Studienfinanzierung Der Nebenjob als Luxusgut
Bachelorstudenten haben es schwer, Geld nebenher zu verdienen. Ihre Studienpläne sind zu vollgestopft, sie müssen Organisationstalent beweisen.
Die Zentrale der Firma Solon in Berlin, Hersteller von Solarmodulen und Solarkraftwerken. Durch die Fenster des gerade eröffneten Baus sieht man, wie Roboterarme sich in Sekundenbruchteilen von A nach B bewegen, wie Mitarbeiter an glänzend schwarzen Solarmodulen hantieren. Wenige Meter neben der Produktion, in einem sonnendurchfluteten, Dutzende Meter hohen Atrium, liegt das Büro von Jennifer Hofmann. Seit Februar arbeitet sie hier als Assistentin im Marketing, nebenbei. Denn eigentlich studiert Hofmann im fünften Semester Wirtschaftskommunikation auf Bachelor an der HTW Berlin. Und das ist das Problem.
"Wir müssen fünf, sechs Scheine in einem Semester machen, das Bafög-Amt macht Druck, wie soll man da noch Berufserfahrung sammeln, Umwege gehen, irgendetwas ausprobieren?", fragt Hofmann. Sie versucht es trotzdem. Der Preis ist ein enormer Stress. In den ersten Semestern habe sie einen so vollen Stundenplan gehabt, dass von fünf Wochentagen nicht einmal ein halber Tag geblieben sei. An sich hätte sie den gut zum Verschnaufen brauchen können. Sie nahm ihn zum Jobben. "Viele meiner Kommilitonen schaffen das nicht", sagt Hofmann. Vielleicht erklärt sich ihr eigenes Durchhaltevermögen ja dadurch, dass sie schon 30 Jahre alt ist.
In der Bar, im Museum, als Werkstudent, als studentische Hilfskraft an Hochschulen: Viele Firmen und Institutionen können und wollen auf studentische Mitarbeiter als billige, flexible Arbeitskräfte nicht verzichten. Jedes Semester gibt es zuverlässig Nachschub, in Form von Erstsemestern. Aber wie lange noch? Die Studienreformen hätten die wirtschaftliche Situation der meisten Studenten nicht berücksichtigt, kritisiert Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk. Mittlerweile studiere jeder vierte Student in Teilzeit, weil ohne Arbeit das Studium nicht mehr finanzierbar sei.
"Die Berichte der Studenten über ihre Jobsituation sind besorgniserregend." Starre Stundenpläne, Anwesenheitspflicht, von Beginn an für das Abschlusszeugnis zählende Noten, feste Vorgaben, wann welche Scheine abzulegen sind – die Anforderungen an Bachelorstudenten sind wahre Nebenjobkiller. In den alten Magisterstudiengängen konnten die Studenten noch einen Schein zugunsten des Jobs auf das nächste oder übernächste Semester verschieben, kritisieren auch Studentenverbände und mahnen zu mehr Flexibilität.
760 Euro im Monat kann ein durchschnittlicher Student ausgeben. Das muss genügen für Literatur, den Semesterbeitrag der Hochschule, für Miete und Essen. Und selbst auf diese Summe kommen viele Studenten trotz Bafög und Studienkrediten nur, indem sie sich Woche für Woche an die für sie zulässige Grenze von 20 Arbeitsstunden heranarbeiten. 20 Stunden pro Woche sind neben einem vollgestopften Studienplan ein enormer Druck.
Das Haus der Ullstein-Buchverlage in Berlin: Drei, vier Meter hoch ragen die Bücherregale auf, die sich durch alle Flure ziehen. Hier findet sich jedes Werk, das in der mehr als 130-jährigen Verlagsgeschichte bei Ullstein erschienen ist. Rosa Baumgartner, die Literaturwissenschaft und Italienisch studiert, sitzt mit ihrer Kollegin in einem geräumigen Büro, das in den anderen Firmen wohl für doppelt so viele Arbeitsplätze reichen würde. Seit 2008 arbeitet die 23 Jahre alte Bachelorstudentin in der Abteilung Vertrieb und Werbung, gestaltet und produziert die Kataloge mit, in denen der Verlag die demnächst erscheinenden Bücher vorstellt, und bereitet Meetings in ihrer Abteilung vor. Weil sie zuvor schon ihre Ausbildung als Buchhändlerin hier gemacht hat, trauen ihr die Vorgesetzten mehr zu, als es für eine studentische Assistenz üblich wäre.
Ist es nicht viel zu viel, wenn man wie Baumgartner pro Woche gut 20 Stunden an der Uni verbringt und noch einmal mindestens ebenso viel Zeit braucht, um Vorlesungen und Seminare vor- und nachzubereiten? "Natürlich ist es schwierig, alles so zu organisieren, dass weder Studium noch Job darunter leiden. Ich finde aber: Man kann es schaffen", sagt Baumgartner. Wer sich nicht richtig organisieren könne, habe auch vor der Studienreform im Magister schon Probleme gehabt und das Studium für den Job vernachlässigen müssen. Das sei heute nicht anders.
So sind es vor allem die Stresserprobten wie Jennifer Hofmann und Rosa Baumgartner, die mit dem Jobben trotz Bachelor klarkommen. Für die anderen bleibt die Hoffnung auf die von den Kultusministern versprochene Nachbesserung der Studienreform. Auf die hofft übrigens auch Rosa Baumgartner, aber aus anderem Grund: "Es ist schlimm, dass Bachelorstudenten kaum noch abseits der vorgegebenen Pfade studieren können."
- Datum 02.11.2009 - 11:29 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 29.10.2009 Nr. 45
- Kommentare 15
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:










Aber schöb blöd ist, wer nebenbei arbeitet, denn jeder Cent, den ein Student irgendwo verdient, der wird ihm vom Unterhalt abgezogen. Man muss also schon sehr idealistisch sein, um sich für null Euro so einen Stress machen zu wollen...
Ich finde es auch recht schwierig, Studium und Nebenjob unter einem Hut zu bekommen. Der Stundenplan bei mir ist ziemlich "zugeballert"! Allerdings bin ich auf den Nebenjob angewiesen obwohl ich elternunabhängiges BAföG bekomme. Glücklicherweise kann ich somit bis zu 400 € dazu verdienen. Denn wie wir alles wissen, das Leben ist teuer ;)
Ziemlich uninformiert, was Sie da schreiben, kiskil-lilla.
Erstens: Es ist nicht "schön blöd", neben dem Studium arbeiten zu gehen, sondern meistens schlichte Notwendigkeit. In Städten wie Tübingen, in denen ein 9m²-Zimmer direkt an der Bundesstraße eben mal 200€ kosten kann, in denen man Studiengebühren bezahlt und trotzdem nicht mehr Bafög bekommt, bin zumindest ich mit rund 550€ Bafög nicht zurecht gekommen. Ich habe vom ersten Semester an Geld verdienen müssen (und wollen). Mit Idealismus hat das nicht viel zu tun.
Zweitens: Von welchem Unterhalt wird mir das Geld abgezogen? Ich studiere (seit kurzem) außerhalb der Regelstudienzeit (= kein Bafög mehr) und arbeite neben der Abschlussarbeit in drei Jobs 20 Stunden in der Woche. Mir wird nirgends etwas abgezogen. Ich kriege sowieso von niemandem Unterhalt.
Drittens: Ich habe mich durch meine verschiedenen Jobs (vor allem in Forschungsprojekten, als Hilfskraft und Tutorin, aber auch außerhalb der Uni immer fachnah) sehr viel gelernt und viele Kontakte geknüpft. Auch das ist nicht "schön blöd", sondern ziemlich geschickt.
Das in aller Kürze,
mit freundlichem Gruß,
Lycka.
Hallo,
endlich gibts über diese Missstände mal einen Bericht.
Ich selbst studiere auf Bachelor, neben meinen normalen Stundenplan Mo-Do von früh bis abends, finden grundsätzlich jeden zweite Woche Blockveranstaltungen am Freitag und Samstag ebenfalls ganztägig statt.
Bafög bekomme ich keines, da meine Eltern angeblich zu viel Geld haben. Trotzdem sind sie nur in der Lage mich begrenzt zu unterstützen, so dass das Geld zwar für Miete, Versicherungen und Studiengebühren reicht aber nicht zum Leben.
Das Geld, welches ich für Nahrung, Bücher und den privaten Bedarf brauche muss ich mir komplett selbst verdienen. Oftmals kann ich wegen meinem Job an Vorlesungen nicht teilnehmen und verpasse viel Stoff. In der Prüfungszeit ist an schlafen überhautp nicht zu denken, da außer arbeiten und lernen auch noch Haushalt, Projektarbeiten und Vorlesungen abzuleisten sind.
Es wird Zeit, dass der Stundenplan wieder auseinander gezogen wird um auch Studenten mit Job die Möglichkeit zu geben, gute Noten zu schreiben, ausreichend zu schlafen und sich selbst auszuprobieren. An Auslandssemester oder zusätzliche Praktika ist bei so einem straffen Studienplan nicht zu denken.
DAS MUSS SICH ÄNDERN!!!
Ich finde es auch recht schwierig, Studium und Nebenjob unter einem Hut zu bekommen. Der Stundenplan bei mir ist ziemlich "zugeballert"! Allerdings bin ich auf den Nebenjob angewiesen obwohl ich elternunabhängiges BAföG bekomme. Glücklicherweise kann ich somit bis zu 400 € dazu verdienen. Denn wie wir alles wissen, das Leben ist teuer ;)
Ziemlich uninformiert, was Sie da schreiben, kiskil-lilla.
Erstens: Es ist nicht "schön blöd", neben dem Studium arbeiten zu gehen, sondern meistens schlichte Notwendigkeit. In Städten wie Tübingen, in denen ein 9m²-Zimmer direkt an der Bundesstraße eben mal 200€ kosten kann, in denen man Studiengebühren bezahlt und trotzdem nicht mehr Bafög bekommt, bin zumindest ich mit rund 550€ Bafög nicht zurecht gekommen. Ich habe vom ersten Semester an Geld verdienen müssen (und wollen). Mit Idealismus hat das nicht viel zu tun.
Zweitens: Von welchem Unterhalt wird mir das Geld abgezogen? Ich studiere (seit kurzem) außerhalb der Regelstudienzeit (= kein Bafög mehr) und arbeite neben der Abschlussarbeit in drei Jobs 20 Stunden in der Woche. Mir wird nirgends etwas abgezogen. Ich kriege sowieso von niemandem Unterhalt.
Drittens: Ich habe mich durch meine verschiedenen Jobs (vor allem in Forschungsprojekten, als Hilfskraft und Tutorin, aber auch außerhalb der Uni immer fachnah) sehr viel gelernt und viele Kontakte geknüpft. Auch das ist nicht "schön blöd", sondern ziemlich geschickt.
Das in aller Kürze,
mit freundlichem Gruß,
Lycka.
Hallo,
endlich gibts über diese Missstände mal einen Bericht.
Ich selbst studiere auf Bachelor, neben meinen normalen Stundenplan Mo-Do von früh bis abends, finden grundsätzlich jeden zweite Woche Blockveranstaltungen am Freitag und Samstag ebenfalls ganztägig statt.
Bafög bekomme ich keines, da meine Eltern angeblich zu viel Geld haben. Trotzdem sind sie nur in der Lage mich begrenzt zu unterstützen, so dass das Geld zwar für Miete, Versicherungen und Studiengebühren reicht aber nicht zum Leben.
Das Geld, welches ich für Nahrung, Bücher und den privaten Bedarf brauche muss ich mir komplett selbst verdienen. Oftmals kann ich wegen meinem Job an Vorlesungen nicht teilnehmen und verpasse viel Stoff. In der Prüfungszeit ist an schlafen überhautp nicht zu denken, da außer arbeiten und lernen auch noch Haushalt, Projektarbeiten und Vorlesungen abzuleisten sind.
Es wird Zeit, dass der Stundenplan wieder auseinander gezogen wird um auch Studenten mit Job die Möglichkeit zu geben, gute Noten zu schreiben, ausreichend zu schlafen und sich selbst auszuprobieren. An Auslandssemester oder zusätzliche Praktika ist bei so einem straffen Studienplan nicht zu denken.
DAS MUSS SICH ÄNDERN!!!
Ich finde es auch recht schwierig, Studium und Nebenjob unter einem Hut zu bekommen. Der Stundenplan bei mir ist ziemlich "zugeballert"! Allerdings bin ich auf den Nebenjob angewiesen obwohl ich elternunabhängiges BAföG bekomme. Glücklicherweise kann ich somit bis zu 400 € dazu verdienen. Denn wie wir alles wissen, das Leben ist teuer ;)
Ich bin noch Magisterstudentin und habe mir mein Studium auch immer schon zu 70% selbst finanziert. Meines Erachtens vernachlässigen das neue wie auch das alte Studiensystem die wirtschaftliche Situation zahlreicher Studenten- was unweigerlich zu einem 2-Klassen Studium führt. Es ist ein Unterschied, ob man darüber nachdenken muss, wie man die für das Studium obligatorischen Exkursion nach Tübingen bezahlt oder ob man sich entspannt studierend für die 2000€ teuere Alternative Dakar eintragen kann.
Die realitätsferneren Exemplare unter den Lehrbeauftragten, die leider zahlreich sind, argumentieren gerne, man müsse sich besser organisieren und disziplinierter sein. Das ist aber blanker Hohn, denn jeder teilzeitarbeitende Student, der locker auf eine 60-80 Stunden umfassende Arbeitswoche kommt, ist dazu ohnehin gezwungen. Der Generalvorwurf der Faulheit führt letztendlich bei einigen der damals noch im Magisterstudium 12 Semesterwochenstunden absolvierenden "Papa zahlt"- Studenten nicht selten zu dem Schluss, man müsse ja garnicht studieren, wenn man es denn nicht finanzieren kann.
Es geht mir hierbei nicht um ein blutrot gefärbtes Klassenkampf-aus-Sozialneid- Geschwätz. Es steht aber zur Frage, wieso das Studiensystem leistungswillige und hart arbeitende Studenten vernachlässigt zugunsten derer, die sich dank Papas Geldbeutel irrtümlicherweise selbst für Leistungsträger in spe halten.
Wenn man will geht alles.
Ich habe an der FH berufsbegleitend studiert. Von 09.00 - 16.30 Uhr arbeiten. 17.00 - 22.00 Uhr Anwesenheitspflicht an der FH bis zu sieben Tage die Woche, danach wieder arbeiten, nicht selten bis 04.00 Uhr in der Früh. Nächster Tag 09.00 Uhr selbstverständlich wieder im Job. Dieser auch bis zu 7 Tage die Woche.
Das ganze mit zwei kleinen Kindern und einer großartigen Frau, die noch immer bei mir ist. Dazwischen noch ein Haus gebaut und den Erfolg der Firma, nicht zuletzt Dank des neuen Wissens,gesteigert.
Ich habe meinen Abschluß dieses Jahr noch als Mag.(FH)gemacht. Fern ab von kolportierten 12 Wochenstunden. Ich war ganz sicher nicht der beste Student, aber wahrscheinlich einer der erfolgreichsten. Wär´s leicht könnt´s jeder meine Damen und Herren!
Ich bin Bachelorstudentin im 5. Semester. Ich verbringe ca. 25 Stunden / Woche an der FH, und benötige etwa die selbe Zeit oder sogar etwas mehr, um zuhause an meinen Projekten zu Arbeiten, Hausaufgaben zu machen oder für Klausuren zu lernen. Dazu arbeite ich zwischen 15 und 20 Stunden die Woche. Ja das geht. Es bedeutet aber auch, dass mehr als 5-6 Stunden Schlaf nicht drin sind, in Klausurenphasen noch deutlich weniger. Es bedeutet auch, dass Studentenfeten oder Sozialleben sich größtenteils auf den Sonntag konzentriert. Und es bedeutet auch, dass ich grundsätzlich eine Woche nach Ende des Semesters für 7-10 Tage mit Grippe und Fieber im Bett liege.
Stresserprobt bin ich sicher. Organisieren kann ich auch.
Aber wenn der Preis ist, dass ich mit 25 meinen ersten Burnout erlebe - dan verzichte ich auf beides dankend!
Ziemlich uninformiert, was Sie da schreiben, kiskil-lilla.
Erstens: Es ist nicht "schön blöd", neben dem Studium arbeiten zu gehen, sondern meistens schlichte Notwendigkeit. In Städten wie Tübingen, in denen ein 9m²-Zimmer direkt an der Bundesstraße eben mal 200€ kosten kann, in denen man Studiengebühren bezahlt und trotzdem nicht mehr Bafög bekommt, bin zumindest ich mit rund 550€ Bafög nicht zurecht gekommen. Ich habe vom ersten Semester an Geld verdienen müssen (und wollen). Mit Idealismus hat das nicht viel zu tun.
Zweitens: Von welchem Unterhalt wird mir das Geld abgezogen? Ich studiere (seit kurzem) außerhalb der Regelstudienzeit (= kein Bafög mehr) und arbeite neben der Abschlussarbeit in drei Jobs 20 Stunden in der Woche. Mir wird nirgends etwas abgezogen. Ich kriege sowieso von niemandem Unterhalt.
Drittens: Ich habe mich durch meine verschiedenen Jobs (vor allem in Forschungsprojekten, als Hilfskraft und Tutorin, aber auch außerhalb der Uni immer fachnah) sehr viel gelernt und viele Kontakte geknüpft. Auch das ist nicht "schön blöd", sondern ziemlich geschickt.
Das in aller Kürze,
mit freundlichem Gruß,
Lycka.
auch am Rande dieses Wahnsinns kann ein Nebenjob nicht einmal angedacht werden!
Ich studiere in einem Bachelorstudiengang und ich werde in 4 anstelle in 6 Semestern fertig sein.
Ich sitze 36h/Woche in Seminaren (Anwesenheitspflicht), arbeite 15h/Woche und pendle noch zusätzlich, was mich im Idealfall 2h, eher aber 3h/Tag kostet. Wenn man das alles zusammen nimmt, komme ich auf eine 61-66h-Woche. Und da habe ich noch nichts zusätzliches für die Uni gemacht, nichts gelesen und kein Wort geschrieben, vom Haushalt mal ganz zu schweigen.
Ein Sozialleben habe ich trotzdem.
Es geht also, einfach ist es nicht, aber dieses ewige Rumgeheule kann ich auch nicht mehr hören. Viele (nicht alle!), die sich andauernd beschweren, arbeiten nicht einmal nebenher und kriegen es trotzdem nicht auf die Reihe ihre 30CP im Semester zu machen, obwohl sie z.T. montags und/oder freitags noch frei haben...
Natürlich ist das Stress, und das Pensum, das ich durchziehe, schafft bestimmt auch nicht jeder (ich lese extrem schnell, lerne sehr leicht und brauche nicht viel Schlaf), aber 30CP im Semester sollten machbar sein, auch mit Nebenjob und ohne besondere Begabung.
Natürlich geht es mir manchmal gewaltig auf die Nerven und ich hätte gerne mehr freie Zeit, manchmal fühle ich mich als würde ich blind mit 10 Bällen jonglieren, aber kurz vorm Burnout stehe ich definitiv nicht. Ich habe es mir schließlich so ausgesucht und nichts zwingt mich mehr als das vorgeschriebene Pensum zu machen (außer mein Unwille der Uni noch länger 500€/Semester in den Rachen zu werfen^^).
Sie sind offenbar einer der recht wenigen Wunderkinder. Ich bewundere Leute, die zielstrebig sind, wissen, was sie wollen und ihr Pensum innerhalb kürzester Zeit schaffen.
Aber mal ehrlich (ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen): Wie sieht Ihr Sozialleben wirklich aus? Haben Sie soziale Kontakte außerhalb des Studiums, die über eMail und SMS hinausgehen?
Mag sein, dass Sie zu denjenigen gehören, die voll und ganz in ihrem Beruf aufgehen. Aber glauben Sie mir, das wahre Leben ist weit mehr als nur Arbeit.
Mag auch sein, dass Ihnen der Stress noch nichts anhaben kann. Die Tücke an Stress ist aber gerade, dass er die Gesundheit schleichend und nachhaltig zerstört, bis es zu spät ist. Ich wünsche Ihnen aufrichtig, dass Sie dies nicht in einigen Jahren schmerzlich einsehen müssen.
Zu Ihrer Bemerkung des "Rumheulens" etc. möchte ich nur folgendes anmerken:
Sicher haben Sie Recht, dass manche Leute nur nach dem einfachsten Weg suchen und jeden Aufwand scheuen. Nichtsdestotrotz sollten Sie bedenken, dass die Menschen verschieden sind und jeder seinen eigenen Rhythmus hat, und der ist nun mal nicht immer mit den rigiden Vorgaben vereinbar.
Ich selbst habe noch auf Diplom studiert. Auch wenn dort insgesamt die Rahmenbedingungen sicher einfacher waren, so waren schon die vorgegebenen Regelstudienzeiten, an denen z.B. die Auszahlung des BAföG bemessen wurde, für die wenigsten Studierenden realistisch.
Sie sind offenbar einer der recht wenigen Wunderkinder. Ich bewundere Leute, die zielstrebig sind, wissen, was sie wollen und ihr Pensum innerhalb kürzester Zeit schaffen.
Aber mal ehrlich (ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen): Wie sieht Ihr Sozialleben wirklich aus? Haben Sie soziale Kontakte außerhalb des Studiums, die über eMail und SMS hinausgehen?
Mag sein, dass Sie zu denjenigen gehören, die voll und ganz in ihrem Beruf aufgehen. Aber glauben Sie mir, das wahre Leben ist weit mehr als nur Arbeit.
Mag auch sein, dass Ihnen der Stress noch nichts anhaben kann. Die Tücke an Stress ist aber gerade, dass er die Gesundheit schleichend und nachhaltig zerstört, bis es zu spät ist. Ich wünsche Ihnen aufrichtig, dass Sie dies nicht in einigen Jahren schmerzlich einsehen müssen.
Zu Ihrer Bemerkung des "Rumheulens" etc. möchte ich nur folgendes anmerken:
Sicher haben Sie Recht, dass manche Leute nur nach dem einfachsten Weg suchen und jeden Aufwand scheuen. Nichtsdestotrotz sollten Sie bedenken, dass die Menschen verschieden sind und jeder seinen eigenen Rhythmus hat, und der ist nun mal nicht immer mit den rigiden Vorgaben vereinbar.
Ich selbst habe noch auf Diplom studiert. Auch wenn dort insgesamt die Rahmenbedingungen sicher einfacher waren, so waren schon die vorgegebenen Regelstudienzeiten, an denen z.B. die Auszahlung des BAföG bemessen wurde, für die wenigsten Studierenden realistisch.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren