Korruption Afrikas gierige HerrscherSeite 3/3
Na und? Könnte man in Zeiten der globalen Krise einwenden, der Schaden, den einige Machtcliquen in Afrika anrichten, ist doch im Vergleich zur gigantischen Kapitalvernichtung durch die Finanzbanditen des Nordens recht überschaubar. Das wäre eine grobe Verharmlosung. Denn die Plünderei ruiniert wirtschaftlich fragile Staaten und raubt Millionen von Menschen die Zukunftschancen.
Die afrikanischen Eliten betrachten ihre Staaten als Goldesel. Sie äffen den Lebensstil der Kolonialherren nach. Sie haben keinerlei Verantwortungsgefühl für ihre Länder und sind nicht an deren Entwicklung interessiert. Zu diesem vernichtenden Befund kommt Moeletsi Mbeki in seinem jüngsten Buch The Architects of Poverty (»Die Architekten der Armut«). Der streitbare Ökonom, ein Bruder des gestürzten südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki, warnt unermüdlich vor den »parasitären politischen Eliten«, die allmählich auch dem demokratischen Vorbild Südafrika an die Substanz gehen.
Dort sorgen in diesen Tagen die luxuriösen Dienstwagen für Schlagzeilen, die sich die Herren Minister leisten. Bevorzugt werden die teuersten BMW-Modelle der 7er-Serie. Aber das ist gleichsam nur die funkelnde Spitze des Eisbergs. Denn auf allen Ebenen der Politik werden die Haushalte hemmungslos geplündert, vor allem in den Provinzverwaltungen und Kommunen. Bürgermeister, Gemeinderäte und Staatsdiener greifen entweder direkt in die Kasse und veruntreuen selbst die Mittel für die Schulspeisung in den Townships. Oder sie streichen »Provisionen« genannte Schmiergelder für die Vergabe öffentlicher Projekte ein. Häufig schanzen sie Aufträge gleich ihren eigenen Firmen zu, die im Rahmen des Black Economic Empowerment (BEE) gegründet wurden. Dieses Programm fördert ausschließlich schwarze Unternehmer. »Je mehr schwarze Millionäre, desto besser für das Land«, verkündet Don Mkhwanazi, einer der neuen Superreichen. Weil zahlreiche Projekte durch Missmanagement und Korruption im großen Stil scheiterten, degenerierte BEE zu einem gewaltigen Steuervernichtungsprogramm.
An der Basis wächst der Zorn gegen die unfähigen und unersättlichen Volksvertreter, Beamten, Parteibonzen, Unternehmer und sonstigen Schmarotzer. Sie hocken im sogenannten gravy train, im »Fettsoßenzug«, während Millionen von Menschen nach wie vor auf das bessere Leben warten, das ihnen nach dem Machtwechsel vor 15 Jahren versprochen wurde. Die Kluft zwischen Armen und Reichen ist gewachsen, der Journalist Mpumelelo Mkhabela spricht gar von einer neuen »schwarzen Apartheid«. In vielen Townships haben sich die Verhältnisse verschlechtert, weil infolge von Korruption und Schlamperei die Grundversorgung nicht mehr funktioniert. Schulen und Krankenstationen verrotten, der Müll bleibt liegen, der Strom fällt aus, die Kanalisation ist verstopft. Landauf, landab kommt es immer öfter zu gewalttätigen Protesten.
Die wachsende Unzufriedenheit könne irgendwann zu einer regelrechten Revolution führen, warnt der Gewerkschaftschef Zwelinzima Vavi. Noch aber ignorieren die Parteigranden die Zeichen an der Wand. Auf die Empörung, die die Beschaffung luxuriöser Dienstfahrzeuge auslöste, reagierte der Sprecher eines Ministeriums mit dem lapidaren Hinweis auf die unverändert geltenden Dienstwagen-Bestimmungen aus der Apartheid-Zeit – als wäre das alte weiße Regime auch noch an der Gier der neuen schwarzen Elite schuld.
- Datum 30.10.2009 - 14:27 Uhr
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- Serie Afrika - 50 Jahre Unabhängigkeit
- Quelle DIE ZEIT, 29.10.2009 Nr. 45
- Kommentare 51
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Ich habe den Artikel nicht ganz gelesen, aber die Geldgier haben sie doch von den erfolgreichen Amerikanern gelernt. Es lohnt sich einfach, die Interessen der USA zu vertreten, wird halt gut bezahlt. Warum immer lügen und alles komplizierter machen als es ist? Tja, Journalisten, wenn sie denn noch bezahlt werden wollen, müssen halt irgendwie lernen, Wahrheit und Lüge zu vermischen. Das Problem ist, dass es so nie zu einer Lösung kommen kann.
Ich habe nicht die Aufmerksamkeitsspanne einer Fruchtfliege und habe den Artikel ganz gelesen. Nur kann ich nicht verstehen, warum nun die USA schon wieder Schuld tragen an allem was krumm und falsch und ungerecht ist. Ich dachte, es ginge um die Unfähigkeit afrikanischer Eliten.
Afrikanische Länder sind aufgrund ihrer Kolonialvergangenheit wohl eher europäisch geprägt (wie die USA als Kind Europas im übrigen auch), und werden einen europäischen Lebensstil nachäffen wollen. Dies hätte man bei Lektüre des gesamten Textes durchaus erahnen können.
Nun kann ich nur noch darauf warten, ebenfalls als vom CIA bezahlter Claqueur Amerikas bezeichnet zu werden...
Ich habe nicht die Aufmerksamkeitsspanne einer Fruchtfliege und habe den Artikel ganz gelesen. Nur kann ich nicht verstehen, warum nun die USA schon wieder Schuld tragen an allem was krumm und falsch und ungerecht ist. Ich dachte, es ginge um die Unfähigkeit afrikanischer Eliten.
Afrikanische Länder sind aufgrund ihrer Kolonialvergangenheit wohl eher europäisch geprägt (wie die USA als Kind Europas im übrigen auch), und werden einen europäischen Lebensstil nachäffen wollen. Dies hätte man bei Lektüre des gesamten Textes durchaus erahnen können.
Nun kann ich nur noch darauf warten, ebenfalls als vom CIA bezahlter Claqueur Amerikas bezeichnet zu werden...
Ich habe nicht die Aufmerksamkeitsspanne einer Fruchtfliege und habe den Artikel ganz gelesen. Nur kann ich nicht verstehen, warum nun die USA schon wieder Schuld tragen an allem was krumm und falsch und ungerecht ist. Ich dachte, es ginge um die Unfähigkeit afrikanischer Eliten.
Afrikanische Länder sind aufgrund ihrer Kolonialvergangenheit wohl eher europäisch geprägt (wie die USA als Kind Europas im übrigen auch), und werden einen europäischen Lebensstil nachäffen wollen. Dies hätte man bei Lektüre des gesamten Textes durchaus erahnen können.
Nun kann ich nur noch darauf warten, ebenfalls als vom CIA bezahlter Claqueur Amerikas bezeichnet zu werden...
"In vielen afrikanischen Ländern plündern die herrschenden Eliten ihre Staaten wie weiland der Despot Mobutu sein privates Tropenreich namens Zaire. Sie genießen ein flamboyantes Leben, schleusen Milliarden in Steueroasen, besitzen Schlösser an der Loire, Reihenhäuser in London, Prachtvillen in Hongkong, Nummernkonten in der Schweiz."
"Sie haben keinerlei Verantwortungsgefühl für ihre Länder und sind nicht an deren Entwicklung interessiert."
Seltsam, genau wie bei uns.
Ja, ich glaube auch, dass "wir" denen nichts mehr beibringen können.
Ja, ich glaube auch, dass "wir" denen nichts mehr beibringen können.
hat dieser Artikel.
Dennoch halte ich ihn für zutreffend: sowohl was die Fakten als auch was die Analyse anbetrifft.
Dass die afrikanischen Despoten prinzipiell (von ihre Veranlagung her) keine schlechteren Menschen sind wie unsere Politiker, wie Kommentator #3 zu bedenken gibt, ist korrekt aber irrelevant. Denn die Kontrolle unserer Politiker ist von ganz anderem Kaliber als in Afrika. Das weiß auch Kommentator #3, und deshalb tendiert sein Kommentar in Richtung Unreife.
Was die ehemaligen Kolonialmächte anbetrifft, so hatten sie der einheimischen Bevölkerung in Gesalt einer funktionierenden und effizienten Bürokratie ein gutes Erbe hinterlassen. Dies haben die späteren Machthaber mutwillig verspielt.
Wenn nun noch jemand erzählt, auch das liege in die Verantwortung der westlichen Welt, dann geht dies per Reflex auf 'crtl d'.
Herzlichst Crest
Wenn ich Politiker wäre und dazu einer von denen, die das Herz am rechten Fleck haben (Steinbrück, Guttenberg, Kauder und andere), und würde in zahlreichen Kommentaren lesen, dass ich keinen Deut besser als ein afrikanischer Despot bin, würde ich mir überlegen, nicht lieber doch in die Wirtschaft zu gehen.
Bei uns ist es ein Riesenskandal, wenn jemand seinen Dienstwagen legal, aber ethisch fragwürdig einsetzt. Es ist völlig absurd, sowas mit afrikanischen Autokraten gleichzusetzen! Sowas können nur Leute schreiben, die noch nie in Afrika waren...
Außerdem sollten Aktivisten wie Bob Geldof diesen Artikel mal genau lesen. Vielleicht merken sie dann ja auch, dass es sinnlos ist, Milliarden über Milliarden nach Afrika zu pumpen, am besten direkt in die Hände der Regierungen. Humanitäre Organisationen zeigen, wie man mit wenig Geld viel bewirken kann. Letztendlich reicht es nicht, das Hunger-Symptom zu stillen. Afrika braucht Bildung, Gesellschaftstransformation und Eigenverantwortung!
Wenn ich Politiker wäre und dazu einer von denen, die das Herz am rechten Fleck haben (Steinbrück, Guttenberg, Kauder und andere), und würde in zahlreichen Kommentaren lesen, dass ich keinen Deut besser als ein afrikanischer Despot bin, würde ich mir überlegen, nicht lieber doch in die Wirtschaft zu gehen.
Bei uns ist es ein Riesenskandal, wenn jemand seinen Dienstwagen legal, aber ethisch fragwürdig einsetzt. Es ist völlig absurd, sowas mit afrikanischen Autokraten gleichzusetzen! Sowas können nur Leute schreiben, die noch nie in Afrika waren...
Außerdem sollten Aktivisten wie Bob Geldof diesen Artikel mal genau lesen. Vielleicht merken sie dann ja auch, dass es sinnlos ist, Milliarden über Milliarden nach Afrika zu pumpen, am besten direkt in die Hände der Regierungen. Humanitäre Organisationen zeigen, wie man mit wenig Geld viel bewirken kann. Letztendlich reicht es nicht, das Hunger-Symptom zu stillen. Afrika braucht Bildung, Gesellschaftstransformation und Eigenverantwortung!
Solange diese korrupten "Eliten" ihre Gier im Ausland bzw. mit Ausländischen Produkten stillen können, wird nichts passieren. Erst wenn sie auf Produkte in ihrem Heimantland angewiesen sind, wären sie plötzlich an Entwicklung interessiert.
So gesehen sind alle Länder und dort insbesondere alle Gewinnler dieser Luxussucht mit Schuld an dem Siechtum vieler Afrikaner. Aber Geschäft ist Geschäft und Geld stinkt nicht.
Ausserdem, wenn so ein Despot mit den Entwicklungsgeldern der USA und der EU Deutsche Autobauer unterstützt, nur umso besser. Subventionen über viele Ecken sozusagen.
Verzwifelte, unterernährte Afrikaner lassen wir lieber vor unseren Grenzen ertrinken als dass sie unsere Straßen verunziehren. Reiche Afrikanische Korrupte und Kriegsverbrecher hingegen sind uns zum Einkauf immer willkommen. Die Würde des Menschen ist eine Funktion seines Vermögens. Und da die Würde des Menschen unantastbar ist, ist auch sein Vermögen unantastbar, nicht war?
könnten sich die korrupten Machthaber nicht behaupten.
Die Waffen, welche zur Unterdrückung des Volkes eingesetzt werden, stammen sicherlich nicht aus den eigenen Ländern, sondern werden im Westen produziert.
Insgesamt muss doch eindeutig festgestellt werden, dass die Entwicklung Afrikas vor allem auch an den politischen Rahmenbedingungen scheitert. Hier spielen die ehemaligen Kolonialmächte, so wie die USA, eine nicht unbedingt stabilisierende Rolle. Unterm Strich nutzt es dem Westen in Form von billigen Rohstoffen, wie auch Kaffee, Kakao etc.
... ja, ja, der böse, böse Westen.
Selbstkritik ist toll, solange sie nicht zum Selbsthass verkommt.
Glücklicherweise war die Sowjetunion damals und sind Russland wie China heute nicht so selbstkritisch und versorgen Afrikas (und Südamerikas) Despoten mit allem, was diese brauchen.
Nur ein Narr glaubt, es gäbe einen Unterschied zwischen dem Verhalten "westlicher" Mächte und Russland, bzw. China.
könnten sich viele korrpute Machthaber in Afrika wohl wirklich nicht behaupten. Diese "Hilfe" aus dem Westen fliesst in Form von Entwicklungshilfe auf den afrikanischen Kontinent. Viele afrikanische Regierungen haben die Erfahrung gemacht, dass sobald sie gewisse Bereiche vernachlässigen (z.B. Schulen, Krankenhäuser etc.), springt der Westen mit seiner "Entwicklungshilfe" ein, übernimmt die Finanzierung und schickt zusammen mit sogenannten "Entwicklungshilfeorganisationen" sogar gratis Personal. Ergo kann das eingesparte Geld für andere Zwecke ausgegeben werden wie Luxuseinkaufstripps für die Familie nach Paris oder für die Aufrüstung der Armee. "Entwicklungshilfe" aus dem Westen ist zwar oft tatsächlich gut gemeint, in Tat und Wahrheit aber ermöglicht sie korrupten Machthaber aber erst überhaupt im Amt zu bleiben.
... ja, ja, der böse, böse Westen.
Selbstkritik ist toll, solange sie nicht zum Selbsthass verkommt.
Glücklicherweise war die Sowjetunion damals und sind Russland wie China heute nicht so selbstkritisch und versorgen Afrikas (und Südamerikas) Despoten mit allem, was diese brauchen.
Nur ein Narr glaubt, es gäbe einen Unterschied zwischen dem Verhalten "westlicher" Mächte und Russland, bzw. China.
könnten sich viele korrpute Machthaber in Afrika wohl wirklich nicht behaupten. Diese "Hilfe" aus dem Westen fliesst in Form von Entwicklungshilfe auf den afrikanischen Kontinent. Viele afrikanische Regierungen haben die Erfahrung gemacht, dass sobald sie gewisse Bereiche vernachlässigen (z.B. Schulen, Krankenhäuser etc.), springt der Westen mit seiner "Entwicklungshilfe" ein, übernimmt die Finanzierung und schickt zusammen mit sogenannten "Entwicklungshilfeorganisationen" sogar gratis Personal. Ergo kann das eingesparte Geld für andere Zwecke ausgegeben werden wie Luxuseinkaufstripps für die Familie nach Paris oder für die Aufrüstung der Armee. "Entwicklungshilfe" aus dem Westen ist zwar oft tatsächlich gut gemeint, in Tat und Wahrheit aber ermöglicht sie korrupten Machthaber aber erst überhaupt im Amt zu bleiben.
... ja, ja, der böse, böse Westen.
Selbstkritik ist toll, solange sie nicht zum Selbsthass verkommt.
Glücklicherweise war die Sowjetunion damals und sind Russland wie China heute nicht so selbstkritisch und versorgen Afrikas (und Südamerikas) Despoten mit allem, was diese brauchen.
Nur ein Narr glaubt, es gäbe einen Unterschied zwischen dem Verhalten "westlicher" Mächte und Russland, bzw. China.
.. auf Kritik am Westen mit dem Verweis auf die guten, alten Feindbilder Russland und China zu kommen. Ich bin fasziniert.
.. auf Kritik am Westen mit dem Verweis auf die guten, alten Feindbilder Russland und China zu kommen. Ich bin fasziniert.
Wenn ich Politiker wäre und dazu einer von denen, die das Herz am rechten Fleck haben (Steinbrück, Guttenberg, Kauder und andere), und würde in zahlreichen Kommentaren lesen, dass ich keinen Deut besser als ein afrikanischer Despot bin, würde ich mir überlegen, nicht lieber doch in die Wirtschaft zu gehen.
Bei uns ist es ein Riesenskandal, wenn jemand seinen Dienstwagen legal, aber ethisch fragwürdig einsetzt. Es ist völlig absurd, sowas mit afrikanischen Autokraten gleichzusetzen! Sowas können nur Leute schreiben, die noch nie in Afrika waren...
Außerdem sollten Aktivisten wie Bob Geldof diesen Artikel mal genau lesen. Vielleicht merken sie dann ja auch, dass es sinnlos ist, Milliarden über Milliarden nach Afrika zu pumpen, am besten direkt in die Hände der Regierungen. Humanitäre Organisationen zeigen, wie man mit wenig Geld viel bewirken kann. Letztendlich reicht es nicht, das Hunger-Symptom zu stillen. Afrika braucht Bildung, Gesellschaftstransformation und Eigenverantwortung!
Ihr Kommentar ist als Antwort auf meinen Kommentar #4 gekennzeichnet. Im Kern wiederholen Sie meine Argumente, dass es in der Tat einen Unterschied in der Kontrolle der Politiker einerseits hier und andererseits in Afrika gibt.
Ich nehme also an, dass Sie meine Formulierung, dass "die afrikanischen Despoten prinzipiell (von ihre Veranlagung her) keine schlechteren Menschen sind wie unsere Politiker." schlicht missverstanden haben. Gemeint ist, dass wir es - egal ob Europäer oder Afrikaner - stets mit demselben "Adam" zu tun haben, dessen Verhalten vom jeweiligen Umfeld jederzeit korrumpiert werden kann.
Um es mit Lord Acton zu formulieren: "Macht korrumpiert und absolute Macht korrumpiert absolut." Unsere Politiker haben keine absolute Macht, sie sind deshalb geringeren Versuchungen ausgesetzt.
Nicht mehr und nicht weniger war gemeint.
Herzlichst Crest
Ihr Kommentar ist als Antwort auf meinen Kommentar #4 gekennzeichnet. Im Kern wiederholen Sie meine Argumente, dass es in der Tat einen Unterschied in der Kontrolle der Politiker einerseits hier und andererseits in Afrika gibt.
Ich nehme also an, dass Sie meine Formulierung, dass "die afrikanischen Despoten prinzipiell (von ihre Veranlagung her) keine schlechteren Menschen sind wie unsere Politiker." schlicht missverstanden haben. Gemeint ist, dass wir es - egal ob Europäer oder Afrikaner - stets mit demselben "Adam" zu tun haben, dessen Verhalten vom jeweiligen Umfeld jederzeit korrumpiert werden kann.
Um es mit Lord Acton zu formulieren: "Macht korrumpiert und absolute Macht korrumpiert absolut." Unsere Politiker haben keine absolute Macht, sie sind deshalb geringeren Versuchungen ausgesetzt.
Nicht mehr und nicht weniger war gemeint.
Herzlichst Crest
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