Hunger Heute schon gegessen?
Die Weltgemeinschaft wollte die Zahl der Hungernden halbieren. Nun ist diese auf über eine Milliarde gestiegen. Dabei fehlt es nicht an Nahrungsmitteln
Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen hat ihren Sitz ganz in der Nähe des Circus Maximus, wo einst römische Herrscher das Volk mit Brot und Spielen ruhig hielten. Dort bei der FAO in Rom trafen sich zuletzt im Frühjahr 2008 Regierungen aus aller Welt, und auch ihr Auftritt ähnelte einem Spektakel zur Beschwichtigung der Massen. Von Peru bis Ägypten, von Senegal bis Indonesien demonstrierten Millionen Arme wütend auf der Straße, weil sie nach einer Preisexplosion ihr tägliches Brot, ihren Reis, ihre Tortillas nicht mehr bezahlen konnten. Hungeraufstände! Die Mächtigen mussten handeln, doch sie wirkten ratlos. Pathetische Reden, kaum Beschlüsse. Viel Show, kein Brot.
Am 16. November nun ruft FAO-Generaldirektor Jacques Diouf erneut zum Gipfel für »Ernährungssicherheit«, und die Lage könnte dramatischer nicht sein. Gerade erst hat die Organisation bekannt gegeben, dass die Zahl der Hungernden weltweit wieder auf über eine Milliarde gestiegen ist – zum ersten Mal seit vier Jahrzehnten. Dabei hatte sich die Weltgemeinschaft mit den Millenniumszielen der Vereinten Nationen feierlich darauf verpflichtet, bis zum Jahr 2015 die Zahl der Betroffenen um die Hälfte zu verringern, von rund 840 Millionen Menschen auf 420 Millionen. Stattdessen: der Rückschritt. Mitten im Überfluss. Aus Asien, Südamerika und Afrika werden die Staatschefs nach Rom reisen. Die reichen Länder werden, wie üblich, meist Minister entsenden. Und der Papst wird kommen. Benedikt XVI. will den moralischen Druck auf die Gipfelteilnehmer erhöhen, damit bei diesem Treffen mehr herauskommt als unverbindliche Bekenntnisse. Es könnte gelingen.

Interview mit der Oxfam-Agrarexpertin Marita Wiggerthale im Vorfeld des FAO-Gipfels
Eine Milliarde – das entsprach in den sechziger Jahren einem Drittel der Menschheit. Heute ist es ein Sechstel. Dank unbestreitbarer Fortschritte in der Landwirtschaft werden fünf statt damals zwei Milliarden Menschen satt. Doch das mindert den Skandal der jüngsten FAO-Zahlen nicht – im Gegenteil. Besser denn je wissen Experten und Politiker, dass Hunger keine Folge von echter Knappheit ist, sondern von Ignoranz und politischer Kurzsichtigkeit.
Die akute Krise war seit Langem absehbar: Steigende Energiekosten verteuerten 2008 Dünger und Pestizide. Wachsende Nachfrage aus Schwellenländern und Missernten in Australien, wo als Folge des Klimawandels ganze Regionen vertrocknen, schließlich der Boom der Biokraftstoffe verknappten das Angebot und trieben die Weltmarktpreise für Weizen, Mais und Reis in die Höhe. Die hohen Preise lockten Spekulanten an, die nach der Finanzkrise auf den Immobilienmärkten nichts gewinnen konnten. Die Folge: noch höhere Preise. Mittlerweile sind Lebensmittel auf dem Weltmarkt zwar wieder billiger, aber gerade in Entwicklungsländern bleiben sie weiterhin kaum erschwinglich. Dürren in Kenia, Fluten nie gekannten Ausmaßes in Indien als Folge des Klimawandels verschärfen die Not. Außerdem erreichen nun die Schockwellen der Wirtschaftskrise die Armen rund um den Globus. Selbst in Südamerika sind die beachtlichen Erfolge der Hungerbekämpfung wieder gefährdet. Familien verlieren ihre Arbeit, verschulden sich und müssen bei den Mahlzeiten sparen.
Preissteigerungen und Finanzkrise konnten die Entwicklungsländer aber vor allem deshalb so vehement treffen, weil deren Agrarsektor in den vergangenen zwei Jahrzehnten völlig vernachlässigt worden ist.
- Was ist Hunger?
Hunger ist das akute Gefühl, Unterernährung das zehrende Problem. Nach Definition der Welternährungsorganisation (FAO) tritt sie ein, wenn die tägliche Energiezufuhr für einen längeren Zeitraum unter dem Bedarfsminimum liegt, das für die Gesundheit und ein aktives Leben benötigt wird. Die Folgen anhaltender Unterernährung sind dramatisch. Der Körper gleicht den Mangel aus, indem er sein eigenes Fett und seine eigenen Zellen aufzehrt und körperliche und geistige Aktivitäten einschränkt. Deshalb verlieren Hungernde Antrieb, Kraft und Konzentrationsfähigkeit, damit die Möglichkeit, sich durch Arbeit aus der Hungerfalle zu befreien. Die Knochen werden brüchig, das Immunsystem wird geschwächt und jede Infektion lebensbedrohlich. Auf vielfache Weise führt chronischer Hunger zum frühen Tod. Besonders bei Kindern: Täglich sterben rund 25.000 Jungen und Mädchen unter fünf Jahren weltweit an Unterernährung. Selbst wenn sie überleben, kann durch den frühen Mangel die geistige und körperliche Entwicklung unumkehrbar beeinträchtigt werden.
"Wir produzieren, was wir nicht essen. Wir essen, was wir nicht produzieren"
Ausgerechnet in Ländern, wo bis zu drei Viertel der Bürger zum Überleben auf den Ackerbau angewiesen sind, wurde der Anteil der Hilfsgelder für die ländliche Entwicklung bis 2005 auf drei Prozent heruntergekürzt; in den achtziger Jahren hatte er bei 17 Prozent gelegen. Mit dieser Entscheidung folgten die nationalen Geber dem sogenannten Washingtoner Konsens der internationalen Finanzinstitutionen, der ganz auf Liberalisierung des Handels und auf Privatisierung setzte, auch bei der Bekämpfung von Hunger und Armut.
Am härtesten traf diese Ideologie die Bauern vieler Entwicklungsländer: Auf offenen Märkten hatten sie gegen subventionierte Nahrungsmittelimporte keine Chance. Bis heute exportieren verschuldete Staaten billige Rohstoffe und müssen einen Großteil ihrer Lebensmittel importieren. »Wir produzieren, was wir nicht essen – wir essen, was wir nicht produzieren«, sagte Tolbert Jallah, protestantischer Kirchenführer aus Liberia, im Oktober bei einer Debatte mit europäischen Parlamentariern über die Ernährungskrise.
Zugleich haben Regierungen ihre Unterstützung für die eigene Landwirtschaft ausgedünnt, ob bei Forschung, Beratung, Banken oder Vermarktung. Ein Bauer in Andhra Pradesh war nun auf der Suche nach einem Kredit für Saatgut auf Wucherer angewiesen. Ein Maisfarmer im kenianischen Kisumu fand weder faire Zwischenhändler noch Fachleute, die ihm raten konnten, wie man ausgelaugte Böden verbessert.
Man muss staatliche Agrargenossenschaften, die diese Aufgaben früher erfüllten, nicht verklären, oft waren sie gelähmt durch Korruption. Doch statt auf ihre Reform drängten die internationalen Geldgeber vielerorts auf deren Abschaffung. Folglich trifft der Hunger besonders jene, die vom Anbau von Mais, Reis, Weizen und anderen Nahrungspflanzen abhängen.

Die Dürre lässt das Land zu Staub werden. Klicken Sie auf das Bild, um die Fotostrecke zu öffnen!
Vor allem in Südostasien, Afrika und der Karibik fielen Millionen von Kleinbauern ins Bodenlose. Fast unbemerkt. Die Weltgemeinschaft hatte sich stillschweigend an den zunehmenden Hunger gewöhnt – bis zu den Revolten im vergangenen Jahr. »Es gibt nichts Entwürdigenderes als Hunger, der von Menschenhand gemacht ist«, sprach UN-Generalsekretär Ban Ki Moon – ein Weckruf.
Die Weltbank und reiche Regierungen gestehen ihre Fehler heute zähneknirschend ein. Die G-8-Staaten geben für ländliche Entwicklung wieder etwas mehr aus. Jüngst gründeten sie mit einigen Schwellenländern eine »Globale Partnerschaft für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit«. Bei ihrem Treffen im italienischen L’Aquila im Sommer dieses Jahres versprachen sie zusätzlich 20 Milliarden Dollar für die Bekämpfung des Hungers.
Doch wie viel von diesem Geld ist wirklich »neu«?, fragte mahnend der amerikanische Philanthrop Bill Gates, der Afrikas Landwirtschaft selbst mit vielen Millionen Dollar zu helfen versucht. Wie viel ist womöglich nur aus anderen Entwicklungsetats umgebucht? Und: Wohin sollen die Summen vorrangig fließen? Es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass es am Ende bei bloßen Versprechungen bliebe. Luftnummern sind schnell vergessen in einer flüchtigen Öffentlichkeit.

Hunger in Guatemala. Klicken Sie auf das Bild, um mehr zu erfahren!
Die lange Kette gebrochener oder verschleppter Versprechen wird den Ernährungsgipfel in Rom besonders beschäftigen. Zusammen mit der Globalen Partnerschaft – so viel wurde vorab bereits beschlossen – soll künftig das Komitee für Ernährungssicherheit (CFS) die Ausgaben für die Hungerbekämpfung strategisch koordinieren und kontrollieren. Das klingt verdächtig nach wuchernder internationaler Bürokratie. Doch mit dem erweiterten Gremium könnte »ein richtiger Neuanfang entstehen«, glaubt Rudolf Buntzel, Agrarexperte beim Evangelischen Entwicklungsdienst.
Vorausgesetzt, die UN nehmen ihre eigenen Reformversprechen ernst. Der Ruf der Schwerfälligkeit haftet besonders der FAO an. Obgleich knapp ausgestattet, haben sich unter ihrem Dach interne Erbhöfe aufgebläht. Ihr Direktor Jacques Diouf gilt als industrienah, konventionell und unzugänglich. Auch das CFS wurde bislang gern als »Quasselbude« verspottet. Aber seine Neugestaltung ist ein Teil der endlich in Gang gekommenen Reformen in Rom.
Im ausgebauten »Weltparlament gegen Hunger« schauen an der Seite der Regierungsvertreter künftig auch Nichtregierungsorganisationen und die Industrie den Geldgebern auf die Finger. Die sind nicht die Einzigen, die nun Rechenschaft ablegen sollen. Auch von den Empfängerländer wird mit mehr Nachdruck Transparenz eingefordert. Deren Eliten zählen nicht gerade zur Avantgarde im Kampf gegen Hunger. Afrikas politische Führer gelobten zwar vor sechs Jahren, zehn Prozent ihres Haushalts in die Landwirtschaft zu investieren. Bisher haben aber erst sieben Länder dieses Versprechen eingelöst.
Wie weit die Macht des CFS am Ende reichen soll, darum wird noch gerungen. Im Hintergrund brodelt nicht nur der ewige Konflikt zwischen dem Klub der wirtschaftlich Starken und den demokratisch legitimierten UN-Institutionen, in denen die Entwicklungsländer gleichberechtigt mitreden können. Auch andere Kämpfe werden ausgefochten, zum Beispiel um die Frage, welche Art von Landwirtschaft in Zukunft acht oder neun Milliarden Menschen ernähren soll.
Da rufen auf der einen Seite die USA und andere große Agrarexporteure eine neue »grüne Revolution« aus. Der Agroindustrie eng verbunden, setzen sie wie in den sechziger Jahren darauf, mithilfe von Kunstdünger und neuem, teils gentechnisch verändertem Saatgut mehr zu produzieren.
Freier Handel allein ist kein Rezept im Kampf gegen Hunger

Mit ökologischer Landwirtschaft wäre ihnen geholfen: Ein Interview mit dem stellvertretenden FAO-Generaldirektor Alexander Müller
Diesem Credo halten immer mehr Entwicklungsländer ihre Hoffnung auf eine »Regenbogen-Revolution« der Landwirtschaft entgegen. Vielfältige, lokal angepasste »agrarökologische« Anbausysteme sollen gerade denen helfen, die am häufigsten hungern: den Kleinbauern in abgelegenen Regionen. Und sie sollen in Zeiten des Klimawandels schwindende natürliche Ressourcen wie Boden und Wasser schonen. »Wir dürfen nicht die Irrtümer der Vergangenheit wiederholen«, sagt Olivier De Schutter, der belgische Sonderbeauftragte der UN für das Menschenrecht auf Nahrung.
Dass vielerorts immer noch der freie Handel als Rezept im Kampf gegen den Hunger propagiert wird, hält De Schutter für »höchst problematisch«. Importdruck gegen »Ernährungssouveränität«: Hier verläuft die dritte Schlachtlinie des Agrikulturkampfs. Wie selbstbestimmt können die Entwicklungsländer in Zukunft ihre Landwirtschaft und ihre Märkte gestalten, ihre Ressourcen verwalten? Das wird nicht in Rom entschieden, sondern bei der Welthandelsorganisation in Genf. Eine Abschlusserklärung würde immerhin Normen schaffen. Erste Entwürfe sind bereits in Umlauf. NGOs sehen vor allem dort blinde Flecken, wo die Interessen des Nordens berührt wären. Spekulation, Biosprit, Exportsubventionen.
Bleibt es dabei, erleidet der Welternährungsgipfel ein ähnliches Schicksal wie das UN-Klimaschutzregime. Das droht zu versagen, weil weiter nationales, kurzfristiges Vorteilsdenken vorherrscht. Doch so verspielen die reichen Länder nicht nur den möglichen Sieg über den Hunger, sondern auch den Rest ihrer Glaubwürdigkeit bei der Bewältigung globaler Krisen.
- Datum 16.11.2009 - 16:02 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.11.2009 Nr. 47
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...Menschenrechte hier nicht. Sie sind nicht Teil unseres Solidarpakts. Was also ist das Problem? Wir zahlen bspw unseren Bauern und Argrarunternehmen Subventionen, die daher die Produkte billiger anbieten können, als man sie herstellen kann. Da kann Der da unten nicht mit, versagt gegen unsere herten Euros am Markt und bleibt auf seiner Ware sitzen; bankrotiert, hungert und stirbt. Und das mit unserem Auftrag und mit unserem Geld. Wenn wir alle das so bestimmen und sogar bezahlen, muss es ordentlich sein so.
...eigentlich weiß doch jeder Bescheid und trotzdem kauft er die Schnäppchen bei Aldi, Lidl und Co. Überkonsum und Wegschmeißkultur müssen sozial verachtet werden, nur dann kann er eingedämmt werden.Deutschland hat eh genug fette Kinder!
Es wird erfreulicherweise langsam gesellschaftlich anerkannt Fair Trade zu kaufen. Wichtig sind aber große Schritte - kein Nestle mehr, kein Starbucks, kein Chiquita. Man muss es den Unternehmen zeigen, dass die Kunden Bananen aus Ausbeuterei nicht mehr wollen.
Zahlen Sie keine Abgaben oder Steuern? Sie bezahlen es doch und sind genauso verantwortlich wie jene, deren soziale Ausgrenzung Sie da verlangen. Wir machen das selbst. Da ist es Heuchelei zu sagen es wäre schlecht. Man kann doch nicht den Auftrag bezahlen und sagen der Täter war der Täter.
Der Kaffee- und Bananenpreis ist deswegen so niedrig, weil das Angebot so groß ist. Würde nicht so viel produziert, könnten die Produzenten auch höhere Preise verlangen. Dann würde allerdings auch die Nachfrage ein wenig zurückgehen.
Und hier liegt das Problem von Fair Trade: Zu dessen Preisen kann man nur deutlich weniger des Produkts verkaufen (die meisten Kaffee- und Bananenkonsumenten können ihren Konsum bei höheren Preisen um ein paar Prozente zurückschrauben). Und wonach wird ausgewählt, welche Produzenten dann noch verkaufen dürfen? Lotterie? Wer zuerst dem lokalen Fair-Trade-Einkäufer in den Hintern gekrochen ist? Wenn sich das weit genug verbreitet, könnte Korruption der treibende Faktor werden.
Wenn der Marktpreis niedriger als die Produktionskosten ist, "sagt" der Markt eben, dass weniger produziert werden sollte. Wer dann damit aufhört, entscheidet sich am besten daran, wer am wenigsten kosteneffizient produziert. Das gilt für Kaffeeanbauer genauso wie für Milchbauern.
btw: Starbucks verkauft auch Fair-Trade-Kaffee. Einfach danach fragen.
Zahlen Sie keine Abgaben oder Steuern? Sie bezahlen es doch und sind genauso verantwortlich wie jene, deren soziale Ausgrenzung Sie da verlangen. Wir machen das selbst. Da ist es Heuchelei zu sagen es wäre schlecht. Man kann doch nicht den Auftrag bezahlen und sagen der Täter war der Täter.
Der Kaffee- und Bananenpreis ist deswegen so niedrig, weil das Angebot so groß ist. Würde nicht so viel produziert, könnten die Produzenten auch höhere Preise verlangen. Dann würde allerdings auch die Nachfrage ein wenig zurückgehen.
Und hier liegt das Problem von Fair Trade: Zu dessen Preisen kann man nur deutlich weniger des Produkts verkaufen (die meisten Kaffee- und Bananenkonsumenten können ihren Konsum bei höheren Preisen um ein paar Prozente zurückschrauben). Und wonach wird ausgewählt, welche Produzenten dann noch verkaufen dürfen? Lotterie? Wer zuerst dem lokalen Fair-Trade-Einkäufer in den Hintern gekrochen ist? Wenn sich das weit genug verbreitet, könnte Korruption der treibende Faktor werden.
Wenn der Marktpreis niedriger als die Produktionskosten ist, "sagt" der Markt eben, dass weniger produziert werden sollte. Wer dann damit aufhört, entscheidet sich am besten daran, wer am wenigsten kosteneffizient produziert. Das gilt für Kaffeeanbauer genauso wie für Milchbauern.
btw: Starbucks verkauft auch Fair-Trade-Kaffee. Einfach danach fragen.
Zahlen Sie keine Abgaben oder Steuern? Sie bezahlen es doch und sind genauso verantwortlich wie jene, deren soziale Ausgrenzung Sie da verlangen. Wir machen das selbst. Da ist es Heuchelei zu sagen es wäre schlecht. Man kann doch nicht den Auftrag bezahlen und sagen der Täter war der Täter.
Der Kaffee- und Bananenpreis ist deswegen so niedrig, weil das Angebot so groß ist. Würde nicht so viel produziert, könnten die Produzenten auch höhere Preise verlangen. Dann würde allerdings auch die Nachfrage ein wenig zurückgehen.
Und hier liegt das Problem von Fair Trade: Zu dessen Preisen kann man nur deutlich weniger des Produkts verkaufen (die meisten Kaffee- und Bananenkonsumenten können ihren Konsum bei höheren Preisen um ein paar Prozente zurückschrauben). Und wonach wird ausgewählt, welche Produzenten dann noch verkaufen dürfen? Lotterie? Wer zuerst dem lokalen Fair-Trade-Einkäufer in den Hintern gekrochen ist? Wenn sich das weit genug verbreitet, könnte Korruption der treibende Faktor werden.
Wenn der Marktpreis niedriger als die Produktionskosten ist, "sagt" der Markt eben, dass weniger produziert werden sollte. Wer dann damit aufhört, entscheidet sich am besten daran, wer am wenigsten kosteneffizient produziert. Das gilt für Kaffeeanbauer genauso wie für Milchbauern.
btw: Starbucks verkauft auch Fair-Trade-Kaffee. Einfach danach fragen.
die zu leisten ist, ist eine ganz andere: Der Kapitalismus und die Sprengmeister der bevölkerungsexplosion - allen voran Islam und Katholizismus - müssen ziviliswiert werden - oder wir werden alle sterben, auf einem ausgeplünderten, verwüsteten Planeten.
Klingt dramatisch, ist es auch.
statt der weihnachtlichen Almosen an das arme '[...]' mit entsprechendem Link:
[entfernt. Bitte verzichten Sie, trotz Ihres Zynismus', auf rassistische Ausdrücke. Danke, die Redaktion/vv]
http://community.zeit.de/...
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