Methanol-Brennstoffzellen seien prädestiniert für den kleinen Leistungsbereich
Seit Jahrzehnten gilt Wasserstoff als Energieträger der Zukunft. Längst treibt er in Brennstoffzellen kleine Pkw-, Bus- oder U-Boot-Flotten an. Doch noch fehlt eine flächendeckende Versorgung mit dem Treibstoff Wasserstoff, weil dessen Transport und Lagerung aufwendig sind. Diese Probleme entfallen bei Methanol. Allerdings ist die Energie dieses Alkohols schwieriger für die Stromerzeugung zu gewinnen als beim Wasserstoff. Methanol-Brennstoffzellen benötigen deutlich mehr vom teuren Katalysator Platin. Das macht leistungsstarke Zellen für den Antrieb großer Fahrzeuge unverhältnismäßig teuer.
Methanol-Brennstoffzellen seien »prädestiniert für den kleinen Leistungsbereich«, sagt Bonhoff. Zwar wäre eine Efoy 1600 mit ihrer Leistung von 65 Watt nicht in der Lage, eine Kaffeemaschine zu betreiben. Dennoch ermöglicht das Minikraftwerk Reisemobilen eine autarke Stromversorgung. Die Fahrzeugbatterie kann zeitweise deutlich höhere Leistung abgeben, während die Brennstoffzelle stetig und leise den Stromspeicher wieder auffüllt, auch in langen Ruhephasen.
Mit diesem Konzept will SFC in den Markt für Elektroroller vordringen. So schafft etwa der Roller Geco42Fun mit einer Akkuladung nur 50 Kilometer, dann muss er an die Steckdose. Mit einer Efoy 1600 im Topcase und einer Methanol-Kartusche unter dem Sitz wird er unabhängiger. Im langsamen Stadtverkehr wird der Batterie relativ wenig Leistung abverlangt. Mit der Efoy und fünf Litern Methanol soll der Geco 300 Kilometer weit kommen.
Brennstoffzelle plus Methanol sind leichter und liefern länger Strom als Batterien, das System hat etwa die zehnfache Leistungsdichte von Lithium-Ionen-Akkus. »Wir erreichen mit etwa zehn Litern Methanol eine Elektrizitätsmenge von zehn Kilowattstunden«, sagt SFC-Geschäftsführer Peter Podesser. »Um die gleiche Energiemenge zur Verfügung zu stellen, brauchte man eine Vierteltonne konventioneller Bleibatterien.« Beim reinen Methanolbetrieb fallen Kosten von rund fünf Euro für 100 Kilometer an, während der Strombetrieb nur etwa 60 Cent kostet. Der Preis für den Geco-Roller steigt durch die Brennstoffzelle von circa 1500 auf über 4000 Euro. Kein Wunder, dass Elektroroller mit Efoy selten sind.
Sehr erfolgreich ist SFC im militärischen Bereich, wo Kosten oft zweitrangig sind. Hier ist der Bedarf an leisen und leichten mobilen Stromquellen groß. Die kompakte Brennstoffzelle Jenny versorgt Laptops und Funkgeräte von Nato-Spezialeinheiten oder UN-Missionen. »Ein moderner Infanterist schleppt bis zu 13 Kilogramm Lithium-Ionen-Akkus für Kommunikation, Navigation, Nachtsichtgeräte«, sagt Podesser. »Wir können ihn mit unserer Jenny um etwa zehn Kilo Gewicht entlasten.« Inklusive Tankpatrone wiegt Jenny nur etwa zwei Kilogramm und liefert Energie für eine 72-Stunden-Mission. Das Wall Street Journal verlieh dafür den Technology Innovation Award 2009 an SFC. Die Firma erhielt auch einen Millionenauftrag der US-Streitkräfte – für eine deutsche Firma ein Ritterschlag.
- Datum 26.11.2009 - 15:04 Uhr
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- Serie Technik im Trend
- Quelle DIE ZEIT, 26.11.2009 Nr. 49
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...aber woher kommen Methanol und Wasserstoff?
... kommt aus Biomasse und der Wasserstoff mittels Elektro/Thermolyse aus Wind/Solarkraftwerken.
... kommt aus Biomasse und der Wasserstoff mittels Elektro/Thermolyse aus Wind/Solarkraftwerken.
Das gibt es noch im Überfluss und glaubt nicht das Klimagedöns - Klima ist kein Wetter sondern eine Statistik!
... heute "Methangas" (=Erdgas) um Methanol herzustellen.
Das kann man aber auch gut aus Biomasse herstellen.
Und glaubt nicht an die Propaganda der Klimaskeptiker - die eine Hälfte ist bezahlt, die andere eher bescheiden im Geiste. Manchmal sicher auch beides...
... heute "Methangas" (=Erdgas) um Methanol herzustellen.
Das kann man aber auch gut aus Biomasse herstellen.
Und glaubt nicht an die Propaganda der Klimaskeptiker - die eine Hälfte ist bezahlt, die andere eher bescheiden im Geiste. Manchmal sicher auch beides...
... kommt aus Biomasse und der Wasserstoff mittels Elektro/Thermolyse aus Wind/Solarkraftwerken.
... heute "Methangas" (=Erdgas) um Methanol herzustellen.
Das kann man aber auch gut aus Biomasse herstellen.
Und glaubt nicht an die Propaganda der Klimaskeptiker - die eine Hälfte ist bezahlt, die andere eher bescheiden im Geiste. Manchmal sicher auch beides...
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