Schweinegrippe in Deutschland Der Preis der Freiheit
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Hilfreiche Aufklärung sieht anders aus

Dabei orientieren sich die Gesundheitsämter wiederum an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts in Berlin, denn hier laufen alle Informationen zu Fragen der Epidemiologie, Virologie und Immunologie zusammen. Manchmal ändert sich die wissenschaftliche Einschätzung der Lage in einer dynamischen Situation wie der aktuellen Pandemie von einem Tag auf den andern. Ob man sich nun ein- oder zweimal impfen lassen soll oder ob Schwangere auch den Impfstoff mit Wirkverstärker bekommen sollen, ist zum Teil selbst unter den Experten umstritten. Und anders als in einer Gesundheitsdiktatur dürfen auch sie ihre jeweiligen Ansichten im wissenschaftlichen Diskurs nun einmal frei äußern – auch wenn das am Ende zur Verwirrung des Publikums beiträgt.

Umso wichtiger wäre in solchen Zeiten eine vorausschauende Gesundheitspolitik, die für Vertrauen sorgt. Doch leider hapert es auch da. So verschickte im Oktober die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung das Medienpaket zur Schweinegrippe »Schütz ich mich, schütz ich dich« an Schulen. Darin gibt es Plakate für die Klassenräume, Faltblätter, Aufkleber, alles kindgerecht aufbereitet – nur die Impfung wird mit keinem Wort erwähnt. Dafür seien das Paul-Ehrlich-Institut und das Robert Koch-Institut zuständig, heißt es. Hilfreiche Aufklärung sieht anders aus.

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Dass unter solchen verwirrenden Umständen die niedergelassenen Hausärzte den offiziellen Empfehlungen nicht immer folgen, ist wenig verwunderlich. Klar wird auch, dass die staatlichen Gesundheitswächter, die für die reibungslose Umsetzung sorgen sollen, nicht zu beneiden sind. »Wir sind für die meisten Ärzte doch nur die Bürokraten ohne Gesicht«, sagt Martin Dirksen-Fischer, der Leiter des Gesundheitsamtes von Hamburg-Eimsbüttel. Um die Skepsis abzubauen, schrieb der Amtsarzt im Vorfeld 500 Praxen an. Doch nur dreißig Ärzte waren daraufhin an einer weiterführenden Diskussion interessiert.

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Wie die Schweinegrippe zur globalen Gefahr wurde

Wie die Schweinegrippe zur globalen Gefahr wurde

Von den grundsätzlichen Skeptikern sitzen einige selbst im Eimsbütteler Gesundheitsamt. Als am vergangenen Freitag rund fünfzig Impfwillige auf dem Flur vor dem Behandlungszimmer stehen, macht der hier impfende Arzt aus seiner Unwilligkeit keinen Hehl. Einer Endzwanzigerin – die zu keiner Risikogruppe gehört – deutet er an, wie übertrieben er das alles findet. Wenn sich einer anstecke, kriege er halt die Grippe! Auf Nachfragen der Patientin zur Gefahr einer Infektion reagiert er mürrisch. Und als sie wissen will, ob sie noch ein zweites Mal zur Impfung kommen müsse, muss er passen. »Das steht dann in den Medien.«

Wie soll man sich als Patient in dieser vertrackten Lage entscheiden? Auf die vielen Fragen zur Impfung gibt es nicht immer eine einfache und eindeutige Antwort. Klar ist nur: Je länger die Pandemie dauert, desto besser lässt sich ihre Gefährlichkeit abschätzen. Und je mehr Vakzinen abgegeben werden, desto klarer zeigt sich, was von diesen zu halten ist. In gewissem Sinn ist das momentane Durcheinander der Preis, den wir alle für die gesundheitspolitische Freiheit zahlen müssen.

Wenigstens Tobias Glaunsinger, der rastlose Arzt vom Prenzlauer Berg, kam nach langem Warten zum Ziel. Am Donnerstag vergangener Woche, um 16.02 Uhr, erhielt er eine knappe E-Mail von der Senatsverwaltung, dass er sich an der Impfaktion beteiligen dürfe. »Wenn ich mir vorstelle, dass da größere Krisenstäbe jahrelang an Pandemieplanungen gearbeitet haben! Der Plan für Berlin jedenfalls ist für die Tonne«, sagt Glaunsinger. Da könne man nur hoffen, dass die Schweinegrippe nicht wirklich noch gefährlich werde.

Mitarbeit: Christian Heinrich, Josephina Maier, Ulrich Bahnsen

 
Leser-Kommentare
  1. 1.These, alle sind ratlos und verwirrt, nur die KAMPAGNE der Regierung behält den Überblick
    2. Man sollte "verzweifelt" sein, wenn man seine Dosis nicht bekommt
    3. Der Andrang ist so gross wie die Knappheit, deshalb müssen die Ämter vorzeitig schliessen ... das Wort >längst< verschärft die Dramatik
    4. Eine Mitarbeiterin >erbarmte< sich des Verzweifelten
    5. ist ja nur ein >Impfpiks<
    6. Geheime Informationen werden dem Publikum >zugeraunt<

    Ich raune somit dem verehrten Publikum zu: die da draussen in der Welt haben ja keine Ahnung, welche umfangreichen Pläne die sich für elitär haltende US-Clique für die nicht mehr benötigten Menschen in der Schublade hat.

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    Milliardengeschäft mit der Angst
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat auf wundersame Weise die Kriterienstufen für eine Pandemie dieses Mal verändert (indirekt auf Betreiben der Pharmabranche) und grundlos die Pandemie ausgerufen.

    Dann hat man der Industrie den Freibrief erteilt für Impffolgen (aufgrund fehlender Tests) nicht haften zu müssen und ohne Ausschreibungen die Impfstoffe bestellt (was wohl in den meisten Ländern so ablief).

    Das ganze ist ein riesiges Milliarden-Konjunkturprogramm für die Pharmabranche über eine hochgespielte harmlose Grippevariante, die schon 1913 harmlos war. Damals gab es viele andere Gründe für die hohen Sterberaten, nämlich Unterernährung und weitere Krankheiten.

    arte: Profiteure der Angst - Das Geschäft mit der Schweinegrippe Teil 1-6

    Es kann einem nur Grausen, wenn es wirklich mal was gefährliches gibt, wie das dann gehandhabt wird.

    Milliardengeschäft mit der Angst
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat auf wundersame Weise die Kriterienstufen für eine Pandemie dieses Mal verändert (indirekt auf Betreiben der Pharmabranche) und grundlos die Pandemie ausgerufen.

    Dann hat man der Industrie den Freibrief erteilt für Impffolgen (aufgrund fehlender Tests) nicht haften zu müssen und ohne Ausschreibungen die Impfstoffe bestellt (was wohl in den meisten Ländern so ablief).

    Das ganze ist ein riesiges Milliarden-Konjunkturprogramm für die Pharmabranche über eine hochgespielte harmlose Grippevariante, die schon 1913 harmlos war. Damals gab es viele andere Gründe für die hohen Sterberaten, nämlich Unterernährung und weitere Krankheiten.

    arte: Profiteure der Angst - Das Geschäft mit der Schweinegrippe Teil 1-6

    Es kann einem nur Grausen, wenn es wirklich mal was gefährliches gibt, wie das dann gehandhabt wird.

    • TDU
    • 12.11.2009 um 15:53 Uhr

    Nun sind es natürlich wieder irgendwelche schuld. Die Pockenimpfung der 1960iger Jahre sowie die gegen die Kinderlähmung wäre heute überhaupt icht mehr möglich. Vermutlich würden die Gegner von Komplott über Profit sowie Erfindunga alles behaupten. Un jetzt wird es knapp, einige bekommen vielleicht Angst, und das Gejammer geht los.

    In meiner Gegend hat das Gesungsheitsamt nichts zu tun, als aufzuklären. Es gibt eine Impfliste mit Ärtzen, wo man sich anmelden kann. Kurze Frage, Nebenwirkungen?, nichts bsonderes, die Beraterin ist selbst geimpft, also hin.

    Vielleicht macht man ja mal analog den Masernparties Schweinegrippenparties. Aber das geht es ja mehr um die Erwachsenen.

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    "Nun sind es natürlich wieder irgendwelche schuld"

    Nein das alles passiert ganz zufällig und ganz zufällig werden ein paar Milliarden Staatsgelder in die Kassen der Pharmaindustrie gespült.
    (Merke: wenn der Staat bezahlt, dann tut er es mit dem Geld der Bürger; da ihm dies längst ausgegangen ist, tut er dies indem er clamheimlich das Tafelsilber des Bürgers verpfändet)

    Schuld ist unser System: das gelobte und gepriesene der "Demokratie nach westlichem Muster" und des US-Kolonial-Kapitalismus

    "Nun sind es natürlich wieder irgendwelche schuld"

    Nein das alles passiert ganz zufällig und ganz zufällig werden ein paar Milliarden Staatsgelder in die Kassen der Pharmaindustrie gespült.
    (Merke: wenn der Staat bezahlt, dann tut er es mit dem Geld der Bürger; da ihm dies längst ausgegangen ist, tut er dies indem er clamheimlich das Tafelsilber des Bürgers verpfändet)

    Schuld ist unser System: das gelobte und gepriesene der "Demokratie nach westlichem Muster" und des US-Kolonial-Kapitalismus

    • TDU
    • 12.11.2009 um 16:07 Uhr

    Mal sehen, was ein Bediensteter des Gesundheitsamtes als nächstes mürrisch kommentiert. Sollte es noch irgendwann eine andere mögliche Epidemie geben oder eine sonstige Notwendigkeit, ein solches aufzusuchen, werde ich schon mal 100 Euro dabei haben, damit die Miene sich aufklärt. Unglaublich so etwas.

    Und die gesundheitliche Freiheit?. Man kann so frei sein wie man will. Ohne ein Mindestmass an Vertrauen kann man jedem zu jeder Zeit alles unterstellen. Aber das ist ja auch eine Freiheit. Das heisst ja auch kritisches Hinterfragen. Die eigene Person natürlich ausgenommen.

  2. "Nun sind es natürlich wieder irgendwelche schuld"

    Nein das alles passiert ganz zufällig und ganz zufällig werden ein paar Milliarden Staatsgelder in die Kassen der Pharmaindustrie gespült.
    (Merke: wenn der Staat bezahlt, dann tut er es mit dem Geld der Bürger; da ihm dies längst ausgegangen ist, tut er dies indem er clamheimlich das Tafelsilber des Bürgers verpfändet)

    Schuld ist unser System: das gelobte und gepriesene der "Demokratie nach westlichem Muster" und des US-Kolonial-Kapitalismus

    Antwort auf "Was glauben Sie"
    • macdoc
    • 12.11.2009 um 17:29 Uhr

    "Viele andere niedergelassene Ärzte bremsen aber; der Berufsstand ist traditionell zurückhaltend gegenüber Neuerungen."
    Vielleicht aus gutem Grund?!!
    Welcher Arzt will sich schon vorwerfen lassen, er habe voreilig und unwissend (=fahrlässig) gehandelt (s. Contergan). Die, die jetzt so laut "PRO" schreien, werden es sicherlich NICHT sein, die sich verantworten wollen.

  3. Milliardengeschäft mit der Angst
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat auf wundersame Weise die Kriterienstufen für eine Pandemie dieses Mal verändert (indirekt auf Betreiben der Pharmabranche) und grundlos die Pandemie ausgerufen.

    Dann hat man der Industrie den Freibrief erteilt für Impffolgen (aufgrund fehlender Tests) nicht haften zu müssen und ohne Ausschreibungen die Impfstoffe bestellt (was wohl in den meisten Ländern so ablief).

    Das ganze ist ein riesiges Milliarden-Konjunkturprogramm für die Pharmabranche über eine hochgespielte harmlose Grippevariante, die schon 1913 harmlos war. Damals gab es viele andere Gründe für die hohen Sterberaten, nämlich Unterernährung und weitere Krankheiten.

    arte: Profiteure der Angst - Das Geschäft mit der Schweinegrippe Teil 1-6

    Es kann einem nur Grausen, wenn es wirklich mal was gefährliches gibt, wie das dann gehandhabt wird.

  4. gut finde?

    Dass die Bevölkerung so ganz und gar nicht Ihrer Analyse folgt und das tut, was sie für richtig hält: sich impfen lassen.

    Nennt sich übrigens Schwarmintelligenz.

    Frdl. Gruß
    Pf.

  5. hier in polen faellt die schweinegrippe aus (sehr wenig nachgewiesene erkranungen)
    da laut regierung der verlauf weitestgehend mild/ der impfstoff zu wenig getestest/ die hersteller fuer folgeschaeden einen freibrief wollten und nach vorliegenden ergebnissen aus schweden die schaeden wohl hoeher als der nutzen sei
    und das trotz massivem druck der pharmahersteller auf die regierung

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