Für viele Entwicklungsländer wären E-Roller eine gute Lösung
Einige Jahre lang hat die Stadt Peking genau das Gegenteil getan. Während Städte wie Shanghai, Guangzhou und Chengdu stinkende Mopeds von ihren Straßen verbannten, verbot Peking ausgerechnet Elektroroller. Sie seien zu gefährlich, fanden die Verantwortlichen. »Das war ein großer Fehler«, meint Yang. Viele Pendler seien schneller aufs Auto umgestiegen.
In Shanghai wurden elektrische Vehikel gefördert. »Dort sieht man viel mehr davon als in Peking«, berichtet Weinert, der in Shanghai geforscht hat. »Und sie sehen cooler aus, wie richtige Mopeds, nicht wie Fahrräder so wie in Peking« – weil die Regeln lascher seien.
Unzweifelhaft werden viele Chinesen aufs Auto umsteigen, es ist ein Statussymbol. »Und viel praktischer«, meint Yang. Auch der Verkehrsprofessor hat vor Kurzem seinen E-Roller in die Ecke gestellt und sich ein Auto gekauft. Elektrozweiräder könnten dennoch auf lange Sicht zu einem klimafreundlichen Verkehr beitragen, meint er: »Die Nachfrage fördert die Entwicklung besserer Akkus. Und die brauchen wir, damit Elektroautos marktfähig werden.«
Und für viele Entwicklungsländer wären E-Roller eine gute Lösung, sagt Weinert: »Besonders in Indien, aber auch in Vietnam und Indonesien haben sie Chancen.« Allmählich kommen sogar die Industrienationen auf den Geschmack: Deutschland importiert bereits einige Tausend Elektroroller und einige Zehntausend stromunterstützte Fahrräder pro Jahr. Noch sind sie eher Liebhabergefährte für umweltbewusste Städter, doch auch hierzulande könnte bald der Preis ein Anreiz sein.
Im Frühjahr bot der Kaffeeröster Tchibo schon einen China-Roller für 1600 Euro an. Und die angeschlagene Motorradlegende MZ aus Sachsen setzt unter anderem auf »Charly«, ein Elektrovehikel, um wieder in Schwung zu kommen. Auf dem Markt sind bereits das »Elbike« und der »E-max«, entwickelt in Deutschland, montiert in China.
Schon machen sich daher manche Umweltaktivisten Sorgen, der Entwicklungsplan der Bundesregierung könnte ganz ohne zukunftsweisende E-Autos erfüllt werden. In ihm ist nämlich nur von »Fahrzeugen« die Rede. Wie viele Räder sie haben müssen, steht nicht drin.
- Datum 13.11.2009 - 10:16 Uhr
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- Serie Technik im Trend
- Quelle DIE ZEIT, 12.11.2009 Nr. 47
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auch hierzulande auf den Roller umsteigen, ist ein bekanntes Phänomen.
Für Kurzstrecken ist es einfach nicht rentabel mit dem Auto zu fahren, außerdem wird der Wagen auf Kurzstrecken nicht richtig warm, was zu erhöhtem Verschleiß führt. Die Idee mit dem Elektroroller finde ich daher nachahmenswert. Spaß macht es obendrein. Ich selbst konnte außerdem schon einmal einen Segway ausprobieren. Wirklich genial! Aber warum ist er nur so schweineteuer?
Von der Ökobilanz her ist ein reiner Muskelkraft-Antrieb unschlagbar, und jeder körperlich einigermaßen gesunde Mensch kann Fahrrad fahren oder es lernen... aber wahrscheinlich haben Fahrräder zuviel von maoistischer Tristesse (China) oder moralinsaurem Müsli-Asketentum (Mitteleuropa) an sich - um ein im Artikel genanntes Stichwort aufzugreifen: sie sind einfach nicht cool genug für das 21. Jahrhundert!
In China sind Fahrräder wohl aus zwei Gründen nicht "cool": Zum einen sind es alles so klapprige 1-Gang-Geräte, die selbst neu nur ein paarhundert Yuan kosten, zum anderen finden Chinesen körperliche Anstrengung uncool - China by Bike z.B. hat für die Radtouren in China erst einen chinesischen Führer gefunden, und der war lang genug in Deutschland, um sportliches Radfahren zu lernen. Was an einem Auto in Peking "praktisch" sein soll, mit dem man ja nur im Stau herumsteht und wesentlich länger braucht als mit dem Fahrrad, das muss mir jetzt der Chinese nochmal genauer erklären.
Ich selbst fahre Liegerad, und die Kommentare der Kinder am Straßenrand (nicht nur hier in Deutschland) sind eindeutig: Das ist ein cooles Fahrrad, so eins wollen die Kids haben. Die Hersteller dieser Geräte schlafen allerdings: Es gibt praktisch keine Liegeräder für Kinder (immerhin gibt es nicht mehr gar keine, sondern eben nur ganz wenige). Gut, solange die Eltern entscheiden, und die Liegeräder für "gefährlich" und "unbequem" halten (das Gegenteil ist der Fall, gefährlich und unbequem sind normale Aufrecht-Fahrräder), wird das wohl noch etwas dauern.
Ich schließ mich da ihrer Meinung an, warum nicht Fortbewegung per Muskelkraft? Gerade bei Bürotätigkeiten ist es doch Prima zum Ausgleich etwas Bewegung zu bekommen. Einzig und Allein die Luftqualität stellt da in Städten wie Peking ein Problem dar. Wer einigermaßen schnell Rad fährt atmet intensiver. Er kommt zwar als Einziger voran, atmet aber die Abgase derer, die im Stau stehen. Ich fahr daher den Herbst und Winter über mit Filtermaske vorm Mund, hat mit ein Freund empfohlen der zu Studienzeiten Fahrradkurier war.
Wichtig wäre es - auch in Deutschland - den städtischen Individualverkehr wieder schwerpunktmäßig auf Fahrräder zu konzentrieren. Elektroroller machen meines Erachtens nur in Städten mit anspruchsvoller Topografie Sinn.
Es ist eine große Herausforderung die autogeprägten Städte zu diesem Wandel zu bewegen, eine große Zahl der Einwohner ist unfähig sich vom autobefangenen Statusdenken und der eingebildeten Bequemlichkeit dieser Art der Fortbewegung zu trennen. Doch bleibt den Städten langfristig keine andere Möglichkeit sich weiter zu entwickeln, Autoverkehr benötigt zu viel Stadtraum. Autogerechte Städte haben sich flächenmäßig enorm ausgedehnt, ohne wirklich Substanz zu bieten, sie verbrauchen zuviel Energie zum Funktionieren als kompakte Städte. Diese Punkte werden in den nächsten 50 Jahren entscheidend sein. Wer einmal in Kopenhagen war, weiß was "die neuen Fahrradstädte" für eine Lebensqualität bieten.
In China sind Fahrräder wohl aus zwei Gründen nicht "cool": Zum einen sind es alles so klapprige 1-Gang-Geräte, die selbst neu nur ein paarhundert Yuan kosten, zum anderen finden Chinesen körperliche Anstrengung uncool - China by Bike z.B. hat für die Radtouren in China erst einen chinesischen Führer gefunden, und der war lang genug in Deutschland, um sportliches Radfahren zu lernen. Was an einem Auto in Peking "praktisch" sein soll, mit dem man ja nur im Stau herumsteht und wesentlich länger braucht als mit dem Fahrrad, das muss mir jetzt der Chinese nochmal genauer erklären.
Ich selbst fahre Liegerad, und die Kommentare der Kinder am Straßenrand (nicht nur hier in Deutschland) sind eindeutig: Das ist ein cooles Fahrrad, so eins wollen die Kids haben. Die Hersteller dieser Geräte schlafen allerdings: Es gibt praktisch keine Liegeräder für Kinder (immerhin gibt es nicht mehr gar keine, sondern eben nur ganz wenige). Gut, solange die Eltern entscheiden, und die Liegeräder für "gefährlich" und "unbequem" halten (das Gegenteil ist der Fall, gefährlich und unbequem sind normale Aufrecht-Fahrräder), wird das wohl noch etwas dauern.
Ich schließ mich da ihrer Meinung an, warum nicht Fortbewegung per Muskelkraft? Gerade bei Bürotätigkeiten ist es doch Prima zum Ausgleich etwas Bewegung zu bekommen. Einzig und Allein die Luftqualität stellt da in Städten wie Peking ein Problem dar. Wer einigermaßen schnell Rad fährt atmet intensiver. Er kommt zwar als Einziger voran, atmet aber die Abgase derer, die im Stau stehen. Ich fahr daher den Herbst und Winter über mit Filtermaske vorm Mund, hat mit ein Freund empfohlen der zu Studienzeiten Fahrradkurier war.
Wichtig wäre es - auch in Deutschland - den städtischen Individualverkehr wieder schwerpunktmäßig auf Fahrräder zu konzentrieren. Elektroroller machen meines Erachtens nur in Städten mit anspruchsvoller Topografie Sinn.
Es ist eine große Herausforderung die autogeprägten Städte zu diesem Wandel zu bewegen, eine große Zahl der Einwohner ist unfähig sich vom autobefangenen Statusdenken und der eingebildeten Bequemlichkeit dieser Art der Fortbewegung zu trennen. Doch bleibt den Städten langfristig keine andere Möglichkeit sich weiter zu entwickeln, Autoverkehr benötigt zu viel Stadtraum. Autogerechte Städte haben sich flächenmäßig enorm ausgedehnt, ohne wirklich Substanz zu bieten, sie verbrauchen zuviel Energie zum Funktionieren als kompakte Städte. Diese Punkte werden in den nächsten 50 Jahren entscheidend sein. Wer einmal in Kopenhagen war, weiß was "die neuen Fahrradstädte" für eine Lebensqualität bieten.
In China sind Fahrräder wohl aus zwei Gründen nicht "cool": Zum einen sind es alles so klapprige 1-Gang-Geräte, die selbst neu nur ein paarhundert Yuan kosten, zum anderen finden Chinesen körperliche Anstrengung uncool - China by Bike z.B. hat für die Radtouren in China erst einen chinesischen Führer gefunden, und der war lang genug in Deutschland, um sportliches Radfahren zu lernen. Was an einem Auto in Peking "praktisch" sein soll, mit dem man ja nur im Stau herumsteht und wesentlich länger braucht als mit dem Fahrrad, das muss mir jetzt der Chinese nochmal genauer erklären.
Ich selbst fahre Liegerad, und die Kommentare der Kinder am Straßenrand (nicht nur hier in Deutschland) sind eindeutig: Das ist ein cooles Fahrrad, so eins wollen die Kids haben. Die Hersteller dieser Geräte schlafen allerdings: Es gibt praktisch keine Liegeräder für Kinder (immerhin gibt es nicht mehr gar keine, sondern eben nur ganz wenige). Gut, solange die Eltern entscheiden, und die Liegeräder für "gefährlich" und "unbequem" halten (das Gegenteil ist der Fall, gefährlich und unbequem sind normale Aufrecht-Fahrräder), wird das wohl noch etwas dauern.
Interessantes über die Situation der Elektroroller in Deutschland findet man im Artikel
http://www.brandeins.de/a....
Ich schließ mich da ihrer Meinung an, warum nicht Fortbewegung per Muskelkraft? Gerade bei Bürotätigkeiten ist es doch Prima zum Ausgleich etwas Bewegung zu bekommen. Einzig und Allein die Luftqualität stellt da in Städten wie Peking ein Problem dar. Wer einigermaßen schnell Rad fährt atmet intensiver. Er kommt zwar als Einziger voran, atmet aber die Abgase derer, die im Stau stehen. Ich fahr daher den Herbst und Winter über mit Filtermaske vorm Mund, hat mit ein Freund empfohlen der zu Studienzeiten Fahrradkurier war.
Wichtig wäre es - auch in Deutschland - den städtischen Individualverkehr wieder schwerpunktmäßig auf Fahrräder zu konzentrieren. Elektroroller machen meines Erachtens nur in Städten mit anspruchsvoller Topografie Sinn.
Es ist eine große Herausforderung die autogeprägten Städte zu diesem Wandel zu bewegen, eine große Zahl der Einwohner ist unfähig sich vom autobefangenen Statusdenken und der eingebildeten Bequemlichkeit dieser Art der Fortbewegung zu trennen. Doch bleibt den Städten langfristig keine andere Möglichkeit sich weiter zu entwickeln, Autoverkehr benötigt zu viel Stadtraum. Autogerechte Städte haben sich flächenmäßig enorm ausgedehnt, ohne wirklich Substanz zu bieten, sie verbrauchen zuviel Energie zum Funktionieren als kompakte Städte. Diese Punkte werden in den nächsten 50 Jahren entscheidend sein. Wer einmal in Kopenhagen war, weiß was "die neuen Fahrradstädte" für eine Lebensqualität bieten.
von Tata? Tatsächlich ist der Preis und die Stabilität des Stromnetzes entscheidend. In Indien fährt die Mehrheit uralte Mopeds. Wenn die E-Peds billiger sind als die Benziner, haben sie gute Chancen. Daneben ist das Stromnetz alles andere als zuverlässig. Last not least ist wie beim E-Auto die Ökobilanz davon abhängig, wie der STrom produziert wurde.
In dem Artikel heißt es:
"Ein E-Roller stößt in China pro Kilometer rund viermal weniger CO2 aus als ein klassisches Moped, bis zu zehnmal weniger als ein Auto und immerhin bis zu dreimal weniger als ein Bus pro Passagier."
Zunächst einmal stößt ein E-Roller überhaupt kein CO2 aus -
also: dreimal null - ess null, ess null! (wie es in dem kölschen Volkslied über die Schule in der Kaigasse heißt)
Gemeint ist doch wohl der der CO2-Ausstoß von Elektrizitätswerken, nicht der von E-Rollern!
Wer unpräzise formuliert, denkt unpräzise.
Aber es kommt jetzt noch ganz schlimm: wer kann mir mal erklären und vorrechnen, wieviel noch übrigbleibt, wenn etwas "viermal weniger" ist?
Ich versuche zu rechnen:
a minus 4xa = minus 3a
Das kann ja wohl nicht das gemeinte Ergebnis sein.
Bitte konkret: die Ausgangsgröße ist 100 %, wieviel davon ist also "viermal weniger"?
Wie kann man das ausrechnen, sodass ein sinnvoller Wert herauskommt????
In dem Artikel heißt es:
"Ein E-Roller stößt in China pro Kilometer rund viermal weniger CO2 aus als ein klassisches Moped, bis zu zehnmal weniger als ein Auto und immerhin bis zu dreimal weniger als ein Bus pro Passagier."
Zunächst einmal stößt ein E-Roller überhaupt kein CO2 aus -
also: dreimal null - ess null, ess null! (wie es in dem kölschen Volkslied über die Schule in der Kaigasse heißt)
Gemeint ist doch wohl der der CO2-Ausstoß von Elektrizitätswerken, nicht der von E-Rollern!
Wer unpräzise formuliert, denkt unpräzise.
Aber es kommt jetzt noch ganz schlimm: wer kann mir mal erklären und vorrechnen, wieviel noch übrigbleibt, wenn etwas "viermal weniger" ist?
Ich versuche zu rechnen:
a minus 4xa = minus 3a
Das kann ja wohl nicht das gemeinte Ergebnis sein.
Bitte konkret: die Ausgangsgröße ist 100 %, wieviel davon ist also "viermal weniger"?
Wie kann man das ausrechnen, sodass ein sinnvoller Wert herauskommt????
In dem Artikel heißt es:
"Ein E-Roller stößt in China pro Kilometer rund viermal weniger CO2 aus als ein klassisches Moped, bis zu zehnmal weniger als ein Auto und immerhin bis zu dreimal weniger als ein Bus pro Passagier."
Zunächst einmal stößt ein E-Roller überhaupt kein CO2 aus -
also: dreimal null - ess null, ess null! (wie es in dem kölschen Volkslied über die Schule in der Kaigasse heißt)
Gemeint ist doch wohl der der CO2-Ausstoß von Elektrizitätswerken, nicht der von E-Rollern!
Wer unpräzise formuliert, denkt unpräzise.
Aber es kommt jetzt noch ganz schlimm: wer kann mir mal erklären und vorrechnen, wieviel noch übrigbleibt, wenn etwas "viermal weniger" ist?
Ich versuche zu rechnen:
a minus 4xa = minus 3a
Das kann ja wohl nicht das gemeinte Ergebnis sein.
Bitte konkret: die Ausgangsgröße ist 100 %, wieviel davon ist also "viermal weniger"?
Wie kann man das ausrechnen, sodass ein sinnvoller Wert herauskommt????
Abwarten...
Derzeit sind 2-Takter Moppeds problematisch, da diese allermeist zu großzügig /undefiniert mit ihrer Kolbenschmierung umgehen.(Qualmt dementprechend aus dem Auspuff / könnte man mit Trabbi Motortechnik vergleichen!)
4-Takter schneiden da wesentlich besser ab:
Verbrauch unter 2 Liter und hält, wenn es "Honda" ist, ewig ;-)
Ich kenne bisher keinen Lithium-Akku, welcher mehr als 3 Jahre übersteht, ohne gravierende Kapazitätseinbußen zu verzeichnen.
Die im Modellbau verwendeten Akkus sind absolut identisch und werden unter besten Bedingungen, bis 3 Stellen hinter dem Komma, klar definiert geladen,- mit dem gleichen Negativ- Effekt.
Einen E-Scooter für 2500€ (2,5KW / 50 Km/h / 100Km Range) zu kaufen, bei welchem nach 3 Jahren ein neuer Akku gekauft werden muß zu mind. 1500,-€ ... ...ist wohl derzeit nur etwas für "Idealisten"...
... obwohl meine mehr als 20Km Probefahrt in durchweg bergigem Gelände ein phantastisches Fahrgefühl hinterlassen haben.
Wer aber auf seinen Geldbeutel schauen muß, der kann sich nun wohl errechnen, wie weit ich mit 1000Liter Benzin auf einem Honda 4-Takt Scooter kommen würde.
Da aber die Wirtschaft nun endlich erkannt hat, daß der Akku-Markt einen Billiarden-Markt werden kann, lässt sich hoffen, daß die Akkus in Zukunft x-fach besser werden bei Energiedichte / Preis / Zyklenfestigkeit...
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