Bologna-Prozess Wer ist schuld an dem Chaos?
Julian Nida-Rümelin hatte Vorschläge für eine Reform der Studienreform gemacht. Sebastian Litta erwidert: Nida-Rümelin hat keine Idee für die Uni des 21. Jahrhunderts.
Professor Julian Nida-Rümelin reiht sich mit seinem Artikel in die lange Liste der Bologna-Wortmeldungen ein. Neu ist, dass er Vorschläge macht, die angeblich die Gräben zwischen Befürwortern und Kritikern überbrücken sollen. Tatsächlich plädiert er aber für eine Rückkehr zu alten Strukturen, statt einen wirklichen Schritt nach vorn aufzuzeigen. Seine Beobachtungen und Schlussfolgerungen illustrieren die vielen Gründe, warum Bologna in Deutschland zu scheitern droht. Sechs Beispiele aus seinem Text verdeutlichen die Tragik des Bologna-Prozesses, den jeder anders gewollt hat, der dann aber genau so gekommen ist, wie ihn niemand wollte:
1. Suche nach einem Sündenbock:
Nida-Rümelin schreibt über den Bologna-Prozess: "Er atmete den Geist von McKinsey und nicht den von Humboldt." Kann es denn nicht sein, dass Professoren, Präsidenten und Studierende sich selbst eine Bologna-Suppe eingebrockt haben? Nida-Rümelin spricht über "fantasielose, hochgradig verschulte Studiengänge". Wer hat diese denn eingerichtet? Doch die Fakultätskommissionen selbst, nicht die Ministerien und nicht irgendwelche Beratungsfirmen.
2. Falsch verstandene Beschwörung der Vergangenheit:
Der Geist von Humboldt ist der Geist einer Universität, die nur einer sehr kleinen, elitären Schicht offenstand. Reden wir über Hochschulbildung im 21. Jahrhundert, kann die ewige Humboldt-Nostalgie nur bedingt weiterhelfen.
3. Sich über Regeln von außen beschweren und gleichzeitig immer mehr Regeln einfordern:
Der Ruf nach europaweiten Vereinbarungen als einzige Lösung der Mobilitätsfrage ist falsch. Stattdessen sollten und können das die Prüfungsausschüsse der einzelnen Universitäten machen. Fragt man aber Prof. Otto Normalordinarius, ob sein Student, der ein Semester an der Uni von Kleinkleckersdorf verbracht hat, zwei Seminare anerkannt bekommen könnte, heißt es leider viel zu oft: "Nein, von dieser Uni erkenne ich nichts an" oder "Nein, Sie haben ja in der Vorlesung dort gar nicht mein Spezialthema XYZ behandelt". Dafür brauchen wir keine europaweiten Regelungen. Das Mobilitätsproblem kann und soll jede Hochschule selbst lösen.
4. Bologna durch die Hintertür zur Farce machen:
Der Aufruf, den Bachelor vierjährig zu gestalten, ist zu begrüßen, wobei es aber unter anderem die deutschen Professoren waren, die sagten, dass drei Jahre ausreichen würden, da das deutsche Abitur doch mindestens so anspruchsvoll sei wie ein amerikanisches College. Nida-Rümelins Idee, damit das "Niveau der alten Diplom- und Magisterstudiengänge weitgehend" wiederherzustellen, ist nun aber schon fast ironisch. So wird kein Graben überbrückt, sondern eine konservative Abwicklung der Bologna-Reformen vorbereitet. Ein Bachelorstudiengang ist etwas anderes als ein kurzer oder besser strukturierter Magisterstudiengang!
5. Einseitige Bewertung der Berufsfähigkeit:
Die Behauptung, dass die Bachelorabsolventen "ihre Karriere als schlecht verdienende Halbkönner starten", wird nicht mit Beweisen belegt. Worauf bezieht sich das "halb"? Auf den Vergleich zu den Abbrechern, die etwa in Philosophie-Magisterstudiengängen teilweise 60 Prozent ausmachen? Auch in den von Nida-Rümelin so gelobten USA verdienen Bachelorabsolventen deutlich weniger als Masterabsolventen, schließlich sind sie oft erst 22 Jahre alt. Wie viel verdient der deutsche Geschichts-Magisterstudent mit 22? Vielleicht 4000 Euro im Jahr als studentische Hilfskraft? Wie viel mehr Können hat er? Im Zweifelsfall weniger als ein Bachelorabsolvent, der bereits eine Abschlussarbeit geschrieben und mehrere Praktika absolviert hat. Letztlich fehlen uns eindeutige Zahlen. Es bringt aber nichts, Magisteräpfel mit Bachelorbirnen zu vergleichen.
6. Einfordern ist leichter als selber machen:
Die angemahnte "Rückbesinnung auf die Bildungsorientierung eines Studiums" klingt gut, ist aber letztlich eine Frage, die die deutschen Professoren schon jetzt selbst entscheiden können. Die privaten Hochschulen in Deutschland machen das seit Langem, auch öffentliche Universitäten gehen diesen Weg, etwa die Leuphana Universität, die mit diesem Konzept sehr erfolgreich Studenten aus ganz Deutschland anzieht. Andererseits greift diese Debatte zu kurz, da unser Bildungs- und Wirtschaftssystem nicht mal eben schnell, wie von Nida-Rümelin gefordert, auf die Ausbildung von Generalisten umgestellt werden kann. Wir brauchen in Deutschland auch weiter eine Balance aus Spezialistentum und generalistischen Fähigkeiten.
Professor Nida-Rümelin wird viel Zuspruch erhalten, da verschiedene Zielgruppen sich hier und da wiederfinden werden. Doch seine Thesen ergeben kein kohärentes Gesamtbild, sie machen keine Vorschläge, wie ein deutsches Hochschulsystem für das 21. Jahrhundert aussehen könnte, das sowohl exzellente Lehre und Forschung gewährleistet, es aber auch schafft, 40 Prozent eines Jahrgangs nicht nur an die Hochschulen zu bringen, sondern sie ein Studium abschließen zu lassen. Ein System, das weltweit geachtete Ingenieure hervorbringt, solide ausgebildete Geisteswissenschaftler, zugleich aber auch endlich türkischen und vietnamesischen Arbeiterkindern die gleichen Chancen auf Bildung gibt wie dem Professorensohn. Wenn wir uns weiterhin nur Rosinen herauspicken wollen, erhalten wir genau das, was wir jetzt haben: das Schlechteste aus dem alten System und dazu noch einmal schlecht umgesetzte Bachelorreformen. Einige Hochschulpräsidenten und Professoren haben längst erkannt, dass sie mit Bologna eine Chance haben, ihre Hochschule nach vorn zu bringen. Die Politik sollte diese Initiativen durch kluge Anreize fördern, nicht auf konservative Kompromisse hören.
Sebastian Litta ist McCloy-Stipendiat und Student an der Kennedy School of Government in Harvard. Er hat für Mckinsey und die Leuphana Universität gearbeitet
- Datum 13.11.2009 - 10:19 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.11.2009 Nr. 47
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Die Probleme der Unis sind derzeit weniger Probleme der Struktur als eher Probleme des Geldes.
Jeder einzelne Deutsche baut seinen Wohlstand auf dem Rücken der Akademiker. Unsere Arbeit ist zu teuer und wir haben wenige Rohstoffe. Wenn Deutschland Erfolg hat, dann aufgrund von Technologie, Innovation und stabilen Sozialstrukturen.
Die Früchte der kontinuierlichen Bemühungen unserer Ingenieure, Soziologen, Betriebswirte, Mediziner etc. erntet die deutsche Bevölkerung gerne. Nur den Stamm der Akademiker, die Universitäten, ausreichend zu bewässern, dass sehen hierzulande nur die wenigsten ein.
"Was hab ich denn davon, wenn so einer ein Schöngeist Studium macht?" "Der bekommt doch dann auch viel Gehalt. Warum sollen wir dafür Steuern ausgeben?"
Dabei wird aber häufig übersehen: Jeder zusätzliche Akademiker erschafft Arbeitsplätze. Jeder gut ausgebildete Akademiker lässt Deutschland international besser mithalten. Akademiker kosten den Staat weniger, da sie gesünder leben, verantwortungsvoller handeln, seltener Straftaten begehen, politisch, ökologisch und sozial engagierter sind.
Jeder Euro der ins Bildungswesen und insbesondere an die Universitäten geht ist somit eine Investition in Deutschlands Zukunft. Wie soll ein deutscher Student, der aus 600er Vorlesungen und 40er Seminaren kommt mit einem Amerikanischen oder Kanadischen Studenten konkurrieren, der ein zehn Studenten Seminar schon als voll empfindet? Die Zahl der Stellen zu verdoppeln wäre ein erster Schritt.
Das Problem liegt meiner Meinung darin, das BA/MA Studiengänge ohne Berücksichtigung der deutschen Kultur durchgeboxt wurden!
Nach Auslandssemester in den den USA, Hong Kong und meinem Master in Holland habe ich festgestellt das die Professoren ihren Beruf dort ernst nehmen und immer ein offenes Ohr für Studenten haben und auch tatsächlich an der Uni sind, in Deutschland gab es nicht einmal eine Sprechstunde! Die Professoren hatten hauptsächlich wichtige Posten in Vorständen oder Unternehmensberatungen! Die Studenten dürfen ihre Fragen via e-mail an den genervten Doktoranten schicken, das wars!
Hier liegt meiner Meinung nach das Problem!
nur für mein linguistik seminar sprechen in der nur 1 professor, 1 juniorprof, ein doc und ein paar privatdozenten sitzen.
hier hat jeder ein offenes ohr egal zu welcher zeit ... man kann immer kommen und fragen fragen fragen. erstaunlich ist auch, dass die damen und herren IMMER im Haus sind ^^. ab und an kommt es vor dass ich nachts eine email schicke und unglaublich aber war 5 minuten später die antwort im postfach habe.
ich kenne es aus anderen seminaren/fakultäten allerdings auch wie sie es beschrieben haben. die kommilitonen jammern mir die ohren voll.
bin froh das es bei uns rund läuft.
übrigens wird bei uns alles sehr locker gehandhabt. unsere profs und docs sind erklärte gegner des systems und lassen uns selbstbestimmt und damit erfolgreicher studieren als in anderen fächern. das studieren macht hier richtig spaß und lust auf mehr.
nur für mein linguistik seminar sprechen in der nur 1 professor, 1 juniorprof, ein doc und ein paar privatdozenten sitzen.
hier hat jeder ein offenes ohr egal zu welcher zeit ... man kann immer kommen und fragen fragen fragen. erstaunlich ist auch, dass die damen und herren IMMER im Haus sind ^^. ab und an kommt es vor dass ich nachts eine email schicke und unglaublich aber war 5 minuten später die antwort im postfach habe.
ich kenne es aus anderen seminaren/fakultäten allerdings auch wie sie es beschrieben haben. die kommilitonen jammern mir die ohren voll.
bin froh das es bei uns rund läuft.
übrigens wird bei uns alles sehr locker gehandhabt. unsere profs und docs sind erklärte gegner des systems und lassen uns selbstbestimmt und damit erfolgreicher studieren als in anderen fächern. das studieren macht hier richtig spaß und lust auf mehr.
In zwei Punkten muss ich widersprechen:
1. An meiner alten Alma Mater haben wir (gegen Ende meines Studiums) ein Bachelor-/Mastermodell zur Zufriedenheit aller Statusgruppen erarbeitet, das flexibel genug war, um Wechsler aus Nachbarfaechern oder dem Lehramt leichter zu integrieren und in den ohnehin sehr verschulten Naturwissenschaften sogar eine Entschulung, mehr akademische Freiheit, bedeutet haette. Es scheitertete - an den Juristen der Univerwaltung und der Akkredetierungsagentur. Es waren nicht Professoren und Studenten, die die Verschulung zu verantworten haben.
2. Es werden in Deutschland immer noch Generalisten ausgebildet. Einen Generalist will aber fast nur noch der personell sehr duenne oeffentliche Dienst. Die Industrie und die Dienstleister hingegen verlangen eher nach dem Fachingenieur fuer X mit der Spezialisierung auf Y und den Zusatzkenntnissen in Z. Und wenn die eierlegende Wollmilchsau sich nicht blicken laesst, bleibt die Stelle unbesetzt und es wird nach dem Staat gerufen - boeser Fachkraeftemangel, Eigeninitiative im Sinne von Einarbeitung oder Fortbildung, das fordert man gerne von Beschaeftigten, auf eigene Kosten, aber die Unternehmen leisten das ganz sicher nicht. Generalisten haetten vielleicht den Ueberblick, der den Managern der Landesbanken usw. fehlt, aber eingestellt werden die nicht. Solange dies so ist, kann man den Hochschulen kaum vorwerfen, nicht noch mehr junge Menschen so arbeitsmarktfern auszubilden.
Staat und Markt haben zwei top down Demokratie Totschlag- oder Umgehungsmechanismen: Der Staat kann Gesetze, Verordnungen, Verträge machen, und alle haben sich daran zu halten und davon ausgehend Regelungen zu treffen. Die Bestrafung durch den Wähler oder eine Alternative wird oft geschickt durch Vermachtung der Entscheidungsstrukturen in den Parteien umgangen. Beim Markt wird alles über, zur Not künstlich, knappes Geld Top down geregelt. Der Konkurrent macht es 10% billiger oder man verdient bei ihm 10% mehr.
Der Vertrag von Bologna ist ohne breite vorherige öffentliche Diskussion - das Hochschulwesen betrifft schliesslich ziemlich direkt sogar alle Bürger - vom Ministerrat beschlossen worden, ähnlich wie der Vertrag von Lissabon.
Die öffentliche Debatte sieht sich immer, wie der Hase dem Igelapaar, den über die Hauptsache schon geschaffene Verträgen gegenüber. Aufgrund des enormen Wissenswachstums und der technologischen Revolution durch den Computer, der das Verhältnis Theorie - Anwendung doch erheblich verändert hat, gibt es selbstverständlich plausible Argumente für Neurodnungen an der Hochschule. Die neuen Studiengänge laufen gerade erst einmal ein paar Jahre. Auf der Hand liegt der Rat, erst einmal ein wenig Erfahrung mit den vielen Neuerungen zu sammeln. Allerdings sind die Voraussagen der Studienverschlechterungen doch in breiten Umfang, zum Teil mit Folgeverschlechterungen, eingetreten. Das war auch für die Vertragsschließenden von Bologna voraussehbar.
nur für mein linguistik seminar sprechen in der nur 1 professor, 1 juniorprof, ein doc und ein paar privatdozenten sitzen.
hier hat jeder ein offenes ohr egal zu welcher zeit ... man kann immer kommen und fragen fragen fragen. erstaunlich ist auch, dass die damen und herren IMMER im Haus sind ^^. ab und an kommt es vor dass ich nachts eine email schicke und unglaublich aber war 5 minuten später die antwort im postfach habe.
ich kenne es aus anderen seminaren/fakultäten allerdings auch wie sie es beschrieben haben. die kommilitonen jammern mir die ohren voll.
bin froh das es bei uns rund läuft.
übrigens wird bei uns alles sehr locker gehandhabt. unsere profs und docs sind erklärte gegner des systems und lassen uns selbstbestimmt und damit erfolgreicher studieren als in anderen fächern. das studieren macht hier richtig spaß und lust auf mehr.
Die Aussagen von Herrn Litta sind ja richtig spritzig. Das Desaster der Bolognareform haben alle Profs und auch noch die Studierenden selbst angerichtet. Na bravo, endlich sagt es mal einer. Sie alle hätten es ja verhindern können, schließlich haben sie ihre demokratischen Entscheidungen getroffen. Mc Kinsey hat damit überhaupt nichts zu tun. Man schaue sich nur die Lüneburger Leuphana an, die haben das doch auch hinbekommen.
Moment, schreibt das alles nicht ein ehemaliger Mc Kinsey-Mitarbeiter? Einer, der beim Präsidium der Leuphana mit vielen anderen Mc-Kinseyanern zusammen gearbeitet hat? Einer, der aus der eigenen Erfahrung sehr genau wissen muss, wie "demokratisch" derartige Prozesse ablaufen? Einer, der wissen müsste, dass die Leuphana nun wirklich nicht als Jubelbeispiel taugen kann? Einer der sich für die Kommerzialisierung dieser Hochschule eingesetzt hat? Einer, der die dortige Schließung gesellschaftlich bedeutender Studiengänge begleitet hat? Einer, der genau weiß, dass die Entscheidungen regelmäßig gegen den erbitterten Widerstand der Mehrheit aus Studierendenschaft sowie zahlreichen Profs erfolgt sind? Teilw. im rechtlichen Graubereich?
Ups, das ist wohl kurzzeitig entfallen. Dafür haben wir alle Verständnis und deshalb glauben wir auch jede der getroffenen Litta-Aussagen aufs Wort...
...ist eine Fachhochschule mit geändertem Türschild. Also so ziemlich genau das, was gemäß CHE und ZEIT (macht es eigentlich noch Sinn, beide Institutionen getrennt zu nennen?) aus den deutschen Universitäten werden soll.
Als was hat Herr Litta, der Student, der alles besser weiß als ein Hochschullehrer mit vielen Jahren Berufserfahrung, eigentlich für die genannten Institutionen gearbeitet? Ist ja aber eigentlich auch eine irrelevante Frage. Lesen Sie nächste Woche in der ZEIT: die Entgegnung des Pförtners der SPD-Parteizentrale auf die Regierungserklärung von Angela Merkel!
Ich weiß schon, warum ich Ihre Zeitung nicht mehr abonniere...
Habe mit grossem Interesse Ihre Kommentare gelesen und wuerde gern antworten. Bitte entschuldigen Sie das Fehlen der Umlaute.
Zum Kommentar von Ranjit:
Ja, Geld ist in der Tat eines der Probleme. Die deutschen Hochschulen sind im internationalen Vergleich deutlich unterfinanziert. Dies ist ja einer der Gruende, weshalb die Bolognareform oftmals nicht so wie gewuenscht umgesetzt werden konnte: den Hochschulen fehlten z.T. die notwendigen Mittel, die Praesidenten, Professoren, Mitarbeiter und Studierenden mussten die Reformen ja oftmals bei gleichbleibenden oder gar sinkenden Haushaltsmitteln durchfuehren. Aber jetzt einfach die Stellen zu verdoppeln koennte auch negative Effekte haben. Werden z.B. viele Mitarbeiter-/ Doktoranden-Stellen geschaffen wie momentan im Rahmen der Exzellenzinitiative, ohne dass gleichzeitig auch neue Professuren eingerichtet werden, steuern wir auf das naechste Problem zu: tausende von jungen Wissenschaftlern, fuer die es nach Jahren im akademischen Umfeld keine Anschlussstellen mehr gibt. Werden stattdessen Professuren geschaffen, greift an den besonders nachgefragten Hochschulen die Kapazitaetsverordnung und laesst kaum eine Verbesserung der Lehre zu. Bevor also Geld ausgegeben wird, muessen die Rahmenbedinungen so umgestaltet werden, dass am Ende auch ein positiver Effekt dabei herauskommt (d.h., dass sich die Lehre wirklich verbessert).
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