"Bei seinem Krämer weiß der Kunde: Sein Erspartes ist sicher"
Schon heute bieten sie neben Blumenkohl und Shampoo auch Hausratsversicherungen und Kreditkarten an. Seit Kurzem gibt es bei Sainsbury’s auch ein Girokonto mit einem Zinssatz, der immer zwei Prozent über den Leitzinsen liegt. »Wer mit seinem Krämer Geldgeschäfte macht, der weiß: Sein Erspartes ist sicher«, sagt Hilton. »Supermärkte haben mit den exotischen Finanzprodukten, die das Bankensystem an den Rand des Ruins gebracht haben, nichts zu tun.«
Neil Chandler, Chef von Sainsbury’s Finance, ist zuversichtlich, sein Ziel zu erreichen, dass »binnen fünf Jahren die Hälfte unserer Kunden ihre Einkäufe mit der hauseigenen Kreditkarte bezahlen wird«. Derweil will Tesco, der unangefochtene Marktführer, mit Girokonten, Kreditkarten und bald auch mit Hypotheken- und Baufinanzierung innerhalb von zehn Jahren einen Jahresgewinn von einer Milliarde Pfund erzielen.
Vor 100 Jahren waren die Briten wegweisend bei der Konsolidierung des Bankgeschäftes. Ganz im Dienste des Aktionärs. Nun steht die Gesellschaft im Mittelpunkt. Das Land der finanziellen Innovationen besinnt sich auf altmodische Institutionen.
- Datum 27.10.2009 - 10:44 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 22.10.2009 Nr. 44
- Kommentare 1
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





"Aus deutscher Sicht scheint die Idee einer Gemeindebank nicht weiter bemerkenswert."
Wie man's nimmt, meiner Erfahrung nach unterscheiden sich die deutschen Sparkassen und Landesbanken aber leider nicht mehr wirklich von den Großbanken. Und dass unsere LBs durch besondere Sorgfalt und Kundenbindung aufgefallen sind wäre mir auch neu...
Trotzdem, vielleicht hilft das britische Modell ja auch den deutschen Banken ihre Wurzeln wiederzuentdecken...
Zu wünschen wär's...
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren