Umweltpolitik

"Wir werden sonst nicht überleben"

Umweltminister Norbert Röttgen fordert: Fast ein Drittel weniger Klimagase binnen zehn Jahren, dann nur noch regenerative Energie. Das wäre eine kleine Revolution

Norbert Röttgen bei seiner Antrittsrede im Bundestag. Er will den Umweltschutz ins Zentrum der Unionspolitik rücken

Norbert Röttgen bei seiner Antrittsrede im Bundestag. Er will den Umweltschutz ins Zentrum der Unionspolitik rücken

Sein erstes Interview als Minister – Norbert Röttgen gibt sich aufgeräumt, ja fröhlich. Sein Ministerium hat Gewicht in der neuen Regierung, weil seine Themen wichtig sind – diesen Eindruck vermittelt er überzeugend. Umweltminister können viel gestalten, Röttgen ist nicht der Erste, der sich als Neuling im Amt für dessen Möglichkeiten begeistern kann. Allen seinen Vorgängern erging es anfangs so. Einschließlich Angela Merkel.

Die ZEIT: Herr Röttgen, Sie gelten als Vertrauter der Bundeskanzlerin, und Ihre Berufung zum Umweltminister ist deshalb auch als Signal interpretiert worden: Bekommt die Umweltpolitik für die Union eine neue strategische Bedeutung?

Norbert Röttgen: Meine Ambition für das Amt – und sicher auch die der Kanzlerin – definiert sich zunächst aus der Sache und nicht aus parteipolitischen Erwägungen heraus. Die Umweltpolitik gehört zum Neustart dieser Regierung. Dass diese Aufgabe von einem Unionspolitiker wahrgenommen wird, bedeutet aber auch, dass die Umweltpolitik künftig zum Kern und zur Grundprogrammatik der CDU werden soll.

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ZEIT: Das war bislang nicht der Fall?

Röttgen: Auf dem Gebiet der Umweltpolitik kann man tatsächlich von einem biografischen Widerspruch der CDU sprechen. Eigentlich gehören die Bewahrung der Schöpfung und die ökologische Modernisierung unserer Lebensweise mit marktwirtschaftlichen Mitteln zur moralischen und ordnungspolitischen Grundausstattung der CDU. Und trotzdem haben wir in den 1970er Jahren den Sprung verpasst, das angemessen in unsere Programmatik aufzunehmen. Heute sind wir an dem Punkt, an dem wir die ökologische Orientierung, die schon immer zur Union gehört, ins Zentrum unserer aktuellen Politik rücken.

ZEIT: Haben Sie, hat die CDU einen anderen Zugang zur Umweltfrage als Ihr sozialdemokratischer Amtsvorgänger?

Röttgen: Zur Erfolgsgeschichte der Umweltpolitik in Deutschland gehört, dass sie heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Sie gehört zum politischen Konsens des Landes. An diesem Erfolg waren mehrere Parteien beteiligt, aber trotzdem ist Umweltpolitik kein Konsenssoßenthema. Nach wie vor konkurrieren auf diesem Feld unterschiedliche politische Ansätze. Die Umweltpolitik der Union ist im christlichen Schöpfungsgedanken fundiert. Dass das in der SPD alle so sehen, glaube ich nicht. Auch das Verhältnis von Markt und Ökologie wird von uns überzeugender vertreten. Abgesehen davon, dass die Bewahrung der Umwelt einen Selbstwert hat, sage ich sehr offensiv, dass der Umwelt- und Klimaschutz auch eine zwingende Herausforderung für die ökonomische Modernisierung des Landes darstellt.

ZEIT: Warum hat dann die Union nicht dafür gesorgt, die Bekämpfung der Finanzmarktkrise besser mit der Bekämpfung der Ökokrise zu verbinden?

Röttgen: Lassen Sie mich so antworten: Ich habe vor, das zu tun, und ich bin in dieser Hinsicht sehr zuversichtlich. Denn wir haben bei der Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise erlebt, wie groß die Bereitschaft ist, umzusteuern, wenn man einen Schritt vor dem Abgrund steht. Warum sollten wir bei der Bekämpfung der ökologischen Krise nicht zu ähnlichen Anstrengungen in der Lage sein?

ZEIT: Sie haben auf dem Höhepunkt der Finanzkrise funktionsfähige Kapitalmärkte als öffentliches Gut bezeichnet und damit die Begründung für die milliardenschwere Staatsintervention geliefert. Wo liegt die Parallele zur ökologischen Krise?

Röttgen: Die natürlichen Lebensgrundlagen sind ein Menschheitsgut. Auch vor dem Hintergrund der Erfahrung mit dem Finanzmarktkollaps ist klar, dass wir die Gefährdung dieses Gutes niemals zulassen dürfen. Genau das droht aber, wenn wir uns nicht zu einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise entschließen. Die Finanzmarktkrise ist schließlich das Produkt eines Exzesses der Kurzfristigkeit und einer groben Verletzung der Nachhaltigkeit.

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Leser-Kommentare

  1. Einer der ganz wenigen CDU-Politiker, den ich mir antun kann. Zumindest kein Unsympath wie gerade wohl 95% der CDU-Führungsriege.

  2. Aber es wird anstrengender in Problemregionen. Ziel muss es eigentlich sein, dass jeder Bürger "kleine Fußabdrücke" seinen Nachkommen hinterläßt, damit diese "auch noch gut leben können". Wird der Fußabdruck zu groß (sprich Ressourcenverbrauch zu Lebzeiten), geht es klar zu Lasten der Nachkommen. Das Problem in den China und Indien ist, dass die Menschen aufgrund ihrer Verhältnisse im Schnitt einen winzigen Fußabdruck hinterlassen, aber natürlich auch mehr Luxus leben möchten. Erfolgt dieses so ungebremst in die Richtung wie viele Europäer und Amerikaner heute leben, dann steht die Menschheit vor neuen globalen Verknappungen. Etwas überlegter zu leben fällt dort schwer, wo man mit Geld Überfluß und Verschmutzungen sich "erkaufen" kann und sich weniger schnell dem Luxus hinzugeben, wo noch kein Luxus vorhanden ist. Eigentlich müssten China und Indien komplette Technologiezyklen überspringen und rigeros gleich in Folgetechnikgenerationen als Basisstandard investieren. Es fällt aber schwer, da diese Dinge sehr viel teurer sind, als Basistechnologien für die Masse verfügbar zu machen. "Dieser Fehler" rächt sich allerdings für viele Generationen, die so SMOG und Wasserverschmutzungen in Ballungszentren auf sich nehmen müssen. Das "Weggehen von der Kohleverbrennungstechnologie" ist teuer. Energie würde so teurer werden und auch Produkte aus China/Indien wären teurer. Man mag nicht teurer werden, um im Verkauf weiter punkten zu können. Ein Schicksalskreis.

  3. Ich frage mich, woher Röttgen seine "Weisheiten" bezieht. Die Erdgeschichte zeigt deutlich, daß es den Klimawandel immer gegeben hat. Die Menschheitsgeschichte zeigt, daß der Mensch es stets verstanden hat, sich an diesen anzupassen. Der letzte IPCC-Bericht zeigt, daß von den Veränderungen, vor denen Röttgen warnt, keine Rede sein kann. Anpassungsmaßnahmen - bei heutigen Stand der Technik sicher kein Problem - sind das Gebot der Stunde. Das Gerede von einem darüber hinausgehenden notwendigen gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel, womöglich noch zwangsweise durchgesetzt, ist hingegen hochgefährlich, da er die Aufgabe des Erfolgsmodells soziale Marktwirtschaft impliziert. Wohlstand als eine Art "Sünde" zu brandmarken, halte ich hingegen für esoterischen Nonsens und einen Widerspruch zur aufklärerischen Moderne. Vermutlich ist der Mann "nur" Karrierist, auf jeden Fall aber unwählbar. Lesetipp: Alles von Prof. Fred Singer, Wolfgang Thüne und Michael Limburg, alles Appelle an unsere Vernunft.

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    Sie verwechseln die beiden Begriffe Wohlstand und Wachstum. Röttgen kritisiert, völlig zurecht, die veraltete Wohlstandsdefinition die lediglich in quantitativem Wachstum begründet liegt.
    Ob man ihm sein Engagement abnimmt oder nicht ist wieder eine andere Frage.
    Auch wundert mich welchen IPCC-Bericht SIE gelesen haben. Der aktuelle IPCC-Bericht kommt zu dem Schluss, dass es seit dem vorigen Bericht zu deutlichen Verschlechterungen gekommen ist. (vgl IPCC 2007 und IPCC 2001)
    Und mal ganz abgesehen davon stehen Aussagen wie diese hier "Die Erdgeschichte zeigt deutlich, daß es den Klimawandel immer gegeben hat. Die Menschheitsgeschichte zeigt, daß der Mensch es stets verstanden hat, sich an diesen anzupassen." eine Horizontbeschränktheit für die ich mich schon fremdschämen muss. Ist ihnen klar das es seit Jahren mehr Klima- als Kriegsflüchtlinge gibt? Soviel zum Thema Anpassung. Vermutlich liegen Ihnen da darwinsche Evolutionsprozesse als Erklärung vor. Survival of the fittest.. ein sehr aufklärerisches Menschenbild das sie da vertreten.

  4. Sie verwechseln die beiden Begriffe Wohlstand und Wachstum. Röttgen kritisiert, völlig zurecht, die veraltete Wohlstandsdefinition die lediglich in quantitativem Wachstum begründet liegt.
    Ob man ihm sein Engagement abnimmt oder nicht ist wieder eine andere Frage.
    Auch wundert mich welchen IPCC-Bericht SIE gelesen haben. Der aktuelle IPCC-Bericht kommt zu dem Schluss, dass es seit dem vorigen Bericht zu deutlichen Verschlechterungen gekommen ist. (vgl IPCC 2007 und IPCC 2001)
    Und mal ganz abgesehen davon stehen Aussagen wie diese hier "Die Erdgeschichte zeigt deutlich, daß es den Klimawandel immer gegeben hat. Die Menschheitsgeschichte zeigt, daß der Mensch es stets verstanden hat, sich an diesen anzupassen." eine Horizontbeschränktheit für die ich mich schon fremdschämen muss. Ist ihnen klar das es seit Jahren mehr Klima- als Kriegsflüchtlinge gibt? Soviel zum Thema Anpassung. Vermutlich liegen Ihnen da darwinsche Evolutionsprozesse als Erklärung vor. Survival of the fittest.. ein sehr aufklärerisches Menschenbild das sie da vertreten.

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    Zitat:"Ist ihnen klar das es seit Jahren mehr Klima- als Kriegsflüchtlinge gibt? "

    Ist Ihnen nicht klar, daß die derzeitigen Migrationsflüsse und kleinterritorialen Konflikte ausschließlich durch Überbevölkerung verursacht sind ?

    Es ist Ihnen offenbar nicht klar.

    Glauben Sie denn ernsthaft, daß sich Menschen von Benin bis Marokko für tausend Dollar Fährgeld auf klapprige Motorboote stellen lassen um vielleicht für eine winzige Überlebenschance nach Spanien oder Italien zu gelangen, weil es diesen Menschen dort in Afrika um ein halbes Grad zu warm geworden wäre ?

    Hören Sie auf ( falls Sie es tun ) religiöse Vermehrungsmissionen in Entwicklungsländern mitzufinanzieren.

    Statt einer Investition in eine kleine Fotovoltaikanlage auf Ihrer Pergola könnten Sie in einem Entwicklungsland einer ganzen Region auf Jahre Verhütungsmittel bereitstellen und eine Familienplanung ermöglichen oder dort sogar einige Dutzend Frauen vielleicht aus ungewollten oder sogar erzwungenen Schwangerschaften befreien.

    Es tut mir leid, daß ich mich hier zunächst nicht auf den Artikel selbst beziehe, sondern nur Ihnen eine Antwort auf Ihren Kommentar schreibe.

    Die Weltbevölkerung verdoppelt sich alle 40 Jahre.
    Wie stehen Sie dazu ?

    Herr Grübner-Schweickhoff hat doch recht, wenn er sagt, dass wir das (was auch immer), den Klimawandel oder die daraus folgenden Naturkatastrophen überleben werden…
    …nun, und wenn nicht, dann hat die Welt ihren größten Parasiten abgeschüttelt, ist doch auch OK, oder ?!
    Wir dürfen nicht länger Kleingeister sein!
    Im Gegensatz zu den Dinosauriern ist unsere Zeit auf dieser Erde doch schon recht kurz und wir haben es geschafft in sehr kurzer Zeit unsere Umwelt so zu beeinflussen, dass sie für uns weniger lebenswürdig wird!
    Doch müssen wir feststellen, dass das Leben an sich noch zu keiner Zeit vorher, je so reichhaltig war wie heute.
    Stirbt der Mensch aus, so wird eine andere Spezies die Dominanz auf dieser Welt übernehmen. Was ist schlimm daran ?! Das ist der Lauf der Evolution !
    Vielleicht schafft es aber auch der Mensch, - klar muss aber sein, niemals alle 6,8 Milliarden Menschen, die wir jetzt schon sind!
    Die Verteilungskämpfe sind doch schon im Gange…

    …aber gar niemand, der hier seinen Kommentar niederschreibt hat das Recht darüber zu jammern, denn:
    Jeden Tag verdursten 3.000 und verhungern weitere 20.000 Kinder, die nicht älter als 5 Jahre sind!!!
    …und niemand schert sich einen Dreck darum!

    In Afrika lehnen die Menschen klares Wasser aus Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWA) des THW ab, weil sie noch nie sauberes Wasser gesehen haben! Die sagen, das kann kein Wasser sein!

    Und Ihr jammert um die Menschheit?!

    Mein Gott die Welt geht unter, was solls es ist mein Hobby!

    • 15.11.2009 um 23:21 Uhr
    • Lyaran

    Tja, manchen Kommentatoren ist leider nicht ganz klar von was sie reden wenn sie sagen "Klimawandel hat es schon immer gegeben". Aber lohnt sich die Mühe wirklich da noch zu erklären? Manche glauben eben was sie wollen nur damit man nicht über seine eigenen Handlungen und Lebensweisen nachdenken muss. Nur mal so als Denkanstoß sei mal darauf hingewiesen die Lebensqualität und die Weltbevölkerung zu vergleichen. Aber nein......is ja alles wie damals und schuld sind sowieso kosmische Strahlen aus dem All

  5. Zitat:"Ist ihnen klar das es seit Jahren mehr Klima- als Kriegsflüchtlinge gibt? "

    Ist Ihnen nicht klar, daß die derzeitigen Migrationsflüsse und kleinterritorialen Konflikte ausschließlich durch Überbevölkerung verursacht sind ?

    Es ist Ihnen offenbar nicht klar.

    Glauben Sie denn ernsthaft, daß sich Menschen von Benin bis Marokko für tausend Dollar Fährgeld auf klapprige Motorboote stellen lassen um vielleicht für eine winzige Überlebenschance nach Spanien oder Italien zu gelangen, weil es diesen Menschen dort in Afrika um ein halbes Grad zu warm geworden wäre ?

    Hören Sie auf ( falls Sie es tun ) religiöse Vermehrungsmissionen in Entwicklungsländern mitzufinanzieren.

    Statt einer Investition in eine kleine Fotovoltaikanlage auf Ihrer Pergola könnten Sie in einem Entwicklungsland einer ganzen Region auf Jahre Verhütungsmittel bereitstellen und eine Familienplanung ermöglichen oder dort sogar einige Dutzend Frauen vielleicht aus ungewollten oder sogar erzwungenen Schwangerschaften befreien.

    Es tut mir leid, daß ich mich hier zunächst nicht auf den Artikel selbst beziehe, sondern nur Ihnen eine Antwort auf Ihren Kommentar schreibe.

    Die Weltbevölkerung verdoppelt sich alle 40 Jahre.
    Wie stehen Sie dazu ?

    Antwort auf "Wohlstand und Wachstum"
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    Wer tausend Dollar besitzt um sich nach Europa schmuggeln zu lassen bildet die Ausnahme, die meisten Flüchtlinge, wenn man sie so bezeichnen will ziehen in die nächstbeste Megastadt ("Landflucht"), weil, sie werden es nicht glauben, in sehr heißen Gebieten Flüße schon bei leichten Temperaturanstiegen austrocknen, und die Felder dann auch nicht mehr bewirtschaftet werden können. Ich finde es hoch zynisch, das als solche Lächerlichkeit darzustellen.
    Die Bevölkerungsexplosion ist ein gesondertes Problem,ich möchte aber gerne darauf eingehen wenn sie es schon aufbringen. Überbevölkerung ist eben auch deswegen ein Problem weil die Ressourcen schlecht verteilt sind und wegen der zahlreichen menschgemachten ökologischen Probleme die viele Gebiete schlichtweg unbewohnbar machen. Schauen sie sich bitte einmal Studien zur "Tragfähigkeit" der Erde an was menschliche Population betrifft. Sie werden sehen, dass es extrem vom Lebensstil der einzelnen Menschen abhängt wie viele Menschen die Erde tragen kann. Bei Veganer Ernährung sind theoretisch sogar bis zu 50 Milliarden möglich (man kann diese Studien dann einzeln kritisieren, aber ich möchte ihnen gerne einen Einblick geben was es da für Perspektiven gibt).
    Ich denke die wirkliche Ursache für Konflikte ist die Ressourcenverteilung, Nahrung wäre ja theoretisch für alle da. Eine Schande eigentlich!

  6. Wer tausend Dollar besitzt um sich nach Europa schmuggeln zu lassen bildet die Ausnahme, die meisten Flüchtlinge, wenn man sie so bezeichnen will ziehen in die nächstbeste Megastadt ("Landflucht"), weil, sie werden es nicht glauben, in sehr heißen Gebieten Flüße schon bei leichten Temperaturanstiegen austrocknen, und die Felder dann auch nicht mehr bewirtschaftet werden können. Ich finde es hoch zynisch, das als solche Lächerlichkeit darzustellen.
    Die Bevölkerungsexplosion ist ein gesondertes Problem,ich möchte aber gerne darauf eingehen wenn sie es schon aufbringen. Überbevölkerung ist eben auch deswegen ein Problem weil die Ressourcen schlecht verteilt sind und wegen der zahlreichen menschgemachten ökologischen Probleme die viele Gebiete schlichtweg unbewohnbar machen. Schauen sie sich bitte einmal Studien zur "Tragfähigkeit" der Erde an was menschliche Population betrifft. Sie werden sehen, dass es extrem vom Lebensstil der einzelnen Menschen abhängt wie viele Menschen die Erde tragen kann. Bei Veganer Ernährung sind theoretisch sogar bis zu 50 Milliarden möglich (man kann diese Studien dann einzeln kritisieren, aber ich möchte ihnen gerne einen Einblick geben was es da für Perspektiven gibt).
    Ich denke die wirkliche Ursache für Konflikte ist die Ressourcenverteilung, Nahrung wäre ja theoretisch für alle da. Eine Schande eigentlich!

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    Sie unterstellen mir Zynismus.
    Bitte begründen Sie das.

    Zu Ihrer Antwort:

    Zitat: "Bei Veganer Ernährung sind theoretisch sogar bis zu 50 Milliarden möglich "

    Ist eine solche Zukunft Ihr Ziel ?

    Wielange und unter welchen Einschränkungen könnte denn eine 50 Mia Weltbevölkerung bei abnehmender Resourcenvorräten überleben ?

    Visionen bedingen nicht nur den Nachweis ihrer Machbarkeit.
    Positive Visionen benötigen einen Ausblick in eine Verbesserung.
    Visionen die nicht beide Bedingungen gleichzeit erfüllen nenne ich Albtraum.

    Sie setzen in Ihren Ausführungen den Wert freier Vermehrung über den Wert eines glücklichen Lebens.

    Dies ist falsch und unverantwortlich.

  7. "Bereits bis zum Jahr 2020 müssen die Industrieländer ihre Emissionen signifikant vermindern – Größenordnung: minus 30 Prozent"

    "Wir sind entschlossen, den Weg ins regenerative Zeitalter zu gehen. Der Anteil des Atomstroms wird deshalb sinken, der des regenerativen Stroms wachsen – ich würde fast sagen, bis 100 Prozent."

    Herr Röttgen ist unsere Regierung. Niemand hält unsere Regierung davon zurück, solche Ziele zu verweirklichen. Im Gegenteil, sie wurde ja von uns gewählt, um uns zu regieren.

    Ich glaub aber dennoch nicht, dass davon irgendetwas wahr wird. Ist bestimmt doch nur heisse Luft.

    aj

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