Die »continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung«
Die »continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung« ist heute vom Amazonas bis zu den grünen Bändern des Kongo gefordert. Weltweit muss sie nicht mehr allein bei den Wäldern, sondern auch bei Mineralien und vor allem den dramatisch übernutzten Ressourcen Wasser und Boden zur Leitlinie werden.
Für den frommen Lutheraner Carlowitz entsprang der Nachhaltigkeitsgedanke nicht zuletzt seiner Demut gegenüber der Schöpfung. Seine Klugheit liegt aber vor allem darin, dass er sich im Gegensatz zum späteren, romantischen Naturschutz nicht auf die Umzäunung unberührbarer Wildnis beschränkt, sondern das Wirtschaften einbezieht. Der zukunftsentscheidende Interessenstreit entzündet sich dann am Vorrang: Ökologie oder Ökonomie? Gerhard Schröder richtete einen Rat für nachhaltige Entwicklung vor allem ein, um diese brisante Frage auf kleiner Flamme in Konsenssoße einzukochen. Die Antwort des kursächsischen Vordenkers hingegen ist unzweideutig: Der Mensch könne niemals »wider die Natur handeln«, er müsse »mit ihr agiren«.
Weitere Informationen:
Wikipedia
Nachhaltigkeitsrat
- Datum 12.11.2009 - 12:34 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.11.2009 Nr. 47
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