Deutschlandkarte Umzüge in den Osten
Jährlich suchen viele Tausend Westdeutsche ihr Glück im Osten. In welche Städte es die meisten von ihnen zieht, zeigt unsere Karte
Anders als die Umzüge von Ost nach West, die den Osten entvölkern, hört man wenig von den Umzügen in umgekehrter Richtung. Und doch gibt es jährlich viele Tausend Westdeutsche, die ihr Glück im Osten suchen, als Studenten im "echt irgendwie aufregenden" Berlin, als Biokäsebauern in Mecklenburg oder als Mittelständler in Sachsen.
Am häufigsten zieht es den Westdeutschen natürlich nach Berlin (s.Karte), das zur Hälfte ja noch nicht mal Ex-DDR ist. Das in Berlin gern erzählte Gerücht, dass vor allem Baden-Württemberger in die Hauptstadt zögen, muss als widerlegt gelten, weder absolut (knapp 6000 Zuzüge pro Jahr) noch relativ (5,5 von 10.000 Einwohnern) ist das schwäbisch-berlinerische Verhältnis spitze. Die größte Anziehungskraft übt Berlin auf Hamburger aus, was auch daran liegen dürfte, dass diese Neuberliner wissen, mit dem Zug in anderthalb Stunden wieder im alten Zuhause zu sein.
Neben Berlin sind vor allem die Städte Leipzig, Dresden und Erfurt Umzugsziele. Der Westdeutsche hat nichts gegen die ehemalige DDR, solange sie schöne Altbauten aufzuweisen hat.
Quelle: Leibniz-Institut für Länderkunde, eigene Berechnungen
- Datum 04.11.2009 - 10:40 Uhr
- Serie Deutschlandkarte
- Quelle ZEITmagazin, 05.11.2009 Nr. 46
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