Malediven Gehen Sie doch nach drüben!
Wende auf den Malediven: Die neue, demokratische Regierung lässt erstmals Urlauber auf die Inseln der Einheimischen. Dort erleben sie eine vergessene Kultur
© Michael Allmaier für DIE ZEIT

Wahlwerbung auf der Einheimischeninsel Hithadhoo
Es ist nicht weit von Villingili nach Gan; wahrscheinlich könnte man schwimmen. An der Strandbar noch eine Kokosnuss austrinken und dann in das türkisblaue Wasser, das unter den Füßen milchig wird, so fein und weiß ist der Sand. Das erste Stück im Schatten der Wasservillen waten; dann kraulen durch die stille, warme Lagune im Zentrum des Addu-Atolls. Irgendwann wäre man dann auf der Insel, die man von seiner Ferieninsel aus jeden Tag sieht. Auf den Malediven, wie sie noch keiner kennenlernen durfte. Auf der Rückseite der Fototapete.
Von den Malediven hat jeder ein Bild, und zwar genau das gleiche: Traumstrände, Korallenbänke, abgeschiedene Luxusresorts für Hochzeitspaare und Taucher. Allmählich spricht sich auch herum, dass der Inselstaat durch die globale Erwärmung bedroht ist. Aber nicht einmal jemand, der öfter hier war, könnte sagen, wie die Menschen leben. Das liegt nicht an der Ignoranz, die man Strandurlaubern so gern unterstellt. Dahinter steckte System. Auf den Malediven herrschte jahrzehntelang touristische Apartheid. Besucher wurden zwar freundlich empfangen, aber von den Einheimischen so weit wie nur möglich getrennt. Offiziell wollte die Regierung so ihr streng muslimisches kleines Volk vor dem Sittenverfall bewahren. Es kam ihr aber sicher gelegen, dass auf diese Art auch niemand erfuhr, welche politischen Zustände im Ferienparadies herrschten.
Man muss nur auf die Karte schauen, um zu verstehen, wie so etwas funktionieren konnte: Ein Sandklecks an der Südspitze Indiens, das sind die Malediven. Die Landmasse von Usedom, auf 1200 Inseln verteilt. Viele davon sind winzig und wurden jeweils nur für einen einzigen Zweck erschlossen: Es gibt Flughafeninseln, Müllinseln, Gefängnisinseln. Die größeren sind teils bewohnt, teils an Hotelunternehmen verpachtet, aber niemals beides zugleich.
Über die Straßen der Hauptstadtinsel knattern zigtausend Mopeds
Um Menschen zu trennen, braucht es hier keine Zäune oder Wächter, nicht einmal ausdrückliche Verbote. Es genügt, mit behördlichen Schikanen den Fährverkehr zu erschweren. Vor ein, zwei Jahren noch hätte man als Tourist auf mancher Resortinsel wirklich schwimmen müssen, um zur benachbarten Einheimischeninsel zu kommen. Dort wäre man dann in seiner Badehose umhergeirrt auf der vergeblichen Suche nach einem Hotel, mit der Landessprache Divehi und der Währung Rufiyaa nicht einmal dem Namen nach vertraut. Am Ende wohl dankbar für den Inselpolizisten, der einen zurückbefördert. Aber das soll sich nun alles ändern.
»Wir wollen Brücken bauen«, sagt Ahmed Ali Sawad. »Reisende sollen die Chance kriegen, unsere Kultur kennenzulernen. Dabei können unsere Bürger lernen, dass westlicher Lebensstil nicht das ist, was sie auf MTV sehen.« Sawad ist seit einem Jahr Tourismusminister in der ersten frei gewählten Regierung der Malediven. In den 32 Jahren zuvor wurde das Land von einem Diktator beherrscht, der erst nach anhaltenden Protesten ein Mehrparteiensystem zuließ. Nun ist er in der Opposition, abgelöst von einem früheren Journalisten, den er über Jahre einsperren und misshandeln ließ.
Wie es dazu kam? »Die Elite in unserem Land hat sich zu sehr vom Volk entfremdet«, meint der Tourismusminister. »Unser alter Präsident hatte eine goldene Toilette.« Er selbst arbeitet in einem schlichten Büro auf der Hauptstadtinsel Male. Durch sein Fenster hört man das Dauerknattern der zigtausend Mopeds, mit denen die Maler ihre Straßen verstopfen. Über seinen Schreibtisch krabbelt eine Spinne.
Wie der neue Präsident ist auch Sawad das Gegenteil eines Funktionärs. Vor Kurzem noch lebte er im australischen Exil und schrieb seine Doktorarbeit über Menschenrechte. Seinen Idealismus wird er im neuen Amt brauchen. Denn was immer man dem abgewählten Diktator vorwerfen mag, seine Tourismuspolitik hat aus einem der ärmsten Länder der Welt ein exklusives Ferienziel gemacht. Nicht wenige Malediver verdanken ihr ihren Wohlstand.
Sechs Kokoskletterer pflücken die Nüsse, damit sie niemanden verletzen
Zu wenige, findet Sawad. Ihn stört die Monokultur der immer pompöseren Luxusresorts. »Wenn wir wie bisher unsere Inseln an den Meistbietenden verpachten, profitieren Spekulanten –und kurzfristig auch die Regierung. Wir wollen aber, dass mehr Geld dableibt, wo es verdient wird; und dafür brauchen wir mittelständische touristische Einrichtungen auf den bewohnten Inseln. Ich denke an Kulturzentren, Feste, Handwerksmärkte, an Fährdienste und Pensionen. Die ersten sind schon in Betrieb.« Der Minister nimmt sein Notizbuch und haut auf die Schreibtischplatte. Dann schaut er befriedigt auf den Einband. Erledigt, die Spinne ist tot.
Das Addu-Atoll, ein Ring aus 27 Inseln, liegt selbst für maledivische Verhältnisse ziemlich weitab vom Schuss. Man fliegt von Male eineinhalb Stunden bis an den südlichsten Flecken des Landes, schon jenseits des Äquators. Dahinter kommt fast nur noch Ozean, bis hinunter in die Antarktis. Die Briten hatten hier mal einen Luftwaffenstützpunkt. Ansonsten war wenig los.
Das Addu-Atoll ist die Heimat des Ministers und ein wichtiges Experimentierfeld für seine Idee vom neuen Tourismus. Die offensichtlichste Neuerung wirkt zunächst nicht sehr überraschend. Auch hier gibt es jetzt ein Luxusresort: das eben eröffnete Shangri-La auf der unbewohnten »Picknickinsel« Villingili. Mit 142 Villen, in denen man sich verläuft. Einer Präsidentensuite mit künstlichem Wasserfall. 55 Köchen. Sechs Kokoskletterern, die nichts anderes tun, als die Nüsse aus den 17.000 Palmen zu pflücken, bevor sie jemanden verletzen. Das übliche Rezept also: So groß, schön und teuer wie möglich. Nur eins ist besonders an dieser Anlage, die zu 30 Prozent der Regierung gehört. Sie sucht die Nähe zu den Nachbarinseln. Mal nehmen Angestellte Gäste auf einen Ausflug in ihre Dörfer mit. Mal kommen Musiker von drüben, setzen sich in den Sand vor der Bar und spielen afrikanisch klingende Boduberu-Musik.
Profitieren sollen von dem Austausch aber vor allem die Malediver. »Wir sind der größte Arbeitgeber im Atoll«, sagt Jens Moesker, der deutsche Hoteldirektor. Die meisten seiner Angestellten leben auf den umliegenden Inseln. Das ist auf den Malediven die Ausnahme. Zwar zwingt ein Gesetz die Resorts, wenigstens zur Hälfte Einheimische zu beschäftigen. Doch die kommen meist aus allen Landesteilen und hausen in Billigunterkünften auf den Urlaubsinseln; qualifizierte Kräfte sind rar. Nicht wenige stammen vom Addu-Atoll, wie Moesker erklärt: »Durch den britischen Stützpunkt haben die meisten Bewohner Englisch und den Umgang mit Fremden gelernt. Damit fanden sie dann Arbeit im Tourismus, waren aber monatelang von ihren Familien getrennt. Seit es uns gibt, kommen viele zurück oder gehen gar nicht erst fort.«
Es wird eben hell, als am Pier von Villingili die erste Personalfähre anlegt. Mariya Hussain und ihre Kolleginnen zupfen ihre Gewänder zurecht. Alle sind verschleiert, weniger aus Strenggläubigkeit als wegen der Sonne, die ihnen schon bald auf den Kopf brennen wird. Sie sind die Strandpflegerinnen des Shangri-La, eine sichtlich stolze Truppe. Manche tragen Festtagsbroschen, andere ihre Namensschilder. Mariya hat ihre Handflächen mit Henna orangerot gefärbt. Maledivische Frauen hat mancher Urlauber wahrscheinlich noch niemals gesehen; nur wenige arbeiten in Resorts. Die Vorstellung, dass sie in Gruppenquartieren unter Fremden wohnen, ist den Familien nicht geheuer. Hier aber sind die Distanzen gering und die Transfers gut organisiert.
Mariya geht ans Werk. Mit einem Reisigbündel kehrt sie zusammen, was der Vortag am Ufer verstreut hat: das modrige Seegras aus der Lagune, die Blätter der Palmen und Banyanbäume, die Plastikkappen von den Wasserflaschen der Touristen. Sie wirbelt wie eine Tänzerin, ihr Besen kämmt den Sand. Als Mariya an den Villen vorbeikommt, liegen die ersten Gäste schon draußen. Was denkt sie beim Anblick von so viel Trägheit, von so viel nackter Haut? »Nichts weiter. Ich sage mir einfach: Von denen kommt mein Gehalt.« Sechs Tage die Woche arbeitet sie im Shangri-La. Am siebten geht sie dann selber schwimmen – an einem Strand, der nicht so sauber ist wie dieser. Und natürlich in voller Montur.
Gast sein ohne Gastgeber – das ist der maledivische Traum. Das ist auch die maledivische Enttäuschung. Am Anfang macht es Spaß, auf einer Insel zu wohnen, die komplett nach den Wünschen gestresster Urlauber geformt ist. Ohne Lärm, Schmutz oder Armut. Ohne Dinge, die man gesehen haben muss, auch wenn man gar nicht möchte. Doch früher oder später wird es fade, sich erst am Strand, danach im Spa und schließlich an der Poolbar zu lümmeln. Und wenn der Barmann einen fragt, wie der Tag war, weiß man es schon nicht mehr.

Geschäft auf der Einheimischeninsel Hithadhoo
Der Wunsch, für mehr als ein paar Stunden auszubüxen, sorgt im Resort gleichwohl für Verblüffung – Kulturaustausch hin oder her. »Wollen Sie sich das wirklich antun?«, fragt Moesker. Selbst die einheimischen Angestellten scheinen sich zu wundern, was der Bewohner eines Tausend-Dollar-die-Nacht-Domizils auf ihren Inseln sucht. »Der Minister hat ein gutes Konzept«, sagt Ahmed Shaneez, der den Besucher im Schnellboot hinüberbringt. »Aber es geht nicht so leicht, wie er sich das vorstellt.« Der gemütlich wirkende 32-Jährige ist einer der wenigen Malediver, die im Shangri-La eine leitende Position haben. Vorher befasste er sich als Drogenbeauftragter der Regierung mit der traurigsten Seite der Malediven: der verbreiteten Sucht nach dem Heroin, das aus Afghanistan und Pakistan über das Wasser unkontrollierbar ins Land kommt. »Es gab Zeiten, als man sich nachts nicht auf die Straße traute. Damals war jeder vierte Jugendliche betroffen, heute vielleicht noch jeder zwölfte. Es ist gut, dass der Tourismus nach Addu kommt. Er gibt vielen eine Perspektive.« Einer seiner Schützlinge von früher arbeitet schon im Resort.
Als Community Affairs Manager ist Shaneez der Vertrauensmann des einheimischen Personals. Er tröstet, wenn sich mal ein Kollege von ausländischen Vorgesetzten und Kunden auf dem eigenen Boden herumgeschubst fühlt. »Ich sage immer: Macht nichts kaputt, wenn ihr mal sauer seid. Das hier gehört euch. Das Management wird vielleicht mal verschwinden, wie die Briten von unseren Inseln verschwunden sind. Aber die Anlage lassen sie hier.«
Es täte den Maledivern sicher gut, sich auch einmal als stolze Gastgeber zeigen zu können. Wie das aussehen soll, zeigt Ahmed Shaneez, als das Boot vor Gan, der nächsten bewohnten Insel, anlegt. Hier die Kunstgalerie, dort das Tagungszentrum, davor die Strandpromenade. Wo denn? Ach so, alles noch in Planung. Aber immerhin: »Die Tauchschule wird bald eröffnen, und für den Jachthafen haben wir einen Investor.«
Auch ein Kino gibt es schon, oder besser: noch. Die Briten haben es in den Fünfzigern für ihre Soldaten erbaut. Gan war damals ihr Hauptquartier. Die Malediver halten ihre Hinterlassenschaften liebevoll instand. Der Flughafen soll noch eine Rolle spielen bei der touristischen Erschließung des Atolls. Neben der Rollbahn erinnern zwei Kanonen an die Opfer vergessener Schlachten. In der ehemaligen Offiziersbaracke kann man sich eine alte BBC-Reportage anschauen über die Einsamen Männer vom Korallenkommando. Damals waren die Malediven ganz offensichtlich kein Traumziel. Man sieht angeödete Soldatengesichter und Kreuze im Kalender. »Am Anfang bekommen viele Weinkrämpfe«, verkündet der Sprecher.
Eine 17 Kilometer lange Straße verläuft durch Gan und über die angrenzenden Inseln, es ist die längste der Malediven. Dort, wo sie zur Brücke wird, ist meistens etwas los. An einer Stelle angeln Männer mit Nylonschnüren, die auf Plastikflaschen gerollt sind. An einer anderen grüßen ein paar Kinder in bestem Englisch und springen dann kreischend ins Wasser. Unternehmen kann man hier wenig, aber sehen eine ganze Menge. Am Straßenrand sprießt es bunt und fruchtig: Papaya, Banane, Mango. Über den Strand trippeln Einsiedlerkrebse. Aus der Lagune springen armlange Fische. Man weiß natürlich, dass es Salzwasser ist, und würde doch schwören, es schmeckte süß.
In einem Dorf auf halbem Weg ruft der Muezzin zum Mittagsgebet. Er hat eine schöne, näselnde Stimme, ein bisschen wie die von Cat Stevens. Die Moschee steht unter Palmen auf grobem Sand mit ausgebleichten Korallenfingern. Zwei Zwergpapageien aus dem Nachbarhaus krächzen die Koranverse mit. Geschäfte gibt es auch, ziemlich viele sogar, von der Zierfischhandlung bis zum Schönheitssalon. Sie heißen: Nizza, Fair Trade, Character. Fremdländisch und freundlich muss es klingen. Einer trägt sogar einen deutschen Namen: Trinkgeld. Seltsam, wie hier jede Kultur das Heil in der anderen sucht. Auf der Hotelinsel waren die Häuser aus Tropenholz und Palmstroh. Hier baut man mit Glas und Stahl oder wenigstens Beton.
Die Parolen auf den Häuserwänden zeugen von der neu entflammten Politikbegeisterung der Malediver. Wählt Adil, Anni, Aslam, Ahmed, den anderen Ahmed. Wählt Ahana, Abdul, Ali. Und das sind nur die Kandidaten mit A. Anscheinend steht hier fast jeder zur Wahl. Wie sagte Ahmed Sawad, der Tourismusminister: »Wir sind wie Kinder auf dem Karneval, verwirrt von all den Möglichkeiten, die wir auf einmal haben.«
Die Straße endet auf Hithadhoo, der größten Insel des Atolls. Auch hier ist nicht ein Tourist zu sehen, aber in einer Seitenstraße ein unverhofftes Türschild: »Addu Inn«. Zimmer an Fremde zu vermieten war den Maledivern bis vor Kurzem verboten. Ibrahim Jamal ist ein rundlicher, geschäftstüchtiger Mann von vielleicht fünfzig Jahren. Er hat früher in einem Resort gearbeitet – an der Rezeption, wie er feierlich ergänzt. Als die neue Regierung ins Amt kam, beschloss er, selbst Hotelier zu werden, der erste auf seiner Insel. »Ich habe zwar noch keine Lizenz, aber die werden sie mir schon schicken.« Doch, er hat noch ein Zimmer frei – das teuerste, wie der Zufall es will. Er muss nur rasch die Verwandten hinauskomplimentieren, die zum Freundschaftspreis darin wohnen.
Das Zimmer ist hübsch, vor allem, wenn man es bunt mag: blaue Tür, lila Rahmen, türkisfarbene Stuckdecke, geblümte rote Vorhänge mit Quasten, giftgrüner Balkon. Mit dem Geräusch eines Zahnarztbohrers setzt sich der Ventilator in Gang. Als es Abend wird, dringt durch das Fenster ein Duft von Kardamom, Kreuzkümmel und Kokos. Da kocht wohl jemand Curry. Mit einem Mal fällt dem Besucher auf, was auf der Hotelinsel Villingili fehlte: Sie war vollkommen geruchlos. Hithadhoo dagegen riecht – nach verbranntem Holz, verfaulenden Früchten, nach Haushaltsmüll, Tang und tropischen Blüten. Nicht immer gut, aber lebendig. Daran erinnert man sich.
Die Dämmerung kommt ganz abrupt; das ist hier nicht anders als auf der anderen Seite. Sonnenuntergang auf Villingili, das war die schönste Zeit. Mit einem Mojito im Strandkorb sitzen. Den Personalbooten hinterherschauen und sich fragen, wie es drüben wohl aussieht. Sonnenuntergang auf Hithadhoo – auch schön, aber anders. Mit einem Zahnputzbecher voll Chlorwasser auf dem giftgrünen Balkon stehen und den Jungs zusehen, die unten Fußball spielen – nackte Oberkörper gegen T-Shirts. In den Palmen über ihnen wachen die Flughunde auf, die in den Stunden zuvor kopfüber hingen. Sie fliegen überraschend elegant, beinah wie Zugvögel. Lautlos drehen sie ihre Kreise über den Sportplatz und folgen dann dem Abendlicht, das sich über der Lagune verliert. Ein paar Flügelschläge nur, und sie sind drüben, auf Villingili vielleicht. Für sie ist das Atoll eine große Insel, sie müssen sich nicht entscheiden. Flughund müsste man sein.
Malediven
Anreise: Zum Beispiel mit Condor (www.condor.de) über Frankfurt nach Male. Von dort mit Maldivian (www.island.com.mv) weiter nach Gan auf dem Addu-Atoll
Unterkunft: Shangri-La Villingili Resort, Addu-Atoll, Tel. 00960/6897888, www.shangri-la.com. Geräumiges neues Luxusresort, das Ausflüge auf bewohnte Inseln anbietet
Bei Thomas Cook Reisen (www. thomascook-reisen.de) kostet etwa eine Wasservilla im Shangri-La pro Nacht und Person ab 639 Euro
Addu Inn Guest House, Hithadhoo, Addu-Atoll, Tel. 00960/6886889, . Einfach, aber sehr sauber. DZ ab circa 40 Euro
Auskunft: Fremdenverkehrsamt Malediven, Tel. 06182/9934857, www.visitmaldives.com
- Datum 08.11.2009 - 11:08 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 05.11.2009 Nr. 46
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Der Hinweis, der Besuch von Einheimischen-Inseln sei erste jetzt möglich, ist falsch.
Schon vor 15 Jahren war dies möglich und wurde von mir auch genutzt. Die Malediven sind ein Tauchreiseziel. Dies hat der Autor anscheinend nicht bemerkt. Als Taucher kommt auf den Malediven keine Langeweile auf.
Da ja propagiert wird, auch von der Zeit : die Meldiven werden mit dem unaufhaltsamen Meeresspiegel-Anstieg versinken, stellt sich die Frage, ob die hier dargestellten Zukunftsaktivitäten überhaupt Sinn machen.
Je mehr Touristen mit den CO2-ausscheidenden Flugzeugen zu den Malediven fliegen, desto schneller werden diese im Meer versinken.
Die Melediver müssten also schnellstmöglich auf jeglichen Flugverkehr
zu Ihren Inseln verzichten um einen Beitrag für einen Stopp des Meersspiegelanstieges zu leisten.
Und die hochmoralische - Zeit - macht sich, durch Werbung für einen Maledivenurlaub, noch zum Förderrer des Unterganges.
Stimmt doch - oder ?
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