Südostasien Eine Kaskade von Beben
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Der Druck in der Erdkruste ist noch immer riesig

Mit dem Tsunamibeben von 2004 ist solch ein Katastrophenstakkato offenbar in Gang gekommen. 33 schwere Beben mit einer Stärke von mehr als 6 haben das Land seither erschüttert – eine äußerst ungewöhnliche Häufung von Erdbeben. 14 der Schläge hatten eine Stärke von mehr als 7.

Selbst in Regionen, die bereits erschüttert worden sind, ist der Druck in der Erdkruste noch immer riesig, berichten Geoforscher um Ozgun Konca vom Caltech. Sie haben mithilfe von GPS- und Radarsatelliten die Deformationen des Erdbodens ermittelt und die Messungen mit den Daten über die früheren Starkbeben verglichen. Korallen und Gesteine auf den Inseln um Sumatra zeigen, dass sich der Boden bei zwei Beben 1797 und 1833 großflächig um mehrere Meter gehoben hatte. Die Situation heute, sagt Konca, gleiche derjenigen im Anfangsstadium dieser historischen Ereignisse.

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Um die Gefahr einzuschätzen, vermessen Wissenschaftler von Schiffen aus den Meeresboden bis in eine Tiefe von 30 Kilometern. Bereiche an der Grenze zweier Erdschollen, die lange nicht gebrochen sind, gelten als Gefahrenherd. »Je größer diese Zonen, desto stärker die Beben«, sagt Kerry Sieh.

Vor Java haben die Forscher eine lange Bruchzone ausgemacht, die seit dem 19. Jahrhundert ihre Spannung nicht abgebaut hat. Risse sie auf ganzer Länge, gäbe es – wie im Jahr 2004 – einen Schlag der Stärke 9. Ozeanweite Tsunamis könnten auch dann die Folge sein.

 
Leser-Kommentare
    • Kaato
    • 09.10.2009 um 21:20 Uhr

    Die Bevölkerung da unten kann einem schon Leid tun.

    • nesape
    • 14.10.2009 um 18:09 Uhr

    Ich war immer der Meinung der Südamerikanische Kontinent schiebt sich auf die Nazca Platte. Das ist in Ihrer Grafik "Die gewaltigsten Beben am Feuerring" anders dargestellt. Ist das ein Ergebniss der neueren Forschung.

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