen staat. die israelis sind bereit ihnen einen staat zu geben. israel ist und war dazu bereit die gebiete mit den siedlungen entweder aufzuloesen oder andere landstriche als ausgleich zu geben."

    Das entspricht schlicht und einfach nicht den Tatsachen. Was Sie da verbreiten ist falsch!

  5. Machen Sie sich nicht lächerlich. Erstens wird nicht "jede" Demonstration mit Gewalt unterdrückt. Und wieso mokieren Sie sich ausgerechnet dann über israelische Sicherheitskräfte, die sich durch Demonstranten knüppeln? Das könnten Sie auch in jedem anderen Staat kritisieren.

    Aber davon mal ganz ab: eine Einbürgerung in Israel erfolgt keineswegs nach "ethnischen" Grundsätzen. Die Konfession spielt die wichtigste Rolle, das ist richtig. Aber wenn Sie das nicht akzeptieren wollen, verkennen Sie (gewollt?) die Gründe dafür, warum Israel überhaupt existiert: als Schutzraum für Menschen jüdischen Glaubens. Und wie bitter nötig dieser ist, ist ja offensichtlich. Natürlich MUSS da innerstaatlich eine Mehrheit jüdischen Glaubens sein. Alles andere wäre eine Farce und würde diesen Schutzstaat ad absurdum führen.

    Und trotzdem leben relativ viele Araber in Israel, die es nicht müde werden gegen den "jüdischen Abschaum" zu kämpfen. Trotzdem verhält sich Israel eines zivilisierten und demokratischen Staates würdig und geht mit den (aus Staatssicht) nötigen Repressalien gegen diese "Demonstranten" vor. Sie werden mir keine umgekehrte Situation in Syrien, Lybien, Iran, usw. zeigen können. Da herrschen ganz andere Umgänge mit Minderheiten und Juden insbesondere. So viel nur zum Vergleich und der Aussage, bei Israel handle es sich um keinen zivilisierten Staat.

    Und da muss man sich schon fragen, auf welchem ideologischen Nähboden solche Aussagen wachsen..

    Antwort auf "Die Besatzungsmacht"
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    Warum musste dieser Staat aber ausgrechnet in Palaestina gegruendet werden, wo ja sowieso schon viele Menschen lebten. Der Konflikt war von Anfang an vorprogrammiert. Uebrigens haetten die Israelis genauso reagiert, wenn sie umgekehrt von den Palaestinensern besetzt gewesen waeren. Nicht desto trotzt an einem gerechten Frieden geht heute kein Weg vorbei. Ein gerechter von beiden Seiten akzeptierte und nicht fauler Kompromiss bringt dort wirklich Ruhe. Und Israel scheint das nicht zu interessieren, weil es sich ausserordentlich stark fuehlt.

    Warum musste dieser Staat aber ausgrechnet in Palaestina gegruendet werden, wo ja sowieso schon viele Menschen lebten. Der Konflikt war von Anfang an vorprogrammiert. Uebrigens haetten die Israelis genauso reagiert, wenn sie umgekehrt von den Palaestinensern besetzt gewesen waeren. Nicht desto trotzt an einem gerechten Frieden geht heute kein Weg vorbei. Ein gerechter von beiden Seiten akzeptierte und nicht fauler Kompromiss bringt dort wirklich Ruhe. Und Israel scheint das nicht zu interessieren, weil es sich ausserordentlich stark fuehlt.

  6. Warum musste dieser Staat aber ausgrechnet in Palaestina gegruendet werden, wo ja sowieso schon viele Menschen lebten. Der Konflikt war von Anfang an vorprogrammiert. Uebrigens haetten die Israelis genauso reagiert, wenn sie umgekehrt von den Palaestinensern besetzt gewesen waeren. Nicht desto trotzt an einem gerechten Frieden geht heute kein Weg vorbei. Ein gerechter von beiden Seiten akzeptierte und nicht fauler Kompromiss bringt dort wirklich Ruhe. Und Israel scheint das nicht zu interessieren, weil es sich ausserordentlich stark fuehlt.

    Antwort auf "Machen Sie sich nicht"
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    • Chayal
    • 14.10.2009 um 19:36 Uhr

    wurde gegründet, weil das Völkerrecht es so bestimmt hat. Die Lüge, daß es eine große arabische Bevölkerung gab, setzte erst Arafat in die Welt als er vor den Vereinten Nationen im Nov. 1974 behauptete: „Die jüdische Invasion begann 1881 - Palästina war zu dieser Zeit ein grünendes und blühendes Land, in der Mehrheit bewohnt von einem arabischen Volk, das dabei war, sich sein Leben aufzubauen und auf dynamische Weise seine einheimische Kultur zu bereichern.“ Historiker, Schriftsteller und Pilger beschreiben ein anderes Palästina, einfach Reisebeschrebungen von Mark Twain anderen Pilger und Historiker lesen.

    Ein deutschsprachiges Nachschlagewerk, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts veröffentlicht wurde, beschrieb Palästina als „verwüstet und durch­zogen von arabischen Räuberbanden“ /Be/_S.164_ (Brockhaus, Allg. deutsche Real-Enzyklopaedie, 7. Ausg., Leipzig, 1827, Bd. VIII, S. 2, S. 438 f.).

    Um die Mitte des 19. Jahrhunderts schrieb der britische Konsul von Palästina folgendes: „Das Land ist zu einem Großteil unbesiedelt, und daher braucht es dringend eine Bevölkerung.“ /Be/_S. 164_(James Finn zum Earl von Ciarendon, 15. Sept. 1857).

    Die meisten PaAraber sind nicht anderes als Nachfahren der ägypti­schen, sudanesischen, syrischen und libanesischen Wanderarbeiter, die sich zwischen 1830 und 1945 innerhalb der augenblicklichen Grenzen Israels ansiedelten ...deshalb ist es auch ein gesamt arabischer Konflikt und nicht nur ein Konflikt Zwischen Juden und PalAraber.

    1) Weil das die Heimstätte des jüdischen Volkes war, dessen Land von den Römern erobert worden war!
    2) Weil es das Zentrum der jüdischen Religion war und ist
    3) Weil die Bibel und vor allem der KORAN es dem jüdischen Volk zuspricht!
    4) Weil nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft, der Vertreibung der Juden und der Invasion arabischer Stämme es der Völkerbund im Mandatsvertrag von San Remo 1920/22 es als jüdische Heimstätte definiert hat.
    5) Weil die Vereinten Nationen es als Nachfolger des Völkerbundes
    geteilt hat. 1947: ein Staat Israel und ein arabischer Staat, der aber nicht entstanden ist, weil seine Gebiete von Jordanien, Ägypten und Syrien besetzt und annektiert wurden.

    • U79
    • 24.10.2009 um 12:29 Uhr

    Klingt, als hätte man sich mit Absicht ein Gebiet mit einem möglichst hohen Konfliktpotential ausgesucht.

    Die Frage sollte wohl eher lauten: Wo sollte Israel sonst gegründet werden? Ich kann mir kaum vorstellen, daß es ein Land gibt, was nicht gemurrt hätte, wenn man ihm plötzlich per Mandat ein Stück abschneiden und es einem anderen Volk zusprechen würde. Da bleibt eigentlich nur staatlich herrenloses Land übrig.

    • Chayal
    • 14.10.2009 um 19:36 Uhr

    wurde gegründet, weil das Völkerrecht es so bestimmt hat. Die Lüge, daß es eine große arabische Bevölkerung gab, setzte erst Arafat in die Welt als er vor den Vereinten Nationen im Nov. 1974 behauptete: „Die jüdische Invasion begann 1881 - Palästina war zu dieser Zeit ein grünendes und blühendes Land, in der Mehrheit bewohnt von einem arabischen Volk, das dabei war, sich sein Leben aufzubauen und auf dynamische Weise seine einheimische Kultur zu bereichern.“ Historiker, Schriftsteller und Pilger beschreiben ein anderes Palästina, einfach Reisebeschrebungen von Mark Twain anderen Pilger und Historiker lesen.

    Ein deutschsprachiges Nachschlagewerk, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts veröffentlicht wurde, beschrieb Palästina als „verwüstet und durch­zogen von arabischen Räuberbanden“ /Be/_S.164_ (Brockhaus, Allg. deutsche Real-Enzyklopaedie, 7. Ausg., Leipzig, 1827, Bd. VIII, S. 2, S. 438 f.).

    Um die Mitte des 19. Jahrhunderts schrieb der britische Konsul von Palästina folgendes: „Das Land ist zu einem Großteil unbesiedelt, und daher braucht es dringend eine Bevölkerung.“ /Be/_S. 164_(James Finn zum Earl von Ciarendon, 15. Sept. 1857).

    Die meisten PaAraber sind nicht anderes als Nachfahren der ägypti­schen, sudanesischen, syrischen und libanesischen Wanderarbeiter, die sich zwischen 1830 und 1945 innerhalb der augenblicklichen Grenzen Israels ansiedelten ...deshalb ist es auch ein gesamt arabischer Konflikt und nicht nur ein Konflikt Zwischen Juden und PalAraber.

    1) Weil das die Heimstätte des jüdischen Volkes war, dessen Land von den Römern erobert worden war!
    2) Weil es das Zentrum der jüdischen Religion war und ist
    3) Weil die Bibel und vor allem der KORAN es dem jüdischen Volk zuspricht!
    4) Weil nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft, der Vertreibung der Juden und der Invasion arabischer Stämme es der Völkerbund im Mandatsvertrag von San Remo 1920/22 es als jüdische Heimstätte definiert hat.
    5) Weil die Vereinten Nationen es als Nachfolger des Völkerbundes
    geteilt hat. 1947: ein Staat Israel und ein arabischer Staat, der aber nicht entstanden ist, weil seine Gebiete von Jordanien, Ägypten und Syrien besetzt und annektiert wurden.

    • U79
    • 24.10.2009 um 12:29 Uhr

    Klingt, als hätte man sich mit Absicht ein Gebiet mit einem möglichst hohen Konfliktpotential ausgesucht.

    Die Frage sollte wohl eher lauten: Wo sollte Israel sonst gegründet werden? Ich kann mir kaum vorstellen, daß es ein Land gibt, was nicht gemurrt hätte, wenn man ihm plötzlich per Mandat ein Stück abschneiden und es einem anderen Volk zusprechen würde. Da bleibt eigentlich nur staatlich herrenloses Land übrig.

  7. 8. ...

    "die palaestinenser wollen einen staat. die israelis sind bereit ihnen einen staat zu geben. israel ist und war dazu bereit die gebiete mit den siedlungen entweder aufzuloesen oder andere landstriche als ausgleich zu geben."

    Das entspricht schlicht und einfach nicht den Tatsachen. Was Sie da verbreiten ist falsch!

    Antwort auf "verkehrt welt"
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    Israel hat keine Wahl als den palästinensischen Arabern ein Gebiet für einen eignenen Staat abzutreten, denn die größte Gefahr für das jüdische Volk in Israel sind nicht die terroristischen Organisationen, sondern die friedlichen palästinensisch-arabischen Zivilisten. Da Israel ein sehr liberaler Staat ist, sind arabischen-judische Ehen keine Ausnahme, parallel dazu ist die Geburtenrate unter den arabischen Einwohnern wesentlich höher als unter den jüdischen. Will Israel also in seiner heutigen Form (ausgenommen dem Gebiet) bestehen bleiben, muss ein palästiensisch-arabischer Staat entstehen, der die arabische Bevölkerung abzieht.

    Israel hat keine Wahl als den palästinensischen Arabern ein Gebiet für einen eignenen Staat abzutreten, denn die größte Gefahr für das jüdische Volk in Israel sind nicht die terroristischen Organisationen, sondern die friedlichen palästinensisch-arabischen Zivilisten. Da Israel ein sehr liberaler Staat ist, sind arabischen-judische Ehen keine Ausnahme, parallel dazu ist die Geburtenrate unter den arabischen Einwohnern wesentlich höher als unter den jüdischen. Will Israel also in seiner heutigen Form (ausgenommen dem Gebiet) bestehen bleiben, muss ein palästiensisch-arabischer Staat entstehen, der die arabische Bevölkerung abzieht.

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