Skandalbank Kopper holt Verstärkung von der Deutschen Bank

Auf einer außerordentlichen Sitzung hat der Aufsichtsrat der HSH Nordbank unter Hilmar Kopper am Dienstag das gefährlich ausgedünnte Vorstandsgremium gestärkt. Risikovorstand wird Constantin von Oesterreich, der seit 1973 für die einst von Kopper geführte Deutsche Bank gearbeitet und in dieser Zeit kein einziges Mal das Interesse von Journalisten geweckt hat – ein Pluspunkt, wenn man wie die HSH Nordbank im Fokus der Medien steht.

Vorstand und Chef der geplanten »Restructuring Unit« wird Martin van Gemmeren. Seine Ernennung lässt aufhorchen – 2005 war der Manager, damals für McKinsey, maßgeblich beteiligt an der Gründung der Luxemburger Tochter HSH Nordbank Securities und der Übertragung des weit verstreuten Kreditersatzgeschäfts auf dieses Institut – das Geschäft, das die Bank in die Krise stürzte und nun just mithilfe der »Restructuring Unit« abgewickelt werden soll.

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Mit van Gemmeren könne der Bank »wieder ein Risiko vor die Füße fallen«, fürchtet ein Beobachter. In Reaktion auf die Kritik an Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher teilte der Aufsichtsrat der Bank mit, dass die Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer »keinerlei Pflichtverstöße des Vorstandsvorsitzenden festgestellt« und das Kontrollgremium Nonnenmacher »das volle Vertrauen ausgesprochen« habe. Das soll beruhigen – erinnert aber an den klassischen Satz »Der Verein steht hinter dem Trainer«.

 
Leser-Kommentare
  1. ...außer meine Kosterechnung (Rechtsanwalts-Vergütung) ?

    Diese BLINDheit der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer hat der HSH Nordbank bestimmt etliches gekostet.

    Aber was soll´s, zahlt ja der Steuerzahler (Bürger) !

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