Ingenieurwesen Traumstart ins StudiumSeite 2/2
Ingenieure für Luftfahrttechnik müssen nicht nur die Technik in einem Flieger verstehen, sondern auch immer das komplexe System des Luftverkehrs mitdenken. Wer das kann, wird gesucht: Aktuell sind trotz Krise 1600 Ingenieurstellen unbesetzt. Die Praxisnähe ist im Studium besonders wichtig. Neben den zwei Flug- und Trainingssimulatoren können die Studenten an Modellen lernen, wie Triebwerke überprüft oder Satelliten geortet werden und wie Kräfte im Überschall- und Thermowindkanal wirken. Möglichst nahe dran zu sein am Traum vom Fliegen, das ist es, was viele Studenten fasziniert.
Dass Begeisterung nicht reicht, lässt sich indes bei Kursbeschreibungen wie "Aerothermodynamik II" oder "Faserverbunde und Adaptronik im Leichtbau" schnell erahnen. "Viele Studenten haben an Mathematik, Werkstofftechnik und Mechanik zu knabbern", bestätigt Dozent Lehmann. "Ihnen sage ich immer, dass es im Laufe des Studiums besser wird." Wer sich durch die Grundlagen von Aerodynamik, Flugmechanik und Raumfahrttechnik gearbeitet hat, kann sich in den letzten beiden Bachelorsemestern spezialisieren. Zum Beispiel auf Flughafenplanung, Verkehrsökonomik oder Flugzeugentwurf.
Vertiefen lassen sich die Schwerpunkte im Master. Wer sich für Flugführung und Luftverkehr entscheidet, beschäftigt sich damit, wie man Langstreckenflüge an verschiedene Wetterbedingungen anpasst und optimiert. Spätestens im Simulator verstehen die Studenten, welche Folgen eine falsch geplante Flugstrecke haben kann – der Druck auf den Stoppknopf ist im echten Leben leider nicht drin.
- Datum 02.11.2009 - 10:16 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 29.10.2009 Nr. 45
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