Ausprobiert Flip MinoHD Strandbegleiter
Die Flip-Kamera kommt auf den deutschen Markt. Sie bietet keine Profiaufnahmen, ist aber in ihrer simplen Bedienbarkeit und Ausführung sehr praktikabel.
© www.theflip.com

Flip-Kamera Modell MinoHD
Ob die Erfinder wohl an Flipflops dachten, als sie diese kleine Videokamera »Flip« tauften? Völlig abwegig ist das nicht, denn tatsächlich hat das Gerät, das nun endlich auch in Deutschland zu haben ist, einiges mit Badelatschen gemein. Es ist so einfach zu bedienen, dass selbst jene damit zurechtkommen, die beim Schnürsenkelbinden überfordert sind: aus der Packung nehmen, einschalten, den großen roten Knopf drücken, filmen, wieder den roten Knopf drücken, USB-Stecker ausklappen, auf den Computer kopieren – fertig. Viel mehr Knöpfe und Einstellungsmöglichkeiten gibt es ohnehin nicht.
Zwar verfügt die Kamera noch über einen 2-fach-Digitalzoom, doch raten sogar die Flip-Presseleute zum praktischeren »manuellen« Zoom: »Strecken Sie einfach den Arm aus!«
Glücklicherweise ist die Flip auch ähnlich robust wie ein Paar Plastikschlappen. Weil sie keine bewegliche Optik hat, geht die Kamera nicht sofort kaputt, wenn sie mal hinfällt. Vor allem aber ist sie so billig, dass man sie eher mal an den Strand oder zum Wandern mitnimmt als einen Hightech-Camcorder. Die Variante Mino HD mit integriertem Akku, HD-Auflösung (720p) und Speicher für 60 Minuten Film kostet rund 200 Euro. Für das Geld darf man natürlich keine Profiaufnahmen erwarten, bekommt aber doch eine deutlich bessere Bild- und Klangqualität als von den meisten Handykameras.
Ob das Gerät hierzulande ein Verkaufsschlager wird wie in den USA, wo es deutlich billiger ist, bleibt ungewiss. Ein Flop wird die Flip aber bestimmt nicht.
- Datum 06.11.2009 - 16:08 Uhr
- Serie Ausprobiert
- Quelle DIE ZEIT, 05.11.2009 Nr. 46
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