Deutschlandkarte : Die Bioladen-Dichte

In welchen Teilen Deutschlands neigen die Menschen eher zu Müsli und Biomilch? Und wo greift man lieber nach der Fleischwurst? Unsere Karte zeigt es
Wo gibt es die meisten Bioläden in Deutschland?

Wer Müsli und Biomilch frühstückt, der möchte der Natur und sich selbst Gutes tun. Dieses Verlangen ist unter Akademikern offenbar weitverbreitet. Jedenfalls gibt es, wie unsere Karte zeigt, in Studentenstädten mehr Bioläden: vor allem in Freiburg, Regensburg und Heidelberg.

Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick

Offenbar neigt der süddeutsche Akademiker noch etwas stärker als der norddeutsche zum Bioprodukt, was daran liegen könnte, dass die Menschen im Süden wohlhabender sind, oder auch daran, dass im Norden die Landwirtschaft seltener ökologisch ist, und gerade unter Akademikern ist der Leitsatz verbreitet, man solle lokale Produkte kaufen.

Das Ost-West-Gefälle ist übrigens weniger groß als das zwischen dem Ruhrpott (und den Städten drum herum) und dem restlichen Deutschland. In Gelsenkirchen muss man von einer wahren Müslifeindlichkeit sprechen. Auch wenn dort längst nicht mehr jeder unter Tage arbeitet, so hat sich die Annahme gehalten, dass ein Müsli vielleicht gesund sei, richtig satt mache jedoch eher eine ganz normale mit Fleischwurst belegte Doppelstulle.

Recherche: Friederike Milbradt

Kommentare

4 Kommentare Kommentieren

Falsches Ranking?

Der Berliner Bezirk Prenzlauer Berg hat alleine 11 Biosupermärkte, ohne die ganzen kleinen Märkte mit zu zählen und eine Einwohnerzahl von ca. 140.000 Bürgern. Wäre der Prenzlauer Berg eigenständig, würde er wohl eine Großstadt darstellen. er hätte auch mehr als 10,41 Biomärkte je 100000 Einwohner. Dann wäre wohl nicht Freiburg führend, oder?

Mit freundlichen Grüßen und mildem Lächeln Jan Grobi

Wer rechnen kann ist klar im Vorteil

Lieber mild lächelnder JG,

wenn der Prenzlberg 11 Biosupermärkte hat und 140 000 Einwohner (die kleinen Läden, die ein zwei Bioprodukte rumstehen haben, wurden woanders sicher auch nicht gezählt), dann wage ich zu bezweifeln, dass er die 10,41 Biomärkte auf 100 000 Einwohner damit knackt.

Ebenfalls milde Grüße aus dem Müslisüden :P