Afghanistan "Krieg"Seite 3/3
Ob das Völkerstrafgesetzbuch angewandt wird, hat nicht der Verteidigungsminister zu entscheiden. Das ist Sache der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Sie prüft die Frage seit Freitag. Sollte sie einen »bewaffneten Konflikt« annehmen, also einen Zustand, der über innere Unruhen, gelegentliche Tumulte oder Anschläge hinausgeht – und es fällt schwer, sich eine andere Bewertung der Lage in Afghanistan vorzustellen –, dann hat das weitreichende politische Konsequenzen. Niemand in Berlin könnte mehr ernsthaft hinter diese Einschätzung zurück. Und die Republik müsste sich endlich mit der Erkenntnis arrangieren, dass Bundeswehrsoldaten im Auftrag des Parlaments in einem Einsatz sind, der auch dazu dient, Taliban zu töten. In einem Einsatz, bei dem Zivilisten ums Leben kommen können, ohne dass sogleich die deutsche Staatsanwaltschaft auf den Plan tritt.
Bundeswehrsoldaten in Afghanistan würden fortan nicht immun sein, das sind sie nie. Aber der vom Völkerrecht definierte Rahmen ihres Einsatzes wäre ein anderer als bislang von der Bundesregierung eingeräumt. Darüber zu sprechen, daraus die Konsequenzen zu ziehen, für die Einsatzregeln, für die Ausrüstung, für eine andere Betreuung nach der Rückkehr in die Heimat, auch für ein anderes Ausstiegsszenario, das ist dringlicher, als darüber zu spekulieren, wann endlich nun auch die Kanzlerin das Wort Krieg in den Mund nimmt.
Krieg ist der große Zerstörer. Der brutale Gleichmacher. Aber auch das Wort Krieg verschlingt alle Unterschiede. Es entdifferenziert. Es walzt jede Nuance nieder. Es hilft nicht weiter. Weder juristisch noch politisch. Jetzt ist es ausgesprochen.
- Datum 15.11.2009 - 09:35 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.11.2009 Nr. 47
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Ein Mittel zum Zweck, welchen Zweck?????????????
Herr zu Guttenberg spricht endlich das aus, was die deutsche Politik seit mehr als 10 Jahren tot zu schweigen versucht:
Wir befinden uns im Krieg mit der Welt. Egal, ob nun mit oder UN-MANDAT.
Dort, wo Waffen sprechen und der Verstand aufgehört hat zu funktionieren, dort ist nun einmal Krieg - egal wer mit wem sich um die Macht streitet.
Nun haben wir es wenigstens auch in Deutschland gecheckt.
Und eiligst plappert unsere Kanzlerin gleich nach, was ihr Verteidigungsminister bereits vor ihr von sich gab.
Irgendwie schon komisch:
Unsere "Angie", die sonst eigentlich immer den "Großen" der Weltgeschichte zum Mund redete (Honecker, Kohl, Bush, Obama), die fängt jetzt an DAS wiederzugeben, was sie eigentlich schon lange hätte tun müssen, aber es nicht getan hat.
Nun wird schnell die Erkenntnisarbeit unseres Außenministers zu ihrer eigenen auserkoren - traurig für eine Kanzlerin, die jetzt schon auf ihre Unterstellten zurück greifen muss.
Die Dame ist doch selbst lange genug in der Welt herum gereist und hätte erkennen müssen, dass deutsche Soldaten schon lange keine Aufbauhilfe, sondern Kriegsdienst leisten.
Was Krieg bedeutet, dass müsste sie eigentlich wissen, wenn sie im FDJ-Studienjahr richtig aufgepasst hätte!
Irgendwie scheinen der Kanzlerin die Felle so langsam davon zu schwimmen - jedenfalls wenn sie in ihrer Steuer-, Innen- und Außenpolitik so weiter "wirtschaftet".
Haben Sie den Artikel richtig gelesen? Zum einen sagt Guttenberg ausdrücklich NICHT, dass es sich um einen Krieg handelt, zum anderen sagt der Artikel, dass dieser Begriff juristisch und politisch letzlich völlig irrelevant ist.
Abgesehen davon hat selbst Jung schon mal in einer Talkshow (Anne Will, Maischberger?) gesagt, er könne verstehen, wenn Soldaten sich in Afghanistan wie im Krieg fühlten - ist letztlich nichts anderes, als eine Umschreibung für Guttenbergs Worte, wurde eben nur weniger medial hochgepusht.
"Herr zu Guttenberg spricht endlich das aus, was die deutsche Politik seit mehr als 10 Jahren tot zu schweigen versucht:"
im gegensatz zu seinem vorgänger kann er es sich leisten und muß es sogar.
"Wir befinden uns im Krieg mit der Welt. Egal, ob nun mit oder UN-MANDAT."
genau das hat er erfolgreich vermieden zu sagen.
"Dort, wo Waffen sprechen und der Verstand aufgehört hat zu funktionieren, dort ist nun einmal Krieg - egal wer mit wem sich um die Macht streitet.
Nun haben wir es wenigstens auch in Deutschland gecheckt."
das haben schon lange alle gecheckt, aber checken und es politisch korrekt unter die menschen bringen sind nunmal zwei verschiedene dinge ;-)
"Und eiligst plappert unsere Kanzlerin gleich nach, was ihr Verteidigungsminister bereits vor ihr von sich gab."
ein weiterer punkt politisch korrekten verhaltens. einem verteidigungsminister, der sein amt weiter bekleiden soll, wäre das eine ecke zu stark in den rücken gefallen.
"Irgendwie schon komisch:
Unsere "Angie", die sonst eigentlich immer den "Großen" der Weltgeschichte zum Mund redete (Honecker, Kohl, Bush, Obama), die fängt jetzt an DAS wiederzugeben, was sie eigentlich schon lange hätte tun müssen, aber es nicht getan hat."
überhaupt nicht komisch.
die neue vokabel wird nämlich diesbezüglich überhaupt nichts ändern.
wetten?
;-)
Haben Sie den Artikel richtig gelesen? Zum einen sagt Guttenberg ausdrücklich NICHT, dass es sich um einen Krieg handelt, zum anderen sagt der Artikel, dass dieser Begriff juristisch und politisch letzlich völlig irrelevant ist.
Abgesehen davon hat selbst Jung schon mal in einer Talkshow (Anne Will, Maischberger?) gesagt, er könne verstehen, wenn Soldaten sich in Afghanistan wie im Krieg fühlten - ist letztlich nichts anderes, als eine Umschreibung für Guttenbergs Worte, wurde eben nur weniger medial hochgepusht.
"Herr zu Guttenberg spricht endlich das aus, was die deutsche Politik seit mehr als 10 Jahren tot zu schweigen versucht:"
im gegensatz zu seinem vorgänger kann er es sich leisten und muß es sogar.
"Wir befinden uns im Krieg mit der Welt. Egal, ob nun mit oder UN-MANDAT."
genau das hat er erfolgreich vermieden zu sagen.
"Dort, wo Waffen sprechen und der Verstand aufgehört hat zu funktionieren, dort ist nun einmal Krieg - egal wer mit wem sich um die Macht streitet.
Nun haben wir es wenigstens auch in Deutschland gecheckt."
das haben schon lange alle gecheckt, aber checken und es politisch korrekt unter die menschen bringen sind nunmal zwei verschiedene dinge ;-)
"Und eiligst plappert unsere Kanzlerin gleich nach, was ihr Verteidigungsminister bereits vor ihr von sich gab."
ein weiterer punkt politisch korrekten verhaltens. einem verteidigungsminister, der sein amt weiter bekleiden soll, wäre das eine ecke zu stark in den rücken gefallen.
"Irgendwie schon komisch:
Unsere "Angie", die sonst eigentlich immer den "Großen" der Weltgeschichte zum Mund redete (Honecker, Kohl, Bush, Obama), die fängt jetzt an DAS wiederzugeben, was sie eigentlich schon lange hätte tun müssen, aber es nicht getan hat."
überhaupt nicht komisch.
die neue vokabel wird nämlich diesbezüglich überhaupt nichts ändern.
wetten?
;-)
Danke Herr Wefing für diese sicher notwendige Aufklärung über die Wortklauberei
Unserer Politiker…
…wie dem auch sei, Mütter die ihre Söhne in einen Bundeswehreinsatz (auch auf dem Balkan) schicken sollten wissen, dass ihre Kinder dort sterben können.
Ehefrauen, dass ihre Männer als Krüppel (physisch oder psychisch) zurück kommen können…
…und das Volk, dass wir unseren Soldaten ihr Söldner Dasein fürstlich entlohnen.
Was viele aber auch schon wissen.
Das ist wohl auch der Grund, warum die Bundeswehr für ihren Auslandeinsatz so wenig Rückhalt bei den Deutschen findet.
Die Jungs und Mädels gehen zum Teil da runter, um ihre Abenteuerlust zu befrieden oder um sich ihre Taschen zu füllen…
…leider sind es die wenigsten, die in Afghanistan missionieren wollen!
Keiner der nicht da hin will, muss da hin – und das ist auch gut so!
Ein bewaffneter Konflikt, Polizeieinsatz oder auch Krieg ist immer mit Leiden verbunden, auf beiden Seiten.
Henry Kissinger hat mal gesagt (ich zitiere):
„Militärpersonal ist blödes, dummes Vieh welches man als Baueropfer in der Außenpolitik benutzt“
Darüber können unsere Soldaten ja mal eine Viertelstunde in der nächsten Gefechtspause nachdenken, Viertelstunde, das schaffen die…
Klar, als Soldat wird man Millionär *fail*
Lesen Sie eigentlich noch das was Sie hier veröffentlichen?
Ihr Bericht ist voller Ungereimtheiten. Nur mal so . Bundeswehrsoldaten sind Söldner.. Ihre Kenntnisse zu diesem Thema sind mehr als dürftig.
Besoldung der Soldaten: Klar die werden die reich... Sie können, wenn Sie denn es wollen, sofort sich als Freiwilliger für die Bundeswehr bewerben.
Mein Rat: tun Sie es nicht. Wenn ich Ihre Zeilen lese, dann weiß ich jetzt schon, dass Ihnen der berühmte A.... auf Grundeis geht, wenn Sie im Truppentransporter mit Ziel Kabul, sitzen.
[...]
[Entfernt. Bitte formulieren Sie Kritik sachlich und verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Klar, als Soldat wird man Millionär *fail*
Lesen Sie eigentlich noch das was Sie hier veröffentlichen?
Ihr Bericht ist voller Ungereimtheiten. Nur mal so . Bundeswehrsoldaten sind Söldner.. Ihre Kenntnisse zu diesem Thema sind mehr als dürftig.
Besoldung der Soldaten: Klar die werden die reich... Sie können, wenn Sie denn es wollen, sofort sich als Freiwilliger für die Bundeswehr bewerben.
Mein Rat: tun Sie es nicht. Wenn ich Ihre Zeilen lese, dann weiß ich jetzt schon, dass Ihnen der berühmte A.... auf Grundeis geht, wenn Sie im Truppentransporter mit Ziel Kabul, sitzen.
[...]
[Entfernt. Bitte formulieren Sie Kritik sachlich und verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Vielen Dank. / Die Redaktion as]
Was soll diese Anmerkung bedeuten. Endlich sagt "jemand" wie es wirklich ist. Die Entscheidung überhaupt Soldaten nach Afghanistan zu schicken ist "Ohne die Folgen zu bedenken" getroffen worden. Das alleine ist maßgebend. Hier geht es nicht um eine "Verteidigung" im Sinne eines Bundeswehreinsatzes sondern um einen Kriegseinsatz.
Haben Sie den Artikel richtig gelesen? Zum einen sagt Guttenberg ausdrücklich NICHT, dass es sich um einen Krieg handelt, zum anderen sagt der Artikel, dass dieser Begriff juristisch und politisch letzlich völlig irrelevant ist.
Abgesehen davon hat selbst Jung schon mal in einer Talkshow (Anne Will, Maischberger?) gesagt, er könne verstehen, wenn Soldaten sich in Afghanistan wie im Krieg fühlten - ist letztlich nichts anderes, als eine Umschreibung für Guttenbergs Worte, wurde eben nur weniger medial hochgepusht.
Wie kommen Sie darauf, dass die K-Wort-Freunde die Konsequenzen nicht bedenken? Genau das tun sie und genau deshalb fordern die das Kind beim Namen zu nennen. Und die Info-Kartei zu den Ermittlung in Karlsruhe ist mehr als mies - sogar böswillig - da werden Worte fettgedruckt damit sie ins Auge springen und einen Zusammenhang ergeben - und was für Worte: Luftangriffe, Völkerstrafgesetzbuch (soweit noch ok, aber jetzt kommts), Völkermord, Kriegsverbrechen, sicher erwartet, außer Verhältnis...
Irgendwann steht es unauffälig, dass die Anklage nicht sicher sei, aber bis dahin haben einige der Leser den Oberst bereits wegen Völkermords verurteilt - gehts noch!!!???
"Herr zu Guttenberg spricht endlich das aus, was die deutsche Politik seit mehr als 10 Jahren tot zu schweigen versucht:"
im gegensatz zu seinem vorgänger kann er es sich leisten und muß es sogar.
"Wir befinden uns im Krieg mit der Welt. Egal, ob nun mit oder UN-MANDAT."
genau das hat er erfolgreich vermieden zu sagen.
"Dort, wo Waffen sprechen und der Verstand aufgehört hat zu funktionieren, dort ist nun einmal Krieg - egal wer mit wem sich um die Macht streitet.
Nun haben wir es wenigstens auch in Deutschland gecheckt."
das haben schon lange alle gecheckt, aber checken und es politisch korrekt unter die menschen bringen sind nunmal zwei verschiedene dinge ;-)
"Und eiligst plappert unsere Kanzlerin gleich nach, was ihr Verteidigungsminister bereits vor ihr von sich gab."
ein weiterer punkt politisch korrekten verhaltens. einem verteidigungsminister, der sein amt weiter bekleiden soll, wäre das eine ecke zu stark in den rücken gefallen.
"Irgendwie schon komisch:
Unsere "Angie", die sonst eigentlich immer den "Großen" der Weltgeschichte zum Mund redete (Honecker, Kohl, Bush, Obama), die fängt jetzt an DAS wiederzugeben, was sie eigentlich schon lange hätte tun müssen, aber es nicht getan hat."
überhaupt nicht komisch.
die neue vokabel wird nämlich diesbezüglich überhaupt nichts ändern.
wetten?
;-)
Krieg ist Tod und Grauen für nichts und wieder nichts. Somit kann man bei der Afghanistan-Mission klar von Krieg sprechen. Weiterhin möchte ich von meiner warmen, sicheren Couch nicht über Sinn und Unsinn der Definition dieses Einsatzes philosophieren. Das würde ich gerne den Menschen überlassen, die täglich um ihr Leben und ihre Gesundheit fürchten müssen.
...sind es nicht wir, der Souverän, der bestimmen sollte welcher Politiker entscheiden darf, ob wir unsere Soldaten in einen Krieg schicken...
Immerhin müssen wir es ja auch bezahlen...
...sind es nicht wir, der Souverän, der bestimmen sollte welcher Politiker entscheiden darf, ob wir unsere Soldaten in einen Krieg schicken...
Immerhin müssen wir es ja auch bezahlen...
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