Afghanistan "Krieg"

Der Verteidigungsminister hat das K-Wort ausgesprochen, Soldaten und Pazifisten sind begeistert – ohne die Folgen zu bedenken

"Kriegsähnliche Zustände": Verteidigungsminister zu Guttenberg im afghanischen Masar-i-Scharif vor der Gedenkstätte für die im Einsatz gefallenen Bundeswehr-Soldaten. Neben ihm der Kommandeur des Regionalkommandos Nord, Jürgen Setzer (l.), und Generalinspekteuer Schneiderhan (r.)

"Kriegsähnliche Zustände": Verteidigungsminister zu Guttenberg im afghanischen Masar-i-Scharif vor der Gedenkstätte für die im Einsatz gefallenen Bundeswehr-Soldaten. Neben ihm der Kommandeur des Regionalkommandos Nord, Jürgen Setzer (l.), und Generalinspekteuer Schneiderhan (r.)

Man muss nur einmal den Alten zuhören, wenn sie vom Krieg erzählen. Den betagten Eltern, den Großeltern, den greisen Tanten. Da bleiben keine semantischen Zweifel. Krieg, das ist nicht irgendein Feldzug. »Der Krieg« – das ist der Zweite Weltkrieg. Brennende Städte, Millionen Tote. Väter, Söhne, Brüder, die nicht mehr nach Hause kamen.

Man kann nicht vom Krieg sprechen in Deutschland, ohne vom Zweiten Weltkrieg zu sprechen. Das war bei den Balkankriegen in den neunziger Jahren so, das ist jetzt wieder so beim Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Sogar die juristische Diskussion über eine mögliche Anklage gegen Oberst Klein, der Anfang September einen Luftschlag gegen zwei entführte Tanklaster befohlen hat, wird noch von der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg mitbestimmt. Es ist dieser Krieg, der unsere Verfassung geprägt hat, die selbst in Trümmern entstand und in ihrem Kern pazifistisch ist, wie das ganze Land seit 1945. Ein Land, das zudem bis 1989 sehr genau wusste, dass jeder neue Krieg in Europa in einer atomaren Apokalypse enden würde.

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Und diesem Land soll es leichtfallen, wieder vom »Krieg« zu sprechen? Von einem Krieg in Afghanistan?

Der neue Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat es jetzt getan, beinahe jedenfalls. Er hat sich an die Vokabel herangepirscht, gleichsam von der Seite, immer auf dem Sprung zum Rückzug. In Teilen Afghanistans gebe es »fraglos kriegsähnliche Zustände«, erklärte Guttenberg, und er könne jeden Soldaten verstehen, »der sagt: In Afghanistan ist Krieg.« Das ist umständlich formuliert, aber doch deutlich weniger verquält als das bürokratische Herumdrucksen seines Vorgängers Franz Josef Jung. Der hatte bis zuletzt darauf beharrt, das Engagement in Afghanistan sei ein »robuster Stabilisierungseinsatz«. Vor acht Jahren war das vielleicht ein angemessener Begriff. Heute klingt es nur noch wie eine Verschleierung der Situation, die zusehends bedrohlicher wird für die Truppe, für die zivilen Helfer und vor allem für die Afghanen selbst.

Karlsruhe ermittelt

Die Luftangriffe auf zwei von den Taliban entführte Tanklastzüge Anfang September in Afghanistan beschäftigen seit vergangenem Freitag die höchsten deutschen Ermittler. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe prüft, ob der verantwortliche deutsche Kommandeur in Kundus, Oberst Georg Klein, nach dem Völkerstrafgesetzbuch angeklagt werden soll, das für alle bewaffneten Konflikte gilt.

In insgesamt nur vierzehn Paragrafen stellt das Gesetz Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und andere Kriegsverbrechen unter Strafe. Denkbar wären im Fall des Oberst Klein Ermittlungen nach Paragraf 11 Absatz 1 Nummer 3 wegen »verbotener Methoden der Kriegsführung«. Danach wird bestraft, wer in einem »bewaffneten Konflikt ... mit militärischen Mitteln einen Angriff durchführt und dabei als sicher erwartet, dass der Angriff die Tötung oder Verletzung von Zivilpersonen ... in einem Ausmaß verursachen wird, das außer Verhältnis zu dem insgesamt erwarteten konkreten ... militärischen Vorteil steht«.

Wenn Zivilisten zu Tode kommen, ist eine Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren angedroht. Dass Oberst Klein allerdings tatsächlich angeklagt und verurteilt wird, gilt als unwahrscheinlich

Die Gespenster der Vergangenheit erwachen – und lassen sich einsetzen

Diese Realitätsverweigerung aufzugeben ist fraglos ein Fortschritt. Und doch bleibt bemerkenswert, wie viel Beifall Guttenberg dafür bekommen hat, dass er den Widerstand gegen eine Eskalation der Sprache beendet hat. Wie erklärt sich die mitunter nur mühsam unterdrückte Begeisterung darüber, dass das K-Wort in das politische Vokabular Berlins zurückgekehrt ist – eine Begeisterung, die Linke und Konservative, Soldatenverbände und Kriegsgegner auf merkwürdige Weise vereint? Wer profitiert davon, wenn wir von Krieg sprechen?

Zunächst natürlich all die, die immer schon einen sofortigen Abzug der deutschen Truppen gefordert haben. Wenn sie nun gewissermaßen mit ministerieller Genehmigung den deutschen Einsatz in Afghanistan einen Krieg nennen dürfen, dann können sie politisch all die Schrecken mobilisieren, die mit dem Wort historisch in Deutschland verknüpft sind. Dann können sie den tief verwurzelten Pazifismus aktivieren, der nicht immer leicht von einer bundesrepublikanischen Bequemlichkeit zu unterscheiden ist, sich mit den Konflikten der Welt zu beschäftigen. Wo Krieg ist, so wäre die Logik, hat Deutschland nichts zu suchen.

Zum Zweiten profitieren von der Rede vom Krieg paradoxerweise wahrscheinlich vor allem die deutschen Soldaten in Afghanistan. Sie schießen und werden beschossen, sie töten, und manche von ihnen sterben. Das ist keine erweiterte Polizeimission mehr, kein bewaffnetes Brunnenbohren, es ist ein Kampf unter Einsatz des Lebens, und das Wort Krieg ist die Chiffre dafür, dass dies auch die deutsche Öffentlichkeit langsam zur Kenntnis zu nehmen beginnt. Der Bundeswehrverband lobte den neuen Minister denn auch dafür, »den Puls der Truppe« zu fühlen. Auch weil er erklärt hatte: »Wir brauchen ein Höchstmaß an Rechtssicherheit für unsere Soldaten. Da müssen wir uns politisch fragen, ob wir mit unserer Sprache dazu einen Beitrag leisten können.«

Leser-Kommentare
  1. 1. Krieg

    Ein Mittel zum Zweck, welchen Zweck?????????????

  2. Herr zu Guttenberg spricht endlich das aus, was die deutsche Politik seit mehr als 10 Jahren tot zu schweigen versucht:

    Wir befinden uns im Krieg mit der Welt. Egal, ob nun mit oder UN-MANDAT.

    Dort, wo Waffen sprechen und der Verstand aufgehört hat zu funktionieren, dort ist nun einmal Krieg - egal wer mit wem sich um die Macht streitet.

    Nun haben wir es wenigstens auch in Deutschland gecheckt.

    Und eiligst plappert unsere Kanzlerin gleich nach, was ihr Verteidigungsminister bereits vor ihr von sich gab.

    Irgendwie schon komisch:

    Unsere "Angie", die sonst eigentlich immer den "Großen" der Weltgeschichte zum Mund redete (Honecker, Kohl, Bush, Obama), die fängt jetzt an DAS wiederzugeben, was sie eigentlich schon lange hätte tun müssen, aber es nicht getan hat.

    Nun wird schnell die Erkenntnisarbeit unseres Außenministers zu ihrer eigenen auserkoren - traurig für eine Kanzlerin, die jetzt schon auf ihre Unterstellten zurück greifen muss.

    Die Dame ist doch selbst lange genug in der Welt herum gereist und hätte erkennen müssen, dass deutsche Soldaten schon lange keine Aufbauhilfe, sondern Kriegsdienst leisten.

    Was Krieg bedeutet, dass müsste sie eigentlich wissen, wenn sie im FDJ-Studienjahr richtig aufgepasst hätte!

    Irgendwie scheinen der Kanzlerin die Felle so langsam davon zu schwimmen - jedenfalls wenn sie in ihrer Steuer-, Innen- und Außenpolitik so weiter "wirtschaftet".

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    Haben Sie den Artikel richtig gelesen? Zum einen sagt Guttenberg ausdrücklich NICHT, dass es sich um einen Krieg handelt, zum anderen sagt der Artikel, dass dieser Begriff juristisch und politisch letzlich völlig irrelevant ist.

    Abgesehen davon hat selbst Jung schon mal in einer Talkshow (Anne Will, Maischberger?) gesagt, er könne verstehen, wenn Soldaten sich in Afghanistan wie im Krieg fühlten - ist letztlich nichts anderes, als eine Umschreibung für Guttenbergs Worte, wurde eben nur weniger medial hochgepusht.

    "Herr zu Guttenberg spricht endlich das aus, was die deutsche Politik seit mehr als 10 Jahren tot zu schweigen versucht:"
    im gegensatz zu seinem vorgänger kann er es sich leisten und muß es sogar.

    "Wir befinden uns im Krieg mit der Welt. Egal, ob nun mit oder UN-MANDAT."
    genau das hat er erfolgreich vermieden zu sagen.

    "Dort, wo Waffen sprechen und der Verstand aufgehört hat zu funktionieren, dort ist nun einmal Krieg - egal wer mit wem sich um die Macht streitet.
    Nun haben wir es wenigstens auch in Deutschland gecheckt."
    das haben schon lange alle gecheckt, aber checken und es politisch korrekt unter die menschen bringen sind nunmal zwei verschiedene dinge ;-)

    "Und eiligst plappert unsere Kanzlerin gleich nach, was ihr Verteidigungsminister bereits vor ihr von sich gab."
    ein weiterer punkt politisch korrekten verhaltens. einem verteidigungsminister, der sein amt weiter bekleiden soll, wäre das eine ecke zu stark in den rücken gefallen.

    "Irgendwie schon komisch:
    Unsere "Angie", die sonst eigentlich immer den "Großen" der Weltgeschichte zum Mund redete (Honecker, Kohl, Bush, Obama), die fängt jetzt an DAS wiederzugeben, was sie eigentlich schon lange hätte tun müssen, aber es nicht getan hat."
    überhaupt nicht komisch.
    die neue vokabel wird nämlich diesbezüglich überhaupt nichts ändern.
    wetten?

    ;-)

    Haben Sie den Artikel richtig gelesen? Zum einen sagt Guttenberg ausdrücklich NICHT, dass es sich um einen Krieg handelt, zum anderen sagt der Artikel, dass dieser Begriff juristisch und politisch letzlich völlig irrelevant ist.

    Abgesehen davon hat selbst Jung schon mal in einer Talkshow (Anne Will, Maischberger?) gesagt, er könne verstehen, wenn Soldaten sich in Afghanistan wie im Krieg fühlten - ist letztlich nichts anderes, als eine Umschreibung für Guttenbergs Worte, wurde eben nur weniger medial hochgepusht.

    "Herr zu Guttenberg spricht endlich das aus, was die deutsche Politik seit mehr als 10 Jahren tot zu schweigen versucht:"
    im gegensatz zu seinem vorgänger kann er es sich leisten und muß es sogar.

    "Wir befinden uns im Krieg mit der Welt. Egal, ob nun mit oder UN-MANDAT."
    genau das hat er erfolgreich vermieden zu sagen.

    "Dort, wo Waffen sprechen und der Verstand aufgehört hat zu funktionieren, dort ist nun einmal Krieg - egal wer mit wem sich um die Macht streitet.
    Nun haben wir es wenigstens auch in Deutschland gecheckt."
    das haben schon lange alle gecheckt, aber checken und es politisch korrekt unter die menschen bringen sind nunmal zwei verschiedene dinge ;-)

    "Und eiligst plappert unsere Kanzlerin gleich nach, was ihr Verteidigungsminister bereits vor ihr von sich gab."
    ein weiterer punkt politisch korrekten verhaltens. einem verteidigungsminister, der sein amt weiter bekleiden soll, wäre das eine ecke zu stark in den rücken gefallen.

    "Irgendwie schon komisch:
    Unsere "Angie", die sonst eigentlich immer den "Großen" der Weltgeschichte zum Mund redete (Honecker, Kohl, Bush, Obama), die fängt jetzt an DAS wiederzugeben, was sie eigentlich schon lange hätte tun müssen, aber es nicht getan hat."
    überhaupt nicht komisch.
    die neue vokabel wird nämlich diesbezüglich überhaupt nichts ändern.
    wetten?

    ;-)

  3. Danke Herr Wefing für diese sicher notwendige Aufklärung über die Wortklauberei
    Unserer Politiker…
    …wie dem auch sei, Mütter die ihre Söhne in einen Bundeswehreinsatz (auch auf dem Balkan) schicken sollten wissen, dass ihre Kinder dort sterben können.
    Ehefrauen, dass ihre Männer als Krüppel (physisch oder psychisch) zurück kommen können…
    …und das Volk, dass wir unseren Soldaten ihr Söldner Dasein fürstlich entlohnen.
    Was viele aber auch schon wissen.
    Das ist wohl auch der Grund, warum die Bundeswehr für ihren Auslandeinsatz so wenig Rückhalt bei den Deutschen findet.
    Die Jungs und Mädels gehen zum Teil da runter, um ihre Abenteuerlust zu befrieden oder um sich ihre Taschen zu füllen…
    …leider sind es die wenigsten, die in Afghanistan missionieren wollen!
    Keiner der nicht da hin will, muss da hin – und das ist auch gut so!
    Ein bewaffneter Konflikt, Polizeieinsatz oder auch Krieg ist immer mit Leiden verbunden, auf beiden Seiten.

    Henry Kissinger hat mal gesagt (ich zitiere):
    „Militärpersonal ist blödes, dummes Vieh welches man als Baueropfer in der Außenpolitik benutzt“

    Darüber können unsere Soldaten ja mal eine Viertelstunde in der nächsten Gefechtspause nachdenken, Viertelstunde, das schaffen die…

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Klar, als Soldat wird man Millionär *fail*

    • dizin
    • 15.11.2009 um 20:37 Uhr

    Lesen Sie eigentlich noch das was Sie hier veröffentlichen?
    Ihr Bericht ist voller Ungereimtheiten. Nur mal so . Bundeswehrsoldaten sind Söldner.. Ihre Kenntnisse zu diesem Thema sind mehr als dürftig.
    Besoldung der Soldaten: Klar die werden die reich... Sie können, wenn Sie denn es wollen, sofort sich als Freiwilliger für die Bundeswehr bewerben.
    Mein Rat: tun Sie es nicht. Wenn ich Ihre Zeilen lese, dann weiß ich jetzt schon, dass Ihnen der berühmte A.... auf Grundeis geht, wenn Sie im Truppentransporter mit Ziel Kabul, sitzen.
    [...]

    [Entfernt. Bitte formulieren Sie Kritik sachlich und verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

    Klar, als Soldat wird man Millionär *fail*

    • dizin
    • 15.11.2009 um 20:37 Uhr

    Lesen Sie eigentlich noch das was Sie hier veröffentlichen?
    Ihr Bericht ist voller Ungereimtheiten. Nur mal so . Bundeswehrsoldaten sind Söldner.. Ihre Kenntnisse zu diesem Thema sind mehr als dürftig.
    Besoldung der Soldaten: Klar die werden die reich... Sie können, wenn Sie denn es wollen, sofort sich als Freiwilliger für die Bundeswehr bewerben.
    Mein Rat: tun Sie es nicht. Wenn ich Ihre Zeilen lese, dann weiß ich jetzt schon, dass Ihnen der berühmte A.... auf Grundeis geht, wenn Sie im Truppentransporter mit Ziel Kabul, sitzen.
    [...]

    [Entfernt. Bitte formulieren Sie Kritik sachlich und verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

  4. Was soll diese Anmerkung bedeuten. Endlich sagt "jemand" wie es wirklich ist. Die Entscheidung überhaupt Soldaten nach Afghanistan zu schicken ist "Ohne die Folgen zu bedenken" getroffen worden. Das alleine ist maßgebend. Hier geht es nicht um eine "Verteidigung" im Sinne eines Bundeswehreinsatzes sondern um einen Kriegseinsatz.

  5. 5. Lesen?

    Haben Sie den Artikel richtig gelesen? Zum einen sagt Guttenberg ausdrücklich NICHT, dass es sich um einen Krieg handelt, zum anderen sagt der Artikel, dass dieser Begriff juristisch und politisch letzlich völlig irrelevant ist.

    Abgesehen davon hat selbst Jung schon mal in einer Talkshow (Anne Will, Maischberger?) gesagt, er könne verstehen, wenn Soldaten sich in Afghanistan wie im Krieg fühlten - ist letztlich nichts anderes, als eine Umschreibung für Guttenbergs Worte, wurde eben nur weniger medial hochgepusht.

    Antwort auf "Endlich ist es raus!"
  6. 6.

    Wie kommen Sie darauf, dass die K-Wort-Freunde die Konsequenzen nicht bedenken? Genau das tun sie und genau deshalb fordern die das Kind beim Namen zu nennen. Und die Info-Kartei zu den Ermittlung in Karlsruhe ist mehr als mies - sogar böswillig - da werden Worte fettgedruckt damit sie ins Auge springen und einen Zusammenhang ergeben - und was für Worte: Luftangriffe, Völkerstrafgesetzbuch (soweit noch ok, aber jetzt kommts), Völkermord, Kriegsverbrechen, sicher erwartet, außer Verhältnis...
    Irgendwann steht es unauffälig, dass die Anklage nicht sicher sei, aber bis dahin haben einige der Leser den Oberst bereits wegen Völkermords verurteilt - gehts noch!!!???

  7. 7.

    "Herr zu Guttenberg spricht endlich das aus, was die deutsche Politik seit mehr als 10 Jahren tot zu schweigen versucht:"
    im gegensatz zu seinem vorgänger kann er es sich leisten und muß es sogar.

    "Wir befinden uns im Krieg mit der Welt. Egal, ob nun mit oder UN-MANDAT."
    genau das hat er erfolgreich vermieden zu sagen.

    "Dort, wo Waffen sprechen und der Verstand aufgehört hat zu funktionieren, dort ist nun einmal Krieg - egal wer mit wem sich um die Macht streitet.
    Nun haben wir es wenigstens auch in Deutschland gecheckt."
    das haben schon lange alle gecheckt, aber checken und es politisch korrekt unter die menschen bringen sind nunmal zwei verschiedene dinge ;-)

    "Und eiligst plappert unsere Kanzlerin gleich nach, was ihr Verteidigungsminister bereits vor ihr von sich gab."
    ein weiterer punkt politisch korrekten verhaltens. einem verteidigungsminister, der sein amt weiter bekleiden soll, wäre das eine ecke zu stark in den rücken gefallen.

    "Irgendwie schon komisch:
    Unsere "Angie", die sonst eigentlich immer den "Großen" der Weltgeschichte zum Mund redete (Honecker, Kohl, Bush, Obama), die fängt jetzt an DAS wiederzugeben, was sie eigentlich schon lange hätte tun müssen, aber es nicht getan hat."
    überhaupt nicht komisch.
    die neue vokabel wird nämlich diesbezüglich überhaupt nichts ändern.
    wetten?

    ;-)

    Antwort auf "Endlich ist es raus!"
    • mio
    • 15.11.2009 um 10:59 Uhr

    Krieg ist Tod und Grauen für nichts und wieder nichts. Somit kann man bei der Afghanistan-Mission klar von Krieg sprechen. Weiterhin möchte ich von meiner warmen, sicheren Couch nicht über Sinn und Unsinn der Definition dieses Einsatzes philosophieren. Das würde ich gerne den Menschen überlassen, die täglich um ihr Leben und ihre Gesundheit fürchten müssen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...sind es nicht wir, der Souverän, der bestimmen sollte welcher Politiker entscheiden darf, ob wir unsere Soldaten in einen Krieg schicken...
    Immerhin müssen wir es ja auch bezahlen...

    ...sind es nicht wir, der Souverän, der bestimmen sollte welcher Politiker entscheiden darf, ob wir unsere Soldaten in einen Krieg schicken...
    Immerhin müssen wir es ja auch bezahlen...

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