Widerstand gegen schwarz-gelbe Atompolitik Krawall war gestern
Atomprotest einmal anders – das neue Bündnis reicht von der Ökobranche bis ins Bundeskartellamt.
Sie waren perfekt vorbereitet: die Argumente formuliert, Aktionsideen in der Tasche, das Basislager schon ausgeguckt. Zwei Tage nach der Bundestagswahl rückten die ersten Atomkritiker in der Hauptstadt an. Sie wollten die schwarz-gelben Koalitionäre »spüren lassen, dass sie beobachtet werden«, sagt Matthias Weyland.
Wie groß der Druck ist, den sie entwickeln können, das wissen sie noch nicht in der »Ständigen Vertretung« der neuen Bewegung gegen die Laufzeitverlängerung, in die der Heidelberger Umweltschützer Weyland gezogen ist. Von dem ehemaligen Schulhaus im Norden Berlins aus organisiert eine Wohngemeinschaft aus häufig wechselnden Mitgliedern seit drei Wochen die »Belagerung« der Koalitionäre. Zeugt es von neuer Kraft, wenn aus ganz Deutschland Fragmente für das »längste Anti-Atom-Banner der Welt« angeliefert werden? Auch ein paar museumsreife Protestplakate waren darunter, mit Begleitschreiben, die etwa lauteten: »Sorry für die Stockflecken, aber das Transparent liegt schon seit 30 Jahren auf unserem Dachboden …«
Andererseits weiß auch die Gegenseite noch nicht, worauf sie sich einzustellen hat. Jürgen Großmann, Chef des Energieversorgers RWE, wandte sich sorgenvoll an die widerstandserprobten Granden der Grünen. »Lebhafte Diskussionen gehören zur Demokratie«, ließ er Renate Künast und Jürgen Trittin wissen, »deshalb freue ich mich, Sie bald wiederzusehen.« Bei einem »High-Level-Gespräch« wolle er erörtern, »wie wir bürgerkriegsähnliche Zustände bei der Kernenergie in Zukunft vermeiden können«. Offenbar rufen die neuen, alten »Atomkraft? – Nein danke«-Buttons Erinnerungen an kreisende Hubschrauber und Schwarze Blocks wach, an Steinewerfer und Wasserwerfer. Wird der Ausstieg aus dem Ausstieg, den die gerade entstehende Bundesregierung plant, solche Konfrontationen tatsächlich erneut provozieren? Geht es wieder los?
Gewiss ist bisher nur eines: Ein Vierteljahrhundert nach den Auseinandersetzungen von Brokdorf und Wackersdorf formieren sich die beiden Lager neu. Und das schon, ehe sie überhaupt wissen, was genau auf sie zukommen wird. Bisher nämlich haben die belagerten Unterhändler von Union und FDP in Sachen Ausstieg aus dem Atomausstieg nur für einen GAU der harmloseren Art gesorgt: für die Größte Anzunehmende Unklarheit.
Abgemacht haben die Koalitionäre: Die neue Regierung will die Laufzeitbeschränkungen der heute noch 17 nuklearen Stromfabriken kippen, die im Jahr 2000 zwischen Rot-Grün und den Betreibern der Atomkraftwerke vereinbart worden waren. Und wie genau? Irgendwann, irgendwie. Das Kleingedruckte soll später ausgehandelt werden: »möglichst schnell«. Aber doch langsam genug, um sich in ein neues Energiekonzept einzufügen. Vor allem aber, um den 9. Mai 2010, den Termin der nordrhein-westfälischen Landtagswahl zu überstehen, ohne sich festgelegt zu haben. Obendrein gilt: Je weniger Absichten die künftige Regierung heute schon zu erkennen gibt, desto stärker geht sie in die gewiss schwierigen Verhandlungen mit den Konzernen.
Die Gegner der Atomkraft hatten klarere Verhältnisse befürchtet – die Atomwirtschaft hatte sie sich erhofft. Jetzt sprechen sich zwei Erkenntnisse in den Vorstandsetagen von RWE und Co. herum: keine Entscheidung vor der NRW-Wahl. Und: Es gibt wohl nichts »für lau«, wie ein Manager formuliert.
Tatsächlich wollen Union und FDP nur sichere Kernkraftwerke länger am Netz lassen – schon das ein Zugeständnis der atomfreundlichen Wahlsieger, das den Energiekonzernen nicht gefallen kann. Andererseits, kaum ein deutsches Kernkraftwerk würde dem Aufprall eines gezielt zum Absturz gebrachten Verkehrsflugzeuges standhalten. Theoretisch könnte die fehlende Abschirmung gegen Flugzeugabstürze also zum K.-o.-Argument für längere Laufzeiten werden.
- Datum 24.10.2009 - 10:03 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 22.10.2009 Nr. 44
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...die Kosten übernehmen, die die Abschltung jeden Einzelnen Bürger kosten werden an höheren Strompreisen, so könnte man die Abschaltung in Betracht ziehen. So aber ist das nicht und es gilt: Die Atomgegner wollen höhere Strompreise erwirken.
Wenn die Nutzer von Atomenergie die Kosten übernehmen würden die die Stromproduktion entstehen lässt könnte man darüber nachdenken Atomenergie weiter zu nutzen. So aber ist das nicht und es gilt: Atombeführworter wollen geringere Stromkosten weil ihenen egal ist wer am Ende wirklich die Rechnung zahlt hauptsache der eigene, ungezügelte Konsum kann weitergehen.
Wenn die Nutzer von Atomenergie die Kosten übernehmen würden die die Stromproduktion entstehen lässt könnte man darüber nachdenken Atomenergie weiter zu nutzen. So aber ist das nicht und es gilt: Atombeführworter wollen geringere Stromkosten weil ihenen egal ist wer am Ende wirklich die Rechnung zahlt hauptsache der eigene, ungezügelte Konsum kann weitergehen.
Wenn die Nutzer von Atomenergie die Kosten übernehmen würden die die Stromproduktion entstehen lässt könnte man darüber nachdenken Atomenergie weiter zu nutzen. So aber ist das nicht und es gilt: Atombeführworter wollen geringere Stromkosten weil ihenen egal ist wer am Ende wirklich die Rechnung zahlt hauptsache der eigene, ungezügelte Konsum kann weitergehen.
für die von ihnen verursachten Kosten und potenziellen Kosten gerade stehen müssten: Komplette Absicherung gegen einen Gau, Rücklagen für die Sicherung des Mülls für die nächsten 10.000 Jahre, die Kosten für den Transport des Atommülls (inklusive Polizeieinsatz ein vergleichsweise kleiner Posten) sowie Rücklagen für den kompletten Rückbau...
...dann gebe es schon heute keine Atomenergie mehr, weil sich das nicht rentieren würde.
Stattdessen wird der Gesellschaft, die mehrheitlich gegen Atomenergie und den folgenden (ca.) 333 Generationen Kosten aufgebürdet, um die Profite von 4 Konzernen zu erhöhen, die dafür nicht die Strompreise senken sondern international auf Einkaufstour gehen.
Und Sie regen sich wegen ein paar Cent bei der Stromrechnung auf.
Die Atomenergie verursacht Ewigkeitskosten. Dieser Begriff stammt ursprünglich vom Steinkohlebergbau. Es sind Folgekosten, die nach Beendigung des Bergbaus noch für sehr lange Zeit anfallen und dann durch keinerlei Einnahmen gedeckt sind.
Im Vergleich zur Atomkraft sind die Ewigkeitskosten im Bergbau allerdings sehr kurzlebig. Die Atomkraft wird möglicherweise noch in vielen Zehntausend Jahren Probleme und Kosten verursachen.
Das Problem von Ewigkeitskosten ist, dass normalerweise niemand dafür geradestehen will, wenn die Einnahmen versiegt sind. Für jede privatwirtschaftlich operierende Firma sind solche Kosten ein Klotz am Bein, der einen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen darstellt. Deshalb ist jetzt schon klar, dass man gerne den Wettbewerbsvorteil nutzt, den man jetzt hat weil man Steuerbegünstigt (also auf unsere Kosten) Rücklagen bilden darf. Wenn die aber dann gebraucht werden oder gar nicht reichen wird man ebenso (also wieder auf unsere Kosten) aussteigen und die Kosten auf die Allgemeinheit auslagern.
Fazit: Atomstrom ist billig weil die Kosten auf den Steuerzahler ausgelagert wurden und werden.
oben.. http://images.zeit.de/pol... zeigt, meiner Meinung nach, wohin der schwarz/gelbe Zug fahren wird und soll. In die Verlängerung ob mit oder ohne Lösung des Restmüll Problems. Atomkraftgegner sollen sich vorsehen denn die Polizei steht bereit (Meta- Information des Bildes). Darüber hinaus geht es auch nicht darum wer Kosten tragen soll, das ist ohnehin klar, der Steuerzahler und folgenden Generationen der Steuerzahler. Es geht um die "Unverantwortbarkeit" hoch giftige Stoffe in Umwelt- Kreisläufe einzubringen die rund 200.000 Jahre wirksam bleiben werden.
und wer in einem demokratischen Land seiner Meinung nicht anders als durch Gewalt Gehör verschaffen kann, schon zweimal. Ich hoffe die Einsicht, dass die Ankündigung bürgerkriegsähnlicher Zustände auf die Ankündiger zurückfällt trifft nicht nur auf einige wenige zu - ich befürchte jedoch schon.
Zur Demokratie gehört nämlich auch zu akzeptieren, wenn für das Gegenteil der eigenen Meinung eine Mehrheit herrscht - egal für wie blöd man deren Meinung hält.
"Zur Demokratie gehört nämlich auch zu akzeptieren, wenn für das Gegenteil der eigenen Meinung eine Mehrheit herrscht"
Die Mehrheit der Bürger hält in einer aktuellen Umfrage am beschlossenen Ausstieg fest. Übrigens hat die Frage um Kernenergie noch nie Wahlen entschieden. Und Sie sollten sich von der irrigen Plattitüde trennen, daß in Parteientscheidungen sich immer der Wählerwille wiederspiegele.
"Wer schreit hat unrecht".
Was vielleicht in ihrer schlichten Weltsicht so sein mag, aber objektiv Unfug ist. Lautstärke ist kein Maß für Wahrheit oder Richtigkeit. Manchmal muß man eben auch laut sein, damit man überhaupt gehört wird.
"Zur Demokratie gehört nämlich auch zu akzeptieren, wenn für das Gegenteil der eigenen Meinung eine Mehrheit herrscht"
Die Mehrheit der Bürger hält in einer aktuellen Umfrage am beschlossenen Ausstieg fest. Übrigens hat die Frage um Kernenergie noch nie Wahlen entschieden. Und Sie sollten sich von der irrigen Plattitüde trennen, daß in Parteientscheidungen sich immer der Wählerwille wiederspiegele.
"Wer schreit hat unrecht".
Was vielleicht in ihrer schlichten Weltsicht so sein mag, aber objektiv Unfug ist. Lautstärke ist kein Maß für Wahrheit oder Richtigkeit. Manchmal muß man eben auch laut sein, damit man überhaupt gehört wird.
"Zur Demokratie gehört nämlich auch zu akzeptieren, wenn für das Gegenteil der eigenen Meinung eine Mehrheit herrscht"
Die Mehrheit der Bürger hält in einer aktuellen Umfrage am beschlossenen Ausstieg fest. Übrigens hat die Frage um Kernenergie noch nie Wahlen entschieden. Und Sie sollten sich von der irrigen Plattitüde trennen, daß in Parteientscheidungen sich immer der Wählerwille wiederspiegele.
"Wer schreit hat unrecht".
Was vielleicht in ihrer schlichten Weltsicht so sein mag, aber objektiv Unfug ist. Lautstärke ist kein Maß für Wahrheit oder Richtigkeit. Manchmal muß man eben auch laut sein, damit man überhaupt gehört wird.
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