Microsoft Windows Ein guter Jahrgang
Auf die Vista-Pleite hat Microsoft schnell reagiert und stellt die nächste Version seines Betriebssystems vor: Windows 7 kommt diese Woche in die Läden.
© Matt Stroshane/Getty Images

Verkaufsstart von Windows 7
Betriebssysteme sind wie teure Weine: unberechenbar. Meist brauchen sie einige Jahre, um zu reifen und ihre wahren Qualitäten zu entwickeln. Mitunter sind sie einfach ungenießbar. Zuweilen aber versprühen sie vom Fleck weg einen gewissen Charme – frisch, ausgewogen, leicht zu konsumieren. Windows 7, das neue Betriebssystem aus dem Hause Microsoft, hat das Zeug, genau diese Qualitäten zu entfalten.
Nur zweieinhalb Jahre nach der missglückten Premiere von Windows Vista bringt Microsoft am 22. Oktober bereits den Nachfolger in die Läden. Windows 7 soll die Schmach von Vista vergessen machen, das von der Kritik verhöhnt und vom Käufer verschmäht wurde. Gleichzeitig soll es die Lücke zum ewigen Konkurrenten Apple schließen. Der hatte vor neun Jahren sein damals reichlich antiquiertes Betriebssystem durch eine komplette Neuentwicklung ersetzt und so viele neue Käufer gefunden.
Vor einem ähnlich radikalen Schritt schreckt Microsoft nach wie vor zurück, schließlich müssten dann auch alle Anwendungen neu programmiert werden – bei einer Software, die weltweit auf mehr als 90 Prozent der Rechner läuft, wäre das ein unkalkulierbares Risiko. Stattdessen schleppt Windows in den Tiefen des Systems noch immer Überreste aus den frühen neunziger Jahren mit sich herum. Auf die gilt es Rücksicht zu nehmen. Neuer Wein in alten Schläuchen sozusagen.
Eine solche Operation ist nicht einfach – Vista ist daran gescheitert. Beim Versuch, dem guten alten Windows XP, das noch aus dem Jahr 2001 stammt, ein flippiges Aussehen und viele neue Funktionen zu spendieren, hatten sich die Entwickler übernommen. Heraus kam ein träges und fehleranfälliges System, das vor allem älteren Rechnern schwer im Magen lag. Windows 7 will diese Scharte auswetzen. Die Microsoft-Programmierer haben sich darangemacht, das Betriebssystem wieder flüssiger laufen zu lassen und gleichzeitig die Benutzerführung behutsam zu verbessern.
Das beginnt bereits bei der Installation: Nach zwanzig ereignislosen Minuten und zweimaligem Neustart erscheint erstmals die bonbonfarbene Anmeldeseite von Windows 7. Drei Minuten später hat das System alle wichtigen Geräte in Eigenregie installiert; neue Versionen der Treiber werden automatisch über die Update-Funktion von Windows angeboten. Im Test muss lediglich der etwas in die Jahre gekommene Scanner noch von Hand eingerichtet werden. So viel Komfort war man bislang von Windows nicht gewohnt.
Bei der täglichen Arbeit macht das System – verglichen mit Vista – einen ausgesprochen spritzigen Eindruck. Es braucht weniger Arbeitsspeicher, verwaltet die Programme intelligenter und läuft so auch auf schwächeren Rechnern. Bei Notebooks sollen sogar die Akkus länger durchhalten.
Optisch fällt vor allem die neue Leiste am unteren Bildschirmrand auf. Wo früher die Namen aller laufenden Programme standen, tauchen jetzt – deutlich größer – deren Logos auf, ergänzt durch die Symbole häufig genutzter Anwendungen. Sind mehrere Fenster eines Programms geöffnet, werden deren Icons standardmäßig zusammengefasst. Bei Fehlern leuchtet das Bildchen rot auf, beim Kopieren von Dateien zeigt es den Fortschritt mit einem grünen Balken an. Die Leiste kann noch mehr: Ein Klick auf das Logo der Textverarbeitung bringt zum Beispiel die Namen der zuletzt bearbeiteten Dokumente zum Vorschein, die so direkt geöffnet werden können. All das spart Klicks und kommt dem Vorbild von Apple, dort »Dock« genannt, schon sehr nahe.
- Datum 22.10.2009 - 19:49 Uhr
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- Serie Technik im Trend
- Quelle DIE ZEIT, 22.10.2009 Nr. 44
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...schon geht die Rechnung auf.
Liebe Mac-User,
bitte nicht vergessen, dass MAC OS auf Unix basiert und damit quasi ein teures Linux ist...
Liebe Mac-User,
bitte nicht vergessen, dass MAC OS auf Unix basiert und damit quasi ein teures Linux ist...
Liebe Mac-User,
bitte nicht vergessen, dass MAC OS auf Unix basiert und damit quasi ein teures Linux ist...
Z.B. mit Display-PDF oder wenigstens IRGENDEIN Window-System, das nicht roh in die Grafikhardware kritzelt, sondern die gezeichneten Objekte in einer Meta-Ebene puffert und von dort aus auf beliebige Hardware abbildet (Framebuffer, File, Fax, Printer etc.) Das konnte sogar schon GEOS für den Commodore64, und Linux und sämtliche anderen X-basierenden Windowsysteme können es bis heute nicht.
Das X Window System ist nun mal ein 7-bit-Terminal-Multiplexer mit Grafikerweiterung. Probieren Sie in Ihrem tollen Linux doch mal, formatierten Text (also mit Markup: Farben, Formen, Stile, Größen, 32-bit-Zeichensätze etc.) per Copy-and-Paste zwischen beliebigen Applikationen auszutauschen.
Oder sparen Sie sich die Zeit: es geht nicht und Punkt. Aus solchen und ähnlichen Gründen ist Linux eben NICHT das billigere Mac OSX. Nur die UNIX-Tools (die sind gleich) und der Kernel (der ist bei OS X zwar wesentlich moderner (insbesondere im IPC-Bereich), bei Linux aber bis auf die Skalierbarkeit bei Multi-Coress auch ganz OK) sind halbwegs vergleichbar. Alles, was User-Interaktion betrifft, bringt mich auf Linux in minutenschnelle auf die Palme, weil sie meist ähnlich dämlich gemacht ist wie bei Windows.
Windows 7 ist nicht die Antwort, Windows 7 ist die Frage. Die Antwort ist NEIN!
Z.B. mit Display-PDF oder wenigstens IRGENDEIN Window-System, das nicht roh in die Grafikhardware kritzelt, sondern die gezeichneten Objekte in einer Meta-Ebene puffert und von dort aus auf beliebige Hardware abbildet (Framebuffer, File, Fax, Printer etc.) Das konnte sogar schon GEOS für den Commodore64, und Linux und sämtliche anderen X-basierenden Windowsysteme können es bis heute nicht.
Das X Window System ist nun mal ein 7-bit-Terminal-Multiplexer mit Grafikerweiterung. Probieren Sie in Ihrem tollen Linux doch mal, formatierten Text (also mit Markup: Farben, Formen, Stile, Größen, 32-bit-Zeichensätze etc.) per Copy-and-Paste zwischen beliebigen Applikationen auszutauschen.
Oder sparen Sie sich die Zeit: es geht nicht und Punkt. Aus solchen und ähnlichen Gründen ist Linux eben NICHT das billigere Mac OSX. Nur die UNIX-Tools (die sind gleich) und der Kernel (der ist bei OS X zwar wesentlich moderner (insbesondere im IPC-Bereich), bei Linux aber bis auf die Skalierbarkeit bei Multi-Coress auch ganz OK) sind halbwegs vergleichbar. Alles, was User-Interaktion betrifft, bringt mich auf Linux in minutenschnelle auf die Palme, weil sie meist ähnlich dämlich gemacht ist wie bei Windows.
Windows 7 ist nicht die Antwort, Windows 7 ist die Frage. Die Antwort ist NEIN!
Was ist denn neu seit XP? Ein bisschen grafischer Zucker, ein bisschen weniger große Sicherheitslücken, ein bisschen weniger miserable User-Interaktion. Und das hat nun neun Jahre gedauert!!! Dass der File-System Defragmentierer jetzt endlich im Hintergrund weniger Zeit verbraucht ist kein tolles Feature, sondern ein Armutszeugnis. Jedes einigermaßen gescheite Filesystem kommt heute fast vollständig ohne Fragmentierung aus. NTFS war aber schon veraltet, bevor es rauskam und ist seitdem kaum weiterentwickelt worden (genau wie der Rest von Windows).
Aus dem Mac gab es in den letzten vier(!) Jahren dafür solche Neuerungen wie:
- Automatisches Backup mit unglaublich guter Restore-Benutzerschnittstelle (muss man wirklich gesehen haben um es zu glauben)
- Spotlight-Suche mit irrwitziger Geschwindigkeit
- Vollständig vektorisiertes, daher auflösungsunabhängiges GUI
- Benutzung der GPU als zusätzliche General-Purpose-CPU
- Grand Central Dispatch - vereinfachtes und gleichzeitig performanceoptimiertes Multithreading
- Exchange-Support eingebaut (kostenlos)
- Eine Perfekt funktionierende Sync-Engine, auch für mobile Homedirectories
- ein überarbeitetes Prozessmodell, das Bootvorgang, cron-Funktionalität und User-Agenten vereinheitlicht und wesentlich besser funktioniert als das von Solaris 10
- und hunderte von anderen Sachen, die den Platz hier sprengen würden
Windows 7 ist nicht die Antwort, Windows 7 ist die Frage. Die Antwort ist NEIN!
Ich wollte lediglich sagen, dass die Frage wer hat mal wieder bei wem was abgeschaut genauso Apple betrifft, wie alle anderen auch. Sei es beim Betriebssystem Mac OS, das ein Unix im Schafsmantel ist, oder das viel gelobte Apple-Design, dass sich ab und an als ein BRAUN Desgin-Relaunch entpuppt.
Ist das schlimm? Nein. Gute Ideen sollten von einem breiten Publikum aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Darum profitieren letztlich alle von einem Wettstreit der besseren Ideen und Konzepte.
Ich wollte lediglich sagen, dass die Frage wer hat mal wieder bei wem was abgeschaut genauso Apple betrifft, wie alle anderen auch. Sei es beim Betriebssystem Mac OS, das ein Unix im Schafsmantel ist, oder das viel gelobte Apple-Design, dass sich ab und an als ein BRAUN Desgin-Relaunch entpuppt.
Ist das schlimm? Nein. Gute Ideen sollten von einem breiten Publikum aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Darum profitieren letztlich alle von einem Wettstreit der besseren Ideen und Konzepte.
MS ist um die Jahrtausendwende endlich in die unausweichliche Klemme geraten, dass ihr bis in alle Ewigkeit angeblich rückwärtskompatibles System sich schlicht nicht mehr weiterentwickeln lässt. Seitdem wird nur noch an Äußerlichkeiten herumgedoktort, während Innovationen bei Betriebssystemen in diesem Jahrtausend nur noch von Apple zu kommen scheinen.
Warum jetzt wieder die Presse schreit, Windows würde jetzt endlich stabil, sicher, schnell und schön sein, obwohl genau dasselbe vorher auch schon von W95, W98, WME, WNT, W2000, WXP und Vista behauptet wurde, ist mir schleierhaft. Windows 7 wird genauso instabil, virenverseucht, trojanerbepickelt, unzuverlässig und eklig zu bedienen bleiben wie alle Versionen vorher auch. Und es wird genauso wie alle Versionen vorher im Laufe der Zeit "verrotten", langsamer und unzuverlässiger werden, die DLL-Hell wird Probleme machen und die Registry ebenso.
Windows 7 ist nicht die Antwort, Windows 7 ist die Frage. Die Antwort ist NEIN!
Z.B. mit Display-PDF oder wenigstens IRGENDEIN Window-System, das nicht roh in die Grafikhardware kritzelt, sondern die gezeichneten Objekte in einer Meta-Ebene puffert und von dort aus auf beliebige Hardware abbildet (Framebuffer, File, Fax, Printer etc.) Das konnte sogar schon GEOS für den Commodore64, und Linux und sämtliche anderen X-basierenden Windowsysteme können es bis heute nicht.
Das X Window System ist nun mal ein 7-bit-Terminal-Multiplexer mit Grafikerweiterung. Probieren Sie in Ihrem tollen Linux doch mal, formatierten Text (also mit Markup: Farben, Formen, Stile, Größen, 32-bit-Zeichensätze etc.) per Copy-and-Paste zwischen beliebigen Applikationen auszutauschen.
Oder sparen Sie sich die Zeit: es geht nicht und Punkt. Aus solchen und ähnlichen Gründen ist Linux eben NICHT das billigere Mac OSX. Nur die UNIX-Tools (die sind gleich) und der Kernel (der ist bei OS X zwar wesentlich moderner (insbesondere im IPC-Bereich), bei Linux aber bis auf die Skalierbarkeit bei Multi-Coress auch ganz OK) sind halbwegs vergleichbar. Alles, was User-Interaktion betrifft, bringt mich auf Linux in minutenschnelle auf die Palme, weil sie meist ähnlich dämlich gemacht ist wie bei Windows.
Windows 7 ist nicht die Antwort, Windows 7 ist die Frage. Die Antwort ist NEIN!
...sollte man diesen Wein nicht als guten Jahrgang anpreisen ohne die Weinsorten der anderen Winzer zu kosten
Übrigens läuft gerade auch der Countdown für Ubuntu 9.10. In einer Woche ist es raus und man kann jedem der dazu mental in der Lage ist nur wärmstens empfehlen anstelle von Windows lieber ein komplett kostenloses Linuxsystem zu installieren. Benutzerfreundlicher GEHT ES NICHT. Auch Mac User sollten sich das mal überlegen.
Windows ist ein monolitischer Block aus mehreren Milliarden Zeilen Code, die nicht aus den frühen 90ern, sondern teilweise aus den fühen 80ern stammen, als gerade der C64 der letzte Schrei war. Anpassung ist da zwecklos, jede Änderung hat unvorhersehbare Folgen. Die Neuerungen sind lediglich optischer Natur. Überlegen Sie sich das bitte bevor Sie hunderte Euro nach Seattle überweisen und anschliessend auch noch die darauf aufbauenden Lizenzen kostenpflichtig aktualisieren lassen. Geben Sie das Geld besser einem privaten Softwareunternehmen, das Sie auf dem laufenden hält, dann schaffen Sie ausserdem hochwertige Arbeitsplätze vor Ort.
Übrigens kann man sich Ubuntu von der Seite www.ubuntu.com gratis downloaden. Alle gängige Software, von Office bis zum CAD-System, gibt es gratis dazu, Sie können natürlich spenden wenn Ihnen das nicht geheuer ist.
Kann man nur zustimmen ;) ich nutze seid 2 Jahren Ubuntu und buin heute wie am ersten Tag begeistert.
Wie gesagt in wenigen Tagen kommt das neue Ubuntu "Karmic Koala" ich kann es nur empfehlen.
Kann man nur zustimmen ;) ich nutze seid 2 Jahren Ubuntu und buin heute wie am ersten Tag begeistert.
Wie gesagt in wenigen Tagen kommt das neue Ubuntu "Karmic Koala" ich kann es nur empfehlen.
Heute hab ich mal wieder meinen USB-Stick an einem Unirechner mit Windows verwendet. Ausbeute: Vier unterschiedliche Viren und das auf einem Rechner, der von einem Spezialisten unterhalten wird und vor Antivirenprogrammen überquillt. Diese Probleme werden auch unter dem neuen Windows bestehen bleiben, sie sind leider systembedingt.
Auch wenn der Wein gut wäre, er wird in versifften Gläsern ausgeschenkt.
bis Mac oder Linux-Systeme genau so verbreitet sind wie Windows-Systeme. Dann werden sich dessen User genau so vor Viren in acht nehmen müssen. Das es bis jetzt kaum Viren auf den Systemen gibt liegt zum großen Teil einfach daran, dass sie als potenzieles Opfer uninteressant sind.
Ich kann dieses "beim Mac ist alles besser" einfach nicht mehr hören. Das OS mag besser sein, aber wenn man einen Mac-User fragt, warum ich bei einem Mac für die gleiche Hardware das doppelte zahlen soll, warum die Konkurenz des iPods oftmals besser klingt bei geringerem Preis (wie mein Cowon D2 gegenüber dem iPod Nano, welcher nicht nur besser klingt, sondern auch mit SDHC-Karten aufgestockt werden kann), dann kommen nur Ausreden. Oder warum kann ich bei meinem iMac nicht selber die Festplatte wechseln (zumindest nicht so einfach wie bei einem Windows-Rechner)? Warum muss ich das dann für viel Geld im Service machen lassen? Warum kann ich bei einem Mac-Book nicht selber den Akku wechseln? Auch wenn der Akku lange hält kann ich ihn trotzdem nicht einfach wechseln und weiter arbeiten. Mac-User konnten anscheinend noch nie gut mit berechtiger Kritik umgehen.
bis Mac oder Linux-Systeme genau so verbreitet sind wie Windows-Systeme. Dann werden sich dessen User genau so vor Viren in acht nehmen müssen. Das es bis jetzt kaum Viren auf den Systemen gibt liegt zum großen Teil einfach daran, dass sie als potenzieles Opfer uninteressant sind.
Ich kann dieses "beim Mac ist alles besser" einfach nicht mehr hören. Das OS mag besser sein, aber wenn man einen Mac-User fragt, warum ich bei einem Mac für die gleiche Hardware das doppelte zahlen soll, warum die Konkurenz des iPods oftmals besser klingt bei geringerem Preis (wie mein Cowon D2 gegenüber dem iPod Nano, welcher nicht nur besser klingt, sondern auch mit SDHC-Karten aufgestockt werden kann), dann kommen nur Ausreden. Oder warum kann ich bei meinem iMac nicht selber die Festplatte wechseln (zumindest nicht so einfach wie bei einem Windows-Rechner)? Warum muss ich das dann für viel Geld im Service machen lassen? Warum kann ich bei einem Mac-Book nicht selber den Akku wechseln? Auch wenn der Akku lange hält kann ich ihn trotzdem nicht einfach wechseln und weiter arbeiten. Mac-User konnten anscheinend noch nie gut mit berechtiger Kritik umgehen.
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