Deutschland-USA Jenseits der RitualeSeite 2/2
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- Datum 30.10.2009 - 00:30 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 29.10.2009 Nr. 45
- Kommentare 8
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...die Wiedervereinigung erzwangen "
Glauben Sie das wirklich? Warum fielen alle Satelitenstaaten, sezessionierten viele Republiken und verschwand der Soviet alles zu dieser Zeit? Weil 100 Menschen im Dunkeln mit Kerzen und pietätvoll murmelnd um eine Kirche liefen in Dessau oder sonstwo? Diese Mythe wird hier zwar gerne besungen, ist aber eine liebe Selbsttäuschung.
"die übermäßige Rolle des Geldes "
Sie meinen so wie hier, wenn die Beamtokratie um die Steuerlast der Bürger kämpft, weil das Geld die meisten Beamtenjobs rechtfertigt? Weil eine Reduzierung der Steuern bedeuten würde, wir bräuchten weniger Beamte?
"und eine enthemmte Polarisierung,"
Sie meinen wie Chirac, der sagte die Polen hätten eine gut Chance verpasst zu schweigen (obwohl 18 europäische Regierungen den Standpunkt Bushs teilten)
und dessen Aggieren mit Schröder und Putin zusammen Saddam glauben machte, er könne die Intransprenz aufrecht erhalten und seinen Job behalten?
usw.
Der Grund für Amerikas fortdauernde Popularität in Ländern wie Indien, Afrika und Australien liegt in der Geschichte. Amerika war das erste Land, das sich vor 200 Jahren von Alteuropas Kolonialherrschaft, Ausbeutung und Unterdrückung befreite. Dies war letzten Endes auch die Botschaft Obamas in Kairo und Ghana: Alle Völker können sich befreien. Sie müssen es nur selbst wollen. Yes, you can.
"Der Grund für Amerikas fortdauernde Popularität in Ländern wie Indien, Afrika und Australien liegt in der Geschichte"
Auch tun die Amerikaner mehr für diese Länder als Andere und schauen nicht arrogant auf sie herab.
"Der Grund für Amerikas fortdauernde Popularität in Ländern wie Indien, Afrika und Australien liegt in der Geschichte"
Auch tun die Amerikaner mehr für diese Länder als Andere und schauen nicht arrogant auf sie herab.
"Der Grund für Amerikas fortdauernde Popularität in Ländern wie Indien, Afrika und Australien liegt in der Geschichte"
Auch tun die Amerikaner mehr für diese Länder als Andere und schauen nicht arrogant auf sie herab.
man muss aber schon sehen, dass diese "Hilfe" weniger als Förderung der Trikont-Länder zum Aufbau eigener Wirtschaftskraft sondern eher als Festigung der Abhängigkeit von der amerikanischen Finanzwirtschaft und von Knebelverträgen mit Monsanto etc daher kommt.
Damit will ich allerdings nicht sagen, dass die EU hier anders vorgeht!
man muss aber schon sehen, dass diese "Hilfe" weniger als Förderung der Trikont-Länder zum Aufbau eigener Wirtschaftskraft sondern eher als Festigung der Abhängigkeit von der amerikanischen Finanzwirtschaft und von Knebelverträgen mit Monsanto etc daher kommt.
Damit will ich allerdings nicht sagen, dass die EU hier anders vorgeht!
man muss aber schon sehen, dass diese "Hilfe" weniger als Förderung der Trikont-Länder zum Aufbau eigener Wirtschaftskraft sondern eher als Festigung der Abhängigkeit von der amerikanischen Finanzwirtschaft und von Knebelverträgen mit Monsanto etc daher kommt.
Damit will ich allerdings nicht sagen, dass die EU hier anders vorgeht!
Ich möchte auf den dritten Abschnitt eingehen, der mit folgendem Satz beginnt: "Deutschland hat, anders als Frankreich, keine epochemachende eigene Revolution gehabt; seine Revolution ist Amerika gewesen." Ich glaube dass die Rolle der USA (ich würde nicht Amerika sagen) hier und im gesamten Text überbewertet wird. Deutschland hatte zwar keine epochemachende Revolution, aber doch eine lange demokratische Tradition. Die gesellschaftliche Entwicklung im 19. Jahrhundert verlief, mit einigen Besonderheiten, in etwa parallel zu anderen europäischen Staaten. Die wilden Zwanziger wären ohne dies nicht möglich gewesen. Man kann den Nazis eine Menge schwerwiegende Vorwürfe machen, aber was 1933 noch von der Klassengesellschaft alten Stils übrig war haben sie nachhaltig zertrümmert. 1945 war dann "der alte Obrigkeitsstaat mit seiner Untertanengesellschaft", der meiner Meinung nach in seiner traditionellen Form nicht mehr existierte, endgültig fällig. Die Aliierten haben das glücklicherweise erkannt, denn in den USA war noch lange die Meinung verbreitet, dass der Deutsche niemals demokratiefähig würde.
Also, die deutsche demokratische Tradition sollte mindestens erwähnt und nicht einfach mit "keine epochemachende eigene Revolution" unterschlagen werden.
Sie sind den Nazis also dankbar dafür (und halten Ihnen affirmativ zugute), dass sie die Klassengesellschaft durch das Konzept der Volksgemeinschaft ersetzt haben? Ein starkes Stück. In der Tat, die Klassengesellschaft wurde, wie Sie hier formulieren, "nachhaltig zertrümmert" - Pech nur für die, welche mit den Nürnberger Rassegesetzen nicht so viel Glück hatten wie Ihre hoffentlich reinrassig-arischen Vorfahren. Ihr Weltbild ist abstoßend.
Sie sind den Nazis also dankbar dafür (und halten Ihnen affirmativ zugute), dass sie die Klassengesellschaft durch das Konzept der Volksgemeinschaft ersetzt haben? Ein starkes Stück. In der Tat, die Klassengesellschaft wurde, wie Sie hier formulieren, "nachhaltig zertrümmert" - Pech nur für die, welche mit den Nürnberger Rassegesetzen nicht so viel Glück hatten wie Ihre hoffentlich reinrassig-arischen Vorfahren. Ihr Weltbild ist abstoßend.
Die Vereinigten Staaten waren damals so wenig vollkommen, wie sie es heute sind. Aber letztlich gründet sich aus amerikanischer Sicht die Ordnung des Gemeinwesens auf Menschengleichheit – und zielt auf Menschenglück.
Sicher hat J.P.Morgan deshalb Hitler finanziert?
Der Artikelpathos passt nicht wirklich zu dieser (und vielen anderen) Aussage(n) von "Atlantikern":
Lobbyismus
Der Zweck des Vereins ist außerdem Kontaktpflege zu führenden Persönlichkeiten der USA. Arend Oetker beschrieb die Lobbytätigkeit im Jahr 2002 folgendermaßen: „Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.“
Es geht wohl vielmehr um die Verbrämung und Verheimlichung der wahren Realitäten der Interessenlage dieser US-Clans & Co. über rethorische Tricks mit vorgekaukelter Ehtik und Moralansprüchen, mit der (nicht nur) amerikanische Soldaten überall auf der Welt für "Demokratie" kämpfen sollen, die im wesentlichen aus der Einflußnahme auf die dort befindlichen Ressourcen und geostrategischen Überlegungen basiert zum Vorteil dieser Clans dient - was auch Südamerika schon immer mit einschließt.
Auch die EU ist schon lange unterwandert seitens mächtiger Konzerne, die seitens der USA massiv unterstützt werden. Aktuell dürfen mal wieder Monsanto-Produkte importiert werden, die letztes Jahr noch verboten waren.
Weder die USA, die EU noch Deutschland sind "Demokratien" im wirklichen Sinne, sondern werden von Parteien und Lobbyisten beherrscht.
Sie sind den Nazis also dankbar dafür (und halten Ihnen affirmativ zugute), dass sie die Klassengesellschaft durch das Konzept der Volksgemeinschaft ersetzt haben? Ein starkes Stück. In der Tat, die Klassengesellschaft wurde, wie Sie hier formulieren, "nachhaltig zertrümmert" - Pech nur für die, welche mit den Nürnberger Rassegesetzen nicht so viel Glück hatten wie Ihre hoffentlich reinrassig-arischen Vorfahren. Ihr Weltbild ist abstoßend.
Es ist zwar hier ein off-topic-Thema, aber dennoch: Sie scheinen der Auffassung zu sein, in Nazi-Deutschland hätte die Welt stillgestanden und gesellschaftliche Entwicklungen hätten nicht stattgefunden. Nun, dies ist ein prosaischer Irrtum. Wenn Sie wollen, können Sie zu diesem Thema bei Sebastian Haffner (Anmerkungen zu Hitler) einiges nachlesen.
Es ist zwar hier ein off-topic-Thema, aber dennoch: Sie scheinen der Auffassung zu sein, in Nazi-Deutschland hätte die Welt stillgestanden und gesellschaftliche Entwicklungen hätten nicht stattgefunden. Nun, dies ist ein prosaischer Irrtum. Wenn Sie wollen, können Sie zu diesem Thema bei Sebastian Haffner (Anmerkungen zu Hitler) einiges nachlesen.
Es ist zwar hier ein off-topic-Thema, aber dennoch: Sie scheinen der Auffassung zu sein, in Nazi-Deutschland hätte die Welt stillgestanden und gesellschaftliche Entwicklungen hätten nicht stattgefunden. Nun, dies ist ein prosaischer Irrtum. Wenn Sie wollen, können Sie zu diesem Thema bei Sebastian Haffner (Anmerkungen zu Hitler) einiges nachlesen.
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