Ökologie und Wirtschaft - geht das? Wir sind noch zu retten

Wissen, Technik, Geld – die Welt hat alles, um den Klima-GAU abzuwenden. Doch dafür müssten sich unser Leben und unsere Wirtschaftsweise rasend schnell ändern.

Arbeiter in einer chinesischen Kohlmine in der Provinz Qianwei. Kohle ist ein wichtiger Treibstoff des chinesischen Wirtschaftsaufschwungs

Arbeiter in einer chinesischen Kohlmine in der Provinz Qianwei. Kohle ist ein wichtiger Treibstoff des chinesischen Wirtschaftsaufschwungs

Angenommen, es käme ein ganz dicker Brocken auf die Menschheit zu. Einer mit einem Durchmesser von mehreren Kilometern. Wenn er in einen Ozean stürzte, würden meterhohe Tsunamis über die Erde schwappen. Schlüge er auf festem Boden ein, wären Kontinente von der Verwüstung bedroht.

Angenommen, die Nasa entdeckte einen solchen Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde, was würde wohl geschehen? Es gäbe sofort ein weltweites Einverständnis, die tödliche Gefahr mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen – wie in dem Film Armageddon, in dem ein Team um den Schauspieler Bruce Willis schließlich die Menschheit rettet.

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Leider ist der Klimawandel kein solches Objekt, gegen das auf der Erde leicht mobil zu machen wäre. Und doch droht er mit einer Mega-katastrophe wie der im Film. Der exzessive Verbrauch von Kohle, Öl und Gas lässt die Durchschnittstemperatur steigen – so schnell und so stark, wie es wohl seit vielen Jahrmillionen nicht geschehen ist. Gletscher verschwinden, der Nordpol wird eisfrei, der Eispanzer auf Grönland schmilzt. Allein dadurch wird der Meeresspiegel um sieben Meter steigen, langfristig. Bereits kurzfristig geraten Küstenstädte wie Hamburg, New York, London und Shanghai in Not. Feuchtere Regionen werden vermutlich feuchter werden, trockene noch trockener. Es drohen Dürren und Überflutungen, Hungersnöte und Völkerwanderungen.

Wo ist der Bruce Willis des Klimawandels?

Die Menschheit, die um all dies weiß, streitet darüber, ob sie das Unheil wirklich abwenden will. Wer dafür zuständig ist. Und wann. Die bereits unabwendbare und alles andere als harmlose Erwärmung um zwei Grad sei für dieses Verhalten schon »die Klatsche«, sagt Martin Voss, Leiter der Katastrophenforschungsstelle an der Uni Kiel. Das Desaströse wolle der Mensch einfach »nicht wahrhaben«, sagt er. Jedenfalls nicht, solange er es nicht sehen kann wie einen Meteoriten.

Bleibt es bei den zwei Grad mehr? Oder werden doch drei, vier, fünf, sechs oder gar sieben Grad daraus, wird also die globale Durchschnittstemperatur demnächst nicht fünfzehn, sondern zwanzig Grad betragen? Darüber beratschlagen in den kommenden zwei Wochen Regierungsvertreter aus fast allen Staaten der Erde in Kopenhagen. Sie treffen sich seit 1995 bereits zum fünfzehnten Mal, um darüber zu reden. Doch das Problem ist seitdem nicht kleiner, sondern größer geworden. Der jährliche Ausstoß von Kohlendioxid, der für den unguten Trend zu den heißeren Zeiten vor allem verantwortlichen Substanz, ist heute um ein Drittel höher als 1995, im Jahr der ersten Weltklimakonferenz, die in Berlin abgehalten wurde.

Das ist grotesk. Und es ist kein gutes Omen für das Kopenhagen-Konklave.

Soll das Zwei-Grad-Ziel in Reichweite bleiben, dürfen die weltweiten Emissionen im Jahr 2050 nur noch halb so groß sein wie 1990. Im Vergleich zum CO₂-Ausstoß des Jahres 2008 müssen sie sogar um zwei Drittel sinken.

Leser-Kommentare
  1. 1. Seufz

    Gibt es echt noch einen ZEIT-Leser der diesen wissenschaftlich unsoliden und zur Panik aufgeblasenen man-made-Klimawandel-Blödsinn noch glaubt?

    Wenn nicht, sollte die ZEIT solche Artikel unterlassen, und eher davon berichten, was Kritikern dieser Hypothese widerfährt. Ist zumindest interessanter, als wieterhin die gleiche unwahre Hysterie zu verbreiten.
    Ich finde das unverantwortlich.

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    ist es mögliche Gefahren zu leugnen und keine vorsorglichen Schritte einzuleiten. Unvorbereitet sehenden Auges in ein wahrscheinliches Verderben zu reiten ist schlichtweg dumm oder ignorant.

    Und dumm möchte doch keiner sein, oder liegt das bei Ihnen anders?

    • Yadgar
    • 07.12.2009 um 13:04 Uhr

    ...CO2 ist kein Treibhausgas, in Wirklichkeit wird es kälter, und die ganze Aufregung um den Klimawandel ist nichts weiter als eine Gehirnwäsche-Veranstaltung [...] (Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion /ft)

    • joG
    • 07.12.2009 um 19:25 Uhr

    ...verändern muss, ist keinem klar. Es ist zu komplex. Nur über die effiziente Reallokation des Marktmechanismus können die Umstrukturierungen mit verhältnismäßig geringem Schwund und Vergeudung von Mittln erreicht werden. Das erreicht man am einfachsten durch die Erhebung von Steuern an der Quelle der Faktoren, die zu CO2 Verpuffung führen. So müssten wir Ölförderung, Kohleabbau und Viehhaltung besteuern.
    Das muss weltweit geschehen oder bei Import in ein Gebiet, das sloche Besteuerung durchführt. Wer diese Steuern bekommt ,uss geregelt werden.

    ist es mögliche Gefahren zu leugnen und keine vorsorglichen Schritte einzuleiten. Unvorbereitet sehenden Auges in ein wahrscheinliches Verderben zu reiten ist schlichtweg dumm oder ignorant.

    Und dumm möchte doch keiner sein, oder liegt das bei Ihnen anders?

    • Yadgar
    • 07.12.2009 um 13:04 Uhr

    ...CO2 ist kein Treibhausgas, in Wirklichkeit wird es kälter, und die ganze Aufregung um den Klimawandel ist nichts weiter als eine Gehirnwäsche-Veranstaltung [...] (Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion /ft)

    • joG
    • 07.12.2009 um 19:25 Uhr

    ...verändern muss, ist keinem klar. Es ist zu komplex. Nur über die effiziente Reallokation des Marktmechanismus können die Umstrukturierungen mit verhältnismäßig geringem Schwund und Vergeudung von Mittln erreicht werden. Das erreicht man am einfachsten durch die Erhebung von Steuern an der Quelle der Faktoren, die zu CO2 Verpuffung führen. So müssten wir Ölförderung, Kohleabbau und Viehhaltung besteuern.
    Das muss weltweit geschehen oder bei Import in ein Gebiet, das sloche Besteuerung durchführt. Wer diese Steuern bekommt ,uss geregelt werden.

  2. ... ist problemlos möglich. Alle nötigen Technologien haben wir schon heute. Nur ein paar Kleinigkeiten müssen wir neu erfinden und zwar:

    Zement, Glas, Asphalt, Metalle, Backstein, Kunststoffe, Kunstdünger und zahlreiche Medikamente. Desweiteren brauchen wir Baumaschinen, Schiffe, Flugzeuge, LKWs und Militärfahrzeuge die vollständig ohne fossile Energieträger produziert und betrieben werden können.

    Kleinigkeit. Dass ein paar Millionen armer Schlucker in den Drittweltstaaten krepieren, weil wir ihnen die Modernisierung und Entwicklung ihrer Länder versagen - was soll´s.

    [ entfernt: Bitte verzichten Sie auf polemisierende Vergleiche. Danke. Die Redaktion/m.e. ]

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    • hww
    • 07.12.2009 um 11:07 Uhr

    Da hat er ja wohl gar nichts kapiert - oder nicht Die Zeit gelesen:
    ohne drastischen Klimaschutz wird gerade die Dritte Welt untergehen: Bangladesch von der Karte, Indien und Pakistan ueberschwemmt und verdoerrt - abwechslend; China verstaubt und vertrocknet. Afrika ist ohnehin schon auf der Kippe.
    Mit frommmen wuenschen und unverdrossenem "Draufhalten" ist hier ncihts mehr zu gewinnen !
    hww

    • hww
    • 07.12.2009 um 11:07 Uhr

    Da hat er ja wohl gar nichts kapiert - oder nicht Die Zeit gelesen:
    ohne drastischen Klimaschutz wird gerade die Dritte Welt untergehen: Bangladesch von der Karte, Indien und Pakistan ueberschwemmt und verdoerrt - abwechslend; China verstaubt und vertrocknet. Afrika ist ohnehin schon auf der Kippe.
    Mit frommmen wuenschen und unverdrossenem "Draufhalten" ist hier ncihts mehr zu gewinnen !
    hww

  3. ist es mögliche Gefahren zu leugnen und keine vorsorglichen Schritte einzuleiten. Unvorbereitet sehenden Auges in ein wahrscheinliches Verderben zu reiten ist schlichtweg dumm oder ignorant.

    Und dumm möchte doch keiner sein, oder liegt das bei Ihnen anders?

    Antwort auf "Seufz"
    • hww
    • 07.12.2009 um 11:07 Uhr

    Da hat er ja wohl gar nichts kapiert - oder nicht Die Zeit gelesen:
    ohne drastischen Klimaschutz wird gerade die Dritte Welt untergehen: Bangladesch von der Karte, Indien und Pakistan ueberschwemmt und verdoerrt - abwechslend; China verstaubt und vertrocknet. Afrika ist ohnehin schon auf der Kippe.
    Mit frommmen wuenschen und unverdrossenem "Draufhalten" ist hier ncihts mehr zu gewinnen !
    hww

  4. Wenn 1 Mrd. Menschen bewusst vorgeht, der Rest nicht, gar nicht erreichbar/ansprechbar ist, sind alle Regeln, Auflagen nur Papier. Politiker, die die Arme in die Luft reißen und den "Wir können es" und "Wir-haben es geschafft"-Tanz aufführen und Sympathiepunkte generieren. Überteuerter Spaß, der die Steuerzahler echter Lebensveränderungen beraubt. [ entfernt: Bitte beschränken Sie sich auf Verlinkungen, deren Bezug zum Thema direkt ersichtlich wird. Danke. Die Redaktion/m.e. ]

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    ... erzählen Sie uns davon: "Überteuerter Spaß, der die Steuerzahler echter Lebensveränderungen beraubt."

    Was genau meinen Sie denn damit, wo doch schon Harz 4 - Empfänger besser leben als 5 Mrd. Menschen weltweit?

    ... erzählen Sie uns davon: "Überteuerter Spaß, der die Steuerzahler echter Lebensveränderungen beraubt."

    Was genau meinen Sie denn damit, wo doch schon Harz 4 - Empfänger besser leben als 5 Mrd. Menschen weltweit?

  5. ... erzählen Sie uns davon: "Überteuerter Spaß, der die Steuerzahler echter Lebensveränderungen beraubt."

    Was genau meinen Sie denn damit, wo doch schon Harz 4 - Empfänger besser leben als 5 Mrd. Menschen weltweit?

    Antwort auf "Illusionär?"
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    • TDU
    • 07.12.2009 um 20:15 Uhr

    Dann können die ja ihre Villen mit umweltfreundlicher Technik ausstatten und nachhaltige Produkte kaufen. Und mit ihrem horrenden Finanzvermögen endlich vebrauchsarme Technik vorantreiben oder in den ÖVPN investieren. Wat die also alles mit dem Geld anstellen könnten, statt dessen, Rauch und Suff, Ein Jammer is dat....

    • TDU
    • 07.12.2009 um 20:15 Uhr

    Dann können die ja ihre Villen mit umweltfreundlicher Technik ausstatten und nachhaltige Produkte kaufen. Und mit ihrem horrenden Finanzvermögen endlich vebrauchsarme Technik vorantreiben oder in den ÖVPN investieren. Wat die also alles mit dem Geld anstellen könnten, statt dessen, Rauch und Suff, Ein Jammer is dat....

  6. ... werden die Gesetze der Schwerkraft noch immer gelten - was wir loslassen fällt auf den Boden. Mit den Gesetzen des Marktes ist es nicht anders.

    Sind fossile Energieträger vergleichsweise preiswert - und das sind sie wenn vergleichsweise wenige sie nutzen - dann werden sie auch genutzt. Vielleicht nicht von allen, sondern nur von einigen wehrhaften Staaten, die sich dem Würgegriff der grünen Planwirtschaft widersetzen.

    Der CO2 Ausstoß dieser unabhängigen Länder führt aber dazu, dass sämtliche Einsparanstrengungen der "grünen Staaten" auf Dauer völlig wirkungslos bleiben - das Gas gelangt trotzdem in die Luft. Nebenbei werden die freien Staaten mit einer deutlich besseren wirtschaftlichen Entwicklung belohnt.

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    Mentzel schreibt:
    "Der CO2 Ausstoß dieser unabhängigen Länder führt aber dazu, dass sämtliche Einsparanstrengungen der "grünen Staaten" auf Dauer völlig wirkungslos bleiben - das Gas gelangt trotzdem in die Luft. Nebenbei werden die freien Staaten mit einer deutlich besseren wirtschaftlichen Entwicklung belohnt."

    Das sehe ich anders. Am Beispiel der amerikanischen Automobilindustrie ist doch gut zu sehen, was passiert, wenn man sich Innovationen zum Umweltschutz verweigert.

    Denken Sie auch mal 20 - 50 Jahre weiter. Bei stetiger Verknappung des Öls wird die Volkswirtschaft am besten gewappnet sein, die frühzeit umgestellt hat. Ich würde sogar darauf wetten, dass in 20 Jahren schon die regenerativen Energiequellen den billigeren Strom liefern.

    Mentzel schreibt:
    "Der CO2 Ausstoß dieser unabhängigen Länder führt aber dazu, dass sämtliche Einsparanstrengungen der "grünen Staaten" auf Dauer völlig wirkungslos bleiben - das Gas gelangt trotzdem in die Luft. Nebenbei werden die freien Staaten mit einer deutlich besseren wirtschaftlichen Entwicklung belohnt."

    Das sehe ich anders. Am Beispiel der amerikanischen Automobilindustrie ist doch gut zu sehen, was passiert, wenn man sich Innovationen zum Umweltschutz verweigert.

    Denken Sie auch mal 20 - 50 Jahre weiter. Bei stetiger Verknappung des Öls wird die Volkswirtschaft am besten gewappnet sein, die frühzeit umgestellt hat. Ich würde sogar darauf wetten, dass in 20 Jahren schon die regenerativen Energiequellen den billigeren Strom liefern.

    • iDog
    • 07.12.2009 um 12:18 Uhr

    sie koennen jetzt zur kasse gehen und sich ihren cheque geben lassen und dann aber ab auf die sychellen zum entspannen von der anstrengenden debatte ehe die syschellen untergehen ... viel spass noch beim hyperventilieren in hysterischen spasmen ... und kommen sie nicht zurüek ehe ihnen das wasseer bis zum hals steht ...

    wer in einer ohnehin peinlichen situation handeln muss erzeugt unweigerlich komik. sie beide befinden sich in dieser komikfalle also wundern sie sich nicht das andere über sie lachen.

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    ... es wundert mich ja nicht, dass Sie hier von bezahlten Schreiberlingen ausgehen, ist doch zu vermuten das genau dies bei vielen Klimaleugnern gang und gäbe ist.

    Leider muss ich Sie enttäuschen, ich habe noch nie eine Bezahlung für meine Beiträge erhalten.

    Wie schauts bei Ihnen aus?

    daran vorausschauend zu handeln und nicht erst abzuwarten bis die Situation ein Einlenken nur noch zu unkalkulierbaren bis nicht leistbaren Kosten möglich ist?

    Das als Basis für Entscheidungen grundsätzlich nur der gegenwärtige Erkenntnisstand herangezogen werden kann, sollte logisch sein. Und derzeit besteht Einigkeit das es einen anthropogenen Klimawandel gibt, daran ändert auch die Handvoll wissenschaftlicher Veröffentlichungen, die das nicht so sehen, nichts. Und erst recht nicht die Millionen an unqualifizierten Meinungäußerungen.

    Oder sollten wir etwa das Prinzip einführen, wir handeln grundsätzlich nach der Auffassung des Ungebildetsten, damit wir ihn nicht überfordern?

    ... es wundert mich ja nicht, dass Sie hier von bezahlten Schreiberlingen ausgehen, ist doch zu vermuten das genau dies bei vielen Klimaleugnern gang und gäbe ist.

    Leider muss ich Sie enttäuschen, ich habe noch nie eine Bezahlung für meine Beiträge erhalten.

    Wie schauts bei Ihnen aus?

    daran vorausschauend zu handeln und nicht erst abzuwarten bis die Situation ein Einlenken nur noch zu unkalkulierbaren bis nicht leistbaren Kosten möglich ist?

    Das als Basis für Entscheidungen grundsätzlich nur der gegenwärtige Erkenntnisstand herangezogen werden kann, sollte logisch sein. Und derzeit besteht Einigkeit das es einen anthropogenen Klimawandel gibt, daran ändert auch die Handvoll wissenschaftlicher Veröffentlichungen, die das nicht so sehen, nichts. Und erst recht nicht die Millionen an unqualifizierten Meinungäußerungen.

    Oder sollten wir etwa das Prinzip einführen, wir handeln grundsätzlich nach der Auffassung des Ungebildetsten, damit wir ihn nicht überfordern?

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