Angstgesellschaft "Wer Angst hat, will mehr Sicherheit"
René Rhinow, Präsident des Schweizerischen Roten Kreuzes, hält die Schweizer für eine zunehmend verängstigte Gesellschaft. Deshalb verlangten sie vom Staat immer neue Regeln – und das Prinzip Eigenverantwortung gehe langsam verloren.
DIE ZEIT: Herr Rhinow, wir leben heute in einer Gesellschaft, die mittels Vorschriften und Regeln immer unfreier wird. Wie konnte das passieren?
Rene Rhinow: Ich würde zuerst die Gegenthese aufstellen, dass, historisch gesehen, bei uns noch nie so viele Menschen so viele Freiheiten und Chancen hatten wie heute. Und es geht einem wachsenden Teil unserer Gesellschaft schlechter, dieser kann von den Freiheiten nicht oder weniger profitieren als die Mehrheit. Hier machen Gesetze diese Menschen nicht unfreier – im Gegenteil, sie schützen sie. Aber es ist richtig, dass durch die wirtschaftliche und technologische Entwicklung, durch die Globalisierung und den Verlust von gesellschaftlichen Regeln laufend ein neuer Regelungsbedarf geltend gemacht wird.
ZEIT: Wer nicht mehr weiß, was sich gehört, braucht Regeln?
Rhinow: Unter Umständen ja. Das Maßvolle ist die Basis für jedes Zusammenleben. Wenn jeder abschöpft, was er kann, wenn Recht massiv verletzt wird, wird nach neuen gesetzlichen Normen gerufen. Nach einigen schlimmen Raserunfällen wird eine Verschärfung des Strafmaßes verlangt. Ein paar Fälle von Sozialmissbrauch führen zu einem Ruf nach Überwachung aller! Und so weiter. Die kritische Frage des Liberalen lautet aber: Kann das Recht solche Fälle überhaupt verhindern, oder geht es nur um politische Symbolik? Rechtfertigt jeder Missbrauch eine neue Einschränkung für alle oder doch viele Menschen?
ZEIT: Und?
Rhinow: Es ist gefährlich, wenn aus aktuellem Anlass immer sofort ein neues Gesetz gefordert wird. Zudem geht es bei der Frage nach einem neuen Gesetz oft um die Kernfrage, ob damit die Menschenwürde aller, etwa auch von Ausländern, besser geschützt wird. Viele sogenannte Liberale reden nur von der individuellen Freiheit, ohne sich darum zu kümmern, ob alle Menschen davon Gebrauch machen können.
- Kalter Krieg
In der Schweiz fiel die Mauer ein bisschen früher. Es war im Jahre 1989, als gleich drei Ungeheuerlichkeiten geschahen. Im Januar musste die erste Frau im Bundesrat, Elisabeth Kopp, wieder gehen, weil sie ihren Mann telefonisch von einer bevorstehenden Untersuchung seiner Firma wegen Verdachts auf Geldwäsche unterrichtet hatte. Die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) sprach Kopp vom Vorwurf der Amtsgeheimnisverletzung frei – und förderte zufällig zutage, dass der Schweizer Geheimdienst über die Jahrzehnte Fichen von 700.000 vor allem linken Schweizerinnen und Schweizern angelegt hatte.
- PUK
Die sich wiederum daran anschließende PUK brachte die Existenz einer geheimen militärischen Kadertruppe ans Licht. Diese Organisation namens P-26 sollte im Fall der Besetzung der Schweiz durch fremde Mächte eine Widerstandsarmee aufbauen. Den Schlusspunkt hinter diese Produkte des Kalten Kriegs setzte schließlich ein Jahr später Friedrich Dürrenmatt in seiner sagenhaften Lobrede auf Václav Havel: Die Schweiz – ein Gefängnis . Seine Groteske über ein Land, in dem jeder Wärter auch sein eigener Gefangener ist, entstellte den Geisteszustand der Eidgenossenschaft zur Kenntlichkeit – und war gleichzeitig ein Aufruf, aus der selbst gewollten Isolation auszubrechen und endlich in der Europäischen Union mitzutun.
- Nachrichtendienst
Laut neuesten Informationen enthält die Datenbank des Inlandsnachrichtendienstes schon wieder Fichen von 118.000 Einwohnern, davon sind aber nur 6000 Schweizer.
ZEIT: Haben wir das Maß verloren?
Rhinow: Zuweilen schon. Wenn etwa ein, zwei Hundehalter ihre Aufsichtspflicht verletzt haben und ein Kind gebissen wurde, will man neue, schärfere Gesetze. Ist das nicht übertrieben? Doch politisch ist es oft heikel, zur Besonnenheit aufzurufen, weil dies in der Öffentlichkeit rasch als Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern dargestellt wird. Die »Betroffenheitsdemokratie« verlangt nach Konsequenzen. Der Verweis auf Eigenverantwortung wird politisch kaum honoriert, vielmehr lassen wir uns von der irrigen Vorstellung leiten, der Staat könne für alles verantwortlich sein, vor allem auch für unsere Sicherheit.
ZEIT: Woher kommt diese Sehnsucht?
Rhinow: Eine gute Frage, die ich in zwei Sätzen nicht beantworten kann. Es hat sicher damit zu tun, dass die moderne Gesellschaft heute ein anderes Staatsverständnis hat als früher und dass der Politik- und Medienbetrieb in unserer Demokratie diese Illusion pflegt. Interessant wird es sein, wie sich die Gesellschaft verhält, wenn sie den Staat immer mehr auch als »Versager« erlebt, der in gewissen Problemlagen als ohnmächtig dasteht.
ZEIT: Ist es Ausdruck einer verängstigten Gesellschaft, wenn sie sich mehr Regeln geben muss?
Rhinow: Wer Angst hat, will mehr Sicherheit, und dafür soll der Staat sorgen. Und die Angst nährt sich aus dem Unbekannten, Neuen, Bedrohlichen, das viele nicht deuten können. So wird die Angst von gewissen politischen Strömungen erfolgreich bewirtschaftet. Ängste manifestieren sich etwa gegenüber Ausländern, Andersfarbigen, Minaretten. Viele Schweizer spüren zwar, dass sich ihr Land in einem völlig veränderten Umfeld befindet. Aber das wird verdrängt – nach dem Motto, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Man zieht sich dann zurück auf klassische Werte wie Autonomie, Neutralität und Sicherheit, weil die scheinbar Halt vermitteln.
ZEIT: Dies sind reine Fiktionen.
Rhinow: Wenn man sie absolut nimmt, ja. Statt sich zu fragen, wie autonom unser Land wirklich noch ist, welchen Sicherheitsgewinn eine Neutralität heute noch bieten kann, zieht man sich auf diese Mythen zurück. Zeigt uns unsere Geschichte nicht, dass sich die Schweiz nur unter zwei Voraussetzungen maßgeblich verändert hat: unter großem Druck von außen oder bei schwerer Not im Innern? Ohne Napoleon gäbe es wohl keine Schweiz, und ohne den Zweiten Weltkrieg wäre die AHV nicht oder viel später beschlossen worden. Große Not leiden wir zum Glück nicht, aber der Druck von außen wächst ständig – davor verschließen viele die Augen. Und je größer der Druck von außen, umso stärker werden die Isolationisten im Inland! Anstatt realitätsbezogen darüber nachzudenken, wie wir unsere vitalen Interessen bestmöglich wahrnehmen können, baut man weiter an einer abschottenden Mauer.
ZEIT: Gut, aber müssen Sie sich nicht auch selbst an der Nase nehmen? Die Schuldigen an dieser Gesetzesflut sind in Ihrer Zunft zu suchen, bei den Juristen.
Rhinow: Wieso?
ZEIT: Heute lauert überall ein Jurist und droht mit dem Gesetzbuch. Das fördert die Angst.
Rhinow: Ein schönes Bild – die lauernden Juristen. Aber verwechseln Sie nicht Ursache und Wirkung? Die Menschen werden nicht häufiger krebskrank, weil es mehr Ärzte gibt, sondern es gibt mehr Ärzte, weil es mehr krebskranke Menschen gibt. So gibt es auch deshalb mehr Juristen, weil es immer mehr Gesetze gibt. Nein, die »Schuld« liegt bei der Politik in unserer Mediendemokratie. Ein Politiker erreicht in der Regel etwas mit einem neuen Gesetz oder einer neuen Bestimmung. Wer aber ein Gesetz abschafft, wird nicht belohnt. Dies ist auch eine Folge unserer Demokratie, denn ein Volk hat die Politiker, die es verdient.
ZEIT: Sie waren auch mal einer.
Rhinow: Ja, ich habe mich auch für Gesetzesrevisionen eingesetzt. So denke ich dankbar an die Totalrevision der Bundesverfassung zurück, die ich aktiv mitgestalten durfte – und die den Freiheitsschutz verbessert hat. Im Übrigen darf ich von mir behaupten, nie gekuscht zuhaben, wenn die Stimmung im Volk meiner Überzeugung nicht unbedingt günstig gesinnt war. Ich habe mich etwa für den EU-Beitritt ausgesprochen. Meinen Sie, damit habe ich mir nur Freunde gemacht?
ZEIT: Machen wir so weiter, bekommen wir eine Gesellschaft von Duckmäusern. Was ist zu tun?
Rhinow:
Die Meinungsführer müssen ihre außenpolitischen Scheuklappen ablegen und dem Volk reinen Wein einschenken – aufs Risiko hin, dass sie nicht nur Applaus ernten. Der Bundesrat müsste vorangehen und Klartext über die wahre Situation unseres Landes reden. Ich wünschte mir auch von »meiner« Partei, der FDP, mutigere und realistischere außenpolitische Signale.
Das Gespräch führte Peer Teuwsen
- Datum 29.10.2009 - 12:19 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 29.10.2009 Nr. 45
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Herr Rhinow scheint auch ausser Acht zu lassen, dass die Schweiz (resp. die besiedelbaren Teile) extrem dicht besiedelt ist und der Anteil an Ausländern bei über 21% (!) liegt. Da bleiben Konflikte nun mal nicht aus, da man extrem dicht aufeinander hockt und viele verschiedene Mentalitäten aufeinandertreffen. Dadurch und durch die zunehmende Anonymisierung lässt sich heute nun halt vieles einfacher auf Gesetztesstufe lösen, was früher noch über informelle Verhaltenskodizis geregelt war. Dann ist jedem klar, was gilt, und es gilt für jeden das Gleiche. Die Tendenz nach mehr Gesetzen hat mit Angst nicht viel zu tun, sondern damit, dass man sich ein friedliches Leben wünscht. Auch die Ablehnung von Fremden hat oft nicht mit Angst zu tun, sondern damit, dass man sich in der eigenen Kultur am wohlsen fühlt und einfach nicht versteht, weshalb man wegen der Meinung von ein paar Politkern die eigene Kultur aufgeben und an die der Zuwanderer anpassen soll.
Auch muss durchaus zwischen der Meinung in den Medien und der des Volkes unterschieden werden. Der normale Mensch auf der Strasse ist meist wesentlich vernünftiger als an meint und sieht durchaus, dass man nicht immer nur alles über neue Gesetze lösen kann.
Ich sehe keine Angst in der Schweiz (oder auch in Deutschland), sondern eher Menschen, welche die Regeln, nach denen sie leben wollen, selbst bestimmen möchten und nicht einfach alle von aussen kommenden Entwicklungen unkritisch hinnehmen. Ich sehe keine Angstgesellschaft.
sind die Deutschen aber mitgerechnet...
sind die Deutschen aber mitgerechnet...
Moslem braucht sicher Moschee und Minarette. JA. Der gläubige Jude braucht sicher Synagoge und Tempelberg. JA.
Der gläubige Christ braucht sicher Kirche und Glocke. JA.
Wenn der gläubige Moslem also Moschee u. Minarette braucht..
dann haben wir ganz schnell auf der Welt ganz viele Moslems
die entweder ihre Religion nicht ausüben können oder gar keine echten Moslems sind. Man stelle sich vor, jedes Dorf
in der Welt, in Afrika oder Asien, in Südamerika oder sonst
muss jetzt schnell Moschee mit Minaretten bauen... sonst ist das kein echter Glaube. Da sind das dann plötzlich nur noch ganz wenige Moslems. Eine Minderheitenreligion. Kann man also getrost zu den Sekten sortieren. Die Schweizer haben sich schlicht gegen Fremdbestimmung entschieden.
mit dem Minarett, ein dem griechisch/byzantinischen Leuchturm nachempfundes Gebäude. Die Schweizer haben sich gegen den Bau entschieden wie sich das BVerG gegen das Kreuz in öffentlichen Schulen entschieden hat. Nur hier handelt es sich um eine religiöses Gebäude und keine öffentliche Lehranstalt - die Angst vor "Überfremdung" war m.E. die eigentliche Volksbefragung. Ein lächerliches Bauwerk als Aufhänger !? Welche Probleme haben die Schweizer eigentlich sonst noch bei 4 vollendeten Bauwerken ? Klar, Aleviten brauchen kein Minarett, der quietistische Gläubige auch nicht, doch welche Toleranz soll von diesem Volksentscheid einer westlichen Gesellschaft in die Welt abstrahlen ? Keine ! Ein Armutszeugnis oder besser ein Volk von Spießern.
mit dem Minarett, ein dem griechisch/byzantinischen Leuchturm nachempfundes Gebäude. Die Schweizer haben sich gegen den Bau entschieden wie sich das BVerG gegen das Kreuz in öffentlichen Schulen entschieden hat. Nur hier handelt es sich um eine religiöses Gebäude und keine öffentliche Lehranstalt - die Angst vor "Überfremdung" war m.E. die eigentliche Volksbefragung. Ein lächerliches Bauwerk als Aufhänger !? Welche Probleme haben die Schweizer eigentlich sonst noch bei 4 vollendeten Bauwerken ? Klar, Aleviten brauchen kein Minarett, der quietistische Gläubige auch nicht, doch welche Toleranz soll von diesem Volksentscheid einer westlichen Gesellschaft in die Welt abstrahlen ? Keine ! Ein Armutszeugnis oder besser ein Volk von Spießern.
sind die Deutschen aber mitgerechnet...
Wieso ist bei allen Artikeln zum Volksentscheid in der Schweiz die Kommentarfunktion abgeschaltet? Das finde ich reichlich unsouverän.
Natürlich wird es in der islamischen Welt Empörung über das Ergebnis dieses Volksentscheids in der Schweiz geben. Den Aufschrei in der westlichen Welt verstehe ich dagegen nicht so ganz.
1. Es dürfen weiter Moscheen in der Schweiz gebaut werden.
2. Minarette sind vor allem ein Machtsymbol des Islams (Nachzulesen in diversen Enzyklopädien).
3. Und Minarette sind durch ihre Größe und auffällige Bauform dazu geeignet, da Bild einer Stadt entscheidend zu prägen.
Ich sehe nicht, dass Minarette zur Glaubensausübung der Muslime essentiell sind und durch ein Verbot von Minaretten die Religionsfreiheit limitiert wird. Wir müssen in einer aufgeklärten Gesellschaft zwar nicht Gleiches mit Gleichem vergelten, aber natürlich drängt sich die Frage auf, wie groß die Toleranz in islamischen Ländern wäre, wenn in Städten große Kirchen mit riesigem Kreuz auf der Kirchturmspitze als (Macht-)Symbol der katholischen Kirche errichtet würden.
die stolzen Reitervölker der arabischen Welt ? Die Beduinen
und die Tuareks ? Um Himmels Willen ( um keinem auf die
Füße zu treten ) ! Sie sind gar keine echten Gläubigen ! Sie nehmen ja nur ihren Gebetsteppich ( so vorhanden ) und
knien in der Wüste nieder. Nix da, ihr und Moslems ? Die
Schweizer haben ihre Möglichkeit genutzt gegen Fremdbestimm-
ung zu votieren. Wenn die etablierten Partein nach der
Machtübergabe durch den Wähler an sie den Wähler nicht mehr hören wollen ... dann haben die Schweizer die Möglichkeit jeden dahergelaufenen Esel mit ihrem Willen zu bepacken u.
zu zeigen wo sie's lang haben wollen. Das ist angewendete
Not - Demokratie. Es wird die etablierten Kräfte lehren.
Die Ultrarechten werden auch noch begreifen das die wenigsten Wähler ultrarechts sind. Keine Sorge. Der Schweizer ist geübt und erprobt.
hätten für das verbot der minarette gestimmt oder "eine satte mehrheit" der schweizer, so oder ähnlich kann man es auf zeit-online lesen (da die kommentarfunktion bei den entsprechenden artikeln abgeschaltet ist, muss ich meine anmerkung leider auf dem weg über diesen artikel anbringen).
ich teile die einschätzung, dass das abstimmungsergebnis ein fatales signal ist - aber: nicht 58 prozent der schweizer, sondern 58 prozent derer, die sich an der abstimmung beteiligt haben, haben gegen die minarette gestimmt (man vergleiche: nicht 15% der deutschen haben am 27.9. fdp gewählt! sic!). bei einer abstimmungsbeteiligung von gut 50% (richtig?) sind das ca. 25% der schweizer (oder rechne ich falsch?).
will sagen: eine präzisere sprache täte der redaktion gut. auch 25% prozent sind nicht wenig, aber eben nicht "eine satte mehrheit" der schweizer. vielleicht gibt es unter denen, die nicht abstimmen gegangen sind, ja weniger angstbesetzte islamphobiker- wer weiß? das wäre ein kleines hoffnungszeichen (und eine versuchte Ehrenrettung für "die" schweizer). so wie es die schweizer kirchen ehrt, dass sie diese unselige kampagne und ihr ergebnis kritisiert haben (und das hoffentlich nicht aus eigennutz)
In einer Demokratie ist es völlig in Ordnung, seine Meinung zu äußern, auch zu einzelnen Bauvorhaben. Man kann über Standort, Größe und Gestaltung einer Kirche, einer Moschee, einer Synagoge oder eines Tempels diskutieren. Es ist aber sehr intolerant und unzivilisiert, den Bau von Minaretten oder Kirchtürmen grundsätzlich zu verbieten, wenn es einem Land Einwohner gibt, die sich das wünschen - egal ob in der Schweiz oder in einem anderen Staat. Wenn die Schweizer viele Einwanderer in ihrem Land haben möchten, weil sie sonst mangels Arbeitskräfte verarmen, dann müssen sie auch deren Religionen akzeptieren. Integration heißt nicht Selbstaufgabe, sondern das Bemühen um gegenseitiges Verständnis und Freundlichkeit. Wer dazu nicht bereit ist, der muss eben ein armseliges Leben führen. Rechtsradikales Denken ist in meinen Augen armselig. Macht Euch das nicht zu eigen, liebe Schweizer, sonst verliert Ihr Euren Stolz. Kehrt um, und macht dieses Gesetz wieder rückgängig.
mit dem Minarett, ein dem griechisch/byzantinischen Leuchturm nachempfundes Gebäude. Die Schweizer haben sich gegen den Bau entschieden wie sich das BVerG gegen das Kreuz in öffentlichen Schulen entschieden hat. Nur hier handelt es sich um eine religiöses Gebäude und keine öffentliche Lehranstalt - die Angst vor "Überfremdung" war m.E. die eigentliche Volksbefragung. Ein lächerliches Bauwerk als Aufhänger !? Welche Probleme haben die Schweizer eigentlich sonst noch bei 4 vollendeten Bauwerken ? Klar, Aleviten brauchen kein Minarett, der quietistische Gläubige auch nicht, doch welche Toleranz soll von diesem Volksentscheid einer westlichen Gesellschaft in die Welt abstrahlen ? Keine ! Ein Armutszeugnis oder besser ein Volk von Spießern.
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