20 Jahre Mauerfall »Es geht auch uns an«

Als die Mauer fiel, feierten die in Deutschland lebenden Türken. Dann merkten sie: Mit der Vereinigung waren sie gar nicht gemeint.

Ein Stück Mauer an der Berliner East Side Gallery

Ein Stück Mauer an der Berliner East Side Gallery

Auch die Türken in Deutschland haben den Mauerfall gefeiert, viele Berliner Türken gingen auf die Straße und begrüßten die »neuen« Deutschen in ihren Trabbis. »Menschen sollten nicht durch Mauern getrennt sein!«, sagten viele.

Aber wie wirkte sich die Wiedervereinigung auf die in West-Deutschland lebenden Türken aus? Was erwarteten sie von den Ostdeutschen? Die Autorin Nevim Çil hat erstmals den Blick der größten Einwanderergruppe auf den Mauerfall wissenschaftlich untersucht – und nun lädt die Türkische Gemeinde zu einer eigenen Gedenkveranstaltung ein: »Geht es auch uns an?«

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Çil beantwortet diese Frage in ihrer Dissertation Topographie des Außenseiters – Türkische Generationen und der deutsch-deutsche Wiedervereinigungsprozess eindeutig. Aus der Sicht vieler Türken waren die Ostdeutschen die neuen Einwanderer, die sich nun gefälligst hinten anstellen sollten – waren sie doch jetzt die Migranten auf der Suche nach einem besseren Leben, die den Westen, seine Demokratie und Gesellschaft nicht kannten. Sie sollten sich den Erwartungen der Mehrheitsgesellschaft anpassen, und aus türkischer Sicht bestand die Mehrheitsgesellschaft aus Westdeutschen und Türken.

Was bringt Çils Untersuchung? Sie kann helfen, Identitäts- und Integrationsfragen zu verstehen. Denn während die West- und Ostdeutschen nach der Wende Gemeinsamkeiten in Geschichte und Mentalität suchten, wurden die Grenzen zwischen dem »wir« und »den anderen« nun neu definiert. Die »anderen« waren plötzlich wieder die Türken. So sahen sie sich jedenfalls selbst.

Archiv: Mauerfall
1989 fiel die Berliner Mauer. Hintergründe, Videos, Kommentare und eine interaktive Zeitleiste

1989 fiel die Berliner Mauer. Hintergründe, Videos, Kommentare und eine interaktive Zeitleiste

Die anfängliche Freude über den Mauerfall verwandelte sich in Enttäuschung: Çil beschreibt, wie sich Türken als Verlierer der Wiedervereinigung sahen, sowohl die älteren als auch die jüngeren, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Viele Vertreter der ersten Einwanderergeneration, die »Gastarbeiter«, fürchteten um ihre Arbeitsplätze. Damit verlor ihr Ziel, in der Fremde zu arbeiten und Geld zu verdienen, seinen Sinn. »Die Mauer war uns auf den Kopf gefallen«, sagt einer der Befragten.

In der Wahrnehmung der jüngeren Generation dagegen machte die Wiedervereinigung sie überhaupt erst zu »Türken«. Sie fühlten sich nicht in den Ruf »Wir sind das Volk« einbezogen. Sie schienen überrascht bis entsetzt, dass die Aufmerksamkeit ihrer Identifikationsfiguren, der Westdeutschen, nun nur den Ostdeutschen galt.

Dabei war es zunächst gerade die jüngere Generation, die sich anpasste. Mit dem Mauerfall wurde das schwieriger. Die Anschläge in Hoyerswerda, Rostock, Mölln und Solingen sowie die Verschärfung der Asyl– und Ausländergesetze bekräftigte sie in ihrem Misstrauen.

Im Moment der Ausgrenzung, so die Erfahrung von Soziologen, konzentriert man sich wieder ganz auf sich selbst. Das ist bei Türken übrigens nicht anders als bei Ostdeutschen.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Wieso

    werden eigentlich immer wieder dieselben wenigen Namen genannt, wenn es darum geht, die Türken als Opfer der fremdenfeindlichen Gewalt zu schildern?

    "Die Anschläge in Hoyerswerda, Rostock, Mölln und Solingen sowie die Verschärfung der Asyl– und Ausländergesetze bekräftigte sie in ihrem Misstrauen."

    Nun waren ja in Rostock und Hoyerswerda Türken gar nicht anwesend; als Daueropfer kommen sie da jedenfalls nicht in Frage.

    Aber richtig: Es hat ein deutsche Wiedervereinigung, sprich also ein nationaler Zusammenschluß der beiden deutschen Landesteile stattgefunden. Wer hat denn die Türken daran gehindert, sich als Teil dieser neuen deutschen Nation zu fühlen? War es nicht vielmehr so, daß plötzlich den Westdeutschen bewußt wurde, daß es so etwas wie eine gesamtdeutsche Geschichte und Identität gibt und ein Großteil der Türken in der Identität und Sprache des Herkunftslandes verblieben war?

    [Anmerkung: Bitte bleiben Sie sachlich und verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion /ft)

    "Aus der Sicht vieler Türken waren die Ostdeutschen die neuen Einwanderer, die sich nun gefälligst hinten anstellen sollten – waren sie doch jetzt die Migranten auf der Suche nach einem besseren Leben, die den Westen, seine Demokratie und Gesellschaft nicht kannten. Sie sollten sich den Erwartungen der Mehrheitsgesellschaft anpassen, und aus türkischer Sicht bestand die Mehrheitsgesellschaft aus Westdeutschen und Türken."

    Und das besteht sie eben nicht, sondern auch im Westen immer noch mehrheitlich aus Deutschen. Diese Tatsachen ist von den hier lebenden Türken zu akzeptieren.

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    sollten wir eher mal akzeptieren das wir ein Einwanderungsland sind und uns mit den Kulturen anderer auseinander setzen.. ich kann kein türkisches gedicht.. entdecke aber die türkische Literatur.. leider gibt es nur wenige Übersetzungen.. auch russische Gedichte und Geschichte kenn ich kaum. Ich denke das ist unser Fehler...unser Versagen.

    Wir sollten endlich anfangen zusammen etwas aufzubauen.. das geht aber nur, wenn wir unsere Burg verlassen und zugeben dass wir keine Ahnung haben, wer unsere Mitbürger eigentlich sind.

    Das gilt auch für viele Wessis und Ossis die immer noch die Unterschiede zwischen sich suchen, wäre es nicht besser die Gemeinsamkeiten zu pflegen und auf Ihrer Basis etwas neues zu bauen?

    meine 2 cent dazu ...

    sollten wir eher mal akzeptieren das wir ein Einwanderungsland sind und uns mit den Kulturen anderer auseinander setzen.. ich kann kein türkisches gedicht.. entdecke aber die türkische Literatur.. leider gibt es nur wenige Übersetzungen.. auch russische Gedichte und Geschichte kenn ich kaum. Ich denke das ist unser Fehler...unser Versagen.

    Wir sollten endlich anfangen zusammen etwas aufzubauen.. das geht aber nur, wenn wir unsere Burg verlassen und zugeben dass wir keine Ahnung haben, wer unsere Mitbürger eigentlich sind.

    Das gilt auch für viele Wessis und Ossis die immer noch die Unterschiede zwischen sich suchen, wäre es nicht besser die Gemeinsamkeiten zu pflegen und auf Ihrer Basis etwas neues zu bauen?

    meine 2 cent dazu ...

  2. Ich erinnere mich an einen Vortrag des Berlin-Informationszentrums im November 1989 (ich war damals von unserer Uni aus mit einer Exkursion eigentlich zu zwei Inszenierungen von Theaterstücken, aber wenn wir Veranstaltungen des Berlin-Informationszewntrums besuchten, bekamen wir für die Fahrt Zuschüsse).

    Die Referentin sagte seinerzeit (wenige Wochen nach der Maueröffnung!), die Türken hätten nicht migejubelt, denn sie sehr genau gemerkt, daß sie nicht mitgemeint waren.

    Insofern erstaunt mich die Angabe dieses Artikels etwas, die Türken hätten sich über den Mauerfall mitgefreut, sich mit der westdeutschen Gesellschaft identifiziert etc. Das sah jedenfalls eine aufmerksame Beobachterin in Westberlin im November 1989 anders. Wie kommt Frau Cil auf ihre Aussagen?

  3. sollten wir eher mal akzeptieren das wir ein Einwanderungsland sind und uns mit den Kulturen anderer auseinander setzen.. ich kann kein türkisches gedicht.. entdecke aber die türkische Literatur.. leider gibt es nur wenige Übersetzungen.. auch russische Gedichte und Geschichte kenn ich kaum. Ich denke das ist unser Fehler...unser Versagen.

    Wir sollten endlich anfangen zusammen etwas aufzubauen.. das geht aber nur, wenn wir unsere Burg verlassen und zugeben dass wir keine Ahnung haben, wer unsere Mitbürger eigentlich sind.

    Das gilt auch für viele Wessis und Ossis die immer noch die Unterschiede zwischen sich suchen, wäre es nicht besser die Gemeinsamkeiten zu pflegen und auf Ihrer Basis etwas neues zu bauen?

    meine 2 cent dazu ...

    Antwort auf "Wieso"
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    • Komabe
    • 09.11.2009 um 22:01 Uhr

    Sehr interessanter Gedanke, Treknor.

    • eras
    • 09.11.2009 um 23:50 Uhr

    Seh ich genauso. Die wenigsten Deutschen laden Nichtdeutsche aus Interesse zum Essen ein - es sei denn, es geht ums Geschäft. Wenn man mal in der Türkei (oder im Nahen Osten) abseits der Touristenpfade gereist ist, weiss man, wie befremdlich diese distanzierte Art für Menschen von dort wirken muss.

    Nun ist das nicht zwangsläufig ein genuin deutsches Problem, sondern gilt für viele Länder im nördlichen Teil Europas. Die Schweden sind beispielsweise auch nicht unbedingt dafür bekannt, dass sie ständig Einladungen zum Essen verteilen.

    Man muss allerdings auch die andere Seite sehen. Viele der Türken haben sich mit der Aufgabe der inkompatiblen Traditionen auch nicht leichtgetan. Wer seine Kinder aus dem Sportunterricht nimmt oder nicht zur Klassenfahrt schickt, braucht sich über deren Aussenseiterstellung nachher nicht wundern. Und das sind noch die Kleinigkeiten...

    Den Artikel (und die gesamte "türkische Rubrik") finde ich übrigens grossartig. Auch im Hinblick auf die Notwendigkeit, die oben beschriebenen Probleme zu beseitigen.

    • Komabe
    • 09.11.2009 um 22:01 Uhr

    Sehr interessanter Gedanke, Treknor.

    • eras
    • 09.11.2009 um 23:50 Uhr

    Seh ich genauso. Die wenigsten Deutschen laden Nichtdeutsche aus Interesse zum Essen ein - es sei denn, es geht ums Geschäft. Wenn man mal in der Türkei (oder im Nahen Osten) abseits der Touristenpfade gereist ist, weiss man, wie befremdlich diese distanzierte Art für Menschen von dort wirken muss.

    Nun ist das nicht zwangsläufig ein genuin deutsches Problem, sondern gilt für viele Länder im nördlichen Teil Europas. Die Schweden sind beispielsweise auch nicht unbedingt dafür bekannt, dass sie ständig Einladungen zum Essen verteilen.

    Man muss allerdings auch die andere Seite sehen. Viele der Türken haben sich mit der Aufgabe der inkompatiblen Traditionen auch nicht leichtgetan. Wer seine Kinder aus dem Sportunterricht nimmt oder nicht zur Klassenfahrt schickt, braucht sich über deren Aussenseiterstellung nachher nicht wundern. Und das sind noch die Kleinigkeiten...

    Den Artikel (und die gesamte "türkische Rubrik") finde ich übrigens grossartig. Auch im Hinblick auf die Notwendigkeit, die oben beschriebenen Probleme zu beseitigen.

    • Komabe
    • 09.11.2009 um 22:01 Uhr

    Sehr interessanter Gedanke, Treknor.

    Antwort auf "vielleicht"
    • eras
    • 09.11.2009 um 23:50 Uhr

    Seh ich genauso. Die wenigsten Deutschen laden Nichtdeutsche aus Interesse zum Essen ein - es sei denn, es geht ums Geschäft. Wenn man mal in der Türkei (oder im Nahen Osten) abseits der Touristenpfade gereist ist, weiss man, wie befremdlich diese distanzierte Art für Menschen von dort wirken muss.

    Nun ist das nicht zwangsläufig ein genuin deutsches Problem, sondern gilt für viele Länder im nördlichen Teil Europas. Die Schweden sind beispielsweise auch nicht unbedingt dafür bekannt, dass sie ständig Einladungen zum Essen verteilen.

    Man muss allerdings auch die andere Seite sehen. Viele der Türken haben sich mit der Aufgabe der inkompatiblen Traditionen auch nicht leichtgetan. Wer seine Kinder aus dem Sportunterricht nimmt oder nicht zur Klassenfahrt schickt, braucht sich über deren Aussenseiterstellung nachher nicht wundern. Und das sind noch die Kleinigkeiten...

    Den Artikel (und die gesamte "türkische Rubrik") finde ich übrigens grossartig. Auch im Hinblick auf die Notwendigkeit, die oben beschriebenen Probleme zu beseitigen.

    Antwort auf "vielleicht"
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    "Man muss allerdings auch die andere Seite sehen. Viele der Türken haben sich mit der Aufgabe der inkompatiblen Traditionen auch nicht leichtgetan."

    Die Vergangenheitsform ist hier völlig unangebracht. Sie taten sich nicht nur schwer, ihre inkompatiblen Traditionen aufzugeben, sondern sie tun es immer noch. Es ist sogar so, dass sich jede neue Generation immer weiter in ihr selbst gewähltes mentales Ghetto zurückzieht. Und das zunehmend in dem Bewußtsein, dass die westliche Kultur jeden Respekt vor sich selbst verloren hat und dabei ist, unter Anleitung einer geistig völlig verkommenen Links-Schickeria kulturellen Selbstmord zu begehen. Keine attraktive Alternative für Angehörige eines virilen, expansionshungrigen Kultes, für den "Respekt" und "Ehre" die höchsten Werte sind und "Opfer" ein Schimpfwort ist. Die Situation ist gefährlich pathologisch.

    [Anmerkung: Bitte vermeiden Sie grobe Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/ew]

    "Man muss allerdings auch die andere Seite sehen. Viele der Türken haben sich mit der Aufgabe der inkompatiblen Traditionen auch nicht leichtgetan."

    Die Vergangenheitsform ist hier völlig unangebracht. Sie taten sich nicht nur schwer, ihre inkompatiblen Traditionen aufzugeben, sondern sie tun es immer noch. Es ist sogar so, dass sich jede neue Generation immer weiter in ihr selbst gewähltes mentales Ghetto zurückzieht. Und das zunehmend in dem Bewußtsein, dass die westliche Kultur jeden Respekt vor sich selbst verloren hat und dabei ist, unter Anleitung einer geistig völlig verkommenen Links-Schickeria kulturellen Selbstmord zu begehen. Keine attraktive Alternative für Angehörige eines virilen, expansionshungrigen Kultes, für den "Respekt" und "Ehre" die höchsten Werte sind und "Opfer" ein Schimpfwort ist. Die Situation ist gefährlich pathologisch.

    [Anmerkung: Bitte vermeiden Sie grobe Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/ew]

    • Nopp
    • 09.11.2009 um 23:51 Uhr
    Antwort auf "vielleicht"
  4. 7. @5.

    "Man muss allerdings auch die andere Seite sehen. Viele der Türken haben sich mit der Aufgabe der inkompatiblen Traditionen auch nicht leichtgetan."

    Die Vergangenheitsform ist hier völlig unangebracht. Sie taten sich nicht nur schwer, ihre inkompatiblen Traditionen aufzugeben, sondern sie tun es immer noch. Es ist sogar so, dass sich jede neue Generation immer weiter in ihr selbst gewähltes mentales Ghetto zurückzieht. Und das zunehmend in dem Bewußtsein, dass die westliche Kultur jeden Respekt vor sich selbst verloren hat und dabei ist, unter Anleitung einer geistig völlig verkommenen Links-Schickeria kulturellen Selbstmord zu begehen. Keine attraktive Alternative für Angehörige eines virilen, expansionshungrigen Kultes, für den "Respekt" und "Ehre" die höchsten Werte sind und "Opfer" ein Schimpfwort ist. Die Situation ist gefährlich pathologisch.

    [Anmerkung: Bitte vermeiden Sie grobe Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/ew]

    Antwort auf "Prinzipiell richtig."
  5. 8.

    "Sie sollten sich den Erwartungen der Mehrheitsgesellschaft anpassen, und aus türkischer Sicht bestand die Mehrheitsgesellschaft aus Westdeutschen und Türken."

    da mußte ich mal schmunzeln ;-)

    hier leben deutsche und ihre willkommene bzw. tolerierte gäste.
    genauso wie zypern, wo auch zyprioten leben, die im nordteil viele gäste haben. der vergleich mag auf den ersten blick unpassend erscheinen, ich sehe aber irgendwie die gleiche anmaßende denkweise dahinter.

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    es sind keine Gäste. Es sind Menschen die hier mit uns leben. Die gehen nicht wieder weg..warum auch? Nur weil manche Betonköpfe das wollen (meine nicht Dich!!)

    Wenn wir akzeptieren das wir ein Teil der Welt sind und es eben nicht so ist das die Welt ein Teil Deutschlands ist, dann wird es auch besser.

    ja ich weiß das klingt etwas nach WE Shall Over Come .. aber träumen würd man ja noch dürfen.

    es sind keine Gäste. Es sind Menschen die hier mit uns leben. Die gehen nicht wieder weg..warum auch? Nur weil manche Betonköpfe das wollen (meine nicht Dich!!)

    Wenn wir akzeptieren das wir ein Teil der Welt sind und es eben nicht so ist das die Welt ein Teil Deutschlands ist, dann wird es auch besser.

    ja ich weiß das klingt etwas nach WE Shall Over Come .. aber träumen würd man ja noch dürfen.

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