Spaziergang durch Brüssel Steinerne TräumeSeite 3/3
Sehenswert: Am 17. Dezember, dem 100. Todestag des Königs, findet auf dem Grand-Place eine Gedenkveranstaltung statt. Information: Tel. 0032-2/2796436
Eine geplante Sonderausstellung über Leopold II. im Museum BELvue wurde in eine Ausstellung zum Herrschaftsantritt seines Nachfolgers Albert I. umgewidmet. Aber auch so wird Leopold gewürdigt (BELvue-Mueum, 7, Place de Palais, Tel. 0032-70/220492, www.belvue.be)
Japanischer Turm und Chinesischer Pavillon in Laeken (Musée d’Extrême-Orient, Avenue Van Praet 44, Tel. 0032-2/2681608, www.mrah.be)
Afrika-Museum, Leuvensesteenweg 13, Tervuren, Tel. 0032-2/7695211, www.africamuseum.be
Der Justizpalast am Place Poelaert kann wochentags von 9 Uhr bis 16 Uhr besichtigt werden (Tel. 0032-2/5086578, www.justice-en-ligne.be)
Empfehlenswerte Stadtführungen auf den Spuren Leopolds II. bieten Valentin Thijs (valentin.thijs@skynet.be) und Roel Jacobs (scarlaken@skynet.be) an
Auskunft: Tourismus Flandern-Brüssel, Tel. 0221/277590, www.belgien-tourismus.de
- Datum 19.11.2009 - 15:48 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 19.11.2009 Nr. 48
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Zitat: "Leopold verdankte seinen Wohlstand der erbarmungslosen Ausbeutung des Kongo, der damals belgische Kolonie war."
Da ist das Zitat eine wohlwollende Umschreibung!
Die Brüsseler Architekturvisionen, für die zu Leopolds Zeiten die Afrikaner den Preis zahlen mussten, finden keine Anerkennung, vielleicht deshalb, weil die Entstehungsgeschichte mit der menschenverachtenden Terrorherrschaft der Belgier im Kongo verbunden ist. Wenn Leopold II. die Pariser Sacre-Coeur in Brüssel bauen lassen hätte, würde auch dort wahrscheinlich keiner hingehen. Die Bauwerke des 19. Jh. in Brüssel scheinen für etwas zu stehen, das bei Besuchern der Stadt keine positiven Assoziationen wecken kann. Andererseits sind Justizpalast und Koekelberg-Sacre-Coeur ja nun einmal da. Wie kann man sie mit neuen Nutzungskonzepten einem Publikum zugänglich machen?
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