Klimapolitik Gradwanderung
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Kopenhagen darf keinen Zweifel daran lassen, dass Klimasünder zahlen müssen

 Erstens muss sie Klarheit über das globale Ziel schaffen. Die Zusage, die Erwärmung nicht über zwei Grad steigen lassen zu wollen, reicht allein nicht. Klar muss auch sein, mit welcher Wahrscheinlichkeit das Ziel zu erreichen ist. Zwischen fifty-fifty und 75 Prozent liegen Welten: mehrere Hundert Milliarden Tonnen Kohlendioxid.

Zweitens muss die Erklärung deutlich machen, wer welche Lasten trägt. Bei Lichte besehen, kann es dafür nur ein Kriterium geben: weltweit gleiche Pro-Kopf-Emissionen. Wird dieser einzig demokratische Maßstab nicht zur Richtschnur der Verhandlungen, droht der Streit zwischen Nord und Süd den Klimaschutz noch auf Jahre hinaus zu lähmen.

Drittens darf die Kopenhagen-Erklärung keinen Zweifel daran lassen, dass Klimasünder zahlen müssen. Denn nur, wenn der Ausstoß klimaschädlicher Substanzen weltweit genug kostet, werden Investoren ihr Geld dort anlegen, wo es gebraucht wird: in klimaverträglich wirtschaftende Unternehmen.

Heiße Luft hat die Klimapolitik schon genug produziert. In Kopenhagen muss sich die Politik ehrlich machen und endlich konkret werden.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. Bei wieviel Grad ist denn Ihr Autor gewandert, wenn er nicht mal die einfachste Rechtschreibung beherrscht. Nicht. dass er jetzt korrigiert in Gradwanterung. Es heißt Gratwanderung. - Und das bei der ZEIT. Erbarmen!

  2. Juhuu, da hat jemand das Wortspiel nicht verstanden.

  3. Auf ihrer Gratwanderung fühlen sich viele Regierungen offenbar von den Klimahysterikern hinter die Fichte geführt.

    Könnte es nicht sein, dass viele Regierung dieser Welt gemerkt haben, dass an der Hypothese von den katastrophalen Klima- Wirkungen von CO2- Emissionen nichts dran ist?

    Könnte es sein, dass sich die Sichtweise durchgesetzt hat, dass der Mensch selbstverständlich auch das Klima verändert, dass die Auswirkungen von zusätzlichem CO2 jedoch so marginal sind, dass sie kein Problem darstellen oder lokal gelöst werden können? Dann wäre eine zentrale Weltklimaregierung vollkommen überflüssig, ein blumiges Abkommen auch.

    Auch für den sinnvollen Gedanken vom sparsamen Umgang mit Ressourcen braucht es keine vollmundigen internationalen Konferenzen. Auch da ist lokale Kleinarbeit gefordert, keine globale Selbstbeweihräucherung der Funktionäre.

    Und nicht zuletzt haben die Klimahysteriker mit ihren Prognosen inzwischen so übertrieben und so oft daneben gelegen, dass jegliche Glaubwürdigkeit futsch ist.

  4. Bin ja kein Einstein, glaube aber als mittelmäßg begabter Zeit-Leser erkannt zu haben, dass "Gradwanderung" ein Wortspiel ist.
    Ich find's nicht schlecht.

  5. Es sollte nicht vergessen werden, dass CO2 nicht das einzige klimaaktive Gas ist. Lachgas und Methan wirken sich etwa noch weit verheerender aus. Diese Emissionen werden sowohl von der Industrie als auch von der Landwirtschaft (Acker-Duengung und Grossviehhaltung) verursacht. Eine Regulierung ist dringend erforderlich.

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    Ich habe da einen Komposthaufen im Garten. Wenn ich den nicht regelmäßig belüfte etc., dann beginnt der ganz erheblich Methan zu produzieren. Das geht alles in die Atmosphäre.

    Hier besteht auch dringend Regulierungsbedarf.

    Brauchen wir da nicht dringend einen Klimaschutzbeauftragten, der alle 2 Wochen kontrolliert, ob auch ordnungsgemäß der Klimaschutz beim Komposthaufen beachtet wird?

    Es geht schließlich um die Vermeidung des Weltuntergangs. Wir werden alle sterben, wenn die Komposthaufen der Kleingärtner nicht klimazertifiziert werden!

    Der Verband der Kleingartenbesitzer muss aufgrund dieser Problematik dringend zur Weltklimakonferenz geladen werden.

    Und wie muss man den Kompost jetzt mit Klimazertifikaten verrechnen? Neben CO2- Steuern brauchen wir dringend eine Methan- Steuer!

    Es geht schließlich um Leben und Tod!

    Ich habe da einen Komposthaufen im Garten. Wenn ich den nicht regelmäßig belüfte etc., dann beginnt der ganz erheblich Methan zu produzieren. Das geht alles in die Atmosphäre.

    Hier besteht auch dringend Regulierungsbedarf.

    Brauchen wir da nicht dringend einen Klimaschutzbeauftragten, der alle 2 Wochen kontrolliert, ob auch ordnungsgemäß der Klimaschutz beim Komposthaufen beachtet wird?

    Es geht schließlich um die Vermeidung des Weltuntergangs. Wir werden alle sterben, wenn die Komposthaufen der Kleingärtner nicht klimazertifiziert werden!

    Der Verband der Kleingartenbesitzer muss aufgrund dieser Problematik dringend zur Weltklimakonferenz geladen werden.

    Und wie muss man den Kompost jetzt mit Klimazertifikaten verrechnen? Neben CO2- Steuern brauchen wir dringend eine Methan- Steuer!

    Es geht schließlich um Leben und Tod!

  6. Ich habe da einen Komposthaufen im Garten. Wenn ich den nicht regelmäßig belüfte etc., dann beginnt der ganz erheblich Methan zu produzieren. Das geht alles in die Atmosphäre.

    Hier besteht auch dringend Regulierungsbedarf.

    Brauchen wir da nicht dringend einen Klimaschutzbeauftragten, der alle 2 Wochen kontrolliert, ob auch ordnungsgemäß der Klimaschutz beim Komposthaufen beachtet wird?

    Es geht schließlich um die Vermeidung des Weltuntergangs. Wir werden alle sterben, wenn die Komposthaufen der Kleingärtner nicht klimazertifiziert werden!

    Der Verband der Kleingartenbesitzer muss aufgrund dieser Problematik dringend zur Weltklimakonferenz geladen werden.

    Und wie muss man den Kompost jetzt mit Klimazertifikaten verrechnen? Neben CO2- Steuern brauchen wir dringend eine Methan- Steuer!

    Es geht schließlich um Leben und Tod!

    Antwort auf "Nicht nur CO2"
    • mexi42
    • 18.11.2009 um 20:57 Uhr

    Warum redet niemand der so genannten
    Experten über den Wasserdampf und die Wolkenbildung?
    DAS sind Temperatur beeinflussende Elemente.

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    Solange man noch nicht oben bei den Eiswolken (u.a. Ci, Sc, Cs) ist, reflektieren flüssigkondensierende Wolken mehr Wärme von unten als sie als Licht von oben durchlassen. Diese Wolken wirken daher im Wesentlichen einem Treibhauseffekt entgegen.

    Umgekehrt verhält es sich bei den Eiswolken (auch Kondensstreifen!). Das Shopping-Wochenende nach New York erhitzt nicht nur die Gemüter.

    Solange man noch nicht oben bei den Eiswolken (u.a. Ci, Sc, Cs) ist, reflektieren flüssigkondensierende Wolken mehr Wärme von unten als sie als Licht von oben durchlassen. Diese Wolken wirken daher im Wesentlichen einem Treibhauseffekt entgegen.

    Umgekehrt verhält es sich bei den Eiswolken (auch Kondensstreifen!). Das Shopping-Wochenende nach New York erhitzt nicht nur die Gemüter.

  7. Lieber Herr Vorholz,

    ich stimme Ihnen (wie so oft) ausdrücklich zu!

    Es ist gut, dass vor dem Kopenhagengipfel alle ordentlich jammern, denen eine menschenwürdige Existenz aller auch nur etwas bedeutet. Wahrscheinlich werden die Jammerer im Recht sein. Leider!

    Aber Kopenhagen ist nicht das Ende. Egal wie das Schachern um die Klimakatastrophenvermeidungskosten ausgeht. (Ja, es wird für viele hundert Millionen Menschen KATASTROPHAL!)

    Sehen wir zu, dass möglichst viele Entscheidungsträger kontinuierlich den Klimaschutz voranbringen.

    Eine wesentliche Maßnahme ist der Emissionshandel. (Übrigens auf CO2-Äquivalent bezogen; Antwort auf Kommentar Nr. 5 von Kaffebecher.)

    Herr Brüderle, Herr Röttgen, Frau Merkel:
    Halten Sie für den nächsten Allokationsplan die Emissionszertifikate knapp! Bleiben Sie unter 450 Mio. Tonnen pro Jahr!
    Verschenken Sie keine Zertifikate, sondern lassen Sie sie alle versteigern!

    Nur so erreicht man eine Hebelwirkung, die die Emissionszertifikate einem hohen Wert zuweisen und damit Investitionen in den Klimaschutz schnell rentabel machen.

    Deutschland hat einiges an wirtschaftlichem Gewicht, um eine solche Maßnahme in ähnlichen Proportionen EU-weit durchzusetzen.

    Wir alle haben leider keine Zeit mehr zu verlieren!

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    • joG
    • 19.11.2009 um 8:36 Uhr

    ...Idee. Die Bundesrepublik verauktioniert weniger Zeertifikate. So wandern energieintensive Industrien nach Rumänien, Polen oder Frankreich. Sollen sie doch dort ihren Dreck ausstoßen!

    • joG
    • 19.11.2009 um 8:36 Uhr

    ...Idee. Die Bundesrepublik verauktioniert weniger Zeertifikate. So wandern energieintensive Industrien nach Rumänien, Polen oder Frankreich. Sollen sie doch dort ihren Dreck ausstoßen!

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