Medizinnobelpreis 2009 An allen Enden jung

Der Medizinnobelpreis würdigt Leistungen in der Alterns- und der Krebsforschung – einem Feld in Frauenhand.

Elisabeth Blackburn  – hier an der Universität Kalifornien in San Francisco  – erforscht die Schutzkappen am Ende von Chromosomen – die Telomere. Sie schützen das Erbgut bei der Zellteilung vor Beschädigung

Elisabeth Blackburn – hier an der Universität Kalifornien in San Francisco – erforscht die Schutzkappen am Ende von Chromosomen – die Telomere. Sie schützen das Erbgut bei der Zellteilung vor Beschädigung

Als Elizabeth Blackburn an der Universität Yale zum ersten Mal durch das Okular eines Mikroskops auf ihr Forschungsobjekt blickte, war es um sie geschehen: »Es war Liebe auf den ersten Blick.« Dort, auf dem Objektträger, kreiselten kugelige Wimpertierchen. Später, in Kalifornien, teilten ihre Kollegen die Zuneigung. »Es kam vor, dass in meinem Labor in Berkeley Ravels Bolero gespielt wurde, um die Tierchen zur Paarung zu animieren.«

Diese innige Begegnung führte schließlich zu einer epochalen Entdeckung, die das ungebremste Wachstum von Krebs und den Vorgang des Alterns verständlicher machte. Eine Entdeckung, die Elizabeth Blackburn von der University of California in San Francisco am Montag den Nobelpreis für Physiologie und Medizin bescherte. Blackburn teilt sich den Preis mit Carol Greider, Direktorin der Abteilung für Molekularbiologie und Genetik an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, und Jack Szostak von der Harvard Medical School in Boston. 

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