Inzwischen haben sich die Frauen in der Telomerforschung durchgesetzt
Inzwischen haben sich die Frauen in der Telomerforschung durchgesetzt. Schon 1938 hatte eine Frau, Barbara McClintock, bemerkt, dass die Endkappen die Integrität der Chromosomen sicherten. Sie erhielt 1983 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin. In diesem Jahr geht die Auszeichnung zum ersten Mal gleich an zwei Frauen.
Jack Szostak, der mit seiner Forschung an Hefezellen die Grundlagen für den Erfolg legte, bleibt in diesem Trio der blasse Außenseiter – auf der Webseite des Nobelpreiskomitees fehlt sogar sein Foto.
Während die ruhige Elizabeth Blackburn die Grand Dame der Szene ist, gilt die 48-jährige Greider als Wirbelwind. Sie versorgt unter anderem das Zentrum für molekulare Medizin und die Max-Planck-Arbeitsgruppe für Stammzellalterung in Ulm mit Mäusen für die Telomeraseforschung. Ihr Ulmer Kollege Cagatay Günes kann sich an den letzten Auftritt Greiders bei einem Kongress in Cold Spring Harbor im US-Staat New York im April gut erinnern. »Abends war eine Liveband auf der Bühne«, erzählt Günes, »und auch dort war sie die Aktivste.« Schließlich hält die Telomerase jung.
- Datum 07.10.2009 - 16:31 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 08.10.2009 Nr. 42
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