Teilchenbeschleuniger
Störung aus der Zukunft
Wird das Cern von geheimnisvollen physikalischen Kräften sabotiert? Zwei Physiker behaupten das allen Ernstes.
© CERN/ddp

Schon wenige Tage nach dem Start im September 2008 hatte ein Kurzschluss den "Large Hadron Collider" (LHC) lahmgelegt
Das hat den gebeutelten Forschern am Cern gerade noch gefehlt. Nicht nur, dass sie sich vor dem Start ihres neuen Riesenbeschleunigers mit dem absurden Vorwurf herumschlagen mussten, der Large Hadron Collider (LHC) produziere gefährliche schwarze Löcher, die am Ende die Erde verschlingen könnten.
Nicht nur, dass der LHC dann kurz nach seinem Start einem Kurzschluss zum Opfer fiel, der mehrere supraleitende Magneten zerstörte, Tonnen von tiefgekühltem Helium freisetzte und seither die größte und teuerste Experimentiermaschine der Welt lahmlegt. Nun, wenige Wochen vor dem mit Spannung erwarteten Neustart des LHC, behaupten auch noch zwei Physiker allen Ernstes, der Riesenring werde gewissermaßen aus der Zukunft sabotiert.
Schuld an den LHC-Pannen ist nämlich, so die Theorie von Holger Bech Nielsen und Masao Ninomiya, das lange gesuchte Higgs-Boson. Die Entdeckung dieses Elementarteilchens, das allen anderen Materiebausteinen ihre Masse verleihen soll, ist eines der Topziele, die man mit dem neuen Beschleunigerring am europäischen Kernforschungslabor Cern in Genf endlich erreichen möchte.
Doch was, wenn das – bislang nur theoretisch vorhergesagte – Partikelchen die merkwürdige Eigenschaft hätte, sich seiner Entdeckung zu widersetzen? Könnte es nicht sein, dass der Nachweis eines einzelnen Higgs-Bosons den Naturgesetzen so zuwiderliefe, dass diese dafür sorgten, dass es gar nicht so weit kommt?
Die ärgerliche LHC-Panne wäre damit nichts anderes als eine Intervention aus der Zukunft: Schon allein die Möglichkeit einer künftigen Higgs-Entdeckung hätte nämlich Kräfte in Gang gesetzt, die in der Gegenwart ebendiese Entdeckung vereitelten – ähnlich wie ein Zeitreisender, der in die Vergangenheit reist, um dort seinen Großvater umzubringen.
Was wie ein verrücktes Science-Fiction-Szenario klingt, ist für Nielsen und Ninomiya eine durchaus ernst gemeinte Theorie. Die beiden Physiker – der eine vom Niels-Bohr-Institut in Kopenhagen, der andere vom Yukawa-Institut für Theoretische Physik in Kyoto – haben auf der Physik-Website arXiv.org mehrere Arbeiten veröffentlicht, die so ungewöhnliche Titel tragen wie Test eines Effekts aus der Zukunft auf den Large Hadron Collider. Und seit die New York Times darüber groß berichtete, ist in den einschlägigen Blogs die Hölle los.
Übersicht zu diesem Artikel:
- Seite 1 Störung aus der Zukunft
- Seite 2 Der perfekte Stoff für den nächsten pseudowissenschaftlichen Thriller
- Datum 28.10.2009 - 17:17 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 29.10.2009 Nr. 45
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Erik von Däniken übernehmen Sie!
Es funktioniert eben nicht immer, die komplexen Gedankenkonstruke auf ein Minimum zu reduzieren. Dann kommt manchmal auch so ein Blödsinn wie der Vergleich ("aus der Zukunft") raus. Dann kann ich meinem Vorredner nur zustimmen..ich habe gelacht =)
Die beiden haben auch eine Methode vorgeschlagen, mit der man ihre Theorie beweisen könnte.
Man solle die Zukunft des LHC von einem Losverfahren abhängig machen, indem eine Karte gezogen wird. Es sollte eine Karte geben, auf der geschrieben steht, dass das LHC nicht gestartet wird und mehrere millionen oder milliarden andere Karten, auf dehnen steht, dass das Experiment gestartet wird. Dann wird eine Karte gezogen.
Diese "Lotterie", im Sinne der Theorie und einer Beeinflußung durch Naturgesetze, funktioniert natürlich nur, wenn die Wissenschaft 100% sicher das Urteil der gezogenen Karrte akzeptiert.
die machen wieder was ... schwarze Löcher u. Bermuda - Dreiecke.
... lacht ihr noch über die, aber morgen guckt ihr blöd aus der Wäsche.
... wie die bösen manipulierten Gene, die dir Nachts im Park auflauern.
... wie die schwarzen Löcher, die kleine Kinder rauben.
... wie die Higgs-Bosonen, die in deinem Kleiderschrank sitzen.
... wie das Passivrauchen, das aus den Särgen steigt.
... wie die Impfstoffe, die beim zwölften Glockenschlag erscheinen.
Gut, dass ich vor ihnen sicher bin, ich habe nämlich Knoblauch an der Wohnungstür hängen und außerdem immer ein Kreuz um den Hals!
und hänge dir ein Hufeisen über die Tür!
Ein Higgs-Boson ist sich natürlich darüber im Klaren, dass es in Wahrheit keine Zeit gibt. Es möchte nicht entdeckt werden, da die Menschheit die Gravitationskraft begreifen würde. Dies war schon einmal bei den Ägyptern der Fall und führte zu einer sehr schwierigen Katastophe. Die Aufhebung der Schwerkraft kann nur durch eine Einsicht und eine gewisse Absichtslosigkeit der Menschheit entdeckt werden. Tritt der Fall einer absichtslosen, friedlichen Daseinsform nicht ein, so sieht sich das Higgs-Boson dazu gezwungen jedesmal einer anderen Warscheinlichkeit, als seiner Entdeckung den Vorzug zu geben.
... die Keksdose von Tante Dora. Ihr wolltet ja nicht hören.
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