Europäische Linke Links und freiSeite 2/2

Dieses Dilemma ist bekannt, weshalb die Debatten immer bei der gleichen Frage landen: Wie kann man die Auswahl des Führungspersonals modernisieren? Europas Mitte-links-Parteien gehen vorerst verschiedene Wege. Die Franzosen setzen auf Vorwahlen. Die Deutschen bleiben im Hinterzimmer.

Ganz ohne Überbau kann es aber nicht gehen. »Wir hungern nach Ideologie«, meint Stan Greenberg, einer der globalen Gurus der Kommunikations- und Wahlkampfstrategie. Der Pragmatismus der Reformer sei ja ganz schön gewesen. Aber wer darüber die Werte vergesse, der sehe sich plötzlich bedrängt von kämpferischen Werteexperten, rechts und links und populistisch. Was das bedeutet, zeigen die Analysen der Wahlergebnisse: Abwanderungen in alle Richtungen. »Wir sind in der Mitte einer globalen Krise, und die Menschen haben sich nicht den Progressiven zugewandt.« Greenbergs Verdacht: Die Progressiven sind selbst schuld. Die Konservativen, auch die von links außen, präsentieren sich als Wertebewahrer. Sie verheißen Sicherheit im Sturm.

Und die Linke? Am Ende des Sturms, heißt es in der Hymne der Anfield Road und des Millerntors, warten ein »goldener Himmel und das süße, silberne Lied der Lerche«. Man muss nur weiter gehen. Vorwärts! Immerhin, die Sozialdemokratie ist auf dem Weg nie mehr allein.

 
Leser-Kommentare
    • Chali
    • 09.10.2009 um 9:11 Uhr

    Verstehe ich nicht. Was sollte das denn miteinander zu tun haben?

    Aber immerhin:
    Ist weiss ja nicht, was "Links" eigentlich sein soll.
    Die einzige Definition, die ich kenne, heisst "Links bedeutet anständig", und ... .

    Aber für die Schwachen, für die, die weder Geld noch Vermögen noch Lobby haben, darf die SPD ja laut Steinmeier nicht eintreten, denn das wäre ja "Klientel-Politik".

  1. 2.

    "Die einzige Definition, die ich kenne, heisst "Links bedeutet anständig", und ... . "

    Stalin und Mao waren hochanständige Leute!

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    • Chali
    • 09.10.2009 um 11:54 Uhr

    Ist das jetzt nur so Polemik, oder haben Sie eine zugrunde liegende Definition?

    • Chali
    • 09.10.2009 um 11:54 Uhr

    Ist das jetzt nur so Polemik, oder haben Sie eine zugrunde liegende Definition?

    • Chali
    • 09.10.2009 um 11:54 Uhr

    Ist das jetzt nur so Polemik, oder haben Sie eine zugrunde liegende Definition?

    Antwort auf "Kommentar Nr. 2"
  2. 4. SP(D)

    Linke Parteien sind eindeutig zu populistisch, das nützt nichts. Zudem laufen die Grünen den SPs den Rang ab, bei uns in der Schweiz ebenso wie in Deutschland.

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    • K.S.
    • 23.11.2009 um 18:30 Uhr

    Das Problem der linken Parteien ist es der Populismus nicht unbedingt das Problem.

    Eher das man sich von den ursprünglichen Werten zu weit entfernt hat und somit auch von den traditionellen Wählern.

    Ein weiteres Problem ist, dass die Parteien zu undemokratisch organisiert sind, dass meiste wird in Hinterzimmer entschieden, anstatt die Basis entscheiden zu lassen.

    Auch fehlt ein großes Projekt, eine Vision, die Anhänger mobilisieren kann.

    Mein Vorschlag wäre eine Stärkung der demokratischen Strukturen innerhalb Deutschlands, also verbindliche Volksentscheide auf Bundesebene z.B. würde langfristig die Politikverdrossenheit zurückdrängen.

    Also ganz nach Brandt, mehr Demokratie wagen!

    • K.S.
    • 23.11.2009 um 18:30 Uhr

    Das Problem der linken Parteien ist es der Populismus nicht unbedingt das Problem.

    Eher das man sich von den ursprünglichen Werten zu weit entfernt hat und somit auch von den traditionellen Wählern.

    Ein weiteres Problem ist, dass die Parteien zu undemokratisch organisiert sind, dass meiste wird in Hinterzimmer entschieden, anstatt die Basis entscheiden zu lassen.

    Auch fehlt ein großes Projekt, eine Vision, die Anhänger mobilisieren kann.

    Mein Vorschlag wäre eine Stärkung der demokratischen Strukturen innerhalb Deutschlands, also verbindliche Volksentscheide auf Bundesebene z.B. würde langfristig die Politikverdrossenheit zurückdrängen.

    Also ganz nach Brandt, mehr Demokratie wagen!

    • K.S.
    • 23.11.2009 um 18:30 Uhr
    5.

    Das Problem der linken Parteien ist es der Populismus nicht unbedingt das Problem.

    Eher das man sich von den ursprünglichen Werten zu weit entfernt hat und somit auch von den traditionellen Wählern.

    Ein weiteres Problem ist, dass die Parteien zu undemokratisch organisiert sind, dass meiste wird in Hinterzimmer entschieden, anstatt die Basis entscheiden zu lassen.

    Auch fehlt ein großes Projekt, eine Vision, die Anhänger mobilisieren kann.

    Mein Vorschlag wäre eine Stärkung der demokratischen Strukturen innerhalb Deutschlands, also verbindliche Volksentscheide auf Bundesebene z.B. würde langfristig die Politikverdrossenheit zurückdrängen.

    Also ganz nach Brandt, mehr Demokratie wagen!

    Antwort auf "SP(D)"
    • K.S.
    • 23.11.2009 um 18:46 Uhr

    " Der Populismus ist nicht unbedingt das Problem der linken Parteien."

    So sollte es eigentlich richtig heißen.

    Schade das man hier scheinbar seine Beiträge nicht editieren kann, wäre toll wenn das irgendwann mal geändert wird, liebe Zeit Redaktion. ;-)

  3. Dieser Satz trifft den Nagel wirklich auf den Kopf:

    "Eine Italienerin, leidgeprüft, spricht von der Notwendigkeit neuer Personen an der Spitze der Linken, die auch die Gefühle der Menschen erreichen."

    Es fehlt somit an leidenschaftlichen Ansprachen und Personen.

    Darüber hinaus müsste die Basis bei allen Parteien einfach mehr in den politischen Kontext einbezogen werden. So könnte auch eine größere Einheit und Zukunftsfähigkeit entstehen.

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