Manager "Dieses Jahr vergisst keiner"
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Neue Hoffnung

ZEIT: Was schließen Sie daraus für die Aussichten der deutschen Wirtschaft?

Schwenker: Erstens wird China bald wieder mehr deutsche Investitionsgüter kaufen. Zweitens hat sich gezeigt, dass sich hochwertige Dienstleistungen in den vergangenen Jahren am besten um industrielle Kerne herum entwickelt haben. Deswegen stimmt mich die industrielle Stärke Deutschlands optimistisch. Im aktuellen Wettbewerbsranking des World Economic Forum steht Deutschland bei der klassischen Industrie immer noch auf Platz eins. Bei Forschung und Entwicklung. Bei Zuliefererstrukturen. Bei der Differenziertheit. All das hat durch die Krise nicht gelitten und uns so auch gute Voraussetzungen für Green Tech verschafft. Denn Green Tech ist ein Querschnittsthema. Dafür braucht man guten Maschinen- und Anlagenbau, gute Elektrotechnik und Dienstleistungen. Wie hierzulande.

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ZEIT: Was bedeuten in diesem Zusammenhang die großen Investitionsprogramme in Green Tech in den Vereinigten Staaten und in China?

Schwenker: Mehr Wettbewerb, aber auch mehr Aufträge für deutsche Unternehmen, zumal für jene, die wir Systemkopfunternehmen nennen: Sie entwickeln und veredeln Technik und sind der wertvollste Teil in einer globalen Wertschöpfungskette – was wiederum die hohen Import- und Exportzahlen erklärt und begründet.

ZEIT: Hat Deutschland in der Krise solche Unternehmen, die Sie "Systemköpfe" nennen, verloren?

Schwenker: Nein, denn dramatische Einschnitte in den Forschungsbudgets sind ausgeblieben, soweit ich das überblicken kann.

ZEIT: Was heißt das für einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit?

Schwenker: Zieht die Wirtschaft an, was ich glaube, geht die Wette mit der Kurzarbeit auf. Wenn nicht, werden viele Unternehmen im zweiten Quartal 2010 über Entlassungen entscheiden müssen.

Die Fragen stellten Götz Hamann und Arne Storn

 
Leser-Kommentare
  1. Dass Führungskräfte wenig bis keine Kompetenzen zur Frage besitzen, was industrielle Produktion integriert, inkriminierte die Festschrift für Günter Geisler öffentlich bereits vor rund sechs Jahren; also längstens vor den wirtschaftlichen Ereignissen dieses Jahres. Versucht sich demgegenüber heute eine Unternehmensberatung wie Roland Berger über diesen sozialen Tatbestand hinwegzusetzen, zeugt dies von der Permanenz allfälliger Aliteralität, der hauptsächlich das entspringt, was aktuell als "Krise" etikettiert sich in Umlauf befindet.

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    deutsch? Bitte um Übersetzung.
    Finde das Interview herausragend. Weg von den Theoretikern, hin zu den Praktikern - oder - weg von den Theorien, hin zu den Menschen! Damit sind wir "groß" geworden (--> deutscher Mittelstand!). Schau Dir einfach mal an, was z.B. aus Siemens geworden ist: Einst gehörend zur Deutschland AG, jetzt hörig der Globalisierung.

    deutsch? Bitte um Übersetzung.
    Finde das Interview herausragend. Weg von den Theoretikern, hin zu den Praktikern - oder - weg von den Theorien, hin zu den Menschen! Damit sind wir "groß" geworden (--> deutscher Mittelstand!). Schau Dir einfach mal an, was z.B. aus Siemens geworden ist: Einst gehörend zur Deutschland AG, jetzt hörig der Globalisierung.

  2. deutsch? Bitte um Übersetzung.
    Finde das Interview herausragend. Weg von den Theoretikern, hin zu den Praktikern - oder - weg von den Theorien, hin zu den Menschen! Damit sind wir "groß" geworden (--> deutscher Mittelstand!). Schau Dir einfach mal an, was z.B. aus Siemens geworden ist: Einst gehörend zur Deutschland AG, jetzt hörig der Globalisierung.

    Antwort auf "Etikettenschwindel"
    • ADoria
    • 22.11.2009 um 22:18 Uhr

    er hatte nicht erst seit diesem Jahr keine Indikatoren mehr. Er besaß sie schon all die Jahre davor nicht. Die Basis seines Geschäftsmodells, Unternehmen aufgrund der Kennzahlen strategisch zu beraten, entpuppt sich doch als Budenzauber. Was diese Kennzahlen, Börsenwerte, Einstufungen der Ratingagenturen usw. zum Ausdruck gebracht haben, war der Glaube an die Hoffnung in die Gier.
    Wenn das Beratermodell auf Börsenwerten, Konjukturdaten (wessen eigentlich?) beruht, fehlt etwas ganz wesentliches – der Gegenstand der Unternehmung.
    Und das Gerede von der Persönlichkeit und der Kommunikation in das Unternehmen hinein kann sicherlich als Schwenken der weißen Fahne betrachtet werden, oder ist es eine rhetorische Übersprungshandlung?
    Noch zwei Dinge. Wenn jetzt eigene Meinung gefragt ist, was war denn dann vorher opportun? Und wenn sich Vorstände wieder verstärkt dem Produkt und dem Kunden zuwenden sollen, was wurde denen vorher souffliert, Herr Berater?

    Rückwärts blickend kann sich ein jeder mal überlegen, was von einem Busfahrer zu halten ist, der bei Rot über die Kreuzung fährt, oder einem Koch, der aus Versehen den Salatessig mit dem Reinigungsmittel verwechselt? Diese und zahlreiche andere Berufsgruppen müssen sich im Zweifelsfall mit dem StGB auseinandersetzen.

    Geben Unternehmensberatungen eigentlich eine Gewähr auf ihre Arbeit? Oder gilt der Johnny Walker-Witz: Der Abend geht, Johnny Walker kommt. Der Berater geht, das Problem bleibt.

  3. Was würde passieren, wenn ab morgen alle Investmantbanker, Wirtschaftsberater, usw. zwei Wochen wegen der Schweinegrippe nicht arbeiten könnten??????
    Was dagen wäre, wenn zwei Wochen alle Polizisten, Krankenschwestern, Feuerwehrleute und Lehrer zu Hause blieben?

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    hätte 14 Tage keine Interviewgäste!Denn die erzkonservativen Kapistalistenfreunde lägen ja zu Hause im Bett

    hätte 14 Tage keine Interviewgäste!Denn die erzkonservativen Kapistalistenfreunde lägen ja zu Hause im Bett

    • isualK
    • 22.11.2009 um 23:08 Uhr

    "Dass wir keine Zahlen mehr haben, keine objektiven Indikatoren, die uns eine Richtung geben können. Das hat weitreichende Konsequenzen. Zum Beispiel für die Frage, wie Unternehmen planen. Oder dafür, wie ein Chef führen muss, welche Werte entscheidend sind."
    Wenn ich mich nicht sehr täusche, ist das ein eindeutiges Geständnis, dass für Unternehmensberater die bei uns allgemein gültigen Werte wie Menschlichkeit, soziales Miteinander, Freiheit, Gleichheit, ... noch nie entscheidend waren. Für dieses Pack gibt es nur Profit, Gewinne, Shareholder Value, ...
    Sobald dann mal etwas passiert weiß dieser Hansdampf nicht mal mehr, welche Werte entscheidend sind. Wenn er das wirklich so gesagt hat, sollen seine Kinder sterben und er selbst noch lange leben, dass er sich darauf besinnen kann, welche Werte entscheidend sind.

    • Rebel
    • 23.11.2009 um 4:56 Uhr

    Was regen Sie sich alle so auf, wir werden noch viel, viel mehr von diesen Akteuren zu hören bekommen, schliesslich geht es um ihr täglich Brot, das bezahlt werden soll.
    Meine Oma hat übrigens immer mit Speiseessig gereinigt!
    Diese Elite hingegen vergessen wir schnell und gerne!

  4. hätte 14 Tage keine Interviewgäste!Denn die erzkonservativen Kapistalistenfreunde lägen ja zu Hause im Bett

    Antwort auf "Werigkeit"
    • helgam
    • 23.11.2009 um 11:44 Uhr

    Roland Berger hat nach seiner Ankündigung in der Zeit 2003 (Ich habe einen Traum) es geschafft, die GROSSEN der Welt und die Politik zu überlisten-Herr Schwenker als sein Nachfolger hat von ihm gelernt.
    Welche Szenarien schweben ihm vor?
    Will er die Schweinegrippe über uns gießen?
    Vielleicht hat ein Interview genauso eine therapeutische Wirkung wie vormals eine Beratung?
    Eine Lüge wird durch Personalaustausch nicht wahrer

    Vom Gender geplagt,von der FED diktiert,
    von Medien gezielt uninformiert
    macht die Blase mit Krieg frech Geschäfte
    das wollte Gott nicht
    es ist nun passiert
    Was sind nun die Menschenrechte?

    Fabriziert auf Papier, gemacht für den Hund
    der Hölle,um leichter Nationen zu destabilisieren,
    Ceberus macht die Gesetze der Welt
    und will uns Menschen negieren.

    Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz
    gepriesen von Mächtigen der Welt,
    steht doch dem Klimawandel im Weg.
    sie merken es nicht
    Sie jagen nach Geld
    Profite heiligen Phrasen.

    Fabriziert auf Papier,gemacht für den Hund
    der Hölle, um leichter zu destabilisieren,
    Ceberus machte Gesetze der Welt
    und wollte uns Menschen negieren.

    Systemrelevant sind die Banken
    binden ihre gläubigen Kranken,
    Unglaube dient dem die Geschäft nicht.
    Wag es , denk selber
    Die Sonne scheint noch
    viel kostbarer ist uns ihr Licht

    Fabriziert auf Papier, gemacht für den Hund
    der Hölle, um mich zu destabilisieren
    erkenn ich den Wahn, kehre endlich um
    und lebe mein Leben nun endlich.

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