ZEITmagazin Autotest Der Retter unseres Sommers

Jan-Martin Wiarda, Redakteur im Ressort Chancen, fährt den Lexus IS 250C

Mit Vollgas zum Flughafen. Der Lexus IS 250 C kann Urlaubsreisen retten

Mit Vollgas zum Flughafen. Der Lexus IS 250 C kann Urlaubsreisen retten

Normalerweise ist ein Autotest eine eher vergnügliche Sache. Ein bisschen herumfahren, an ein paar Schaltern ruckeln, meinungsstarke Kommentare notieren. Beim neuen Lexus-Cabrio war das anders. Es hat uns den Urlaub gerettet.

Meine Frau und ich hatten Tickets nach Korsika gekauft, für einen Flug ab Köln/Bonn, denn an dem Tag, an dem wir aufbrechen konnten, gab es von unserer Heimatstadt Berlin aus keine Verbindung. Aus Kostengründen planten wir früh, schon einige Monate vor dem Start. Leider vergaßen wir dann, auch den nötigen Zubringerflug zu buchen. Das fiel uns erst ein paar Stunden vor dem Abflug auf. Da saßen wir nun, in Berlin.

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Zum Glück stand da noch der silbergraue Lexus vor der Tür. Ich hatte ihm gegenüber schon ein schlechtes Gewissen entwickelt, weil ich ihn noch kaum bewegt hatte. Ihr Einsatz, Lexus, auf zum nächtlichen Autotest!

Um es kurz zu machen: Was der Lexus zwischen neun Uhr abends und ein Uhr morgens auf die A2 brachte, war beeindruckend. Kraftvoll, ruhig und doch zugleich spritzig. Wir schafften es gerade rechtzeitig zum Einchecken.

Die Sitze aus schwarzem Leder waren so bequem, dass stundenlanges Fahren ohne Pause nicht gleich ans Gesäß ging. Sogar eine Seltenheit bei einem Cabrio wurde geboten: Wir haben unser ganzes Gepäck untergekriegt. Nur eine Spielerei erwies sich als ärgerlich: Der Abstandhalter im Tempomat veranlasste den Wagen mehrfach zu unsanften eigenständigen Bremsmanövern, schon wenn sich irgendwo da vorn in weiter Ferne ein Wagen in den Weg geschoben hatte. Eine reichlich übertriebene Form der Prävention. Da half nur eins: abstellen.

Als wir gegen ein Uhr morgens bei der deutschen Lexus-Zentrale in einem ausgestorbenen Kölner Industriegebiet vorfuhren, hatten wir nur eine Funktion unseres Cabrios nicht genutzt: das offene Verdeck. Zum Glück aber war das so ziemlich die einzige Fertigkeit des Flitzers gewesen, die ich schon in den Tagen zuvor fasziniert und erschöpfend ausprobiert hatte. Dach auf, Dach zu. Ja, es geht. Und hat einen gewichtigen Vorteil: Dach auf, und der Lexus sieht gleich viel schicker aus. Weniger bieder.

Auf Korsika, Insel der Serpentinen und der Sonne, wäre der Lexus ein guter Begleiter gewesen. Aber leider kann man Autos im Flugzeug ja noch nicht mal als Sperrgepäck mitnehmen.

Technische Daten
Motorbauart: 6-Zylinder-Benzinmotor
Leistung: 153 kW (208 PS)
Beschleunigung (0–100 km/h): 9 s
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
CO2-Emission: 219 g/km
Durchschnittsverbrauch: 9,3 Liter
Basispreis: 49.650 Euro

 
Leser-Kommentare
  1. Einen homo non sapiens, der nicht bedenkt, dass er nicht in Berlin in den Flieger einsteigen kann, wenn er ab Köln/Bonn gebucht hat, sollte man nicht ans Steuer eines Fahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr lassen.

  2. jetzt mal interessieren, ob die story frei erfunden ist, um in dem artikel eine spannende jetsetatmosphäre für die avisierte klientel
    zu creieren, nachts kraftvoll zum airport hetzen, das blechdach hält, die frisur ist intakt. schatz, den brauchen wir auch....

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