Klimaschutz Die Menschheit vertagt sich
In Kopenhagen will die Weltgemeinschaft ihr größtes Problem lösen – den Klimawandel. Nun droht der Gipfel zu scheitern. Was ist passiert? Und wie geht es weiter?
© Daniel Garcia/ AFP/ Getty Images

Die Zeit drängt: Gletscher wie hier der Perito-Moreno-Gletscher in Südamerika, schmelzen durch die Erderwärmung immer schneller
Die erste Reaktion ist Empörung, die zweite ist Resignation. Die Empörung gilt einer politischen Weltelite und insbesondere ihrer Führungsmacht, den USA, die dabei ist, das Menschheitsproblem Nummer eins auf unbestimmte Zeit zu vertagen.
Kopenhagen, Dezember 2009. Seit zwei Jahren bereitet die internationale Gemeinschaft die eine, große, alles entscheidende Weltklimakonferenz vor. Seit zwei Jahren dringt ein Alarmruf nach dem anderen aus der Gemeinde der Klimaforscher. Die globale Fieberkurve steigt schneller, und die Erde reagiert empfindlicher, als der Weltklimarat noch vor zwei Jahren meinte. Schon gibt es Experten, die glauben, dass die Folgen sich nicht mehr beherrschen ließen. Und nun, endlich, sollte aus Wissenschaft Politik werden. Endlich sollte die Staatengemeinschaft den zähen und unzureichenden Kyoto-Prozess durch einen wirklich wirksamen Klimaschutzvertrag ersetzen. Wer spart wie viel CO₂ ein, wer zahlt dafür wie viel an wen? All das sollte endlich eindeutig geregelt werden.
- Klimapolitik
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1965: In den USA warnen erstmals Berater der Regierung von Lyndon B. Johnson vor Folgen der Erderwärmung.
1988: Das bis dahin wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Das UN-Umweltprogramm ruft den Weltklimarat ins Leben, der seitdem regelmäßig den Wissensstand der Forschung zusammenträgt.
1992: In Rio de Janeiro unterzeichnen fast alle Mitgliedsstaaten, auch die USA, das »UN-Klima-Abkommen«. Es ist die erste völkerrechtlich verbindliche Regelung zum Klimaschutz, setzt jedoch keine Emissionsgrenzen fest.
1997: Mit dem Kyoto-Protokoll verpflichten sich die meisten Industrieländer erstmals zu einer Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen. Die USA unterzeichnen, ratifizieren aber nie.
September 2007: Die Nordwest-Passage vom Atlantik zum Pazifik ist erstmals eisfrei. US-Forscher berechnen, dass es womöglich schon ab 2020 in der Arktis im Sommer kein Meereis mehr geben wird.
Dezember 2007: Bei der UN-Klimakonferenz auf Bali beschließen die Vertragsstaaten den Fahrplan für Kopenhagen 2009, also für einen wirksameren Klimaschutz. Konkrete Reduktionen von Treibhausgasen scheitern an den USA.
Oktober 2009: Die Regierung der Malediven protestiert mit einer Kabinettssitzung unter Wasser gegen die schleppenden Verhandlungen beim Klimaschutz. Die Inselgruppe wäre bei einem weiteren Anstieg des Meeresspiegels im Jahr 2100 unbewohnbar.
Sollte. Es werde wohl keinen Vertrag geben, lässt UN-Generalsekretär Ban Ki Moon wissen. Aber »wir werden unser Bestes geben«, um wenigstens die Umrisse einer solchen Übereinkunft zu erarbeiten.
Wer ist schuld? Zuallererst die USA. Amerika ist der größte Verschmutzer unter den Industrieländern, der größte Bremser in Sachen Klimaschutz und gleichzeitig der Leithammel, auf den alle anderen warten. Doch trotz Obama wird Amerika in Kopenhagen voraussichtlich nichts zu bieten haben. Zu groß ist der Widerstand im amerikanischen Kongress und bei den Lobbygruppen. Die Amerikaner kommen mit vagen Selbstverpflichtungen nach Kopenhagen.
Wer das begriffen hat, den packt die Verzweiflung. »Wie können Sie von uns verlangen, dass wir Vereinbarungen zustimmen, die unsere sichere Vernichtung bedeuten?«, rief auf der jüngsten UN-Generalversammlung Marcus Stephen, Regierungschef des Inselstaates Nauru, der seinen Untergang ziemlich genau absehen kann. Es geht in Kopenhagen ja nicht nur um die Verminderung von Emissionen, um CO₂-Zertifikate und andere Errungenschaften der Klimadiplomatie. Es geht um die Frage, ob es ein kollektives Subjekt namens Menschheit gibt, das imstande ist, auf eine kollektive Bedrohung zu reagieren.
Noch weiß niemand, ob es überhaupt möglich ist, fast sieben Milliarden Individuen in ein globales Bündnis der Selbstbeschränkung einzubinden. Klimapolitik ist ein globales Experiment, ein historischer Pakt: Wir im industrialisierten Norden ersetzen unsere Kohlekraftwerke durch Sonnenkollektoren und unsere Benzinautos durch Ökomobile, wenn ihr im Süden Industrialisierung von vornherein grün anlegt und selbst eure Ärmsten noch zum Energiesparen anhaltet. Ein solches Abkommen mit entsprechenden Sanktionsmöglichkeiten ist ohne Vorbild. Aber es ist unumgänglich, damit die Welt die rote Linie der Klimaforscher nicht überschreitet: Maximal zwei Grad darf die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter betragen, um die Folgen des Klimawandels gerade noch bewältigen zu können.
Und ein wirksamer Klimavertrag zwischen Staaten ist ja nur ein Etappenziel. Erst wenn die Staaten ihre Bürger und ihre Unternehmen für den Klimaschutz gewinnen, gibt es Hoffnung, den Ausstoß von Treibhausgasen massiv zu reduzieren.
Nach Empörung und Resignation ist Einsicht gefragt. Wie immer die Verhandlungen in Kopenhagen enden, es wird nicht das Ende des Klimaschutzes bedeuten. Es wird weiterhin, und häufiger als bislang, klimabedingte Hungersnöte, Fluten, Dürren geben, die Regenwälder und das Polareis werden weiter schrumpfen. Der Klimawandel kann nicht von der Tagesord- nung der Welt gestrichen werden, weil er sich ständig neu hineinschreibt.
Ja, Amerika trägt die Hauptschuld – aber wem nützt diese Erkenntnis? Der gegenwärtige Präsident der USA ist trotz alledem der beste Verbündete, den Klimaschützer im Weißen Haus je hatten. Und sind die anderen Akteure, die Europäische Union, Indien, China und die Entwicklungsländer, wirklich so viel fähiger und williger gewesen auf dem Weg nach Kopenhagen? Sie sind es eben nicht.
Eine global wirksame Klimapolitik setzt zunächst zwei radikale Einsichten voraus. Europäer, Amerikaner und Australier müssen sich eingestehen, dass sie vor allem den Klimawandel verursacht haben. Fast drei Viertel der Treibhausgase seit Beginn der Industrialisierung stammen aus ihren Schornsteinen, Auspuffen und Rinderfarmen. Die Folgen aber können sie nicht allein bewältigen. Nur wenn Indien, China und Brasilien ihre Industrialisierung sehr viel grüner und nachhaltiger gestalten, als der Norden es tat, lässt sich der Klimawandel noch beherrschen. Und selbst die ärmsten Länder werden dazu einen Beitrag leisten müssen.
Das wird schmerzhaft für alle Seiten. Der reiche Westen sah sich bislang als Modell für die Welt – nun muss er erkennen, dass er ein Weltuntergangsmodell entwickelt hat. Die ärmeren und armen Länder wehren sich zu Recht dagegen, dass die Lasten wieder ungleich verteilt werden und sie weiterhin für die Sünden anderer bezahlen müssen.
Aufseiten aller Industrieländer, nicht nur der USA, gibt es nichts zu beschönigen. Sie haben den Klimawandel ausgelöst, und ihre Anstrengungen, die Folgen zu bekämpfen, sind kaum der Rede wert. Japan, Gastgeber der legendären Kyoto-Konferenz von 1997, stößt heute 8 Prozent mehr Treibhausgase aus als 1990. Die USA haben ihren Ausstoß um fast 17 Prozent gesteigert, Kanada hat gar ein Viertel mehr Emissionen produziert.
Die Europäer stehen etwas besser da: minus 4 Prozent für die 15 alten EU-Mitglieder und sogar fast minus 10 Prozent für die EU-27. Stolz verkünden daher die Europäer, dass sie im Kampf gegen den Klimawandel »in der ersten Reihe« stünden – so heißt es in dem Dokument der Staats- und Regierungschefs, in dem sie Ende vergangener Woche das Verhandlungsmandat Europas für die Kopenhagen-Konferenz festlegten.
Bei Licht betrachtet, gab es nur in Deutschland und Großbritannien nennenswerte Fortschritte, und in beiden Fällen beruhen sie nur zum Teil auf einer erfolgreichen Klimapolitik. Den Deutschen kam die Wiedervereinigung zu Hilfe, der die ostdeutsche Industrie zum Opfer fiel, den Briten ihr Nordseegas, das die Kohle in Kraftwerken und Heizungen ablöst und bei der Verbrennung nur halb so viel Kohlendioxid produziert.
Und die anderen Europäer? Spanien, Portugal, Österreich, Irland und Finnland – zweistellige Zuwachsraten seit 1990. Dänemark, Gastgeberland der Klimakonferenz im Dezember, bringt es wenigstens auf 2,3 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase; Schweden, dessen Regierung als amtierende EU-Präsidentschaft in Kopenhagen im Namen sämtlicher EU-Nationen verhandeln wird, hat 6,5 Millionen Tonnen weniger geschafft. Gemessen an den gut 5 Milliarden Tonnen, die die Gemeinschaft der 27 zur Erderwärmung beisteuert, ist das praktisch nichts. So steht es tatsächlich um die europäische Vorreiterrolle.
Die Ansprüche an die Entwicklungs- und Schwellenländer sind niedriger. Und daran gemessen, ist ihnen nicht viel vorzuwerfen. China hat schon vor zwei Jahren einen nationalen Klimaschutz-Aktionsplan beschlossen. Das Land will Energie effizienter nutzen, erneuerbare Energien fördern und die Steuerpolitik dem Klimaschutz dienstbar machen. Obendrein hat Peking in Aussicht gestellt, seine CO₂-Emissionen etwa vom Jahr 2030 an absolut zu verringern. Indien, Brasilien, Mexiko und Südafrika haben ähnliche Aktionspläne verabschiedet. Sogar das vergleichsweise arme Indonesien kündigte gerade an, bis zum Jahr 2020 26 Prozent weniger Treibhausgase auszustoßen.
All dies wird zu wenig sein, um die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen – auch wenn die Industriestaaten mitziehen. Aber es lässt den guten Willen des Südens erkennen.
Was bieten die reichen Länder den armen? Und wie wird der Handel organisiert? Ein Modell stammt aus Europa: Quidproquo – wir kommen euch entgegen, wenn – und nur wenn! – ihr uns entgegenkommt. So ist auch der jüngste EU-Beschluss zu verstehen. Bis zum Jahr 2020 will Europa, verglichen mit 1990, insgesamt 30 Prozent weniger Treibhausgas ausstoßen – sofern andere entwickelte Länder ähnliche Selbstverpflichtungen eingehen.
Das ist vernünftig und unehrlich zugleich. Vernünftig ist es, weil nationale Unternehmen sich nur für den Klimaschutz gewinnen lassen, wenn ihnen dafür keine Wettbewerbsnachteile gegenüber Konkurrenten drohen, die weniger strenge Auflagen einhalten müssen. Unehrlich ist es, weil längst absehbar ist, dass die USA selbst beim allerbesten Willen nicht mithalten können. Sie müssten ihre Emissionen im Vergleich zu heute binnen zehn Jahren nicht nur um 30 Prozent vermindern, sondern zusätzlich die 17 Prozent einsparen, die sie in den Jahren nach Kyoto draufgeschlagen haben. Ähnliches gilt für Kanada und Japan.
Die USA, andererseits, sind an dieser Art von Geschäft vorerst nicht interessiert. Das Oba- ma-Team hat eine andere »Vision für ein Kopenhagen-Übereinkommen«, so der Titel einer Präsentation, die Abgesandte Washingtons neulich in Bonn vortrugen. Jedes Land soll seine eigenen Klimaschutzmaßnahmen beschließen. In Kopenhagen würden diese Ziele dann in einem Anhang zum Abkommen als verbindlich anerkannt. Das ist ein problematischer Vorschlag, in mehr als einer Hinsicht. Zum einen bleibt die Summe der vielen nationalen Klimaschutzversprechen selbst bei wohlwollendster Prüfung noch weit hinter dem Erforderlichen zurück.
Zum anderen droht die wichtigste Errungenschaft der internationalen Klimaschutzpolitik verloren zu gehen, wenn die Welt sich mit der Koordination nationaler Alleingänge begnügt. Denn der letzte Anlauf zu einem globalen Klimaschutzabkommen, Kyoto, hat in mühseligen Verhandlungen immerhin eines erreicht. Die Klima-Diplomatie hat nun eine Sprache und eine Währung: CO₂-Zertifikate. Erst seit man weiß, wie Aufforstungsprojekte in Brasilien gegen längere Laufzeiten für alte Kohlekraftwerke im Ruhrgebiet verrechnet werden, ist ein globaler Emissionshandel denkbar. Ohne den aber rückt wirksamer und bezahlbarer Klimaschutz in weite Ferne.
Wie also sollte sich die Welt zu Barack Obamas Vorschlag stellen – zu dem besten Vorschlag, den sie aus Amerika zu erwarten hat? Sollen die Europäer wirklich auf gleichwertigen Gegenleistungen bestehen, statt zu tun, was ihnen immerhin möglich ist? Es sollte ihnen zu denken geben, dass jedenfalls Indien der amerikanischen Sicht der Dinge zuneigt. »Wir werden freiwillig eigene Maßnahmen zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes ergreifen und sind bereit, den UN darüber jährlich Bericht zu erstatten«, erklärte Indiens Umweltminister Jairam Ramesh kürzlich. Keinesfalls aber werde sich Indien verbindlichen Zielen eines internationalen Klimaschutzabkommens unterwerfen.
Das klingt schroffer, als es womöglich gemeint ist. Für Indien, China und die anderen Schwellenländer in der Gruppe der 77 vereinten Entwicklungsländer geht es vor allem um eines: Ihre Zusagen für ein zukünftiges Klimaschutzregime sollen nicht im selben Vertragswerk fixiert werden wie die Verpflichtungen der Industrieländer. Zu groß ist die Sorge der Schwellenländer, beim Klimaschutz bald an denselben Maßstäben wie die Industrieländer gemessen zu werden. Darum verteidigen diese Länder verbissen das Kyoto-Protokoll, das nicht ihnen, wohl aber den Industrieländern Klimaschutzpflichten auferlegt. Die armen Entwicklungsländer halten an Kyoto fest aus schierer Verzweiflung und der Furcht, dass der Norden ohne die Verbindlichkeit des Protokolls noch weniger für den Klimaschutz tun würde. »Kyoto ist kein Joghurt, den man nach dem Verfallsdatum wegschmeißt«, sagt einer der afrikanischen Verhandler.
Vielleicht liegt für die Europäer hierin die Antwort auf die Krise der Klimadiplomatie. Auch wenn Kopenhagen scheitert, Kyoto kann bleiben. 2012 endet lediglich die erste Verpflichtungsperiode der dort genannten Industrieländer. Ihr könnte eine weitere Verpflichtungsperiode mit strengeren Werten folgen. Das lehnen die »Kyoto-Länder« ab – solange die USA nicht mitmachen.
Doch dieser Teufelskreis ließe sich durchbrechen. Denn es ist möglich, die USA unter Druck zu setzen. Verständigen sich Europäern und die wichtigsten Schwellenländern in Kopenhagen auch ohne die USA auf halbwegs ehrgeizige Klimaziele, könnte das einen Sog erzeugen, dem sich Kongress und Senat in den USA auf Dauer nicht entzie- hen können. Denn in Amerika selbst tobt ein Kampf um Klimaschutz, und es wird sich in den nächsten Monaten womöglich entscheiden, welchen Kurs die Supermacht einschlägt. Die lange Zeit geschlossen gegen den Klimaschutz marschierende Energielobby ist inzwischen tief gespalten. Die Ölkonzerne und Kohlebetreiber sehen von Kyoto bis Kopenhagen nur Verderben, die Erdgasindustrie sieht dort ihre Zukunft. Die Finanzindustrie wittert in einer »grünen Ökonomie« gigantische Renditen. Weltkonzerne wie Apple und Google beschimpfen und beschämen Klimaschutzgegner in Washington. Grüne Vorreiter wie Kalifornien können früher oder später andere Bundesstaaten mitziehen. Und Obama kann den bockigen Kongress zumindest teilweise umgehen, indem er Klimaschutzmaßnahmen an die Bundesumweltbehörde überträgt.
Womöglich täte Europa ihm und der Welt den größten Gefallen, den amerikanischen Vorschlag der nationalen Klimaschutzversprechen abzuschmettern. Denn Obama, so darf man, muss man hoffen, ist weiterhin entschlossen, sein Land in Richtung eines global verbindlichen Klimaschutzes zu drängen. Gehen die Europäer dabei voran, kann das seine Aufgabe nur leichter machen.
Mitarbeit Christiane Grefe und Fritz Vorholz
- Datum 05.11.2009 - 12:26 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 05.11.2009 Nr. 46
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Welche Druckmittel sollen die Europäer gegen die USA in der Hand haben? Wenn es um den Umweltschutz geht, dann gilt immer ein existentielle Rangfolge: Erst kommt das Fressen und dann der Umweltschutz.
Bei einer Arbeitslosenquote von 10% in den USA und einer beispiellosen Verschuldung zu Gunsten der Finanzindustrie besteht für Obama kein Spielraum mehr für den Umweltschutz. Da kann sich Europa quasi "Auf den Kopf stellen". Die EU kann ja den Vorreiter machen. Ob die EU das aber tut?
...wenige Druckmittel gegen die USA, aber sie könnten es Obama viel leichter machen ein interantionales Vertragssystem zur Reduzierung von Klimagasen, wenn sie die ihrer Wirtschaftsleistung entsprechenden Kosten und Verpflichtungen zur internationalen Sicherheit übernähmen und ein suprnationales System allgemeiner und individuell rechtssichen Schutzes. Dann schiene den Amerikanern die Vorbeugung gegen die Gefahren einer Multipolarisierung nicht notwendig und sie hätten mehr Geld für die Träume Klimaschützer.
...wenige Druckmittel gegen die USA, aber sie könnten es Obama viel leichter machen ein interantionales Vertragssystem zur Reduzierung von Klimagasen, wenn sie die ihrer Wirtschaftsleistung entsprechenden Kosten und Verpflichtungen zur internationalen Sicherheit übernähmen und ein suprnationales System allgemeiner und individuell rechtssichen Schutzes. Dann schiene den Amerikanern die Vorbeugung gegen die Gefahren einer Multipolarisierung nicht notwendig und sie hätten mehr Geld für die Träume Klimaschützer.
Die globale Fieberkurve steigt und steigt und steigt und die Welt sieht tatenlos zu, hüben wie drüben. Wie dumm der Mensch ist (und wie wenig er den Gattungstitel "Sapiens" verdient), sieht man schon daran, daß man vielerortens noch immer amüsiert angeschaut wird, wenn man ein Stückchen Regenwald in Peru kauft oder Autos ablehnt. Das ist insbesondere in den USA der Fall, wo selbst im Frühjahr und Herbst bei Temperaturen um die 18 Grad überall die Klimaanlagen surren. Es ist unfaßbar!
Wie oft wurde ich selbst in einem Musterstaat wie Massachusetts von Mittelklasseautofahrern mitleidig gemustert, weil ich im Winter meine Milchflaschen im Rucksack mehrere Milen durch die Gegend tragen mußte. Supermärkte im Ort? Fehlanzeige. Öffentliche Verkehrsmittel? Nicht überall und nicht oft. Kurz: Der gesamte Lebensstil außerhalb der Großstädte ist auf grenzenlosen Energiekonsum (inklusive Auto!) zugeschnitten; die Städte und Stadtviertel sind so angelegt, die Häuser werden so gebaut. Wie soll das bitte durch eine Klimakonferenz geändert werden, wenn noch nicht einmal EINSICHT in das Problem besteht?!
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die USA einen hohen Flächenverbrauch innerhalb von Städten und Gemeinden haben. In den Südstaaten kommt man ohne Strom eh nicht aus. Es sei denn, man kann sich an die dortigen Temperaturen gewöhnen. Das ist aber nicht der Fall. Allerdings ist Kalifornien auf dem richtigen Weg.
Entsprechend ist der Energieverbrauch viel, viel höher -strukturell- als im dichtbesiedelten Deutschland.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die USA einen hohen Flächenverbrauch innerhalb von Städten und Gemeinden haben. In den Südstaaten kommt man ohne Strom eh nicht aus. Es sei denn, man kann sich an die dortigen Temperaturen gewöhnen. Das ist aber nicht der Fall. Allerdings ist Kalifornien auf dem richtigen Weg.
Entsprechend ist der Energieverbrauch viel, viel höher -strukturell- als im dichtbesiedelten Deutschland.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die USA einen hohen Flächenverbrauch innerhalb von Städten und Gemeinden haben. In den Südstaaten kommt man ohne Strom eh nicht aus. Es sei denn, man kann sich an die dortigen Temperaturen gewöhnen. Das ist aber nicht der Fall. Allerdings ist Kalifornien auf dem richtigen Weg.
Entsprechend ist der Energieverbrauch viel, viel höher -strukturell- als im dichtbesiedelten Deutschland.
...wenige Druckmittel gegen die USA, aber sie könnten es Obama viel leichter machen ein interantionales Vertragssystem zur Reduzierung von Klimagasen, wenn sie die ihrer Wirtschaftsleistung entsprechenden Kosten und Verpflichtungen zur internationalen Sicherheit übernähmen und ein suprnationales System allgemeiner und individuell rechtssichen Schutzes. Dann schiene den Amerikanern die Vorbeugung gegen die Gefahren einer Multipolarisierung nicht notwendig und sie hätten mehr Geld für die Träume Klimaschützer.
Ein flammendes Plädoyer über einen Sack voller Ungewissheiten.
Die einst wichtigste Konferenz seit dem zweiten Weltkrieg wird mir nichts dir nichts vor der Öffentlichkeit schon heftig in ihrer Wichtigkeit heruntergespielt. Aus Vorsicht und einem reichen Erfahrungsschatz hat man sie ja auch seitens der Politik erst garnicht hochgespielt, was sich jetzt "rechnet". Da ist schon fast nur noch von so einem Treffen die Rede, wo man sich mal zum miteinander plaudern versammeln wird. In der Sprache dann freilich diplomatisch verbrämt.
Wie groß ist das Vertrauen in Kopenhagen noch? Wenn der Ton des Artikels ein Indiz sein soll, dann steht es schlimm. Je mehr zu mobilisieren und Mut zu machen ist, desto hoffnungsloser ist die Lage meist.
Diese Konferenz ist dabei jedoch nunmal ohne Frage so groß und wichtig, sie kann leicht eine unvorhersagbare Eigendynamik entwickeln. Noch ist da also nicht alles gesagt, die Sache kann aber durchaus in einem Scherbenhaufen enden, was dieses Herunterspielen der Konferenz ja im Wesentlichen zu vermeiden sucht. Eine solch voreilige Schadensbegrenzung wird aber auch schnell zum Anwalt des Stillstands.
Hoffen wir auf das Beste.
Die normative Kraft des Faktischen hat Dynamik. Es gibt Grenzen des Machbaren. Die USA stehen vor der Pleite und haben deshalb andere Prioritäten. Die Finanzkrise produzierte eine Pause im Umweltschutz und die Natur reagiert erbarmungslos.
Erst dann, wenn wieder die Mittel bereitstehen, wird man retten, was zu retten ist. Es kann dann aber auch für einige Entwicklungen zu spät sein. Keine Frage.
Die normative Kraft des Faktischen hat Dynamik. Es gibt Grenzen des Machbaren. Die USA stehen vor der Pleite und haben deshalb andere Prioritäten. Die Finanzkrise produzierte eine Pause im Umweltschutz und die Natur reagiert erbarmungslos.
Erst dann, wenn wieder die Mittel bereitstehen, wird man retten, was zu retten ist. Es kann dann aber auch für einige Entwicklungen zu spät sein. Keine Frage.
Die normative Kraft des Faktischen hat Dynamik. Es gibt Grenzen des Machbaren. Die USA stehen vor der Pleite und haben deshalb andere Prioritäten. Die Finanzkrise produzierte eine Pause im Umweltschutz und die Natur reagiert erbarmungslos.
Erst dann, wenn wieder die Mittel bereitstehen, wird man retten, was zu retten ist. Es kann dann aber auch für einige Entwicklungen zu spät sein. Keine Frage.
Was wäre wenn
- die meisten autofahrenden Bundesbürger auf die Bahn, das Fahrrad u.a. öffentliche Nahverkehrsmittel umstiegen (ist auch kostengünstiger, sehr häufig...)
- die meisten Bundesbürger zu einem echten Ökostrom-Anbieter wechselten
- die meisten Bundesbürger ihren Fleischkonsum überprüften/reduzierten/änderten
- die meisten Bundesbürger sich engagiert für die Dämmung iherer Behausungen einsetzten
- die meisten Bundesbürger ihr Konto bei der Dt. Bank aufgäben
???
=> Wären sie veranlasst, dies zu TUN, wenn die Tagesschau über mehrere Tage hinweg hierzu raten würden?
=> Warum WARTEN auf Politiker und Industrielle?
Wenn die Leute dies täten, dann
- wäre zuerst der ÖPNV eine echte Alternative zum Auto (häufige Fahrzeitrelationen 10 min im Auto/ 40 min im ÖPNV)
- könnte zuerst ein Großteil des Strombedarfs durch "Ökostrom" gedeckt werden
- (Über den Fleischkonsum kann man momentan reden)
- hätten die Bundesbürger zuerst das Geld für Wärmedämmung
- Ähh... ???
Obwohl der Klimaschutz ein hehres und unter allen Umständen zu erreichendes Ziel ist, können immer nur weitere von den Bürgern geforderte Opfer nicht der Weg sein. Bestimmte Verhaltensweisen können einfach nicht geändert werden, bevor tatsächliche Alternativen zur Verfügung stehen und um diese zu erzeugen sind sowohl Politik als auch Industrie gefragt.
- die meisten autofahrenden Bundesbürger auf die Bahn, das Fahrrad u.a. öffentliche Nahverkehrsmittel umstiegen (ist auch kostengünstiger, sehr häufig...)
Wenn nur 10% der jetzigen Autofahrer auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen würden, würden diese zusammenbrechen. Ich fahre täglich mit der Straßenbahn und der DB, morgens, mittags und abends sind die Bahnen überführt, an einen Sitzplatz braucht man gar nicht zu denken und von der Pünktlichkeit braucht man gar nicht zu reden.
- die meisten Bundesbürger zu einem echten Ökostrom-Anbieter wechselten
Dann würden diese öfters ohne Strom sitzen.
|>Dann würden diese öfters ohne Strom sitzen.
Stimmt nicht!
Das Abschalten von sämtlichen deutschen Kohle- und Atomkraftwerken und deren Ersetzung durch Regenerative Energien ist (theoretisch) möglich, ohne das die Lichter ausgehen.
Das würde ausserdem eine beachtliche Menge an Arbeitsplätzen schaffen!
(Das beweisen diverese Studien von Greenpeace und anderen Unternehmen.)
Wenn die Leute dies täten, dann
- wäre zuerst der ÖPNV eine echte Alternative zum Auto (häufige Fahrzeitrelationen 10 min im Auto/ 40 min im ÖPNV)
- könnte zuerst ein Großteil des Strombedarfs durch "Ökostrom" gedeckt werden
- (Über den Fleischkonsum kann man momentan reden)
- hätten die Bundesbürger zuerst das Geld für Wärmedämmung
- Ähh... ???
Obwohl der Klimaschutz ein hehres und unter allen Umständen zu erreichendes Ziel ist, können immer nur weitere von den Bürgern geforderte Opfer nicht der Weg sein. Bestimmte Verhaltensweisen können einfach nicht geändert werden, bevor tatsächliche Alternativen zur Verfügung stehen und um diese zu erzeugen sind sowohl Politik als auch Industrie gefragt.
- die meisten autofahrenden Bundesbürger auf die Bahn, das Fahrrad u.a. öffentliche Nahverkehrsmittel umstiegen (ist auch kostengünstiger, sehr häufig...)
Wenn nur 10% der jetzigen Autofahrer auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen würden, würden diese zusammenbrechen. Ich fahre täglich mit der Straßenbahn und der DB, morgens, mittags und abends sind die Bahnen überführt, an einen Sitzplatz braucht man gar nicht zu denken und von der Pünktlichkeit braucht man gar nicht zu reden.
- die meisten Bundesbürger zu einem echten Ökostrom-Anbieter wechselten
Dann würden diese öfters ohne Strom sitzen.
|>Dann würden diese öfters ohne Strom sitzen.
Stimmt nicht!
Das Abschalten von sämtlichen deutschen Kohle- und Atomkraftwerken und deren Ersetzung durch Regenerative Energien ist (theoretisch) möglich, ohne das die Lichter ausgehen.
Das würde ausserdem eine beachtliche Menge an Arbeitsplätzen schaffen!
(Das beweisen diverese Studien von Greenpeace und anderen Unternehmen.)
Wenn die Leute dies täten, dann
- wäre zuerst der ÖPNV eine echte Alternative zum Auto (häufige Fahrzeitrelationen 10 min im Auto/ 40 min im ÖPNV)
- könnte zuerst ein Großteil des Strombedarfs durch "Ökostrom" gedeckt werden
- (Über den Fleischkonsum kann man momentan reden)
- hätten die Bundesbürger zuerst das Geld für Wärmedämmung
- Ähh... ???
Obwohl der Klimaschutz ein hehres und unter allen Umständen zu erreichendes Ziel ist, können immer nur weitere von den Bürgern geforderte Opfer nicht der Weg sein. Bestimmte Verhaltensweisen können einfach nicht geändert werden, bevor tatsächliche Alternativen zur Verfügung stehen und um diese zu erzeugen sind sowohl Politik als auch Industrie gefragt.
Solange die Menschen sagen: Ich bin ja bereit etwas für das Klima zu tun, aber erst wenn alle anderen auch...
Solange wird sich nichts ändern. Und ohne Opfer und Verzicht wird es nicht gehen.
80 Mio. Menschen sollten nicht auf 10 Minister warten.
in "This is it":
DIE müssen etwas unternehmen, damit sich was ändert. WER SIND DIE???? DIE sind WIR!
Kann man auf Einweg-Papptassen verzichten und richtige Tassen nehmen? Ja!
Kann man auf Plastiktüten verzichten und Stoffbeutel nehmen? Ja!
Fahrgemeinschaften? Ja!
Es geht alles - man muss nur wollen! "Wo ein Wille - da ein Weg!"
Solange die Menschen sagen: Ich bin ja bereit etwas für das Klima zu tun, aber erst wenn alle anderen auch...
Solange wird sich nichts ändern. Und ohne Opfer und Verzicht wird es nicht gehen.
80 Mio. Menschen sollten nicht auf 10 Minister warten.
in "This is it":
DIE müssen etwas unternehmen, damit sich was ändert. WER SIND DIE???? DIE sind WIR!
Kann man auf Einweg-Papptassen verzichten und richtige Tassen nehmen? Ja!
Kann man auf Plastiktüten verzichten und Stoffbeutel nehmen? Ja!
Fahrgemeinschaften? Ja!
Es geht alles - man muss nur wollen! "Wo ein Wille - da ein Weg!"
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