KlimaschutzIm Reich der Kohle

Amerika blockiert weiterhin beim Klimaschutz. Wer West Virginia kennt, weiß warum

Landschaftsverwüstung: Kohletagebau in West Virginia

Landschaftsverwüstung: Kohletagebau in West Virginia

Charleston/West Virginia – Es regnet in Strömen, als die Kolonne der Pick-ups in Charleston eintrifft. Rund tausend Autos rollen Richtung Stadthalle, die Fahrer brüllen aus den heruntergekurbelten Fenstern. »Kohle heißt Arbeit, heißt Leben, heißt Zukunft!« Mittendrin der rote Pick-up von Ronny Short, seiner Frau und den beiden Söhnen. Short trägt Rauschebart und eine schwarze Baseballmütze mit der Aufschrift »Kohle = Jobs plus Energie«. Er ist 38, Bergbauarbeiter in der vierten Generation, sein Großvater starb beim Einsturz eines Stollens, so etwas gilt hier in West Virginia als Heldentod.

Heute bei diesem Aufmarsch dabei zu sein sei für ihn »Ehrensache« und »Überlebensfrage«, sagt Short. Dann stürzt er auch schon mit seinen Kumpeln in die Stadthalle, sie besetzen fast alle 750 Plätze und rennen dabei beinahe die schmale Kathy Wade über den Haufen. Man möchte Ronny Short in diesem Moment wirklich nicht zum Feind haben. Wade aber hat ihn zum Feind.

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Mit ihrem ondulierten grauen Haar und dem Rouge auf blassen Wangen sieht die 62-Jährige aus, als wäre sie der TV-Serie Golden Girls entsprungen. Wie Ronny Short hat sich auch Kathy Wade am Morgen aus einem kleinen Bergdorf auf den Weg gemacht. Wie Ronny entstammt auch die Buchhalterin Kathy einer alteingesessenen Bergmannsfamilie. Und Kohle war ihr Leben. Bis eines Morgens die Erde bebte und eine riesige Stein- und Staublawine das benachbarte Tal zuschüttete. Ihr Haus bekam Risse, und der Gebirgsbach am Fuße des Gartens färbte sich schwarz. Ein Kohleunternehmen hatte einen nahe gelegenen Berggipfel weggesprengt. Mountaintop mining nennt man das hier. Statt sich in den Berg hineinzugraben, wird er einfach abgetragen. An diesem Tag sagte sie sich: »Wir müssen weg von der Kohle, mit ihr haben wir keine Zukunft.« Kathy Wade trägt in der Stadthalle ein rotes T-Shirt mit der Aufschrift »Kohle = CO₂ = Weltuntergang«. Etwa 40 Umweltschützer stehen Hunderten von Bergleuten gegenüber.

Wer wissen will, warum auf der Kopenhagener Klimaschutzkonferenz nichts Verbindliches herauskommen wird, der muss vor allem auf die USA schauen. Und wer wissen will, warum Barack Obamas Versprechen vom amerikanischen Klimaschutz bislang hohl geblieben sind, der muss nach West Virginia fahren. Dort liegt die Antwort, und sie hat fünf Buchstaben: Kohle.

Seit 150 Jahren wird in den Appalachen der schwarze Brennstoff abgebaut. Die Vorräte, sagen Geologen, reichen noch für die nächsten 250 Jahre. Kohle liefert die Hälfte des amerikanischen Stroms, in West Virginia sogar 98 Prozent. Sie füllt die Lohntüten, die Bergbau- und die Staatskasse, sie versorgt Politiker mit Posten und garantiert Wahlerfolge. Für die Kohle kämpft eine Armee aus Bergleuten, Minenunternehmern, Gouverneuren, Bürgermeistern, Senatoren und Abgeordneten. Und weil die demokratische Partei oft dort regiert, wo Kohle reichlich vorhanden ist, reicht diese Armee bis ins Kapitol und ins Weiße Haus.

In der Stadthalle von Charleston geht es an diesem nasskalten Oktobertag vordergründig um ein neues Bewilligungsverfahren für den Tagebau. Das U. S. Army Corps of Engineers, eine dem Verteidigungsministerium unterstellte Genehmigungsbehörde, hat zur Anhörung geladen. Statt der bislang erteilten Pauschalerlaubnis, mit der im großen Stil grüne Bergkuppen weggesprengt werden dürfen, will das Bundesamt nur noch Einzelgenehmigungen vergeben. Das allein ist in den Augen der Bergarbeiter bereits ein Frontalangriff auf ihr Leben und ihr Auskommen.

»Die Kohle ernährt uns, schöne Landschaften können wir nicht essen«

Fast fünf Stunden prallen zwei Weltsichten aufeinander, in einigen Ecken wird gerempelt. Wann immer Umweltschützer wie Kathy Wade vor Wasserverschmutzung und Erderwärmung warnen, werden sie niedergebrüllt: »Arbeitsplatzvernichterin!« – »Kohle ruiniert unser Land und die Welt«, ruft Kathy Wade. »Wir lassen uns Amerika und unser Leben nicht von euch kaputt machen«, schreit Ronny Short rot vor Zorn.

Leserkommentare
  1. Denn die gehackten Mailverkehre (übrigens ene Straftat) liefern keinerlei Inhalt auf weltweite Verschwörungen zwischen Klimawissenschaftlern.

    Wer mehr dazu wissen will, lese hier:
    http://www.realclimate.or...

    Es ist aber interessant zu sehen, wie eine ansich strafbare Handlung, der Diebstahl von privaten/dienstlichen Daten, mit anschließenden upload auf diverse Server, sogleich als Argument gegen den anthtropogenen Klimawandel angeführt wird. Und sogleich Falschaussagen über den Inhalt kursieren.

  2. Ihre Interpretation geht von einem Irrtum aus. Denn anders als bei ihnen dargestellt, spielen die Flankenbereiche sehr wohl eine Rolle:
    "Es ist wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen, daß sich die Strahlungsflüsse im System Erde/Atmosphäre durch die Zunahme der klimarelevanten Spurengase verändern. Ohne Berücksichtigung der Rückkopplung mit dem komplexen Klimasystem würde dies mit Sicherheit zu einer Erwärmung der Erdoberfläche und der Troposphäre führen.

    Nachzulesen bei der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft(S.3):
    http://www.dmg-ev.de/gese...

    Und erst ab diesem Punkt wird es wirklich interessant. Warum langweilen Sie mit solch längst widerlegten Nebenschauplätzen (Dokument von der DMG ist von 1999!)?

    Und zu EIKE muss man glaub ich nix mehr sagen, mit Online-Propaganda-Verlagen kann man nichts belegen.

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    • Chaled
    • 22.11.2009 um 18:10 Uhr

    Das CO2 Spektrum ist seit Arrhenius (ca. 1896) bekannt und seit Mitte des letzten Jahrhunderts exakt bekannt. Von eine rerneuete Erforrschung des Spektrums wie in Ihrem Link http://www.dmg-ev.de/gese... beschrieben weis ich nichts.
    Zuerst gab es die Diskussion um den CO2 Gehalt und dessen Treibhauseffekt (Wenn es noch mehr CO2 gibt legt sich die CO2 Schicht wie ein Treibhaus über die Erde...). Diesen Effekt gibt es und er läuft schon immer auf max. Einstellung da dafür nur wenig CO2 nötig ist. Nun ist man auf die Flankensteilheit des Effekts ausgewichen. Unison sind sich die Physiker (nicht die Meterologen) darüber einig, dass eine Veränderung der Flankensteilheit nicht zur gewünschten Temperaturerhöhung führt. Dies wurde durch Versuche in der Troposphäre (also hier unten am Boden) belegt. Nun wird der Effekt einfach in die Stratosphäre verlegt und noch ein Gasgemisch als Grundlage hinzugefügt. Versuche mit Gasgemischen unter Stratosphärenbedingungen sind bedeutend aufwändiger und somit fast nicht nachprüfbar.
    Zudem ist die Stellungsnahme ohne Datum, ohne Verweise und ohne Messverfahrensbeschreibung.
    Die Zusammensetzung der Spurengase in der Stratosphäre wurde wohl durch das von Prof. Herbert Fischer mitentwicklete MIPAS Gerät erhoben. Weitere Detais scheinen aus zusätzlichen Fernerkundungsdaten zu kommen. Eine Methode die durchaus umstritten ist. Sie lieferte z.B. jahrelang eine zu niedrige Oberflächentemperatur der Erde.

    • Chaled
    • 22.11.2009 um 18:10 Uhr

    Das CO2 Spektrum ist seit Arrhenius (ca. 1896) bekannt und seit Mitte des letzten Jahrhunderts exakt bekannt. Von eine rerneuete Erforrschung des Spektrums wie in Ihrem Link http://www.dmg-ev.de/gese... beschrieben weis ich nichts.
    Zuerst gab es die Diskussion um den CO2 Gehalt und dessen Treibhauseffekt (Wenn es noch mehr CO2 gibt legt sich die CO2 Schicht wie ein Treibhaus über die Erde...). Diesen Effekt gibt es und er läuft schon immer auf max. Einstellung da dafür nur wenig CO2 nötig ist. Nun ist man auf die Flankensteilheit des Effekts ausgewichen. Unison sind sich die Physiker (nicht die Meterologen) darüber einig, dass eine Veränderung der Flankensteilheit nicht zur gewünschten Temperaturerhöhung führt. Dies wurde durch Versuche in der Troposphäre (also hier unten am Boden) belegt. Nun wird der Effekt einfach in die Stratosphäre verlegt und noch ein Gasgemisch als Grundlage hinzugefügt. Versuche mit Gasgemischen unter Stratosphärenbedingungen sind bedeutend aufwändiger und somit fast nicht nachprüfbar.
    Zudem ist die Stellungsnahme ohne Datum, ohne Verweise und ohne Messverfahrensbeschreibung.
    Die Zusammensetzung der Spurengase in der Stratosphäre wurde wohl durch das von Prof. Herbert Fischer mitentwicklete MIPAS Gerät erhoben. Weitere Detais scheinen aus zusätzlichen Fernerkundungsdaten zu kommen. Eine Methode die durchaus umstritten ist. Sie lieferte z.B. jahrelang eine zu niedrige Oberflächentemperatur der Erde.

    • Lyaran
    • 22.11.2009 um 13:22 Uhr
    11. zu 7

    Man kann ja gerne über die Auswirkung von CO2 in der Atmosphäre diskutieren aber sie sind mal wieder Manipulationen der Kohle Lobby aufgesessen. Nur mal kurz zu zweien ihrer Links:

    Die viel zitierte (allerdings nie vollständig) Äusserung von Prof Mojib Latif sollte man doch mal im original lesen. Er gibt an das es kälter werden "könnte". Das wird aber nie erwähnt sondern immer dass er sagte es "wird" kälter. Das alles aber auch nur regional und nicht global. Wenn man sich etwas mit dem Klima beschäftigt sollte einem klar sein das eine "globale" Erwärmung an manchen Orten durchaus zu einer "regionalen" Abkühlung führen kann. Er hält Zyklen in Meeresströmungen dafür verantwortlich und nicht die in dem Artikel plötzlich erwähnten Sonnenzyklen (welche sich auch nicht mit bisher bekannten Temperaturprofilen decken also noch lange keine Aussagekraft haben. ausserdem betont er das im Hintergrund die von menschen verursachte Erwärmung weiterläuft und sich der Effekt dann durchaus wieder verstärken kann wenn die Meereszyklen dann weiterlaufen. Also keine Entwarnung von dieser Seite. Man sollte sich nicht auf Zitate verlassen welche (bewusst?)aus dem Zusammenhang gerissen werden.

    • Lyaran
    • 22.11.2009 um 13:23 Uhr

    Nun noch zu der von ihnen verlinkten Spektoskopischen Analyse (überschlagsweise wie der Autor selbst sagt). Mir fällt bei kurzem durchlesen erstmal auf dass der Autor einen Fehler in der Konzentrationsbestimmung hat. Hier wurde eine Schichtdicke der Homosphäre von 50 km angenommen. Diese beläuft sich aber auf ca. 80-120 km wodurch die vom Autor bestimmte Konzentration ungefähr doppelt so hoch angenommen wird wie sie tatsächlich sein könnte. Alleine hier also schon ein Fehler von 100%. Soviel dazu.

    Man kann also gerne gegen gängige Meinung argumentieren auch wenn der Antrieb dazu die eigene Bequmlichkeit und eine Angst um den eigenen Luxus ist. Man sollte dann aber auch genau hinschauen und auch nicht alles glauben.

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    • Chaled
    • 22.11.2009 um 18:49 Uhr

    Sie schreiben: "Man kann also gerne gegen gängige Meinung argumentieren auch wenn der Antrieb dazu die eigene Bequmlichkeit und eine Angst um den eigenen Luxus ist. Man sollte dann aber auch genau hinschauen und auch nicht alles glauben."
    Es geht hier nicht um meinen Luxus, der ist gesichert. Es geht vielmehr um die Auswirkungen der modernen Klimapolitik. Haben Sie sich schon überlegt wieviel Menschen in Afrika oder sonstwo sterben müssen weil wir alles überschüssige Getreide verspritten ? Und das Aufgrund von Aussagen für die unsere Forscher nicht ihre Hand ins Feuer legen würden. Z.B. der erste Satz in Ihrem Link: "Es ist unstrittig, daß der anthropogene Treibhauseffekt noch nicht unzweifelhaft
    nachgewiesen werden konnte."

    Zudem habe ich in meinem Leben schon zu viel bewußte und unbewußt falsche Arbeiten gesehen. Gerade deshalb versuche ich ganz genau hinzuschauen. Ich persönlich habe 1989 aufgrund theoretischer Überlegungen einen Ozonregelkreis der Erde vorhergesagt. Von der wissenschaftlichen Welt an meiner Universität bin ich damals belächelt worden. Die Forscher mit Anstand, haben sich alle bei mir entschuldigt.

    Und zuletzt cui bono ? Wem nutzt eine CO2 Reduktion, oder eine CO2 Steuer oder die Deckelung der Industriestaaten auf den Wert von 1990 ? Soll die dritte Welt immer dritte Welt bleiben ?

    • Chaled
    • 22.11.2009 um 18:49 Uhr

    Sie schreiben: "Man kann also gerne gegen gängige Meinung argumentieren auch wenn der Antrieb dazu die eigene Bequmlichkeit und eine Angst um den eigenen Luxus ist. Man sollte dann aber auch genau hinschauen und auch nicht alles glauben."
    Es geht hier nicht um meinen Luxus, der ist gesichert. Es geht vielmehr um die Auswirkungen der modernen Klimapolitik. Haben Sie sich schon überlegt wieviel Menschen in Afrika oder sonstwo sterben müssen weil wir alles überschüssige Getreide verspritten ? Und das Aufgrund von Aussagen für die unsere Forscher nicht ihre Hand ins Feuer legen würden. Z.B. der erste Satz in Ihrem Link: "Es ist unstrittig, daß der anthropogene Treibhauseffekt noch nicht unzweifelhaft
    nachgewiesen werden konnte."

    Zudem habe ich in meinem Leben schon zu viel bewußte und unbewußt falsche Arbeiten gesehen. Gerade deshalb versuche ich ganz genau hinzuschauen. Ich persönlich habe 1989 aufgrund theoretischer Überlegungen einen Ozonregelkreis der Erde vorhergesagt. Von der wissenschaftlichen Welt an meiner Universität bin ich damals belächelt worden. Die Forscher mit Anstand, haben sich alle bei mir entschuldigt.

    Und zuletzt cui bono ? Wem nutzt eine CO2 Reduktion, oder eine CO2 Steuer oder die Deckelung der Industriestaaten auf den Wert von 1990 ? Soll die dritte Welt immer dritte Welt bleiben ?

  3. Kohlenstoffdioxid ist ein Gas. Luft ist ein Gasgemisch. Seit wann gibt es für Gasgemische fern vom Kondensationspunkt eine Sättigung? Gase lassen sich in jedem Verhältnis mischen.

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    • Chaled
    • 22.11.2009 um 18:29 Uhr

    läßt leider keine ausführliche Beschreibung zu.
    Dadurch kommet es manchmal zu Mißverständnissen.
    Bezüglich CO2, Sättigung und anthropogener Klimaerwärmung ist nicht die CO2 Sättigung im Gasgemisch Luft (die gibt es wohl wirklich nicht) gemeint.
    Vielmehr ist der CO2 Anteil in der Luft schon immer so hoch, dass fast die gesamte Wärmestrahlung der Erde in den CO2 Bändern durch das CO2 absorbiert wird. Die Wärmestrahlung der Erde kann durch Messung in den CO2 Bändern nach ca. 150 Meter nicht mehr nachgewiesen werden. Das bedeutet, dass das CO2 das in diesen 150 Meter Luft enthalten ist die gesamte Strahlung der CO2 Bänder absorbiert hat. Verdopplet man den CO2 Gehalt der Luft, ist dieser Absorbtionsgrad schon nach 75 Meter erreicht. Um es überspitzt zu sagen: Die restlichen 50km bis zur Stratosphäre sind nicht nötig für eine fast vollständige Wärmestrahlungsabsorbtion in den CO2 Bändern. Oder: Die Trophosphäre ist bezüglich der durch CO2 absorbierbaren Wärmestrahlung um ca. einen Faktor 1000 übersättigt. (Das bedeutet dass eintausendstel des CO2 das momentan in der Trophosphäre ist, zumindest rechnerisch den gleichen Treibhauseffekt wie momentan, verursacht.)

    • Chaled
    • 22.11.2009 um 18:29 Uhr

    läßt leider keine ausführliche Beschreibung zu.
    Dadurch kommet es manchmal zu Mißverständnissen.
    Bezüglich CO2, Sättigung und anthropogener Klimaerwärmung ist nicht die CO2 Sättigung im Gasgemisch Luft (die gibt es wohl wirklich nicht) gemeint.
    Vielmehr ist der CO2 Anteil in der Luft schon immer so hoch, dass fast die gesamte Wärmestrahlung der Erde in den CO2 Bändern durch das CO2 absorbiert wird. Die Wärmestrahlung der Erde kann durch Messung in den CO2 Bändern nach ca. 150 Meter nicht mehr nachgewiesen werden. Das bedeutet, dass das CO2 das in diesen 150 Meter Luft enthalten ist die gesamte Strahlung der CO2 Bänder absorbiert hat. Verdopplet man den CO2 Gehalt der Luft, ist dieser Absorbtionsgrad schon nach 75 Meter erreicht. Um es überspitzt zu sagen: Die restlichen 50km bis zur Stratosphäre sind nicht nötig für eine fast vollständige Wärmestrahlungsabsorbtion in den CO2 Bändern. Oder: Die Trophosphäre ist bezüglich der durch CO2 absorbierbaren Wärmestrahlung um ca. einen Faktor 1000 übersättigt. (Das bedeutet dass eintausendstel des CO2 das momentan in der Trophosphäre ist, zumindest rechnerisch den gleichen Treibhauseffekt wie momentan, verursacht.)

    • Chaled
    • 22.11.2009 um 18:10 Uhr

    Das CO2 Spektrum ist seit Arrhenius (ca. 1896) bekannt und seit Mitte des letzten Jahrhunderts exakt bekannt. Von eine rerneuete Erforrschung des Spektrums wie in Ihrem Link http://www.dmg-ev.de/gese... beschrieben weis ich nichts.
    Zuerst gab es die Diskussion um den CO2 Gehalt und dessen Treibhauseffekt (Wenn es noch mehr CO2 gibt legt sich die CO2 Schicht wie ein Treibhaus über die Erde...). Diesen Effekt gibt es und er läuft schon immer auf max. Einstellung da dafür nur wenig CO2 nötig ist. Nun ist man auf die Flankensteilheit des Effekts ausgewichen. Unison sind sich die Physiker (nicht die Meterologen) darüber einig, dass eine Veränderung der Flankensteilheit nicht zur gewünschten Temperaturerhöhung führt. Dies wurde durch Versuche in der Troposphäre (also hier unten am Boden) belegt. Nun wird der Effekt einfach in die Stratosphäre verlegt und noch ein Gasgemisch als Grundlage hinzugefügt. Versuche mit Gasgemischen unter Stratosphärenbedingungen sind bedeutend aufwändiger und somit fast nicht nachprüfbar.
    Zudem ist die Stellungsnahme ohne Datum, ohne Verweise und ohne Messverfahrensbeschreibung.
    Die Zusammensetzung der Spurengase in der Stratosphäre wurde wohl durch das von Prof. Herbert Fischer mitentwicklete MIPAS Gerät erhoben. Weitere Detais scheinen aus zusätzlichen Fernerkundungsdaten zu kommen. Eine Methode die durchaus umstritten ist. Sie lieferte z.B. jahrelang eine zu niedrige Oberflächentemperatur der Erde.

    • Chaled
    • 22.11.2009 um 18:29 Uhr

    läßt leider keine ausführliche Beschreibung zu.
    Dadurch kommet es manchmal zu Mißverständnissen.
    Bezüglich CO2, Sättigung und anthropogener Klimaerwärmung ist nicht die CO2 Sättigung im Gasgemisch Luft (die gibt es wohl wirklich nicht) gemeint.
    Vielmehr ist der CO2 Anteil in der Luft schon immer so hoch, dass fast die gesamte Wärmestrahlung der Erde in den CO2 Bändern durch das CO2 absorbiert wird. Die Wärmestrahlung der Erde kann durch Messung in den CO2 Bändern nach ca. 150 Meter nicht mehr nachgewiesen werden. Das bedeutet, dass das CO2 das in diesen 150 Meter Luft enthalten ist die gesamte Strahlung der CO2 Bänder absorbiert hat. Verdopplet man den CO2 Gehalt der Luft, ist dieser Absorbtionsgrad schon nach 75 Meter erreicht. Um es überspitzt zu sagen: Die restlichen 50km bis zur Stratosphäre sind nicht nötig für eine fast vollständige Wärmestrahlungsabsorbtion in den CO2 Bändern. Oder: Die Trophosphäre ist bezüglich der durch CO2 absorbierbaren Wärmestrahlung um ca. einen Faktor 1000 übersättigt. (Das bedeutet dass eintausendstel des CO2 das momentan in der Trophosphäre ist, zumindest rechnerisch den gleichen Treibhauseffekt wie momentan, verursacht.)

    Antwort auf "Gasmischungen"
    • Chaled
    • 22.11.2009 um 18:49 Uhr

    Sie schreiben: "Man kann also gerne gegen gängige Meinung argumentieren auch wenn der Antrieb dazu die eigene Bequmlichkeit und eine Angst um den eigenen Luxus ist. Man sollte dann aber auch genau hinschauen und auch nicht alles glauben."
    Es geht hier nicht um meinen Luxus, der ist gesichert. Es geht vielmehr um die Auswirkungen der modernen Klimapolitik. Haben Sie sich schon überlegt wieviel Menschen in Afrika oder sonstwo sterben müssen weil wir alles überschüssige Getreide verspritten ? Und das Aufgrund von Aussagen für die unsere Forscher nicht ihre Hand ins Feuer legen würden. Z.B. der erste Satz in Ihrem Link: "Es ist unstrittig, daß der anthropogene Treibhauseffekt noch nicht unzweifelhaft
    nachgewiesen werden konnte."

    Zudem habe ich in meinem Leben schon zu viel bewußte und unbewußt falsche Arbeiten gesehen. Gerade deshalb versuche ich ganz genau hinzuschauen. Ich persönlich habe 1989 aufgrund theoretischer Überlegungen einen Ozonregelkreis der Erde vorhergesagt. Von der wissenschaftlichen Welt an meiner Universität bin ich damals belächelt worden. Die Forscher mit Anstand, haben sich alle bei mir entschuldigt.

    Und zuletzt cui bono ? Wem nutzt eine CO2 Reduktion, oder eine CO2 Steuer oder die Deckelung der Industriestaaten auf den Wert von 1990 ? Soll die dritte Welt immer dritte Welt bleiben ?

    Antwort auf "weiter ..."
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    ... umd die 3. Welt ist ja herzallerliebst.

    Nur leider entweder dumm oder zynisch.

    Denn Ihr Luxus beruht zu einem wesentlichen Teil auf der Ausbeutung der 3.Welt durch die 1. Welt. So war es seit jeher und ist es bis heute.

    Ganz im Gegenteil sind die Klimaschutz-Maßnahmen überwiegend ein dickes Geschäft für die 3. Welt.

    Das reicht vom Verkauf der CO2-Zertifikate über einen Rohstoffrausch für neue Technologien - bis hin zur Forderung nach SEHR viel mehr Geld von der 1. Welt als es bislang im Rahmen der Entwicklungshilfe vorgesehen war.

    Also zusammenfassend:

    Die Klimaschutzmaßnahmen sind für die 3. Welt überwiegend positiv und Ihre angebliche Sorge um die Menschen denen Sie Ihren Luxus verdanken unglaubwürdig.

    ... umd die 3. Welt ist ja herzallerliebst.

    Nur leider entweder dumm oder zynisch.

    Denn Ihr Luxus beruht zu einem wesentlichen Teil auf der Ausbeutung der 3.Welt durch die 1. Welt. So war es seit jeher und ist es bis heute.

    Ganz im Gegenteil sind die Klimaschutz-Maßnahmen überwiegend ein dickes Geschäft für die 3. Welt.

    Das reicht vom Verkauf der CO2-Zertifikate über einen Rohstoffrausch für neue Technologien - bis hin zur Forderung nach SEHR viel mehr Geld von der 1. Welt als es bislang im Rahmen der Entwicklungshilfe vorgesehen war.

    Also zusammenfassend:

    Die Klimaschutzmaßnahmen sind für die 3. Welt überwiegend positiv und Ihre angebliche Sorge um die Menschen denen Sie Ihren Luxus verdanken unglaubwürdig.

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