CHE-ExcellenceRanking 2009 Diese Master sind meisterlich
Das CHE-ExcellenceRanking hilft bei der Suche nach den besten Master- und Promotionsstudiengängen in Europa - jetzt auch für Politikwissenschaft, VWL und Psychologie.

Hilfe bei der Suche nach den besten Graduiertenprogrammen in Europa bietet das ExcellenceRanking
Noch ein Ranking? Ja, aber aus gutem Grund. Bisher gab es kaum Informationen über die Qualität der neuen Master- und Promotionsstudiengänge. Dabei nimmt die Zahl der Bachelorabsolventen, die an internationalen Erfahrungen interessiert sind, zu. Das CHE-ExcellenceRanking hilft ihnen bei der Wahl des Studiums – europaweit. Nach Physik, Chemie, Mathematik und Biologie vor zwei Jahren folgen jetzt Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Psychologie.
Hinter dem Ranking steht das Centrum für Hochschulentwicklung, eine Denkfabrik von Bertelsmann Stiftung und Hochschulrektorenkonferenz. Die in den Tabellen alphabetisch aufgeführten Hochschulen haben es im jeweiligen Fach in die Bestenliste geschafft, die sogenannte Excellence Group. Überdurchschnittliche Bewertungen in den einzelnen Kriterien sind an einem Stern zu erkennen. Leerfelder bedeuten, dass die Hochschule beim entsprechenden Kriterium keinen überdurchschnittlichen Wert erzielen konnte oder keine Daten geliefert hat.
Gewählt wurden Kriterien, die zum einen Aufschluss geben über die Forschungsaktivitäten einer Fakultät und zum anderen über die internationale Ausrichtung der Fakultät. Ein Stern bei "Publikationen" bedeutet, dass die Mitglieder einer Fakultät besonders viele Beiträge in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht haben. "Zitationen" misst, wie häufig Veröffentlichungen in den Zeitschriften zitiert wurden. "Internationale Mobilität" gibt an, ob ein besonders hoher Anteil der Studierenden und Lehrenden aus dem Ausland kommt oder dort Gastsemester verbringt. Zentraler Bestandteil des Kooperations- und Mobilitätsprogramms "Erasmus Mundus Master" sind Graduiertenstudiengänge, die in mindestens drei europäischen Ländern angeboten werden. Beteiligte Fakultäten bekommen einen Stern. Auch für "viel zitierte Bücher" an einer Fakultät gibt es einen. Weitere Sterne belohnen einen hohen Anteil internationaler Lehrender, Masterstudenten und Doktoranden. Zu den wichtigsten Kriterien zählt sicher das "Studentenurteil".
Das vollständige CHE-ExcellenceRanking inklusive aller Fächer und Bewertungen finden Sie unter www.zeit.de/excellenceranking
- Datum 28.10.2009 - 10:04 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 29.10.2009 Nr. 45
- Kommentare 7
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mit der Materie auskennt, sollte wissen, dass die "gemeinnützige" Bertelsmann-Stiftung, deren sogenannter "Think Tank" CHE so ungefähr das gleiche für die Bildungslandschaft ist, wie Kannegießers INSM ("Initiative Soziale Marktwirtschaft") des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall zusammen mit den anderen "Instituten der werten Arbeitgeberschaft für die Arbeitnehmerschaft in Deutschland darstellt.
Es geht um Meinungsmache, Kostenabsenkung, Niedriglöhne, Billigstudiengänge und die öffentliche Bejubelung der erreichten "Erfolge" - die keine sind.
Was da bereits über Studiengebühren, Privatisierung der Finanzierung von Universitäten und dem sogenannten "Bologna-Prozeß" an Schaden angerichtet wurde, spottet wirklich jeder Beschreibung - und die mehr als nur dümmlich agierende - von solchen "Fachleuten" unterwanderte - Politik spielt auch noch freudig mit. Die Medien leider auch, statt mit satter Kritik diese Ausbeutungspolitik audf allen Ebenen zu kritisieren und gegen zu halten.
Wahnsinn, wie das Thema hier von einem Katalog von europaweit herausragenden Fachbereichen innerhalb eines Absatzes zu Billiglöhnen geht.
"Kostenabsenkung, Niedriglöhne, Billigstudiengänge" und für den Bologna-Prozess soll das CHE auch verantwortlich sein! Sorry, aber B/Mas haben sich die Europäischen Wissenschaftsminister einfallen lassen und für die Unterfinanzierung der Hochschulen sowie den Möglichen Mangel an Masterstudienplätzen ist ebensowenig das CHE verantwortlich!
Studiengebühren, ja, da sind wir dafür, auch für eine - gut gemachte - Studienreform mit B/Mas, die mit einer AUSWEITUNG des Zugangs zur Bildung verbunden ist.
Fernsehtipp zur "wirklichen" Meinung des CHE:
Hier...
Uns "Meinungsmache" vorzuwerfen und dann "alles schlechte kommt von CHE" zu behaupten (und das dann mit der Meinung von jemand anderem zu belegen) ist schon etwas paradox. Was bitte anderes als Meinungsmache ist das?!!
(Sachlich fundierte) Meinungen zu äußern sollte dagegen jedem - auch dem CHE - zugestanden werden. ENTSCHEIDEN (auch darüber, auf welche Meinung sie hört) tut letztlich "die Politik" (und nicht das CHE ;-))
Ich würde mich aber, ehrlich gesagt, freuen, wenn über das Ranking diskutiert würde, um das geht es ja im Artikel eigentlich...
Cort-Denis Hachmeister
CHE
Wahnsinn, wie das Thema hier von einem Katalog von europaweit herausragenden Fachbereichen innerhalb eines Absatzes zu Billiglöhnen geht.
"Kostenabsenkung, Niedriglöhne, Billigstudiengänge" und für den Bologna-Prozess soll das CHE auch verantwortlich sein! Sorry, aber B/Mas haben sich die Europäischen Wissenschaftsminister einfallen lassen und für die Unterfinanzierung der Hochschulen sowie den Möglichen Mangel an Masterstudienplätzen ist ebensowenig das CHE verantwortlich!
Studiengebühren, ja, da sind wir dafür, auch für eine - gut gemachte - Studienreform mit B/Mas, die mit einer AUSWEITUNG des Zugangs zur Bildung verbunden ist.
Fernsehtipp zur "wirklichen" Meinung des CHE:
Hier...
Uns "Meinungsmache" vorzuwerfen und dann "alles schlechte kommt von CHE" zu behaupten (und das dann mit der Meinung von jemand anderem zu belegen) ist schon etwas paradox. Was bitte anderes als Meinungsmache ist das?!!
(Sachlich fundierte) Meinungen zu äußern sollte dagegen jedem - auch dem CHE - zugestanden werden. ENTSCHEIDEN (auch darüber, auf welche Meinung sie hört) tut letztlich "die Politik" (und nicht das CHE ;-))
Ich würde mich aber, ehrlich gesagt, freuen, wenn über das Ranking diskutiert würde, um das geht es ja im Artikel eigentlich...
Cort-Denis Hachmeister
CHE
Mehr braucht Mensch eigentlich nicht zu wissen über diese mehr gemeine als nützige "Stiftung", die sich anmaßt in Deutschland zu bestimmen, wo es lang geht:
Vom Nützlichen – und Gemeinen: Die Bertelsmann Stiftung als neoliberaler Anstifter
Leider muss ich dem Kommentar von "Betroffener" Recht geben.
Es ist erschütternd, dass es sich in unserer Gesellschaft immer mehr ausweitet, Meinungen in Form von Institutsuntersuchungen, Studien und sonstigen Ergüssen zu verbreiten, statt Fakten zu publizieren und konstruktive Vorschläge zu machen.
Die angeblichen Versuche, gewisser Stiftungen und Industrieverbände, die Bildungspolitik zu verbessern, zielt tatsächlich nur darauf ab, die Situation für sich zu verbessern. Was aus den Menschen wird, ist ihnen offenbar egal. Es geht um die Beschaffung billiger Arbeitskräfte und mit der Verstümmelung der einst wertvollen deutschen Diplomstudiengänge ist der erste Schritt getan.
Ich kenne keinen einzigen Absolventen, der diese neuen Studiengänge als Verbesserung empfindet. Ich kenne auch keinen Projektleiter oder -Abteilungsleiter, der das tut - einzig die Betriebswirtschaftler in den Firmen, die nach Kosteneinsparung schielen, freuen sich über verkürtze Bildungszeiten, haben sie doch dann mehr Argumentationskraft gegen die Bewerber.
Es wird schwer für die kommende Generation. Wir mit ordentlichen Diplom haben wenigstens noch die Chance im Ausland nach Abnehmern unserer Leistung zu suchen, die den Wert noch kennen und bezahlen.
Was sollen potenzielle Master-Bewerber anfangen mit Rankereien, die mit dem aktuell existierenden Studienangebot wenig bis nichts zu tun haben? Bedauerlich, dass DIE ZEIT in diesem Fall sogar zwei Ausgaben dazu verwendet, um ihre Leserschaft mit den Ergebnissen einer CHE-Studie zu verwirren, deren mangelnde Wissenschaftlichkeit und fehlender Nutzen ins Auge springen, sobald man genauer hinschaut. So wird z.B. die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) für Psychologie hoch „gerankt“, obwohl sie noch keinen Masterstudiengang Psychologie anbietet – ebensowenig wie die Freie Universität Berlin (FU) und die Universität Potsdam, die deshalb zu Recht in den Tabellen fehlen. Was wurde an der HU untersucht? Der alte Diplomstudiengang, für den niemand mehr zugelassen wird? Die Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten? – Wer dann noch bei Politikwissenschaft nachschaut, entdeckt z.B., dass an der HU gar keine Politikwissenschaft, sondern „nur“ das Mischfach Sozialwissenschaften angeboten wird. Reichte es für die HU-Ranking-Ehre schon aus, dass die HU mit FU und Potsdam an einem gemeinsamen Master „Internationale Beziehungen“ beteiligt ist, während FU und Potsdam zusätzlich je einen real existierenden Master in Politikwissenschaft anbieten? Angesichts solcher Sachverhalte dürfte es kaum lohnen, sich ernsthaft mit diesen „Ergebnissen“ zu beschäftigen.
Verwirrende ist allenfalls der Titel "Diese Master sind meisterlich".
Als "exzellent" ausgewählt wurden Hochschulen nicht aufgrund eines bestimmten Masterangebotes, sondern aufgrund der im Artikel beschriebenen forschungs- und internationalisierung-Kriterien. Zusätzlich musste man entweder einen Doktorgrad im entsprechenden Fach und/oder einen Master/Diplom/Magister-Studiengang im Fach anbieten. Dass man da (jetzt schon) einen Master machen kann, war dagegen kein Aufnahmekriterium. Dann wären in der Tat (sinnloser Weise) praktisch alle deutschen Psychologie-Institute herausgeflogen. Es geht eben nicht nur um Master- sondern auch um Promotionsmöglichkeiten (so steht es ja auch in der Sub-Überschrift)!
Es reichte übrigens in der Tat aus, wenn in den Studiengängen ein größerer Politikwissenschaftlicher Anteil enthalten war, so wie es bei Sozialwissenschaften der Fall ist. Ein Master oder eine Promotion in Sozialwissenschaften ist ja durchaus etwas, was einem Politikwissenschaft Bachelor-/bzw. Master-Absolventen offen steht...
In den Tabellen fehlen nur diejenigen, die dem CHE für das Ranking keine Daten geliefert haben.
Die komplette Liste findet man aber unter www.zeit.de/excellenceranking. Dort sieht man dann auch, welche Master- und Promotions-Studiengänge angeboten werden. Dort darf sich gerne jeder selbst ein Bild davon mache, inwiefern eine Beschäftigung mit unseren Ergebnissen lohnt
CDH vom CHE.
Wahnsinn, wie das Thema hier von einem Katalog von europaweit herausragenden Fachbereichen innerhalb eines Absatzes zu Billiglöhnen geht.
"Kostenabsenkung, Niedriglöhne, Billigstudiengänge" und für den Bologna-Prozess soll das CHE auch verantwortlich sein! Sorry, aber B/Mas haben sich die Europäischen Wissenschaftsminister einfallen lassen und für die Unterfinanzierung der Hochschulen sowie den Möglichen Mangel an Masterstudienplätzen ist ebensowenig das CHE verantwortlich!
Studiengebühren, ja, da sind wir dafür, auch für eine - gut gemachte - Studienreform mit B/Mas, die mit einer AUSWEITUNG des Zugangs zur Bildung verbunden ist.
Fernsehtipp zur "wirklichen" Meinung des CHE:
Hier...
Uns "Meinungsmache" vorzuwerfen und dann "alles schlechte kommt von CHE" zu behaupten (und das dann mit der Meinung von jemand anderem zu belegen) ist schon etwas paradox. Was bitte anderes als Meinungsmache ist das?!!
(Sachlich fundierte) Meinungen zu äußern sollte dagegen jedem - auch dem CHE - zugestanden werden. ENTSCHEIDEN (auch darüber, auf welche Meinung sie hört) tut letztlich "die Politik" (und nicht das CHE ;-))
Ich würde mich aber, ehrlich gesagt, freuen, wenn über das Ranking diskutiert würde, um das geht es ja im Artikel eigentlich...
Cort-Denis Hachmeister
CHE
interessant, dass sich mal einer der Macher nach einem Angriff auf seine Institution und seine Studie äußert. Auch wenn ich glaube, dass Smilies in einer solchen Replik nicht zu suchen haben.
Aber um ein dt. Sprichwort zu bemühen, "Getroffene Hunde bellen."
Und nach den Ranking Diskussionen hier in Nordamerika, als Beispiel sei hier "Rising Up Against Rankings" (http://www.insidehighered...) genannt, sollte man solche Rankings immer mit einem gewissen Quentchen Salz sehen.
Zum Thema Meinungsmache, Kommentare sind Meinungen Einzelner und ihre Studie oder ihr Ranking vertritt dagegen einen Absolutheitsanspruch und dann muss man auch abkönnen, dass es Kritik hagelt. Oder ist es nur die Meinung des CHE?
@Thema
Meiner Meinung nach sollte man solche Rankings immer kritisch sehen und als jemand der vornehmlich im Angloraum wissenschaftlich groß geworden ist, wo Rankings bis vor kurzem noch als das Non-plus-Ultra angesehen wurden, kann ich jedem nur raten sich selber vor Ort an den Unis ein Bild zu machen und nach Möglichkeit Alumni zu befragen, dann er gibt sich oftmals ein besseres Bild.
Auch vermisse ich in der Methodik den Bergriff peer-reviewed, der meines Erachten nach wichtig bei wissenschaftlichen Publikationen ist. Auch sollte angemerkt werden, dass anscheinend nur Universitäten der EU plus Schweiz berücksichtigt wurden, aber Europa ist viel größer, daher träffe der postitulierte Absolutheitsanspruch Europas so eigentlich nicht zu.
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