Liebeskolumne Muss ein Paar zusammen einschlafen?
Jede Woche beantwortet der Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer eine große Frage der Liebe. Diesmal: Kann man unterschiedliche Einschlafgewohnheiten angleichen?
Die Frage:Caroline und Stephan sind vor einigen Monaten zusammengezogen. Zu ihrer Überraschung klappt es mit der Zweisamkeit sehr gut. Zumindest tagsüber. Nur im Bett gibt es Probleme. Caroline will vor allem schlafen, sobald sie sich hingelegt haben. Max liebt es hingegen, zur Entspannung noch etwas fernzusehen und dabei wegzudämmern. Caroline hingegen kann bei Fernsehgeräuschen nicht schlafen und stört sich am bläulichen Flimmern. Den Vorschlag ihres Freundes, ihr einfach Schlafbrille und Ohrenstöpsel zu besorgen, findet sie nicht sehr befriedigend. Er hingegen ist nicht begeistert davon, sich still ins Bett zu legen und sich ihrem Bedürfnis nach absoluter Ruhe zu fügen. Er sagt, er fühle sich dann wie ein Kind, dem man Bettruhe verordnet hat. Wie kommen die beiden zusammen?
Lesen Sie hier alle bisherigen Ratschläge von unserem Paartherapeuten Wolfgang Schmidbauer
Wolfgang Schmidbauer antwortet: Stephan wird ein eigenes Schlafzimmer brauchen oder sein Single-Ritual opfern müssen. Angesichts des vorgebrachten Konflikts frage ich mich allerdings, ob da nicht eine Auseinandersetzung darüber vermieden wird, was man als Paar im Bett miteinander anfangen soll. Caroline will schlafen, Stephan will fernsehen – was aber wollen beide voneinander? Reagiert Caroline mit ihrem Schlafbedürfnis auf einen Stephan, der mehr von der Glotze als von ihr gefesselt ist? Lässt Stephan sich von der Flimmerkiste ablenken, weil ihn Carolines Schläfrigkeit kränkt? Oft geht Paaren, die voneinander nicht genug bekommen konnten, als sie getrennt wohnten, im gemeinsamen Schlafzimmer die Erotik verloren. Diese zurückzuholen lohnt mehr, als Regeln für das gemeinsame Einschlafen festzulegen.
Wolfgang Schmidbauer ist einer der bekanntesten deutschen Paartherapeuten. Was er in seiner täglichen Praxis erfährt, lesen Sie im Interview mit ZEIT ONLINE.
- Datum 17.10.2009 - 11:16 Uhr
- Serie Liebeskolumne
- Quelle ZEIT Magazin Nr. 43, 15.10.2009
- Kommentare 19
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Hallo,
da ist ein kleiner Tippfehler, es muß heißen:
"... Caroline wird ein eigenes Schlafzimmer brauchen oder ihr Single-Ritual opfern müssen. "
CU
Ach du meine Güte, schon wieder eine Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahme für Therapeuten.
Haben wir denn unseren guten Menschenverstand verloren? Dann stimmt etwas nicht mit unserer Daseinsform und es ist an der Zeit für eine neue Umwälzung unserer Lebensweise, so wie man einen Boden umpflügt.
Also sind Paare, die nicht in einem Zimmer schlafen, wohl alle nur sexuelle frustiert? Vielleicht sollte ein Therapeut nicht immer nach tieferliegenden Problemem graben, wenn man auch die sichtbaren lösen könnte. Da kann man nicht einschlafen, weil der Fernseher läuft und schon hat man als Paar sexuelle Probleme?
Ich schlage vor: schlaft doch in getrennten Zimmern und wenn Stefan mal früher müde ist kann er ja auch bei seiner Freundin SCHLAFEN, Sex kann man, lieber Herr Therapeut, auch tagsüber haben.
Also ich kenne dieses Problem nur zu gut und es hat mal überhaupt nichts mit sexueller Unlust oder dergleichen zu tun. Schleißlich gibt es außer am Abend und im Bett noch genug Gelegenheiten Sex zu haben.
Daher weiß ich nicht was Herr Schmidtbauer jeden Abend mit seiner Frau veranstaltet (wenn er denn eine hat), aber ich finde es nicht unnormal, wenn man nicht jeden Abend vor dem einschlafen Sex hat, oder wie zwei Teenager aufeinander hängt. Wie man das Problem auf Paarebende wirlich lösen kann, wurde daher gar nicht versucht zu erklären...
Ich kann nicht mitreden! Hat jemand meinen Fernseher gesehen?
Zitat Schmidbauer: "...der mehr von der Glotze als von ihr gefesselt ist..."
Wissen Sie überhaupt, Herr Therapeut, wie Caroline ausschaut? Was, wenn sie zB Claudia Roth gleicht? Und er Brad Pitt? Oder sie wie Mutter Beimer da liegt und er sich wie George Clooney neben ihr räkelt? Warum sollte er sich dann von ihr fesseln lassen?
... schon mal was von "Liebe" gehört oder gar gelesen? Zumal die beiden sich wohl nicht ohne Grund eine gemeinsame Wohnung gesucht haben werden, da wird wohl kein Zwang im Spiel gewesen sein...
...wenn er sich nicht von seiner Mutter Beimer fesseln lässt?
Außerdem, lasst doch mal den armen Therapeuten in Ruhe. Wär doch gar nicht spannend gewesen eine Auflösung zu lesen, die nichts mit Sex zu tun hat, also nicht unseren kleinen Voyeur befriedigt hätte ;-)
... schon mal was von "Liebe" gehört oder gar gelesen? Zumal die beiden sich wohl nicht ohne Grund eine gemeinsame Wohnung gesucht haben werden, da wird wohl kein Zwang im Spiel gewesen sein...
...wenn er sich nicht von seiner Mutter Beimer fesseln lässt?
Außerdem, lasst doch mal den armen Therapeuten in Ruhe. Wär doch gar nicht spannend gewesen eine Auflösung zu lesen, die nichts mit Sex zu tun hat, also nicht unseren kleinen Voyeur befriedigt hätte ;-)
... schon mal was von "Liebe" gehört oder gar gelesen? Zumal die beiden sich wohl nicht ohne Grund eine gemeinsame Wohnung gesucht haben werden, da wird wohl kein Zwang im Spiel gewesen sein...
Da gibt es nur eine Lösung - getrennte Schlafmöglichkeiten! ;-)
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