Klimawandel: Zuschauen beim Sterben
Wo die Alpengletscher Fels zerstören, schaffen sie neues Leben und bezaubernde Landschaften. Doch bald werden sie verschwunden sein. Ein Abschiedsbesuch auf dem Dammagletscher
Zwischen Gämsen oder Steinböcken fiele Josef Zeyer nicht auf. Der Mikrobiologieprofessor springt bergan wie übermütiges Getier, die Nordic-Walking-Stöcke fest im Griff. Die Luft ist dünn und er sechzig Jahre alt. Ab und zu ein Sprint, trotz schwer beladenen Rucksacks, dann ein Satz zwischen Granitquadern hindurch, die der Steinschlag ins Tal der Göscheneralp gebracht hat.
Seine Fitness erleichtert dem Forscher die Arbeit. Das Labor steht im Institut für Biogeochemie und Schadstoffdynamik der ETH Zürich. Aber sein schönster Arbeitsplatz liegt weit oben, im Dachgeschoss der Alpen im schweizerischen Kanton Uri. Der Blick geht steil hinauf zum gezackten Horizont. Knapp unterhalb der Gebirgskette, die Göscheneralp und Urserental trennt, liegt auf 3300 Metern Höhe der Bergschrund des Dammagletschers. Dahinter das am Fels festgefrorene Eis, davor die zu Tal fließenden Massen in gleißendem Gegenlicht.
(Klicken Sie hier für eine Infografik, die zeigt, wie sehr sich der Dammagletscher in den vergangen Jahrzehnten zurückgezogen hat.)
Zeyer ist nicht der einzige Wissenschaftler, der auf dem Weg zur Arbeit diesen Hochgebirgspfad nimmt, vom Stausee hinauf bis weit über die Baumgrenze. Während sich früher fast nur Glaziologen auf Gletschern herumgetrieben haben, kommen an diesem Ort heute schnell Vertreter von einem Dutzend Disziplinen zusammen: Hydrologen, Mikrobiologen, Botaniker, Zoologen, Geochemiker, Geografen, Geologen, Umwelt- und Agrarwissenschaftler nehmen den strapaziösen Weg zu Fuß hinauf zum Damma.
- Abschmelzen
Verschwinden mit der Erwärmung des Klimas die Gletscher, erhöht sich der Meeresspiegel. Konsequenzen hat der Verlust der Eismassen auch vor Ort in den Alpen. Die Gletscher sind riesige Wasserspeicher. Sie halten Niederschläge zurück und geben diese dosiert weiter. Fehlt dieser Puffer, drohen vermehrte Überschwemmungen. Weil schmelzendes Eis und schwindender Permafrost Geröll freigeben, ist auch mit Steinschlag und Erdrutschen zu rechnen. Die ETH Zürich erwartet bei 49 helvetischen Gletschern, dass deren Abschmelzen in den nächsten Jahrzehnten Siedlungen oder Verkehrswege beschädigen wird.
- Grindelwaldgletscher
Alarm schlagen die Forscher in Grindelwald. Dort hat sich in den vergangenen vier Jahren auf dem Eis des Unteren Grindelwaldgletschers ein rasch wachsender See gebildet. Bricht die Zunge darunter durch, könnte sich der See innerhalb weniger Stunden entleeren – und das Tal überfluten. Mit Drucksonden und Kameras wird der Gletschersee rund um die Uhr überwacht.
- Folgen
Gletscher garantieren, dass die meisten Bäche und Flüsse im Gebirge kontinuierlich Wasser führen. Fallen sie als regulierende Instanzen aus, hätte das nicht nur Folgen für die Vegetation, sondern auch für die Energieversorgung. 60 Prozent ihres Stroms produziert die Schweiz mit Wasserkraft. Die Elektrizitätsbranche rechnet mit schweren Einbußen.
- Grenzverschiebung
Ein wenig profitiert die Schweiz aber auch vom Wandel. Das Land durfte seine Grenze neu ziehen, weil sich mit dem Schwinden der Eismassen im Grenzgebiet zu Italien die Wasserscheide verschoben hat und eine neue Geografie entstand. 40 der 578 Kilometer Grenzlinie zu Italien liegen oder lagen auf Schneefeldern und Gletschern. An einigen Stellen musste sie um bis zu 150 Meter verschoben werden – meist nach Süden. Die kleine Republik ist etwas größer geworden.
Kaum ein Gletscher weltweit wird auf so vielfältige Weise untersucht wie der noch 2,5 Kilometer lange Dammagletscher. Seine Ausdehnung wurde seit 1921 minutiös dokumentiert. Die exakten Abflussmengen des Schmelzwassers, das Treiben der Bakterien in seinem Eiskörper oder die Zusammensetzung des Gesteinsschutts, der Jahr für Jahr auf ihm liegen bleibt, finden Eingang in allerlei wissenschaftliche Publikationen. BigLink heißt der Forschungsverbund, an dem sich neben der Zürcher ETH weitere eidgenössische, deutsche und angelsächsische Hochschulen beteiligen. Rund um die Uhr fühlen deren Wissenschaftler hier oben dem schwindenden Gletscher mit Messinstrumenten den Puls, erfassen Temperatur, Feuchtigkeit, Niederschlagsmengen, den Stickstoffgehalt der Umgebungsluft und jedes Zurückweichen der Zungenspitze. Eine wissenschaftliche Form begleiteten Sterbens.
Josef Zeyer kümmert sich um das, was kommt, wenn der Gletscher geht. Mit seinen Kollegen beobachtet er die Geburt neuen Lebens. Wie kommt der Stickstoff in den Boden? Welche Bakterien beziehen als Erste frei gewordenes Gelände? Und welche Symbiosen gehen Mikroorganismen und sprießende Flora ein, um das Ödland zu erobern?
Doch wenn seine komplex wechselwirkende Natur so viel neuen Platz bekommt wie im Moment, kann sich Zeyer nicht freuen. Seit Menschengedenken ist der Untergrund nie schneller ans Licht gekommen als zurzeit. Im vergangenen Jahrzehnt, dem wärmsten seit 150 Jahren, ging es mit den 1500 Schweizer Gletschern dramatisch bergab.
Aufgezeichnet ist die Entwicklung in den Datenbeständen des Schweizerischen Gletschermessnetzes. Seit 1999 ist der Rhônegletscher um über 160 Meter kürzer geworden, der Gornergletscher bei Zermatt um fast 400 Meter. Drei von vier helvetischen Eiszungen sind heute schon kleiner als ein Quadratkilometer – die Winzlinge werden Mitte des Jahrhunderts wohl verschwunden sein und an dessen Ende dann alle Alpengletscher.
Aussagekräftiger als Längen- und Flächenangaben ist das Eisvolumen. ETH-Forscher der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie haben mithilfe neuer Verfahren jene 59 Gletscher ausgemessen, die noch mehr als drei Quadratkilometer Fläche bedecken. Allein zwischen 1999 und 2009 schrumpfte die Schweizer Eismasse um zwölf Prozent. Mit diesem Schmelzwasser könnte man mehr als zweimal den Zürichsee füllen.







denn selbst wenn alles Eis auf dieser Welt schmilzt, wird deswegen die Masse des Hirn in den Köpfen der Politiker NICHT zunehmen. Und so wird die Karawane von Weltklimagipfel zu Gipfel weiterreisen, selbst wenn der Rest der Menschheit schon krepiert ist.
( Nichtsdesto Trotz find ich die Arbeit der Forscher hervorragend, aber was nutzt es, wenn man "es brennt es brennt" ruft und die Feuerwehr selbst das Feuer gelgt hat. )
Haben die Politiker die Industrialisierung erfunden? Die Bevölkerungsexplosionen verursacht, früher in Europa, später im Rest der Welt? Den luxuriösen Lebensstandard der Europäer angeordnet?
Haben sie nicht. Die Exekutive ist das, was ihr Name sagt: Sie führt aus, was maßgebliche Kräfte der Gesellschaft wollen. Das kann der Wunsch vieler Wähler nach, sagen wir, dem eigenen Häuschen sein. Oder der Wunsch von Goldman Sachs nach mehr Profit. Nach billigem Fleisch, nettem Urlaub, mehr Umsatz, mehr gefühlter Sicherheit, mehr gutem Gewissen, schönen Nationalparks, Steuervorteilen, Subventionen, Warmwasser aus der Wand und Giftmüll irgendwo, aber nicht hier.
Wer als Politiker diesen Wünschen nicht entspricht, ist verloren.
WIR ALLE sind verantwortlich.
Den Standpunkt der Klimathesengegner sollte man IMHO auch einbeziehen: Schwankungen hat es immer gegeben, das ist keine *Strafe* irgendwelcher Art für den bösen Menschen. Letzteres ist eine sehr verengte, quasi-christliche Sichtweise.
Wie weit die Erwärmung nun menschengemacht ist, bleibt sich für die direkten Konsequenzen ohnehin gleich. Die Menschheit wird mit den Veränderungen leben müssen. Anpassung ist gefragt, wahrscheinlich Aufgabe mancher Siedlungsräume, geschickteres Wirtschaften in anderen, Aufgabe gewohnter Vorstellungen und bewährter Strategien. Bremsen des Bevölkerungswachstums. Bremsen der Wohlstandsansprüche. Bessere Technologien. Bessere Bewirtschaftung der Ressourcen. Besseres Konfliktmanagement. Anpassung eben.
Haben die Politiker die Industrialisierung erfunden? Die Bevölkerungsexplosionen verursacht, früher in Europa, später im Rest der Welt? Den luxuriösen Lebensstandard der Europäer angeordnet?
Haben sie nicht. Die Exekutive ist das, was ihr Name sagt: Sie führt aus, was maßgebliche Kräfte der Gesellschaft wollen. Das kann der Wunsch vieler Wähler nach, sagen wir, dem eigenen Häuschen sein. Oder der Wunsch von Goldman Sachs nach mehr Profit. Nach billigem Fleisch, nettem Urlaub, mehr Umsatz, mehr gefühlter Sicherheit, mehr gutem Gewissen, schönen Nationalparks, Steuervorteilen, Subventionen, Warmwasser aus der Wand und Giftmüll irgendwo, aber nicht hier.
Wer als Politiker diesen Wünschen nicht entspricht, ist verloren.
WIR ALLE sind verantwortlich.
Den Standpunkt der Klimathesengegner sollte man IMHO auch einbeziehen: Schwankungen hat es immer gegeben, das ist keine *Strafe* irgendwelcher Art für den bösen Menschen. Letzteres ist eine sehr verengte, quasi-christliche Sichtweise.
Wie weit die Erwärmung nun menschengemacht ist, bleibt sich für die direkten Konsequenzen ohnehin gleich. Die Menschheit wird mit den Veränderungen leben müssen. Anpassung ist gefragt, wahrscheinlich Aufgabe mancher Siedlungsräume, geschickteres Wirtschaften in anderen, Aufgabe gewohnter Vorstellungen und bewährter Strategien. Bremsen des Bevölkerungswachstums. Bremsen der Wohlstandsansprüche. Bessere Technologien. Bessere Bewirtschaftung der Ressourcen. Besseres Konfliktmanagement. Anpassung eben.
Was will der Artikel uns sagen?
Bis 1850 sei der Gletscher gewachsen, und seitdem schrumpft er.
Und? Was soll die eingestreute Betroffenheitsprosa?
Was wäre wenn es die anthopogene Komponente des Klimas nicht gäbe, und der Gletscher sich trotzdem zurückzöge? Käme dann die gleiche Lyrik zum "sterbenden Schwan"?
Es gibt keine Klimakatastrophe, höchstens in Hollywood.
Es gibt Driften, und die menschliche Zivilisation wird sich anpassen. So wie sie es ihren Anfängen getan hat.
Sparsam mit Naturgütern umzugehen, dafür bin ich natürlich auch. Insbesondere beim fossilen Kohlenstoff. Aber die Art und Weise, wie die (säkulare) Öffentlichkeit meint, hier den lieben Gott spielen zu können, die nervt schon.
Die starren technokratischen Ansätze werden ja mittlerweile auch in D von führenden Experten in Zweifel gezogen. Also das mit den 700 Gigatonnen, und den 2 Grad. Ob die abgegebenen Zahlen tatsächlich in einem zutreffenden Verhältnis zu den unterstellten Konsequenzen stehen, das weiß der liebe Gott allein. Es kann mehr sein, aber auch weniger.
Was wäre wenn die vom Mensch verursachte Veränderung noch stärker als angenommen wäre? Wäre sie dann zweifelsfrei nachzuweisen?
Die Spezies Mensch wird sich ohne Zweifel anpassen, nicht viele andere Organismen sind so auf diesem Planeten ausgebreitet. Die berechtigte Sorge gilt auch eher dem restlichen Umweltsystem. Und auch wenn Ihnen möglicherweise recht wenig an Ihnen unbekannten aussterbenden Arten liegt, so ändert sich doch einiges in der Nahrungskette, an deren Ende fast immer irgendwo wir stehen.
Es ist bereits bei schlecht messbaren lokalen Veränderungen recht schwierig einem verdächtigem Verursacher eindeutig eine Schuld nachzuweisen.
Was schlagen Sie und die zitierten Experten anstatt des technokratischen Ansatzes vor? Einen theologischen? Immerhin versuchen Sie "sparsam mit Naturgütern umzugehen". Fragt sich ein wenig warum, wenn es Sie ja gar nicht an eine vom Mensch verursachte Klimakatastrophe glauben?
Was wäre wenn die vom Mensch verursachte Veränderung noch stärker als angenommen wäre? Wäre sie dann zweifelsfrei nachzuweisen?
Die Spezies Mensch wird sich ohne Zweifel anpassen, nicht viele andere Organismen sind so auf diesem Planeten ausgebreitet. Die berechtigte Sorge gilt auch eher dem restlichen Umweltsystem. Und auch wenn Ihnen möglicherweise recht wenig an Ihnen unbekannten aussterbenden Arten liegt, so ändert sich doch einiges in der Nahrungskette, an deren Ende fast immer irgendwo wir stehen.
Es ist bereits bei schlecht messbaren lokalen Veränderungen recht schwierig einem verdächtigem Verursacher eindeutig eine Schuld nachzuweisen.
Was schlagen Sie und die zitierten Experten anstatt des technokratischen Ansatzes vor? Einen theologischen? Immerhin versuchen Sie "sparsam mit Naturgütern umzugehen". Fragt sich ein wenig warum, wenn es Sie ja gar nicht an eine vom Mensch verursachte Klimakatastrophe glauben?
Haben die Politiker die Industrialisierung erfunden? Die Bevölkerungsexplosionen verursacht, früher in Europa, später im Rest der Welt? Den luxuriösen Lebensstandard der Europäer angeordnet?
Haben sie nicht. Die Exekutive ist das, was ihr Name sagt: Sie führt aus, was maßgebliche Kräfte der Gesellschaft wollen. Das kann der Wunsch vieler Wähler nach, sagen wir, dem eigenen Häuschen sein. Oder der Wunsch von Goldman Sachs nach mehr Profit. Nach billigem Fleisch, nettem Urlaub, mehr Umsatz, mehr gefühlter Sicherheit, mehr gutem Gewissen, schönen Nationalparks, Steuervorteilen, Subventionen, Warmwasser aus der Wand und Giftmüll irgendwo, aber nicht hier.
Wer als Politiker diesen Wünschen nicht entspricht, ist verloren.
WIR ALLE sind verantwortlich.
Den Standpunkt der Klimathesengegner sollte man IMHO auch einbeziehen: Schwankungen hat es immer gegeben, das ist keine *Strafe* irgendwelcher Art für den bösen Menschen. Letzteres ist eine sehr verengte, quasi-christliche Sichtweise.
Wie weit die Erwärmung nun menschengemacht ist, bleibt sich für die direkten Konsequenzen ohnehin gleich. Die Menschheit wird mit den Veränderungen leben müssen. Anpassung ist gefragt, wahrscheinlich Aufgabe mancher Siedlungsräume, geschickteres Wirtschaften in anderen, Aufgabe gewohnter Vorstellungen und bewährter Strategien. Bremsen des Bevölkerungswachstums. Bremsen der Wohlstandsansprüche. Bessere Technologien. Bessere Bewirtschaftung der Ressourcen. Besseres Konfliktmanagement. Anpassung eben.
Vielleicht sollte man es mal sagen: Geologisch befinden wir uns zur Zeit in einer Eiszeit. Das ist eine ernste Klimakatastrophe, denn in Eiszeiten ist ein größerer Teil der Erde vergletschert, und der Rest dörrt aufgrund kalter Meere vor sich hin. Die Eiszeit geht nun schon einige Millionen Jahre. Eiszeiten sind gekennzeichnet durch instabile Klimaverhältnisse, die nicht nur in geologischen Begriffen sich sehr schnell ändern können - Eiszeiten können in Jahrzehnten kommen und auch wieder gehen (Auslöser für ihre Entstehung ist zumeist der Ausbruch eines Supervulkans). Es gab in den Zwischenwarmzeiten der letzten Million Jahre auch mal Nilpferde in der Themse und so. Damals war kein Mensch daran beteiligt, es zeigt aber, wie stark die natürlichen Fluktuationen sein können.
Der Erde ist der aktuelle Klimawandel denn auch egal - die Natur kann sich an so etwas anpassen, sie hat das schon oft genug gemacht. Und die Menschheit kann sich auch anpassen, denn das ist unsere Spezialität - es gibt kaum ein Lebewesen der Erde, das mehr Klimazonen bewohnt als der Mensch.
geologisch betrachtet ist die alpidische Orogenese noch im vollen Gang, allein die jährlichen Hebungsraten im Bereich mehrerer cm spricht Bände.
Wer diese Vorgänge auf einen beliebigen Entwicklungsstand einfrieren (sic!) will, hat, nicht nur geologisch betrachtet, einfach einen an der Waffel!
Allerdings ist es doch ein wenig zu einfach sich ohne wissenschaftliche Prüfung auf gewiss vorhandene geogene Varianzen zu verlassen.
Blattoidea sind uns besiedlungstechnisch weit voraus.
MfG
Karl Müller
"Geologisch befinden wir uns zur Zeit in einer Eiszeit. ... Die Eiszeit geht nun schon einige Millionen Jahre." - Na, dann sollten wir alles dransetzten, dass wir sie erhalten. Schliesslich gibts den Menschen erdgeschichtlich gesehen noch nicht sehr lange. Und wer weiss, ob er überhaupt wärmeres Klima erträgt?
"Und die Menschheit kann sich auch anpassen, denn das ist unsere Spezialität - es gibt kaum ein Lebewesen der Erde, das mehr Klimazonen bewohnt als der Mensch." - Dass der Mensch wirklich ein erfolgreiches Lebensmodell ist, muss sich erst zeigen. Verglichen mit Ameisen, Termiten, Schnecken, Kakerlaken und anderem Getier, existiert der Mensch kaum eine Minute. Klar hat der Mensch viele Klimazonen erobert, aber er ist dabei immer auf andere Lebewesen wie Pflanzen und seinen Ideenreichtum angewiesen. Wo ihm keine Hilfsmittel mehr zur Verfügung stehen, steht der Mensch ziemlich dumm da. Denn was nützt etwa ein grosses Hirn, wenn es an einem Ort schlicht kein Wasser mehr gibt? Und kaum mehr Pflanzen wachsen?
Der Mensch ist eher als Generalist zu betrachten - aber vielleicht ist genau dieses Lebensmodell bei rel. starker Erderwärmung innert kurzer Zeit ein Auslaufmodell? Ist es da vielleicht nicht besser, eine Pflanze zu sein, die zwar winzig ist, dafür aber auch auf salzigen, trockenen Böden gedeiht? Oder ein Skorpion, der taglich nicht mehr Flüssigkeit als ein Wassertropfen benötigt?
geologisch betrachtet ist die alpidische Orogenese noch im vollen Gang, allein die jährlichen Hebungsraten im Bereich mehrerer cm spricht Bände.
Wer diese Vorgänge auf einen beliebigen Entwicklungsstand einfrieren (sic!) will, hat, nicht nur geologisch betrachtet, einfach einen an der Waffel!
Allerdings ist es doch ein wenig zu einfach sich ohne wissenschaftliche Prüfung auf gewiss vorhandene geogene Varianzen zu verlassen.
Blattoidea sind uns besiedlungstechnisch weit voraus.
MfG
Karl Müller
"Geologisch befinden wir uns zur Zeit in einer Eiszeit. ... Die Eiszeit geht nun schon einige Millionen Jahre." - Na, dann sollten wir alles dransetzten, dass wir sie erhalten. Schliesslich gibts den Menschen erdgeschichtlich gesehen noch nicht sehr lange. Und wer weiss, ob er überhaupt wärmeres Klima erträgt?
"Und die Menschheit kann sich auch anpassen, denn das ist unsere Spezialität - es gibt kaum ein Lebewesen der Erde, das mehr Klimazonen bewohnt als der Mensch." - Dass der Mensch wirklich ein erfolgreiches Lebensmodell ist, muss sich erst zeigen. Verglichen mit Ameisen, Termiten, Schnecken, Kakerlaken und anderem Getier, existiert der Mensch kaum eine Minute. Klar hat der Mensch viele Klimazonen erobert, aber er ist dabei immer auf andere Lebewesen wie Pflanzen und seinen Ideenreichtum angewiesen. Wo ihm keine Hilfsmittel mehr zur Verfügung stehen, steht der Mensch ziemlich dumm da. Denn was nützt etwa ein grosses Hirn, wenn es an einem Ort schlicht kein Wasser mehr gibt? Und kaum mehr Pflanzen wachsen?
Der Mensch ist eher als Generalist zu betrachten - aber vielleicht ist genau dieses Lebensmodell bei rel. starker Erderwärmung innert kurzer Zeit ein Auslaufmodell? Ist es da vielleicht nicht besser, eine Pflanze zu sein, die zwar winzig ist, dafür aber auch auf salzigen, trockenen Böden gedeiht? Oder ein Skorpion, der taglich nicht mehr Flüssigkeit als ein Wassertropfen benötigt?
Was wäre wenn die vom Mensch verursachte Veränderung noch stärker als angenommen wäre? Wäre sie dann zweifelsfrei nachzuweisen?
Die Spezies Mensch wird sich ohne Zweifel anpassen, nicht viele andere Organismen sind so auf diesem Planeten ausgebreitet. Die berechtigte Sorge gilt auch eher dem restlichen Umweltsystem. Und auch wenn Ihnen möglicherweise recht wenig an Ihnen unbekannten aussterbenden Arten liegt, so ändert sich doch einiges in der Nahrungskette, an deren Ende fast immer irgendwo wir stehen.
Es ist bereits bei schlecht messbaren lokalen Veränderungen recht schwierig einem verdächtigem Verursacher eindeutig eine Schuld nachzuweisen.
Was schlagen Sie und die zitierten Experten anstatt des technokratischen Ansatzes vor? Einen theologischen? Immerhin versuchen Sie "sparsam mit Naturgütern umzugehen". Fragt sich ein wenig warum, wenn es Sie ja gar nicht an eine vom Mensch verursachte Klimakatastrophe glauben?
>Die Spezies Mensch wird sich ohne Zweifel anpassen, nicht viele
>andere Organismen sind so auf diesem Planeten ausgebreitet. >Die berechtigte Sorge gilt auch eher dem restlichen Umweltsystem.
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das Biosystem des Planeten hat gigantische Katastrophen überlebt, es kann sich anpassen. Gefährdet sind exakt die für Homo sapiens passenden Bedingungen.
>"sparsam mit Naturgütern umzugehen". Fragt sich ein wenig
>warum, wenn es Sie ja gar nicht an eine vom Mensch
>verursachte Klimakatastrophe glauben?
Vielleicht, weil es neben der Klimafrage noch 20 andere Gründe dafür gibt? Weil es sich generell empfiehlt, schonend mit allen Ressourcen umzugehen?
Das (möglicherweise menschengemachte) Klimaproblem ist ein Symptom unter vielen für das grundlegende Problem: schlechte, nicht nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung.
Der Patient wird nicht gesund, bloß weil er ein Fiebermittel bekommt. Und genau das sind diese Klimagas-Vereinbarungen: ein Fiebermittel, von dem man hofft, dass es wirkt. Weiter nichts.
>Die Spezies Mensch wird sich ohne Zweifel anpassen, nicht viele
>andere Organismen sind so auf diesem Planeten ausgebreitet. >Die berechtigte Sorge gilt auch eher dem restlichen Umweltsystem.
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das Biosystem des Planeten hat gigantische Katastrophen überlebt, es kann sich anpassen. Gefährdet sind exakt die für Homo sapiens passenden Bedingungen.
>"sparsam mit Naturgütern umzugehen". Fragt sich ein wenig
>warum, wenn es Sie ja gar nicht an eine vom Mensch
>verursachte Klimakatastrophe glauben?
Vielleicht, weil es neben der Klimafrage noch 20 andere Gründe dafür gibt? Weil es sich generell empfiehlt, schonend mit allen Ressourcen umzugehen?
Das (möglicherweise menschengemachte) Klimaproblem ist ein Symptom unter vielen für das grundlegende Problem: schlechte, nicht nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung.
Der Patient wird nicht gesund, bloß weil er ein Fiebermittel bekommt. Und genau das sind diese Klimagas-Vereinbarungen: ein Fiebermittel, von dem man hofft, dass es wirkt. Weiter nichts.
>Die Spezies Mensch wird sich ohne Zweifel anpassen, nicht viele
>andere Organismen sind so auf diesem Planeten ausgebreitet. >Die berechtigte Sorge gilt auch eher dem restlichen Umweltsystem.
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das Biosystem des Planeten hat gigantische Katastrophen überlebt, es kann sich anpassen. Gefährdet sind exakt die für Homo sapiens passenden Bedingungen.
>"sparsam mit Naturgütern umzugehen". Fragt sich ein wenig
>warum, wenn es Sie ja gar nicht an eine vom Mensch
>verursachte Klimakatastrophe glauben?
Vielleicht, weil es neben der Klimafrage noch 20 andere Gründe dafür gibt? Weil es sich generell empfiehlt, schonend mit allen Ressourcen umzugehen?
Das (möglicherweise menschengemachte) Klimaproblem ist ein Symptom unter vielen für das grundlegende Problem: schlechte, nicht nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung.
Der Patient wird nicht gesund, bloß weil er ein Fiebermittel bekommt. Und genau das sind diese Klimagas-Vereinbarungen: ein Fiebermittel, von dem man hofft, dass es wirkt. Weiter nichts.
geologisch betrachtet ist die alpidische Orogenese noch im vollen Gang, allein die jährlichen Hebungsraten im Bereich mehrerer cm spricht Bände.
Wer diese Vorgänge auf einen beliebigen Entwicklungsstand einfrieren (sic!) will, hat, nicht nur geologisch betrachtet, einfach einen an der Waffel!
Allerdings ist es doch ein wenig zu einfach sich ohne wissenschaftliche Prüfung auf gewiss vorhandene geogene Varianzen zu verlassen.
Blattoidea sind uns besiedlungstechnisch weit voraus.
MfG
Karl Müller
Ich freue mich auf den Frühling. Jedes Jahr. Jede Knospe ist eine herrliche Verheissung.
Was soll daran vorteilhaft sein, wenn die Erde mit ewigem Eis bedeckt ist?
Schmelzen sollen sie, die Gletscher, und blühen sollen die Blumen. Endlich Frühling!
aj
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