Ludwig van Beethoven Erfolg, mit Glück bezahltSeite 2/2
Sven Hiemke, der unlängst das prächtige Beethoven-Handbuch ediert hat (Bärenreiter/Metzler, 628 S., 76,– €), ist Lockwood ein glänzender Übersetzer aus dem Amerikanischen gewesen. Und so setzt sich der völlig unprätentiöse Schreibstil des Autors dank Hiemkes Sprachmacht fort. Das Werk ist eine große Eloge auf differenziertestem Niveau, keine Exhumierung. Hier will niemand brillieren, sondern dienen.
Bisweilen lässt es Lockwood bei Beethoven gänzlich unheroisch zugehen, wie im Schlusssatz der 6. Sinfonie F-Dur, der Pastorale, wenn sich das Gewitter entladen hat. Man könnte hier das große Rad der Dialektik drehen und über die »frohen und dankbaren Gefühle nach dem Sturm« die Formel »Nichts ist jetzt mehr so, wie es zuvor war« hängen. Lockwood erkennt, dass auch beim Grübler Beethoven die Dinge gelegentlich einfach waren, und benötigt für dieses Finale nur einen Satz: »Die Welt ist wieder in Ordnung.«
- Datum 22.12.2009 - 20:42 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 26.11.2009 Nr. 49
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Wenn ich mir die Partituren Beethovens anschaue und dabei das symmetrisch-architektonische Notenbild geniesse, alles perfekte Form, und dabei an die konfliktreiche, zerrissene Persönlichkeit des Komponisten denke, dann bekommt man einen kleinen Eindruck vom Wunder der künstlerischen Schöpfung.
Das Buch kann sehr wohl aus dem Amerikanischen übersetzt worden sein, da man in Amerika ein anderes Englisch spricht als im Vereinigten Königreich.
man konsultiere auch hierzu die ZEIT:
http://www.zeit.de/2003/4...
man konsultiere auch hierzu die ZEIT:
http://www.zeit.de/2003/4...
Man spricht in Amerika ein anderes Englisch, aber die Sprache heißt trotzdem ENGLISCH. Eine "Amerikanische Sprache" gibt es nicht.
man konsultiere auch hierzu die ZEIT:
http://www.zeit.de/2003/4...
Ist es nicht bezeichnend für die deutsche Streitkultur, dass sich außer dem Rezensenten niemand zur Qualität der Übersetzung äußert? Stattdessen wird in vier von fünf Beiträgen über eine Frage diskutiert, die weder für das Buch noch für Goertz' Kritik sonderliche Relevanz beansprucht.
(Diese Stellungnahme wurde vom Amerikanischen ins Österreichische übersetzt)
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