Bologna-Reform "Schluss mit dem Gejammer!"Seite 2/2

ZEIT: Ist "Tacheles reden" überhaupt sinnvoll? Dass die Bildungspolitik in den sechziger und siebziger Jahren so politisiert war, hat ihr geschadet.

Hamm-Brücher: Ich bin nicht für die Parteipolitisierung der Bildungspolitik. Aber politisch muss sie sein! In den Parlamenten sitzen nun einmal Politiker. Man muss sich die Verbündeten da suchen, wo man sie finden kann.

Vielen Bildungspolitikern heute fehlen Leidenschaft und Stehvermögen. Sie trauen sich nicht, Tacheles zu reden

Hildegard Hamm-Brücher

ZEIT: Sie wurden häufig sowohl von Konservativen als auch von Progressiven angegriffen.

Hamm-Brücher: Ich stand immer mitten in der Auseinandersetzung und, zugegeben, wurde von all den Kämpfen mürbe. Ich laborierte zwischen allen Stühlen: Auf der einen Seite wollten junge Revoluzzer Vorschläge durchsetzen, die mir zu weit gingen. Mir flogen Tomaten um die Nase, einmal auch Stinkbomben. "Der rote Apfel fällt nicht weit vom braunen Stamm", habe ich daraufhin gerufen – und die Studenten noch mehr gegen mich aufgebracht. Auf der anderen Seite standen die Konservativen, die alle Veränderungen wieder zurückdrehen wollten. Für die CSU war ich ein rotes Tuch, das können Sie sich heute nicht mehr vorstellen.

ZEIT: Derzeit bekämpft eine Allianz rechter und linker Konservativer den Bachelor. Sie sagen, dass mit ihm das humboldtsche Bildungsideal sterbe und er die Ökonomisierung der Hochschulen beschleunige.

Hamm-Brücher: Das ist doch wieder der gleiche Irrtum! Es wäre verhängnisvoll, wenn solche Kräfte wieder stärker würden. Ich hoffe sehr, dass es kein Rollback gibt, und wünsche mir, dass die Bologna-Reform weitergeführt wird. Wir haben keine andere Möglichkeit als das gestufte System: Wie will man sonst 40 Prozent eines Jahrgangs, insgesamt zwei Millionen Menschen, studieren lassen? Bei 100000 Studenten konnte man natürlich sagen: Bitte, bleibt ein paar Jahre länger an der Universität, fahrt umsonst, geht billig ins Kino und ins Theater. Heute geht das nicht mehr. Selbst wenn wir wieder ein Wirtschaftswunderland werden sollten, können wir überlange Studienzeiten gar nicht finanzieren. Ein Studium ist nicht allein ein Privatvergnügen.

ZEIT: Genau das, was Sie sagen, ist doch die Ökonomisierung der Hochschulen!

Hamm-Brücher: Warum denn nicht? Ökonomisierung ist für mich kein ideologischer Begriff. Eine vernünftige Rationalisierung war überfällig, um den überlangen Studienzeiten und der mangelnden Effizienz an den Hochschulen zu begegnen.

ZEIT: Auch wenn dabei die humboldtsche Universität auf der Strecke bleibt?

Hamm-Brücher: Ach, die gibt es doch schon lange nicht mehr! Es gibt zu viele, die die alte Universität romantisieren. Keine Frage, sie hatte große Verdienste, aber sie war auch das Rückgrat einer Obrigkeitsgesellschaft. Sie hat gute Wissenschaftler hervorgebracht, aber rechtzeitige Reformen hat sie nicht vorangetrieben.

ZEIT: Auch viele Studenten beklagen sich: Ihre Stundenpläne seien vollgestopft, sie müssten ständig für Prüfungen lernen…

Hamm-Brücher: Man muss die neue Form des Studiums den Studenten schmackhaft machen. Ich finde es richtig, dass wir sie mehr an die Hand nehmen. Viele Universitäten haben allerdings die Studiengänge überfrachtet und einfach den Stoff eines Magisterstudiums in die kürzere Zeitspanne eines Bachelorstudiums gesteckt. Hier brauchen wir neue Ideen. Aber die meisten Zuständigen an den Universitäten haben zu wenig Ideen! Sie wollen ihre Arbeit tun, ihre Ruhe haben und schimpfen. Wir müssen aufhören mit dem Gejammer und Gestöhne! An der Bologna-Vereinbarung ist nichts Grundsätzliches zu ändern. Wer Studenten Freizügigkeit in Europa gewährt, muss für Vergleichbarkeit sorgen.

ZEIT: Bei den Studiengebühren findet das Rollback bereits statt. In Hessen wurden sie abgeschafft, nachdem die CDU die Landtagswahlen verloren hatte. Das Saarland könnte folgen.

Hamm-Brücher: Das bedaure ich. Ich habe nie verstanden, warum ich nicht auch dafür zahlen sollte, dass meine Kinder studieren können. Ab einem bestimmten Einkommen der Eltern sollte es Studiengebühren geben. Gerechtigkeit bedeutet, dass jeder studieren kann, der die Voraussetzungen erfüllt. Keiner wird gefragt, was seine Eltern verdienen. Aber dass Leute, die ein Studium bezahlen könnten, nichts bezahlen müssen, leuchtet mir nicht ein.

ZEIT: Wenn Sie heute noch einmal studieren müssten, wo würden Sie sich einschreiben?

Hamm-Brücher: Ich würde gern an einer Universität studieren, an der ich eine gewisse Organisation des Studiums verbinden kann mit Zeit für anderes – an der Jacobs University in Bremen zum Beispiel, in Harvard natürlich, eventuell auch in Konstanz. Wer ein geordnetes Studium hat, hat viel mehr Zeit für andere Dinge als diejenigen, die einfach nur so herumlauern.

Die Fragen stellten Manuel J. Hartung und Thomas Kerstan

 
Leser-Kommentare
    • ADoria
    • 29.10.2009 um 12:50 Uhr

    …plötzlich kommen lauter nette, freundliche Menschen und machen es auf ihre eigene, sympathische Weise kaputt.
    In Deutschland gab es ein strukturiertes Bildungssystem. Im Bereich der Ingenieurausbildung gab es ein gestaffeltes System aus Höheren Schulen und Technischen Hochschulen. Später wurden daraus die FHs sowie die TUs. Die FHs bildeten in kurzer Zeit praxisnah aus, die Unis legten einen Schwerpunkt auf vertiefte, theoretische Ausbildung. Den Abschluss als Diplom-Ingenieur einer deutschen Hochschule konnte man einschätzen und er hatte Gewicht. Dass ein Bachelorabschluss, so wie er an englischen Colleges vergeben wurde und wird, eine sehr schmalspurige Sache ist, konnten deutsche Bildungspolitiker anscheinend nicht absehen. Im Grunde ist das deutsche Bildungssystem entwertet worden – aber demokratisch. Sollte Frau Hamm-Brücher jemals nach höherer Qualität gestrebt haben, ist ihr dies nicht gelungen. Das Ergebnis dieser Einfälle ist ein überteuerter Massenbetrieb, dem jetzt auf verstellte Weise noch das passende Etikett aufgeklebt werden muss – bedingt geeignet. Insofern fehlt der alten Dame auch die Logik: Wie will sie Qualität schaffen, wenn sie beklagt, dass die Hochschulen die Studiengänge überfrachten?

    „Wir konnten uns nicht vorstellen, dass …“ Vielleicht sollten Menschen mit einer begrenzten Vorstellung nicht an Dingen basteln, von denen sie nichts verstehen.
    Vielen Dank, an all die Hamm-Brüchers.

  1. In Harvard dauert das Bachelor-Studium 8 Semester (und nicht 6!!),
    in Harvard können Sie in einigen Fächern einen grundständigen Master belegen, d.h. es gibt gerade keine Stufung und das Studium dauert 5 Jahre und endet mit dem Master.

    Ansonsten haben Bachelor und Master wenig mit Bologna zu tun, sind keine "Ökonomisierung" sondern vorallem eine Bürokratisierung des Studiums.

    Und wenn ich die Bemerung mit den 40 Prozent eines Jahrgangs richtig verstanden habe, so heißt das, wenn doppelt soviele studieren, dann dürfen die eben nur die Hälfte lernen!

    Leider hat Frau Hamm-Brücher schon lange keine Universität mehr genauer gesehen und die Auswirkungen der Umsetzung von Master und Bachelor sind ihr offensichtlich völlig unbekannt.

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    Also an unserer Uni klappt das ganz gut mit Bachelor/Master. Glaube nicht, dass die Bürokratisierung grösser ist als vorher. Auch die vielen Prüfungen stören mich nicht (kenne es auch gar nicht anders). Ich glaube, die Reform muss richtig umgesetzt werden - dann klappt es auch. Wenn einfach die bestehenden Inhalte nur umgetauft wurden und ein ganzes Studium von vorher 5 Jahren in einen Bachelorstudiengang (3 Jahre) gepresst wird, ist es kein Wunder, dass die Studierenden mancher Unis unzufrieden sind mit der Reform (sie hat dort nämlich noch gar nicht stattgefunden!). Erst Bologna richtig umsetzen (ja, das ist viel Arbeit), ein paar Jahre laufen lassen (fürs Finetuning) - dann erst kann man Bilanz ziehen. Ich glaube, dass an Unis, die sich daran gehalten haben, die Zufriedenheit mit Bologna durchaus da ist.

    nicht nur in Harvard, an fast allen US-Unis braucht man 8 Semester bis zum Bachelor. Vorher ist man aber nur 12 Jahre bis zur Hochschulreife zur Schule gegangen. Dementsprechend müssen an den US-Unis die Studenten dann auch "fachfremde" Kurse belegen, z.B. Biologen Fremdsprachen (hab denen mal Nachhilfe in Deutsch gegeben) oder auch VLs in Politische Wissenschaften. Letztlich sind 2 der 8 Semester unserem 13 Abiturschuljahr gleichzusetzen, nur dass sie am College und nicht an der High school belegt werden...

    Also an unserer Uni klappt das ganz gut mit Bachelor/Master. Glaube nicht, dass die Bürokratisierung grösser ist als vorher. Auch die vielen Prüfungen stören mich nicht (kenne es auch gar nicht anders). Ich glaube, die Reform muss richtig umgesetzt werden - dann klappt es auch. Wenn einfach die bestehenden Inhalte nur umgetauft wurden und ein ganzes Studium von vorher 5 Jahren in einen Bachelorstudiengang (3 Jahre) gepresst wird, ist es kein Wunder, dass die Studierenden mancher Unis unzufrieden sind mit der Reform (sie hat dort nämlich noch gar nicht stattgefunden!). Erst Bologna richtig umsetzen (ja, das ist viel Arbeit), ein paar Jahre laufen lassen (fürs Finetuning) - dann erst kann man Bilanz ziehen. Ich glaube, dass an Unis, die sich daran gehalten haben, die Zufriedenheit mit Bologna durchaus da ist.

    nicht nur in Harvard, an fast allen US-Unis braucht man 8 Semester bis zum Bachelor. Vorher ist man aber nur 12 Jahre bis zur Hochschulreife zur Schule gegangen. Dementsprechend müssen an den US-Unis die Studenten dann auch "fachfremde" Kurse belegen, z.B. Biologen Fremdsprachen (hab denen mal Nachhilfe in Deutsch gegeben) oder auch VLs in Politische Wissenschaften. Letztlich sind 2 der 8 Semester unserem 13 Abiturschuljahr gleichzusetzen, nur dass sie am College und nicht an der High school belegt werden...

  2. Also an unserer Uni klappt das ganz gut mit Bachelor/Master. Glaube nicht, dass die Bürokratisierung grösser ist als vorher. Auch die vielen Prüfungen stören mich nicht (kenne es auch gar nicht anders). Ich glaube, die Reform muss richtig umgesetzt werden - dann klappt es auch. Wenn einfach die bestehenden Inhalte nur umgetauft wurden und ein ganzes Studium von vorher 5 Jahren in einen Bachelorstudiengang (3 Jahre) gepresst wird, ist es kein Wunder, dass die Studierenden mancher Unis unzufrieden sind mit der Reform (sie hat dort nämlich noch gar nicht stattgefunden!). Erst Bologna richtig umsetzen (ja, das ist viel Arbeit), ein paar Jahre laufen lassen (fürs Finetuning) - dann erst kann man Bilanz ziehen. Ich glaube, dass an Unis, die sich daran gehalten haben, die Zufriedenheit mit Bologna durchaus da ist.

    Antwort auf "Harvard??"
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    ...Erfahrungen. Und die sind in erster Linie darin verschuldet, dass den Profs an den Unis kein Fahrplan in die Hand und kein Berater zur Seite gestellt wurde, wie Bologna vernünftig umgesetzt werden soll.
    An manchen Hochschulen haben sich engagierte Lehrkräfte hingesetzt und selbst versucht die neuen Strukturen aufzubauen. Aber an manch anderer ist das eben nicht der Fall gewesen...und an einigen Hochschulen, wie meiner ehemaligen, hat man beides erlebt. Als Folge gibt es Studiengänge in denen die Leute zufrieden sind und in anderen schreien sie nach Humboldt.

    Ich bin jetzt berufstätig und stelle fest, dass fast alle Personaler die ich kenne, Bachelorleute für ne Art "Deluxe-Variante" eines Werkstudenten halten.

    Ich hab grundsätzlich nichts gegen Reformen, aber meine Frage, die ich immer noch nicht beantwortet bekommen habe, ist: "Warum geben wir Deutschen den weltweit sehr hoch angesehenen Diplom-Titel einfach so aus der Hand anstatt ihn in dieser Reform einzubauen???" Nur weils beschlossen wurde...ne Sorry. Dafür hab ich kein Verständnis. Ich hätte den "Jungesellen/Meister" parallel zum Diplom-Titel einführt. Das hätte a) zu mehr Wettbewerb geführt und damit die Hochschulen mal ein bisschen auf Trab gebracht und b) hätten wir kein entweder-oder sondern ein sowohl-als-auch-Angebot an Fachkräften für die Firmen und die Forschung.
    Gruß,
    Fetzi

    ...Erfahrungen. Und die sind in erster Linie darin verschuldet, dass den Profs an den Unis kein Fahrplan in die Hand und kein Berater zur Seite gestellt wurde, wie Bologna vernünftig umgesetzt werden soll.
    An manchen Hochschulen haben sich engagierte Lehrkräfte hingesetzt und selbst versucht die neuen Strukturen aufzubauen. Aber an manch anderer ist das eben nicht der Fall gewesen...und an einigen Hochschulen, wie meiner ehemaligen, hat man beides erlebt. Als Folge gibt es Studiengänge in denen die Leute zufrieden sind und in anderen schreien sie nach Humboldt.

    Ich bin jetzt berufstätig und stelle fest, dass fast alle Personaler die ich kenne, Bachelorleute für ne Art "Deluxe-Variante" eines Werkstudenten halten.

    Ich hab grundsätzlich nichts gegen Reformen, aber meine Frage, die ich immer noch nicht beantwortet bekommen habe, ist: "Warum geben wir Deutschen den weltweit sehr hoch angesehenen Diplom-Titel einfach so aus der Hand anstatt ihn in dieser Reform einzubauen???" Nur weils beschlossen wurde...ne Sorry. Dafür hab ich kein Verständnis. Ich hätte den "Jungesellen/Meister" parallel zum Diplom-Titel einführt. Das hätte a) zu mehr Wettbewerb geführt und damit die Hochschulen mal ein bisschen auf Trab gebracht und b) hätten wir kein entweder-oder sondern ein sowohl-als-auch-Angebot an Fachkräften für die Firmen und die Forschung.
    Gruß,
    Fetzi

  3. ...Erfahrungen. Und die sind in erster Linie darin verschuldet, dass den Profs an den Unis kein Fahrplan in die Hand und kein Berater zur Seite gestellt wurde, wie Bologna vernünftig umgesetzt werden soll.
    An manchen Hochschulen haben sich engagierte Lehrkräfte hingesetzt und selbst versucht die neuen Strukturen aufzubauen. Aber an manch anderer ist das eben nicht der Fall gewesen...und an einigen Hochschulen, wie meiner ehemaligen, hat man beides erlebt. Als Folge gibt es Studiengänge in denen die Leute zufrieden sind und in anderen schreien sie nach Humboldt.

    Ich bin jetzt berufstätig und stelle fest, dass fast alle Personaler die ich kenne, Bachelorleute für ne Art "Deluxe-Variante" eines Werkstudenten halten.

    Ich hab grundsätzlich nichts gegen Reformen, aber meine Frage, die ich immer noch nicht beantwortet bekommen habe, ist: "Warum geben wir Deutschen den weltweit sehr hoch angesehenen Diplom-Titel einfach so aus der Hand anstatt ihn in dieser Reform einzubauen???" Nur weils beschlossen wurde...ne Sorry. Dafür hab ich kein Verständnis. Ich hätte den "Jungesellen/Meister" parallel zum Diplom-Titel einführt. Das hätte a) zu mehr Wettbewerb geführt und damit die Hochschulen mal ein bisschen auf Trab gebracht und b) hätten wir kein entweder-oder sondern ein sowohl-als-auch-Angebot an Fachkräften für die Firmen und die Forschung.
    Gruß,
    Fetzi

    • P_S
    • 29.10.2009 um 15:37 Uhr
    5. ...

    Das Handeln, die Reformen von Frau Hambrüchen sind nach diesem Interview Schall und Rauch!
    1. Wie kann man einerseits einen freien Zugang zur Bildung fordern, andererseits für Studiengebühren sein?
    Es ist sozialpolitisch durchaus Vertrettbar, dass der der es sich leisten kann auch für die Ausbildung zahlen soll. Nur warum zahlt nur der, der studieren will und nicht alle sog. Besserverdienenden bzw. der Staat? Ist es denn nicht so, dass ein Staat von seinen Rohstoffen lebt? (Wo bleibt das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft?)
    2. Es ist Lobenswert, dass man heute mit Zeugnis nach der Zwischenprüfung in der Wirtschaft einen Job finden soll / kann. Da aber der Bologna-Prozess ohne Industrie und Wirtschaft entstanden ist (zumindest sieht es so aus, wenn man die Stellen ansieht) folgt, dass zwar jetzt (vielleicht) mehr an die Hochschulen gehen, aber nach dem Grundstudium läßt man sie im Regen stehen.

    3. Warum muss ein Wissenschaftler Reformen durchsetzen? Eh, mal kurz nachgefragt welche Reformen gibt es in der Mathematik, Medizin, Literarurwissenschaft, etc. Es ändern sich die Verfahren, aber wer in der Wissenschaft nach Reformen sucht hat nichts verstanden!

    4. Zur letzten Antwort:
    Tja, hier zeigt sich offensichtlich ein Mangel an Selbstdiziplin, oder nur weil man nicht im Gymnasium gelernt hat, wie man Wissen erwirbt, traut es den anderten nicht zu....

  4. aber als ich damals an die Uni kam, war es ein tolles Gefühl.
    Endlich frei sein!

    Keine Lehrer mehr, die "nur das Beste" für einen oder einen "an die Hand nehmen" wollen! Stattdessen charismatische Menschen, mit richtig viel Wissen, denen keiner sagt was sie zu tun und zu lassen haben.

    Wenn du an die Uni kommst, interessieren die sich einen xxx für dich. Und das ist gut so! Man ist klein und man muß wachsen.

    Keine Anwesenheitspflicht! Aber irgendwo im Hinterkopf weiß man natürlich, dass man die neu gewonnene Freiheit nicht mißbrauchen sollte. Man testet seine eigenen Grenzen, lernt sich selbst kennen.

    Es war eine große Uni und es gab viele große Vorlesungen mit tausenden von Studenten. Wenn man Lust hatte, konnte man überall reinschnuppern, fremde Fachgebiete kennenlernen. Wie gesagt, man hat keinen interessiert, alle Türen waren offen sozusagen.

    • pekka
    • 29.10.2009 um 16:06 Uhr

    zitat: Wer ein geordnetes Studium hat, hat viel mehr Zeit für andere Dinge als diejenigen, die einfach nur so herumlauern.

    Bitte erzählen sie das mal nem bachelorstudenten, der nebenbei keine zeit hat für was anderes, weil er mehr als 40 ZEITSTUNDEN nur vorlesungen und übungen pro woche hat und das noch vorbereiten/nachbereiten will...

    also als noch diplomstudent kenne ich es von kommilitonen im gleichen fach, die aber bachelor/master machen müssen, kann also wunderbar vergleichen und nach den meisten bachelorabschlüssen ist es halt nicht einfach, mal ein bisschen berufserfahrung sammeln und dann weiter studieren, weil, wenn man pech hat, ist man weniger wert als jemand mit der ausbildung in ähnlichen fächern (beispiel: chemie)

    zu studiengebühren, semesterticket etc.: wieso soll sich denn ein staat das nicht leisten dürfen? studenten sind die zukunft, da kann man mal ordentlich kohle reinstecken...

    es gibt da so nen spruch:

  5. nicht nur in Harvard, an fast allen US-Unis braucht man 8 Semester bis zum Bachelor. Vorher ist man aber nur 12 Jahre bis zur Hochschulreife zur Schule gegangen. Dementsprechend müssen an den US-Unis die Studenten dann auch "fachfremde" Kurse belegen, z.B. Biologen Fremdsprachen (hab denen mal Nachhilfe in Deutsch gegeben) oder auch VLs in Politische Wissenschaften. Letztlich sind 2 der 8 Semester unserem 13 Abiturschuljahr gleichzusetzen, nur dass sie am College und nicht an der High school belegt werden...

    Antwort auf "Harvard??"

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