"Die" Schweizer essen sicherlich ebenso wenig Hunde wie "die" Deutschen. Aber die Schweiz gehört zu den wenigen Ländern auf der Welt, in denen der Verzehr von Hunden (und Katzen) nicht ausdrücklich verboten ist. Lediglich den Handel mit dem Fleisch untersagt das Gesetz.

Immer wieder tauchen in den Schweizer Medien Geschichten von Hundefleischliebhabern auf, vor allem aus entlegeneren Gegenden wie dem Kanton Appenzell. Die Boulevardzeitung Blick gruselt ihre Leser alle Jahre wieder mit Geschichten von Bauern, die ihre Hunde zu Gulasch verarbeiten und dabei genüsslich die Rezepte ausbreiten. Doch all das sind Einzelfälle, es handelt sich nicht um ein Schweizer Massenphänomen.

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Abgesehen davon: Die Abneigung gegen Hunde- und Katzenfleisch hat rein kulturelle Gründe, in manchen Gegenden von China und Korea ist der Verzehr der Vierbeiner durchaus üblich. Für die meisten Europäer sind die Tiere Familienmitglieder, und entsprechend grausig finden sie diese kulinarische Praxis. Ähnlich denken übrigens viele Amerikaner über den Verzehr von Pferdefleisch bei uns.

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