Indien Gefährlicher als der Tiger

Unter der Erderwärmung leidet Indien mehr als andere große Länder. Harte Auflagen zum Klimaschutz will es aber nicht akzeptieren. Ein Besuch bei Bauern, Unternehmern und Politikern

Im Mai verwüstete der Zyklon Aila die indische Insel Kumirmari. Die Bewohner versuchen mit bloßen Händen, die Deiche wieder zu errichten, die sie schützen sollen

Im Mai verwüstete der Zyklon Aila die indische Insel Kumirmari. Die Bewohner versuchen mit bloßen Händen, die Deiche wieder zu errichten, die sie schützen sollen

Auf der Insel Kumirmari im Delta des heiligen Gangesflusses, wo der Königstiger lebt, steht der 64-jährige Dorfvorsteher Radhahrishna Mandal vor einer vom Zyklon Aila zerstörten Landschaft: überschwemmte Felder, zerbrochene Dämme, verwehte Strohdächer. Mandal sagt: »Seit Aila wissen wir, dass der Klimawandel für uns gefährlicher ist als der Tiger.«

In einer dunklen Fabrikhalle im alten Industrieviertel von Kolkata, dem früheren Kalkutta, sitzt der 49-jährige Arbeiter Subir Mukherjee an seiner Holzwerkbank und lötet rote Solarlaternen, die den Namen »Aila« tragen. Mukherjee sagt: »Unser Produkt ist gut für die Welt und gut gegen den Klimawandel.«

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Im Zentrum für Wissenschaft und Umwelt in Neu-Delhi, der angesehensten Organisation der indischen Umweltbewegung, referiert im weißen, kragenlosen Hemd der neue indische Umweltminister Jairam Ramesh vor jungen indischen Journalisten. »Indien übernimmt heute eine Führungsrolle in den internationalen Klimaverhandlungen«, sagt Ramesh. »Wir erzählen einfach unsere wahre Geschichte: geradeheraus, transparent, nach vorne gedacht. Wir fühlen uns nicht in die Defensive gedrängt. Denn unsere Klimagasemissionen sind Überlebensemissionen. Die Emissionen der USA hingegen sind Luxusemissionen.«

Hier liegt Kumirmari

Hier liegt Kumirmari

Drei Schlaglichter auf Indien in Zeiten des Klimawandels. Der Bauer hat Angst vor dem nächsten Tropensturm. Der Arbeiter hat den Nutzen der Solarenergie entdeckt. Der Minister bereitet sein Land selbstbewusst auf den Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen vor. Alle drei sprechen eine Sprache. Im vielstimmigen Indien ist das außergewöhnlich. Doch Bauer, Arbeiter und Minister spüren gemeinsam: Der Klimawandel ist in Indien angekommen. Für das Leben und Wirtschaften im größten demokratischen Schwellenland der Welt bringt er gewaltige Veränderungen. Jetzt ist die Zeit zum Handeln.

Die internationalen Klimaverhandlungen macht das nicht einfacher, aber spannender und anspruchsvoller. Die jüngste Aufwertung der G20, die Indien in den Kreis der globalen Führungsnationen beförderte, hat die Regierung in Delhi kompromissbereiter und selbstbewusster zugleich gemacht. Sie will mehr mitmischen, Verantwortung übernehmen, aber auch stärker führen. Indien will kein Anhängsel sein. Auf keinem anderen internationalen Feld aber kann das Land so berechtigt seinen Führungsanspruch anmelden wie beim Klimaschutz.

Die Rechnung ist einfach: Die Inder liegen sowohl bei den historisch akkumulierten als auch bei den aktuellen Klimagasemissionen so weit hinter den Industrieländern und China zurück, dass ihr Beitrag zur Erderwärmung verschwindend gering ist – trotz der hohen Bevölkerungszahl. Zugleich bekommt Indien, als erste globale Führungsnation, die verheerenden Folgen des Klimawandels schon jetzt massiv zu spüren. Der für die indische Landwirtschaft so wichtige Monsunregen kommt seit Jahren immer unregelmäßiger. In diesem Jahr fiel deshalb im Norden Indiens nahezu die gesamte Sommerernte aus. Neue, in ihrer Heftigkeit unbekannte Wirbelstürme wie Aila bedrohen das Land. Im Mai traf der Zyklon ausgerechnet die vom Anstieg des Meeresspiegels am meisten bedrohten Gebiete im Gangesdelta.

Der Klimawandel ist damit in Indien nicht mehr nur ein internationales Konferenzthema. Er macht vielen Menschen Angst, besonders den Landbewohnern. Die Sorge ist begründet: Bis zum Jahr 2080 könnte der Ernteertrag der Inder aufgrund der Erderwärmung um 30 bis 40 Prozent zurückgehen, hat der Klimaforscher William Cline vom Peterson-Institut für Internationale Ökonomie in Washington berechnet. Keinem anderen großen Land der Welt drohe auch nur annähernd so großer Schaden, sagt er.

Das sind die Eckpunkte. Sie machen aus Indien die am stärksten an Klimaschutz und Klimagerechtigkeit interessierte Großmacht der Welt. Kein Wunder also, dass die Inder im Vorfeld von Kopenhagen unter westlichen Diplomaten als nervige Blockierer und Querulanten verschrien sind. Sie denken klimapolitisch radikaler.

Doch erzählen wir die Geschichte vom indischen Klimawandel lieber von vorne – geradeheraus, wie Umweltminister Ramesh rät. Dann erklärt sich die indische Haltung von selbst.

Nirgendwo in Indien ist der Klimawandel so unabweisbar präsent wie auf Kumirmari, der Insel in der Gangesmündung. Kumirmari mit seinen 25.000 Bewohnern gehört zu den Sunderbans, den vielen flachen Inseln im Gangesdelta, auf denen 4,5 Millionen Menschen leben – und 200 Königstiger. Das ist die größte und berühmteste Tigerpopulation Indiens. Deshalb kennt jeder Inder die Inseln. Doch Dorfvorsteher Mandal sagt: »Früher waren wir wegen der Tiger bekannt, heute wegen Aila.«

Aila war Sturm und Flutwelle zugleich. Das hatte es zuvor nie gegeben. Aila kam im Mai – in einem Monat, in dem es bisher niemals stürmte. Aila kam nach Jahren, in denen sich das Klima für jeden spürbar verändert hatte.

Das Bild der Verwüstungen durch den Zyklon prägte sich den Indern deshalb als Vorbote der Klimakatastrophe ein. Es ist auf Kumirmari heute noch zu besichtigen, da Hilfen ausbleiben. Die vor 150 Jahren unter der englischen Kolonialherrschaft errichteten Dämme aus Lehm sind nach dem Sturm im salzigen Deltawasser verschwunden. Nur noch hier und da ragen ihre Reste aus dem Wasser empor. Dahinter haben die Dorfbewohner versucht, neue Dämme zu errichten, wieder nur mit Hacke, Schaufel und Lehm. Hinter diesen behelfsmäßigen Befestigungen aber beginnt der Überschwemmungssumpf, der Häuser und Felder verschluckt hat. Land zu bewirtschaften ist jetzt unmöglich.

»Wir haben nichts zu tun. Bald werden wir hungern«, sagen die Männer im Dorf, während die Frauen auf dem Holzfeuer die letzten Reste der Frühjahrsernte garen. Sie leben in ärmlichsten Verhältnissen. Ihre notdürftig wieder errichteten Hütten bestehen ausschließlich aus Lehm und Stroh. Kein Ziegelstein, kein Zement. Die Männer grämen sich, Bäume gefällt zu haben, die ihre Hütten vielleicht vor dem Sturm geschützt hätten. Sie erzählen von den vielen Leichen, die sie nach dem Sturm aus dem Wasser fischen mussten. Von den Begriffen Klimawandel und Erderwärmung aber haben sie niemals gehört.

Befragt nach den Ursachen des Zyklons, schüttelt ein Dutzend nur mit Tüchern statt mit Hemd und Hose bekleideter Bauern schweigend den Kopf. »Wir wissen nur, dass Aila Tausende Menschen tötet und der Tiger immer nur einen«, sagt Bikesh Roy, ein 40-jähriger Bauer. Wie er sprechen die Leute hier ständig vom Tiger. Der hat an diesem Tag wieder einen Menschen auf der Nachbarinsel gerissen. Tief hat sich Angst vor dem Tier bei den Dorfbewohnern eingeprägt. Doch jetzt haben sie einen noch mächtigeren Feind: den Klimawandel.

Nur Mandal, der Dorfvorsteher im wadenlangen weißen Hemd, kennt ihn. Er weiß, dass das Meer bedrohlich ansteigt. Sogar das 200 Kilometer landeinwärts liegende Kolkata, die 14-Millionen-Metropole, wird in ein paar Jahrzehnten von Überschwemmungen bedroht sein, wenn die Weltgemeinschaft den Klimawandel jetzt nicht stoppt. Kumirmari wird dann längst in den Fluten untergegangen sein. Mandal weiß deshalb nicht, was er seinen Leuten raten soll. Viele verlassen schon jetzt die Insel, sie sind Indiens erste Klimaflüchtlinge. Sie hätten eine Ranch in Florida oder Texas verdient, sagen Umweltschützer in der Hauptstadt Delhi. Mandal aber hofft auf Hilfe vor Ort. »Die ganze Welt trägt Verantwortung für unser Schicksal, die ganze Welt muss uns helfen«, sagt Mandal.

Außer einer silbernen, wasserdichten Unicef-Folie, die der Bauer Roy über sein Strohdach ausgebreitet hat, zeugt jedoch weit und breit nichts von internationaler Hilfe. Dabei sind die Inselbewohner vorbildliche Klimaschützer. Sie haben keinen Strom, nur einen kleinen Solarschirm auf ihren Dächern. Damit betreiben sie ihre Energiesparlampe und den Schwarz-Weiß-Fernseher. Die Solaranlagen hat ein Mann in Kolkata bauen lassen, der für Indiens Reaktion auf den Klimawandel eine entscheidende Vorreiterrolle spielt: Anupam Baral, Indiens erster Solarunternehmer.

Es ist der Tag der großen Durga-Prozessionen in Kolkata. Für die Bengalen, das stolze Volk Ostindiens, ist dieser Tag das größte Fest im Jahr, eine Mischung aus Weihnachten und Karneval. Durga ist ihre beliebteste hinduistische Göttin. Anupam Baral hat dafür gesorgt, dass die größte und schönste Durga, die an diesem Abend als bunt bemalte Tonfigur auf einem Lastwagen durch Kolkata fährt, in hellem Solarlicht erstrahlt. Das Festkomitee Kolkatas hat ihn darum gebeten.

Es ist ein buntes Gewühl aus Tänzern und festlich gekleideten Passanten. Die Straßen der Riesenstadt sind voller Menschen, selbst die ärmsten Mädchen tragen heute Sari. Mit einer Plastiktüte voll Blumen drängt sich Baral durch die Menge. Es scheint aussichtslos, zu seiner solarbeleuchteten Durga zu gelangen. Doch die Ordnungshüter des Festkomitees kennen ihn, begrüßen ihn, bahnen ihm den Weg, bis er vor der elefantengroßen Göttin auf dem Lastwagen steht und ihr seine Blumen um den Hals hängen lässt. Neben ihm steht Festkomiteeleiter Rajesh Kumar Jiaswal, ein bekannter Metallunternehmer, und sagt zu Baral: »Wir beten sonst zum Sonnengott. Deine Sonnenenergie ist wie sein Segen für unsere Durga.« Diese wenigen Worte belegen Barals größten Erfolg: Er hat die Solarenergie in Indien aus einer winzigen Nische ins Zentrum des gesellschaftlichen Lebens geführt. Sein wichtigster Gehilfe: der Klimawandel.

Barals Unternehmen Geetanjali Solar Enterprise ist im alten Industrieviertel Kolkatas zu Hause. Gegenüber eine Keks-, dahinter eine Lederfabrik. Mit Leder handelten früher nur die untersten Kasten. Das Viertel ist heruntergekommen, vornehm ist hier nichts. Baral besaß nur sein Ingenieurdiplom, als er 1984 hier begann, Solartaschenlampen zu bauen. Geld hatte er keins. Erst fünf Jahre später bekam er den ersten Kredit. Er kämpfte sich durch. Er wusste, dass ein Großteil der indischen Dörfer über keinerlei Stromversorgung verfügte; noch im Jahr 1996 waren das 40 Prozent. Deren riesige Nachfrage wollte er bedienen. Darum ließ er kleine Solaranlagen für Bauern bauen. Etwa für die Leute auf Kumirmari, die keinen Strom hatten. »Heute verfügt die Hälfe der 4,5 Millionen Einwohner der Sunderbans über eine Solaranlage«, sagt Baral. Das ist sein Werk. Deshalb überreichte ihm Premierminister Manmohan Singh im Jahr 2002 den Nationalen Unternehmerpreis für Forschung und Entwicklung im Energiebereich.

Baral führt durch seine winzigen, verwinkelten Werkstätten. Sie wirken wie ein Laborbetrieb für das emissionsfreie Leben in der Dritten Welt. In einer Ecke türmen sich die Pfähle von Straßenlaternen, die Barals Firma mit Solarschirmen und Lampen bestückt. Eine Etage höher setzen Arbeiter große, beschichtete Aluminiumschirme zusammen, die als klimafreundlicher Kochherd funktionieren. Wenn die Dörfler sie annehmen, statt Brennholz zu schlagen, könnte der indische Wald überleben. Baral zeigt Solarventilatoren, Solartrockner, Solarlampen aller Art. Er stapft durch Matsch in eine kleine Fabrikhalle, in der Arbeiter eine Spätschicht zur Herstellung von 14.000 Solarlaternen einlegen. Die sind für die Opfer von Aila bestimmt, es ist ein Regierungsauftrag. Auf den roten Laternen steht der Name »Aila«.

Hier arbeitet Subir Mukherjee, der seit 20 Jahren für Baral tätig ist. »Siehst du, wie wir bei der Arbeit schwitzen? Das ist der Klimawandel«, sagt Mukherjee nur halb im Spaß. Anders als die Bauern auf dem Land sind die Arbeiter in der Stadt bestens informiert. »Der Klimawandel wird wie ein Erdbeben über Kolkata kommen«, sagt Mukherjee. Das ist eine gar nicht so unrealistische Annahme. Kolkata zählt weltweit zu den am meisten vom Meeresanstieg bedrohten Metropolen.

Doch Indien hofft auf Pioniere wie Baral. Bis 2030 sollen zehn Prozent des nationalen Energieverbrauchs durch Solarenergie abgedeckt sein. Das hat das Kabinett in Delhi kürzlich im Rahmen seines Nationalen Aktionsplans zum Klimawandel beschlossen. Den Plan gibt es seit zwei Jahren. Mit ihm will Delhi seinen Bürgern und der Welt beweisen, dass es offensiv auf die Klimaherausforderung reagiert. Baral begrüßt den Plan. Er hat sich bereits ein unbebautes Fabrikgelände vor den Toren Kolkatas gesichert. »Es fehlt nur noch ein ausländischer Investor oder Joint-Venture-Partner«, sagt Baral.

Auch die Umweltschützer applaudieren dem Plan. »Indiens Solarziel für 2030 ist das ehrgeizigste weltweit«, sagt Kushal Yadav, Klimaexperte beim regierungsunabhängigen Zentrum für Wissenschaft und Umwelt in Neu-Delhi. Hier, in einem verstaubten Randbezirk der Hauptstadt, hat auch Umweltminister Ramesh seinen Auftritt vor den Journalisten.

Ramesh zählt zu den Schwergewichten im Kabinett. Vorher war er Handelsminister. Er studierte am berühmten MIT in den USA. Seit der Wiederwahl seiner Kongresspartei im Mai bekleidet er nun das in diesem Jahr wegen des Klimagipfels in Kopenhagen besonders wichtige Umweltressort.

Neben Ramesh sitzt an diesem Tag Sunita Narain auf dem Podium. Sie leitet das Umweltzentrum. Narain ist fast schon Legende, eine Ökoheldin, die mit ihrem kämpferischen Engagement gasbetriebene Busse und Rikschas in der Hauptstadt durchsetzte. Seitdem kann man in Delhi wieder atmen. Diesmal aber gibt sich Narain nicht kämpferisch. Im Gegenteil: Sie und Ramesh erwecken den Eindruck vollständiger Harmonie. Das ist gewollt. Narains Zentrum ist eine international einflussreiche Nichtregierungsorganisation. Aber sie hat entschieden, sich in Kopenhagen hinter ihre Regierung zu stellen. Weil kein anderes Land eine radikalere Position vertritt.

Ramesh hat also ein Heimspiel. »Im Westen werden wir als Blockierer dargestellt. Aber Indien ist nicht Teil des Problems, wir verursachen den Klimawandel nicht. Von uns zu verlangen, dass wir dem Kyoto-Protokoll beitreten, ist die allergrößte Scheinheiligkeit«, sagt Ramesh. Er trifft damit den Kern der Klimagespräche. Die USA verweigern bis heute die Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls, des bislang einzigen international verbindlichen Klimavertrages, weil China und Indien darin keine Verpflichtungen auferlegt werden. Die aber wollen nicht dasselbe Dokument unterzeichnen wie die Industriestaaten und so mit ihnen auf eine Stufe gestellt werden. Allenfalls würden sie ein separates Abkommen akzeptieren, das den künftigen Klimagasausstoß der Schwellenländer begrenzt. Der Gipfel in Kopenhagen könnte auch an diesem Konflikt scheitern. Ramesh weiß das. Trotzdem bleibt er hart.

Er kann wohl nicht anders. Er ist Inder. Ramesh hat alles gesehen: Aila, die Opfer, die Armut. Er kennt Indiens Unternehmer, Leute wie Baral, ihre Kraft und Kreativität. Er vertraut ihnen. Aber er weiß, Indien braucht mehr, viel mehr Geld und Technologie, um dem Klimawandel zu trotzen. Und vor allem kann es selbst wenig bewirken. Er sagt: »Indien wird und sollte keine Limitierung akzeptieren, solange die entwickelten Länder keine sichtbaren Beweise für ihre Reduktionen liefern.« Ist das Sturheit? Oder ist es der Realismus der einzigen Großmacht, die wirklich etwas vom Klimawandel versteht?

 
Leser-Kommentare
  1. Die Haltung "Wir tun nichts, solange ihr nichts tut" ist genau der Grund, warum weltweit kaum etwas geschieht: Jeder schiebt dem anderen den schwarzen Peter zu. Natürlich braucht Indien Technologie, um dem Klimawandel zu trotzen, aber mir kann kein Inder erzählen, dass sie dazu selbst nicht in der Lage sind - wie man Software macht, haben sie ja auch kapiert.

    BTW: Wetterkapriolen sind kein Klimawandel, sondern einfach nur Wetterkapriolen. Ein Jahrhundertsturm kommt eben einmal im Jahrhundert vor, wie der Name sagt.

  2. "Bis zum Jahr 2080 könnte der Ernteertrag der Inder aufgrund der Erderwärmung um 30 bis 40 Prozent zurückgehen"

    Schon herrlich, wie da mit Jahrzehnten jongliert wird. Das ganze ähnelt zwar mehr einem Stochern im dichtesten Nebel, klingt aber gut. Man könnte auch schreiebn, dass die Ernten um 1% oder 90 % zurückgehen werden, das interessiert jetzt doch sowieso niemanden und die, welche es dann betrifft, sind noch nicht mal in Planung.

    Genauso gut kann man dann auch schreiben:" In 4,5 Milliarden Jahren hat sich das Klima von selbst erledigt!"

    • IllI
    • 02.12.2009 um 15:03 Uhr

    ... leider wird ja nichtmehr alles veröffentlich was hier als Kommentar rausgeht, dann versuch ichs halt einfach nochmal ...

    zu 1: die entwicklung von software kann ja wohl kaum - oder lediglich von industriefernen laien - mit der entwicklung von umwelttechniken im industriellen bereich wie solarenergie, dämmsysteme etc. verglichen werden. bei zweiterem reicht wissen nunmal einfach nicht aus, da braucht es schon ewtas mehr ...

    zu 2: möglicherweise sind es keine 4,5Mrd jahre mehr, sindern vieleicht nur noch 100 oder 200 ... daran vieleicht mal gedacht ?? sie sagen doch selbst, es handelt sich um prognosen ... wenn einem die begrifflichkeit des wortes prognose nicht völlig unbekannt ist, dürfte es doch schwer fallen einen solchen - ihren - kommentar ersthaft zu schreiben ...

    im übrigen gibt es immernoch die möglichkeit, das wir das in griff bekommen, genauso wie die variante, dass sich innerhalb der nächsten 50 jahre das klima expotential verändert, denn die co2 ausstöße verhalten sich ebenfalls nicht linear, dann kippt das weltklima plötzlich und innerhalb eines jahrzehnts fehlen dann plötzlich 7,5 der 8 mrd erdenbürger ... auf experten oder länder rummzuhacken halte ich für ziemlichen quatsch, leisten sie doch knstruktive beiträge und kritisieren sie nicht immer alles was geschrieben wird ...

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